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Berylliumiodid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Struktur von Berylliumiodid
Allgemeines
Name Berylliumiodid
Andere Namen
  • Beryllium(II)-iodid
  • Berylliumdiiodid
Summenformel BeI2
Kurzbeschreibung

weiße Nadeln<ref name="perry"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 232-119-0
ECHA-InfoCard 100.029.199
PubChem 5463524
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 262,82 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,325 g·cm−3 (20 °C)<ref name="perry"/>

Schmelzpunkt

510 °C<ref name="perry"/>

Siedepunkt

590 °C<ref name="perry"/>

Löslichkeit
  • reagiert heftig mit Wasser<ref name="perry"/>
  • löslich in Ethanol<ref name="parsons"/>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.756">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350i​‐​330​‐​301​‐​372​‐​319​‐​335​‐​315​‐​317​‐​411
P: ?
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−192,5 kJ/mol<ref name="CRC90_5_6">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-6.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Berylliumiodid ist das Berylliumsalz der Iodwasserstoffsäure mit der Verhältnisformel BeI2. Die hygroskopische, stark toxische Substanz bildet tetragonale<ref>Jean D’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik (Hrsg.): Taschenbuch für Chemiker und Physiker. 3. Elemente, anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale, Band 3. 4. Auflage, Springer, 1997, ISBN 3-540-60035-3, S. 334.</ref> oder rhombische weiße Nadeln und reagiert heftig mit Wasser.

Herstellung

Berylliumiodid kann aus den Elementen bei 500–700 °C hergestellt werden.<ref name="perry">Dale L. Perry, Sidney L. Phillips: Handbook of inorganic compounds. CRC Press, 1995, ISBN 978-0-8493-8671-8, S. 63 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref name="Walsh">Kenneth A. Walsh: "Beryllium chemistry and processing", ASM International (2009). p. 118 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

<math>\mathrm{Be + I_2 \longrightarrow BeI_2}</math>

Ebenso ist die Reaktion von Berylliumcarbid und Iodwasserstoff in der Gasphase (Stickstoff) bei 600–700 °C möglich.<ref name="Walsh"/>

<math>\mathrm{Be_2C + 4\ HI \longrightarrow 2\ BeI_2 + CH_4}</math>

Die nasschemische Synthese ist nicht möglich.<ref name="Walsh"/>

Eigenschaften

Berylliumiodid ist ein sehr hygroskopisches, weißes Pulver, das mit Wasser heftig unter Bildung von Iodwasserstoff reagiert.<ref name="perry"/>

<math>\mathrm{BeI_2 + 2\ H_2O \longrightarrow Be(OH)_2 + 2\ HI}</math>

Das Iod im Berylliumiodid wird leicht von anderen Halogenen verdrängt: mit Fluor entstehen Berylliumfluorid und verschiedene Iodfluoride, mit Chlor und Brom bilden sich Berylliumchlorid und Berylliumbromid. Mit Oxidationsmitteln wie Kaliumpermanganat oder Kaliumchlorat wird das Iodid in einer heftigen Reaktion zum elementaren Iod oxidiert.<ref name="parsons">C. L. Parsons: "The Chemistry and Literature of Beryllium", Chemical Publishing (1909) Volltext.</ref> In der Dampfphase existiert Berylliumiodid als Dimer. Bei 1200 °C zersetzt sich der Dampf in die Elemente.<ref name="Walsh"/> Die Bildungsenthalpie von Berylliumiodid beträgt 21,80 kJ/mol, die Verdampfungsenthalpie 70,5 kJ/mol.<ref name="perry"/> Vom Berylliumiodid sind drei unterschiedliche Kristallstrukturen bekannt.<ref name="Walsh"/>

Gitterparameter der verschiedenen Modifikationen von Berylliumiodid<ref name="Walsh"/>

Temperaturbereich Kristallsystem  a [Å]   b [Å]   c [Å]
bis 290 °C orthorhombisch 11,18 5,94 6,04
290 °C bis 370 °C orthorhombisch 18,0 16,69 11,43
über 370 °C tetragonal 5,84 - 5,70

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Berylliumfluorid | Berylliumchlorid | Berylliumbromid | Berylliumiodid Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang Berylliumiodid | Magnesiumiodid | Calciumiodid | Strontiumiodid | Bariumiodid | Radiumiodid Vorlage:Klappleiste/Ende