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Banie Mazurskie

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Banie Mazurskie
Vorlage:Platzhalterbild
Banie Mazurskie (Polen)
Banie Mazurskie (Polen)
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Gołdap
Geographische Lage: 54° 15′ N, 22° 2′ OKoordinaten: 54° 14′ 36″ N, 22° 2′ 18″ O
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Einwohner: 1419 (31. März 2011<ref>GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku, 31. März 2011, abgerufen am 21. April 2019 (polnisch).</ref>)
Postleitzahl: 19-520
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NGO
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 650: Stara RóżankaGołdap
Lisy → Banie Mazurskie
Mieduniszki Wielkie → Banie Mazurskie
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Flughafen Danzig
Chopin-Flughafen Warschau
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 40 Ortschaften
20 Schulzenämter
Fläche: 205,02 km²
Einwohner: 3184
(1. Jan. 2024)<ref name="Area and population in the territorial profile in 2024">Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 16 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2818012
Verwaltung (Stand: 2006)
Bürgermeister: Jan Sobuta
Adresse: ul. Marii Konopnickiej 26
19-520 Banie Mazurskie
Webpräsenz: baniemazurskie.wm.pl

Banie Mazurskie (deutsch Benkheim) ist ein Dorf mit Sitz der gleichnamigen Landgemeinde im Powiat Gołdapski der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Geographische Lage

Banie Mazurskie liegt im Nordosten der Woiwodschaft Ermland-Masuren an der Goldap (polnisch: Gołdapa). Die polnisch-russische Staatsgrenze liegt zehn Kilometer weiter nördlich. Bis zur einstigen Kreisstadt Angerburg (polnisch: Węgorzewo) sind es 20 Kilometer, die heutige Kreismetropole Gołdap (Goldap) ist 18 Kilometer entfernt.

Banie Mazurskie (Benkheim)

Datei:BanieMazurskie.JPG
Straße in Banie Mazurskie

Geschichte

Der Ort wurde am 16. Juni 1566<ref name="ostpreussen">Banie Mazurskie – Benkheim</ref> gegründet.<ref name="sztetl"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Virtuelles Schtetl (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive), Lokalgeschichte und jüdische Gemeinschaft in Banie Mazurskie</ref> 1566 trug das Dorf<ref>Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Benkheim</ref> den Namen Bianiz, danach Saurnickeim, Saurnicken, Bieneken, Berndtkeim (vor 1785), Bengheim (nach 1785) und Benkheim (bis 1945). Beim Tatareneinfall im Jahre 1657 wurde das Dorf zerstört, nur die Kirche blieb erhalten.<ref name="ostpreussen" />

Am 6. Mai 1874 wurde Benkheim Amtsdorf und namensgebend für einen Amtsbezirk,<ref name="Jehke">Rolf Jehke: Amtsbezirk Benkheim</ref> der bis 1945 zum Kreis Angerburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Im Jahre 1885 waren in Benkheim 487 Einwohner gemeldet.<ref name="Rademacher">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> Ihre Zahl stieg bis 1910 auf 777,<ref>Landkreis Angerburg im Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. Dezember 2024; abgerufen am 14. Dezember 2025.</ref> belief sich 1925 auf 841, stieg bis 1933 auf 1.675 und betrug 1939 bereits 1.973.<ref name="Rademacher" />

Am 17. Oktober 1928 vergrößerte sich die Gemeinde Benkheim um das Nachbardorf Janellen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), nicht mehr existent) und einen kleinen Teil des Gutsbezirks Sperling ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). Der Friedhof von Janellen wurde nach 2001 hergerichtet und 2012 mit einem Gedenkstein in deutscher und polnischer Sprache versehen.<ref name="ostpreussen" />

Flucht und Vertreibung machten Benkheim am 23. Oktober 1944 zu einem leeren Dorf. Die Bevölkerung suchte zunächst Schutz im Kreis Heilsberg, musste im Januar 1945 allerdings von dort weiter auf die Flucht gehen.

In Kriegsfolge kam Benkheim 1945 mit dem südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform Banie Mazurskie. Heute ist das Dorf administrativer Sitz der Gmina Banie Mazurskie und eines Schulzenamtes ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) sowie eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Banie Mazurskie. Dabei ist das Dorf vom Kreis Angerburg in den Powiat Gołdapski (Kreis Goldap) gewechselt, gehörte bis 1998 zur Woiwodschaft Suwałki und ist seither Teil der Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Paul Skalich und die Gründungszeit

Zur Gründungszeit von Bianiz gehört der Abenteurer und Scharlatan Paul Skalich.<ref name="ostpreussen" /> Der Sohn armer Bauern aus Kroatien machte sich mit einer Gruppe von Kumpanen um 1560 nach Nordeuropa auf mit der Absicht, alchimistisch Gold zu gewinnen. Mit gefälschten Papieren schlich er sich 1561 als Markgraf von Verona in das Vertrauen des Herzogs Albrecht, der ihm einen Forst bei Benkheim schenkte, den man seitdem den Skallischer Forst (1938–1945: Altheider Forst, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) nannte, mitsamt dem Gut. Als er später Umsturzabsichten hegte, flogen seine Pläne auf. Drei seiner Kumpane wurden 1566 hingerichtet, Skalich selber konnte fliehen und starb 1574 in Danzig.

Amtsbezirk Benkheim (1874–1945)

Zwischen 1874 und 1945 bestand der zum Kreis Angerburg gehörende Amtsbezirk Benkheim. Anfangs gehörten ihm sieben, am Ende nur noch vier Gemeinden zu:<ref name="Jehke" />

Name Änderungsname
1938 bis 1945
Polnischer Name Bemerkungen
Benkheim Banie Mazurskie
Groß Sakautschen Großsackau Zakałcze Wielkie 1928 nach Mitschullen eingemeindet
Janellen Janele 1928 nach Benkheim eingemeindet
Mitschullen, Dorf Rochau (Ostpr.) Miczuły
Mitschullen, Gut vor 1908 in die Gemeinde Mitschullen eingegliedert
Polnisch Dombrowken (seit 1904:)
Talheim
Dąbrówka Polska
Storchenberg Wydutki 1928 nach Mitschullen eingemeindet
ab 1930:
Sperling
Wróbel ehemals Amtsbezirk Sperling

Am 1. Januar 1945 bildeten den Amtsbezirk Benkheim die Gemeinden: Benkheim, Rochau (Ostpr.), Sperling und Talheim.

Religionen

Kirchengebäude

Die Kirche in Benkheim wurde 1566 bis 1574 gebaut.<ref name="ostpreussen" /> Es handelt sich um einen dreischiffigen Bau<ref>Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 2: Bilder ostpreussischer Kirchen. Göttingen 1968, S. 87.</ref> – ohne Chor – aus verputzten Backsteinen und Findlingen, mit einem schönen Ostgiebel von 1646. Seit 1698 hat die Kirche einen ausgebauten Turm. Die Orgel fertigte 1884 Max Terletzki in Königsberg (Preußen). Nach 1945 übernahm die Römisch-katholische Kirche in Polen das bisher evangelische Gotteshaus. Nach erneuter Weihe trägt es heute den Namen des Hl. Antonius von Padua (Kościół św. Antoniego Padewskiego).

Kirchengemeinde

Eine evangelische Kirchengemeinde wurde in Benkheim erst 1646 gegründet.<ref>Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3: Dokumente. Göttingen 1968, S. 476.</ref> Bis dahin war die Gemeinde eine Filialgemeinde von Angerburg ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) und gehörte somit bis 1725 zur Inspektion Rastenburg (Kętrzyn). Bis 1945 war sie dann Teil des Kirchenkreises Angerburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union.

Seit 1948 besteht in Banie Mazurskie eine katholische Pfarrei,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Pfarrei Banie Mazurskie auf der Webseite des Bistums Ełk (Memento vom 22. Juli 2015 im Internet Archive)</ref> der die beiden Kapellen in Budziska (Herbsthausen C) und Grodzisko (Schloßberg, 1938–1945 Heidenberg) zugeordnet sind. Sie ist Teil des Dekanats Węgorzewo im Bistum Ełk der Katholischen Kirche in Polen. Hier lebende evangelische Kirchenglieder sind heute – wie vor 1945 die katholischen Kirchenglieder – nach Gołdap (Goldap) hin orientiert. Die dortige Kirchengemeinde ist eine Filialgemeinde von Suwałki in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Gmina Banie Mazurskie

Die Fläche der Landgemeinde Banie Mazurskie beträgt 205,02 km². 58 % davon werden landwirtschaftlich, 30 % als Wald und forstwirtschaftlich genutzt. Die Gemeindefläche entspricht 26,56 % der Gesamtfläche des Powiat Węgorzewski.

Die Nordgrenze der Gemeinde ist die polnisch-russische Staatsgrenze.

Nachbargemeinden sind:

Gemeindegliederung

Ortsteile

Zur Landgemeinde Banie Mazurskie gehören 20 Ortsteile (deutsche Namen bis 1945)<ref>Banie Mazurskie im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> mit einem Schulzenamt (Sołectwo):

Ortschaften

Verkehr

Durch den Süden des Gemeindegebietes verläuft die Woiwodschaftsstraße 650 von Stara Różanka (Alt Rosenthal) über Węgorzewo (Angerburg) nach Gołdap (Goldap). Sie durchzieht den Nordosten der Woiwodschaft Ermland-Masuren und verbindet die drei Kreisgebiete Kętrzyn (Rastenburg), Węgorzewo (Angerburg) und Gołdap (Goldap) miteinander. Der Abschnitt zwischen Węgorzewo und Gołdap verläuft auf der Trasse der einstigen deutschen Reichsstraße 136. Die einzelnen Ortschaften sind durch Nebenstraßen bzw. Landwege miteinander vernetzt, wobei die Grenzlage des Nordens sich negativ bei den Straßenverhältnissen bemerkbar macht.

Zwischen 1897 und 1945 war Benkheim Bahnstation an der Bahnstrecke Angerburg–Goldap und damit an das ostpreußische Schienennetz angeschlossen. In Kriegsfolge wurde die Bahnstrecke nicht reaktiviert.

Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Flughafen Danzig. Er ist jedoch nur nach mehrstündiger Auto- bzw. Bahnfahrt zu erreichen. Ebenso ungünstig erreichbar ist der nicht viele Kilometer weiter entfernte Chopin-Flughafen Warschau.

Weblinks

Commons: Banie Mazurskie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Gołdapski Vorlage:Klappleiste/Anfang Amtssitz: Banie Mazurskie

Ortsteile:
Banie Mazurskie (Benkheim) | Dąbrówka Polska (Polnisch Dombrowken/Talheim) | Grodzisko (Grodzisko/Schloßberg/Heidenberg) | Gryżewo (Griesgirren/Grieswalde) | Jagiele (Jaggeln/Kleinzedmar) | Jagoczany (Jagotschen/Gleisgarben) | Kierzki (Kerschken) | Lisy (Lissen) | Miczuły (Mitschullen/Rochau) | Mieduniszki Małe (Klein Medunischken/Medunen) | Obszarniki (Abschermeningken/Almental) | Rogale (Rogahlen/Gahlen) | Sapałówka (Sapallen/Ostau) | Ściborki (Stobrigkehlen/Stillheide) | Skaliszkiejmy (Skallischkehmen/Großsteinau) | Surminy (Surminnen) | Wróbel (Sperling) | Żabin (Klein Schabienen/Kleinlautersee) | Zawady (Sawadden/Herbsthausen A) | Ziemiany (Ziemianen)

Sonstige Ortschaften:
Antomieszki (Antmeschken/Meßken) | Audyniszki (Audinischken/Hilpertswerder) | Biały Dwór | Borek | Brożajcie (Broszaitschen/Brosen) | Budziska (Budzisken/Herbsthausen C) | Czupowo (Schupowen/Schuppau) | Dąbrówka Polska (osada) | Gąsewo (Gassöwen/Heidenberg B) | Grunajki (Gruneyken/Gruneiken) | Janki (Klein Jahnen) | Jeglewo (Tannenberg) | Kiermuszyny Małe (Alt- und Neu Kermuschienen/Kermenau) | Kiermuszyny Wielkie | Klewiny (Klewienen/Tannenwinkel) | Kruki (Krugken/Krucken) | Kulsze (Kulsen) | Liski (Klein Lissen) | Maciejowa Wola (Matzwolla/Balschdorf) | Mieczkówka (Mitschkowken/Herbsthausen B) | Mieczniki | Mieduniszki Wielkie (Groß Medunischken/Großmedien) | Nowiny (Naujehnen/Neuengrund) | Radkiejmy (Radtkehmen/Wittrade) | Rapa (Angerapp/Kleinangerapp) | Różanka-Dwór (Rosental) | Śluza (Schleuse) | Stadnica (Wilhelmshof) | Stare Gajdzie (Alt Ballupönen/Schanzenhöh) | Stary Żabin (Königlich Szabienen/Alt Schabienen/Altlautersee) | Szarek (Zargen) | Ustronie | Węgorapa (Forsthaus Angerapp) | Widgiry (Wittgirren/Wittbach) | Wólka (Wolken) | Żabin Graniczny | Żabin Rybacki | Zakałcze Wielkie (Groß Sakautschen/Großsackau) | Zapały | Zielony Lasek (Grünwalde) | Ziemianki (Schönbund) Vorlage:Klappleiste/Ende

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