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Bob-Weltmeisterschaft 1933

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Die dritten Bob-Weltmeisterschaften fanden am 11. und 12. Februar 1933 im schlesischen Schreiberhau ausschließlich im Zweierbob der Männer statt. Die wenige Tage zuvor im Schweizer Chamonix ausgetragene Meisterschaft im Viererbob wurde abgebrochen und annulliert.

Ergebnisse

Zweierbob der Männer

Die 1500 Meter lange Bobbahn am Zackelfall wurde hinsichtlich Streckenführung und Ausbau als vorbildlich bezeichnet.<ref name="Viererbob">Bobsport. In: Innsbrucker Nachrichten vom 18. Februar 1933, S. 15 (abrufbar bei ANNO – AustriaN Newspapers Online).</ref> Es starteten jeweils zwei Mannschaften aus Deutschland, Österreich, Rumänien und Deutschböhmen. Der österreichische Bob mit Anton Kaltenberger stürzte am Samstag zweimal und konnte wegen starker Beschädigung des Sportgeräts am Sonntag zu den beiden abschließenden Läufen nicht mehr antreten.<ref>Die Weltmeisterschaft im Zweierbob. In: Allgemeiner Tiroler Anzeiger vom 21. Februar 1933, S. 8 (abrufbar bei ANNO – AustriaN Newspapers Online).</ref>

Platz Land Sportler Gesamtzeit<ref>Die Zweierbobweltmeisterschaft. In: Innsbrucker Nachrichten vom 21. Februar 1933, S. 8 (abrufbar bei ANNO – AustriaN Newspapers Online).</ref>
1. Rumänien KonigreichDatei:Flag of Romania.svg Rumänien I Alexandru Papană
Dumitru Hubert
5:50,14 min
2. Tschechoslowakei 1920Datei:Flag of the Czech Republic.svg H. D. W. I Dr. Brüne
Heinzel
6:01,08 min
3. Deutsches ReichDatei:Flag of Germany (3-2).svg Deutschland I Fritz Grau
Albert Brehme
6:03,81 min
4. Tschechoslowakei 1920Datei:Flag of the Czech Republic.svg H. D. W. II Leubner
Steidel
6:20,18 min
5. Osterreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Österreich I Hans Stürer
Plangger
6:29,65 min
6. Rumänien KonigreichDatei:Flag of Romania.svg Rumänien II Alexandru Frim
Dumitru Zână
6:33,68 min
7. Deutsches ReichDatei:Flag of Germany (3-2).svg Deutschland II von Newlinski
Frick
Osterreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Österreich II Anton Kaltenberger DNF

Viererbob der Männer

Die Weltmeisterschaft im Viererbob sollte am 4. und 5. Februar 1933 auf der Olympiabahn des Jahres 1924 im Schweizer Chamonix stattfinden. Da die Austragung der Veranstaltung wegen fehlenden Schneefalls gefährdet erschien, mussten zunächst Maultieren Schnee aus den Bergen an den Veranstaltungsort schaffen, zusätzlich einsetzender Neuschneefall ermöglichte Ende Januar erste Trainingsfahrten.<ref>Maulesel schaffen Schnee nach Chamonix. In: Wiener Sport-Tagblatt vom 31. Januar 1933, S. 5 (abrufbar bei ANNO – AustriaN Newspapers Online).</ref> Die deutsche Vertretung um Hanns Kilian verzichtete nach Besichtigung der Bahn auf eine Beteiligung an der Weltmeisterschaft, weil „die deutschen Bobs für eine solche Bahn nicht geeignet seien“.<ref>Deutschland nicht bei der Bob-Weltmeisterschaft. In: Wiener Sport-Tagblatt vom 3. Februar 1933, S. 8 (abrufbar bei ANNO – AustriaN Newspapers Online).</ref> Aufgrund des einsetzenden starken Tauwetters konnte die Veranstaltung nicht am angedachten Wochenende stattfinden und sollte im Laufe der folgenden Woche an gleicher Stelle nachgeholt, alternativ zeitgleich mit der Zweierbob-Weltmeisterschaft in Schreiberhau ausgetragen werden.<ref>Die Weltmeisterschaften im Viererbob verschoben. In: Wiener Sport-Tagblatt vom 6. Februar 1933, S. 3 (abrufbar bei ANNO – AustriaN Newspapers Online).</ref>

Am Dienstag, den 7. Februar, starteten schließlich drei Mannschaften in den Wettbewerb. Nach zwei Läufen führte der französische Viererbob mit Steuermann René Charlet (3:03,77 min) vor der italienischen Mannschaft (3:18,75 min), während der Schweizer Bob im zweiten Lauf gestürzt war und deshalb nicht in die Wertung kam.<ref name="Viererbob" /> Einem anderen Bericht zufolge blieben zahlreiche Bobs im Schmutz stecken, sodass das Rennen annulliert wurde.<ref>Neger bringen Schnee in Körben. In: Allgemeiner Tiroler Anzeiger vom 11. Februar 1933, S. 12 (abrufbar bei ANNO – AustriaN Newspapers Online).</ref> Eine weitere zeitgenössische Quelle berichtet vom Abbruch nach drei Meisterschaftsläufen, nachdem sich mehrere Teilnehmer aufgrund von Stürzen verletzt hatten.<ref>L’équipe suisse conspuée. In: La Sentinelle vom 8. Februar 1933, S. 4 (abrufbar über e-newspaperarchives.ch).</ref> Der rumänische Bob in der Besetzung Angelescu/Gribincea/Bârsănescu/Popescu soll außerdem den fünften Rang belegt haben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Istoria Sportului Românesc: Bob şi sanie. (Memento vom 22. Februar 2022 im Internet Archive) In: agerpres.ro (19. Januar 2018).</ref>

Medaillenspiegel

Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1. Rumänien KonigreichDatei:Flag of Romania.svg Rumänien 1 0 0 1
2. Tschechoslowakei 1920Datei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechoslowakei 0 1 0 1
3. Deutsches ReichDatei:Flag of Germany (3-2).svg Deutschland 0 0 1 1

Einzelnachweise

<references />

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