Zum Inhalt springen

Barantschinski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Ort in Russland Barantschinski (Vorlage:RuS) ist eine ländliche Siedlung in der Oblast Swerdlowsk (Russland) mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" />

Geographie

Die Siedlung liegt an der Ostflanke des Ural, gut 150 km Luftlinie nordnordwestlich der Oblasthauptstadt Jekaterinburg am Flüsschen Barantscha, einem linken Zufluss des Tagil. Südwestlich der Siedlung erheben sich die Vorberge des Ural mit der Tolstaja („Dicker Berg“) auf Vorlage:Höhe.

Barantschinski gehört zum Stadtkreis Kuschwa und liegt 15 km südlich des Zentrums der Stadt Kuschwa.

Geschichte

Das Flüsschen Barantscha, an dem sich heute die Siedlung befindet, wurde dadurch bekannt, dass es vom Kosaken Jermak Timofejewitsch und seiner Truppe im Mai 1580 mit Flößen befahren wurde, nachdem sie erstmals den Ural überschritten hatte. Damit begann die russische Eroberung Sibiriens.<ref>Vorlage:Webarchiv in Wokrug Sweta, September 1977 (russisch)</ref>

1747 entstand im Zusammenhang mit der Errichtung eines Eisenwerkes eine Siedlung. Werk und Siedlung wurden nach dem Fluss Barantschinski Sawod („Barantscha-Werk“) genannt. Über viele Jahre wurden im Werk Granaten für die Kaiserlich Russische Armee gefertigt. Zwischenzeitlich wurden Werk und Ort auch Nischne-Barantschinski („Unter-Barantschinski“) genannt, da etwa 10 km flussaufwärts (nordwestlich) ein Werchne-Barantschinski Sawod („Ober-Barantscha-Werk“) entstanden war; dort liegt heute das kleine Dorf Werchnjaja Barantscha.

Während des Ersten Weltkriegs wurde 1916 das Elektromechanische Werk „Volta“ wegen einer möglichen Bedrohung durch die deutsch-russische Front aus Reval nach Barantschinski evakuiert. Nach dem Krieg wurde es mit dem alten Eisenwerk vereinigt. 1928 erhielt der Ort den Status einer Siedlung städtischen Typs<ref name="ran">Vorlage:Toter Link in der Historischen Enzyklopädie des Urals des Instituts für Geschichte und Archäologie der Ural-Sektion der RAN (russisch)</ref>, die der Stadt Kuschwa unterstellt wurde.

2004 verlor die Siedlung den städtischen Status im Rahmen der Verwaltungsreform wieder.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1959 13.492
1970 13.738
1979 13.086
1989 13.315
2002 11.153
2010 9.461

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Infrastruktur

Ortsbildendes Unternehmen ist das Barantschinsker elektromechanische Werk. Daneben gibt es Betriebe der Forstwirtschaft sowie der holzverarbeitenden und Lebensmittelindustrie.<ref name="ran" />

Die Siedlung liegt an der 1878 als erste Bahnstrecke des Ural eröffneten, heute auf diesem Abschnitt zweigleisigen und bereits seit 1935 elektrifizierten Eisenbahnstrecke Perm – Nischni Tagil – Jekaterinburg (Stationsname Barantschinskaja; Streckenkilometer 324). Straßenverbindung besteht in Richtung Kuschwa; dort an die östlich vorbeiführende Regionalstraße R352 Jekaterinburg – Nischni Tagil – Serow.

Einzelnachweise

<references />