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Artur Rodziński

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Datei:Arthur Rodzinski.jpg
Artur Rodziński

Artur Rodziński (geboren 2. Januar 1892 in Split, Österreich-Ungarn; gestorben 27. November 1958 in Boston) war ein polnischer Dirigent, der im Opernbereich und in der Sinfonischen Musik wirkte.

Leben

Rodziński, ein Sohn des österreichisch-ungarischen Militärarztes Herman Rodziński (Hermann Rittigstein) (1862–1925) und der Musikerin Jadwiga geb. Wiszniewski (1870–1950),<ref name="coll">Artur Rodzinski – Biographical Note. In: Artur Rodzinski collection. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> wuchs in Lemberg auf. Er studierte Rechtswissenschaft an der Universität Wien und schloss 1916 mit dem Doktorat ab.<ref name="anb">Kenneth Morgan: Rodzinski, Artur. In: American National Biography. 1999; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Gleichzeitig studierte er an der Wiener Musikakademie Komposition bei Joseph Marx und Franz Schreker, Orchesterleitung bei Franz Schalk sowie Klavier bei Emil von Sauer.<ref name="grove">Michael Steinberg: Rodziński, Artur. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich).</ref> 1918–1919 war er Dirigent an der Lemberger Oper, 1920–1925 an der Warschauer Oper und Philharmonie.

Auf Einladung von Leopold Stokowski kam er in die USA, wo er als dessen Assistent das Philadelphia Orchestra dirigierte (1926–29).<ref name="mgg">Jörg Jewanski: Rodziński, Artur. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 14 (Riccati – Schönstein). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2005, ISBN 3-7618-1134-9 (Online-Ausgabe, für Vollzugriff Abonnement erforderlich)</ref> Danach prägte er als Chefdirigent namhafte Orchester des Landes, zunächst das Los Angeles Philharmonic (1929–33), dann das Cleveland Orchestra (1933–43), das er, seit 1933 US-Staatsbürger,<ref name="brit">Artur Rodzinsky. In: Encyclopaedia Britannica. 1. Januar 2020; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> zu einem landesweit bedeutenden Klangkörper entwickelte.<ref name="grove" /> 1935 leitete er hier die US-Premiere von Schostakowitschs Oper Lady Macbeth von Mzensk.<ref name="cso">Artur Rodzinski. In: cso.org. 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. September 2015; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1936 war er erstmals bei den Salzburger Festspielen zu Gast und dirigierte dort die Wiener Philharmoniker.<ref name="case">Rodzinski, Artur. In: Encyclopedia of Cleveland History. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Archiv Salzburger Festspiele</ref> In dieser Zeit stellte er auch im Auftrag von Arturo Toscanini 1937 das NBC Symphony Orchestra zusammen.<ref name="coll" />

1943 wurde Rodziński Musikdirektor der New Yorker Philharmoniker, mit denen er schon 1934 zusammengearbeitet und 1937 Richard StraussElektra mit Rose Pauly aufgeführt hatte.<ref name="grove" /> Seine Amtszeit eröffnete er mit der spektakulären Entlassung von 14 Musikern einschließlich des Konzertmeisters.<ref name="grove" /> Im Repertoire setzte er verstärkt auch auf amerikanische Komponisten, brachte Werke von Roy Harris, Walter Piston, William Grant Still und Lukas Foss zur Uraufführung, aber auch Werke des populären Genres von Vernon Duke und Jerome Kern.<ref name="nyphil">Artur Rodszinski. In: nyphil.org. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er engagierte 1943 Leonard Bernstein als Assistant Conductor und verhalf dem damals 25-Jährigen im selben Jahr zu einem ersten Durchbruch als Einspringer für Bruno Walter.<ref name="coll" />

In dieser Zeit zählte Rodziński zu den bekanntesten Dirigenten in den USA. Dennoch führten Reibungen mit Manager Arthur Judson 1947 zu Rodzińskis Abgang. Im selben Jahr wurde er Chefdirigent des Chicago Symphony Orchestra, ein Wechsel, der Aufsehen erregte und als Titelstory im Time Magazine verhandelt wurde.<ref name="time">Artur Rodzinski auf dem Titel des Time-Magazins 1947</ref> Einer der Höhepunkte seiner nur knapp einjährigen Amtszeit war die Aufführung von Wagners Tristan und Isolde mit Kirsten Flagstad.<ref name="cso" /> Nach Konflikten mit dem Management wurde Rodzińskis Vertrag bereits 1948 beendet.<ref name="coll" />

Aus gesundheitlichen Gründen beschränkte er sich in den nächsten Jahren auf Gastdirigate<ref name="mgg" /> und war u. a. in den USA, in Lateinamerika und Europa tätig.<ref name="coll" /> Er ließ sich schließlich in Italien nieder, dirigierte 1950 erstmals an der Mailänder Scala<ref name="scala">Rodzinski 1950 an der Scala</ref> und leitete 1953 Prokofjews Krieg und Frieden beim Maggio Musicale Fiorentino, die erste Aufführung dieser Oper außerhalb der Sowjetunion.<ref name="coll" /> Trotz seines zunehmend labilen Gesundheitszustands kehrte er 1958 noch einmal nach Chicago zurück und dirigierte an der Lyric Opera erneut Tristan und Isolde mit Birgit Nilsson. Nur wenige Tage nach seinem letzten Auftritt dort starb er in Boston an Herzversagen.<ref name="coll" />

Seine zweite Ehefrau, Halina Rodzińska geb. Lilpop, hinterließ eine Biografie Our Two Lives.

Uraufführung

Aufnahmen

Eine Auswahl seiner Einspielungen unter dem Titel The Art of Artur Rodziński ist 2017 beim Label Scribendum auf 19 CDs erschienen.<ref>The Art of Artur Rodzinski</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Artur Rodziński – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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