Bahnhof Greißelbach
| Greißelbach | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bahnhof Greißelbach NM 001.jpg Bahnhof Greißelbach 2012
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| Daten | ||||||
| Lage im Netz | Trennungsbahnhof | |||||
| Bahnsteiggleise | 3 | |||||
| Abkürzung | NGRE | |||||
| Eröffnung | 1. Juni 1888 | |||||
| Schließung | 31. Oktober 1991 | |||||
| Lage | ||||||
| Stadt/Gemeinde | Sengenthal | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Bayern | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Koordinaten | 49° 12′ 33″ N, 11° 27′ 8″ O
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|
dim=2000 | globe= | name=Greißelbach | region=DE-BY | type=railwaystation
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| Höhe (SO) | 416 m | |||||
| Eisenbahnstrecken | ||||||
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| Bahnhöfe in Bayern | ||||||
Der Bahnhof Greißelbach ist ein ehemaliger Bahnhof und ein Gemeindeteil der Gemeinde Sengenthal im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.<ref name=":0">Ortslage. In: BayernAtlas. Kartenviewer des Freistaats Bayern, abgerufen am 2. März 2026.</ref>
Lage
Der ehemalige Weiler und das Bahnhofsgelände sind in den letzten Jahren im südlichen Teil Firmengeländes der Firma Bögl aufgegangen und befinden sich ca. 2 km südwestlich des Hauptortes Sengenthal.<ref name=":0" />
Östlich wird das heutige Firmengelände von der Bundesstraße B299 begrenzt, im Süden von der Staatsstraße ST2220.<ref name=":0" />
Geschichte
Der Bahnhof wurde um 1886 im Zuge der Errichtung der Bahnstrecke Neumarkt–Beilngries, der sogenannten Sulztalbahn, errichtet. In Greißelbach wurde ein Abzweig zur 10 km langen Lokalbahn nach Freystadt, der sogenannten Lerzerbahn, errichtet. Der Bahnhof ging mit der Eröffnung der Strecke am 1. Juni 1888 in Betrieb. Nach Einstellung des Personenverkehrs zwischen Neumarkt und Beilngries im September 1987 und der Einstellung des Güterverkehrs zwischen Greißelbach und Beilngries im August 1989 blieb Greißelbach zunächst Endhaltepunkt einer Nebenbahn im Güterverkehr. Am 31. Oktober 1991 wurde der Betrieb ganz eingestellt.<ref>Die Sulztalbahn. Hans Grüner, abgerufen am 2. März 2026.</ref>
Seit 2010 gehört das ehemalige Bahnhofsgelände dem Bauunternehmen Max Bögl, das dort ein Präsentationszentrum (Innovationszentrum) für firmeneigene Produkte, wie verschiedene Systeme Feste Fahrbahn, einen Träger des „Maglev Guideway Bögl“ für die Magnetschwebebahn Transrapid und einen Tübbing-Ring errichtete und die Sektion I des Transrapid 07 ausstellte, der früher auf der Transrapid-Versuchsanlage Emsland eingesetzt wurde und anschließend auf dem Flughafen München stand.<ref>Abbau: Münchner Transrapid für einen Euro verkauft - WELT. 3. Oktober 2015, abgerufen am 6. Januar 2024.</ref>
Im Juli 2020 wurden die Bahnstrecken Neumarkt–Beilngries–Kinding (Anschluss Schnellbahnstrecke) im Positionspapier des VDV als zu reaktivierende Bahnstrecken neu aufgenommen.<ref>VDV: Reaktivierung von Bahnstrecken. Abgerufen am 5. August 2020.</ref> Damit könnte auch der Bahnhof Greißelbach wieder reaktiviert werden.
Sehenswürdigkeiten
Das in sehr guten Erhaltungsstand befindliche Bahnhofs-Empfangsgebäude zählt zu den Baudenkmälern der Gemeinde Sengenthal. Es ist ein erdgeschossiger Halbwalmdachbau aus Polygonalmauerwerk mit Kniestock, Eckquaderung, Backsteingliederung und hölzernem Perron-Vordach. Zugehörig ist ein Wasch- und Aborthaus in denselben Formen.
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Einwohnerzahl und Zugehörigkeiten
Bahnhof-Greißelbach ist ein heute nicht mehr bewohnter Gemeindeteil der Gemeinde Sengenthal. In der Vergangenheit sind folgende Einwohnerzahlen belegt:
| Berichtsjahr | Einwohnerzahl | |
|---|---|---|
| 1938 | 14<ref name=":1" /> | |
| 1950 | 24<ref name=":2">Einwohnerstatistik. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 2. März 2026.</ref> | |
| 1970 | 17<ref name=":2" /> | |
| 1987 | 4<ref name=":2" /> |
Die Katholiken des Weilers Greißelbach waren nach St. Nikolaus in Reichertshofen gepfarrt.<ref name=":1">Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. Band II, Eichstätt 1938, S. 453</ref> Zusammen mit dem rund 400 m entfernten Dorf Greißelbach gehörte der Weiler zunächst zu der durch das Königliche Gemeindeedikt von 1818 gebildeten Ruralgemeinde Döllwang,<ref>Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern... [nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dez. 1900], München 1904, Sp. 565</ref> später (bis zur Gemeindegebietsreform) zur Gemeinde Forst.<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961, München 1964, Sp. 549</ref> Zum 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Forst – und damit auch der Weiler Greißelbach – nach Sengenthal eingemeindet.<ref>Richard Bauer, Reinhard Heydenreuter, Gerhard Heyl, Emma Mages, Max Piendl, August Scherl, Berhard Zittel: Handbuch der Bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799-1980. Hrsg.: Wilhelm Volkert. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 533.</ref>
Literatur
- Leonhard Bergsteiner: Greißelbach. In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= 8. Ergänzungsausgabe). GeraNova Zeitschriftenverlag, München 1997, ISSN 0949-2127 (1 Bl., 2 S.).
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Birkenmühle | Braunmühle | Braunshof | Buchberg | Dietlhof | Forst | Gollermühle | Greißelbach-Bahnhof | Kastenmühle | Ölkuchenmühle | Reichertshofen | Richthof | Schlierferhaide | Schlierfermühle | Schmidmühle | Seitzermühle | Sengenthal | Sengenthal am Anger | Stadlhof | Weichselstein | Winnberg