Zum Inhalt springen

Blankskáli

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Kalsoy map.jpg
Blankskáli im Südwesten der Insel Kalsoy
Datei:Blankaskali on Faroe map.png
Lage von Blankaskáli auf den Färöern

Blankskáli [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈblaŋkˌskɔalɪ], oder auch Blankaskáli, ist ein verlassener Ort auf der Insel Kalsoy, Färöer.

Blankaskáli liegt an der Westküste ganz im Süden von Kalsoy am Leirvíksfjørður, gegenüber der Kleinstadt Leirvík auf der Nachbarinsel Eysturoy.

Geschichte

Es wird angenommen, dass der Ort die erste Ansiedlung auf Kalsoy war, unter anderem deshalb, weil hier die Bedingungen für den Anbau von Getreide sehr gut waren.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Blankskáli.] faroestamps.fo, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 30. September 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Diese günstigen Bedingungen wurden von der durch die hohen Berge windgeschützten, sonnigen Südwestlage geschaffen. Der Wikingerhäuptling Tróndur í Gøtu, der die gesamten Nutzungsrechte für die Insel Kalsoy innehatte, wird mit dieser ersten Ansiedelung in Verbindung gebracht, ohne dass es aber konkrete Beweise für diese Vermutung gibt. Allerdings ist eine engere Beziehung zwischen den beiden Orten Gøta und Blankskáli für die spätere Zeit dokumentiert.

Schriftlich erwähnt wird Blankskáli erstmals 1584.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hvussu gomul er bygdin (Memento vom 15. Juli 2015 im Internet Archive; färöisch)</ref> Damals gab es hier vier Häuser.<ref>Der Ort wird im Jarðarbókin von 1584 auf Seite 5 unter der dänischen Bezeichnung „Blanckschaalle“ aufgeführt: Jarðarbókin 1584 (PDF, 4,1 MB).</ref> Die Häuser waren<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Blankskáli – ein partur av Føroya søgu.] fiskimannafelag.fo, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 30. September 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

  • Suður í Stovu (Kongsstovan)
  • Miðstovan
  • Uttari í Húsi
  • Lykkershús

Es wurden südlich des Trinkwasserbachs (matará) Überreste eines Bethauses (bønhús) gefunden. Dieses Gebäude stammt sehr wahrscheinlich noch aus der katholischen Zeit, denn von einer Kirche im Ort ist aus der Zeit nach der Reformation nichts bekannt. Die Bewohner von Blankskáli gingen anderthalb Stunden zu Fuß über die Blankskálalíð und das Húsaeið nach Húsar zur Kirche.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kirkjusiðir í bygd uttan kirkju (Memento vom 30. September 2016 im Internet Archive; färöisch)</ref> Im 18. Jahrhundert bestand zwischen Blankskáli auf Kalsoy und Gøta auf Eysturoy ein intensiver Kontakt, so dass aus dieser Zeit eine Reihe verwandtschaftlicher Beziehungen stammen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Blankskáli – ein partur av Føroya søgu.] fiskimannafelag.fo, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 30. September 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Im Jahr 1801 lebten 29 Menschen im Ort. Wenige Jahre später wurde der Ort am 9. April 1809 von einer Schneelawine heimgesucht, die zwar kaum Schaden anrichtete, aber den Bewohnern dennoch genug Schrecken einjagte, um sich zu einer Umsiedlung zu entschließen. Sie bauten zwischen 1810 und 1816 den Ort Syðradalur auf der anderen Seite der Insel an der Ostküste.<ref>Syðradalur, visitkalsoy.fo</ref>

Die Namen der Häuser und Familien zogen mit um nach Syðradalur, wo mit der Zeit weitere Häuser entstanden. Dennoch wurde etwa 100 Jahre lang in Blankaskáli ein Haus aufrecht gehalten, das im Sommer zur Heuernte benutzt wurde, die weiterhin stattfand. Noch in den 1960ern wurde hier Ackerbau betrieben, weil die klimatischen Bedingungen günstiger als in Syðradalur sind.

Noch heute sind von Leirvík aus die Ruinen und das ehemals kultivierte Land von Blankaskáli zu sehen. Von Syðradalur aus kann man den Flecken durch eine schwierige Bergwanderung erreichen.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 62° 14′ N, 6° 41′ W

 {{#coordinates:62,226941666667|−6,6914194444444|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=FO
   |type=adm2nd
  }}