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Campo (Blenio)

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Campo (Blenio)
Datei:Campo(Blenio)-coat of arms.svg
Wappen von Campo (Blenio)
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton TessinDatei:CHE Ticino COA.svg Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bleniow
Kreis: Kreis Olivone
Gemeinde: Blenioi2
Postleitzahl: 6720
frühere BFS-Nr.: 5032
Koordinaten: 714865 / 157227Koordinaten: 46° 33′ 23″ N, 8° 56′ 12″ O; CH1903: 714865 / 157227
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Höhe: 1215 m ü. M.
Fläche: 21,90 km²
Einwohner: 79 (31. Dezember 2005)<ref name="Einwohner">Historisches Lexikon der Schweiz https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002049/2021-03-05/</ref>
Einwohnerdichte: 4 Einw. pro km²
Website: www.campoblenio.ch
Datei:Campo Blenio Lage.jpg
Campo (Blenio)
Campo (Blenio)
Karte
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Datei:Karte Gemeinde Campo (Blenio) 2005.png
Gemeindestand vor der Fusion am 22. Oktober 2006

Campo (Blenio) ist eine Ortschaft und früher selbständige politische Gemeinde im Kreis Olivone, im Bezirk Blenio des Kantons Tessin in der Schweiz.

Geographie

Das ehemalige Gemeindegebiet deckt sich weitgehend mit dem Val di Campo, einem rechten Seitental des oberen Bleniotals. Direkt an der Einmündung ins Haupttal am Flüsschen Fiume d’Orsàira liegt das kleine Haufendorf Campo, taleinwärts befinden sich die Weiler Pianchera, Carcarida und Orsàira. Im Talschluss erheben sich die Gipfel von Pizzo del Corvo (3015 m ü. M.) und La Bianca (2893 m ü. M.); über den Pass Cristallina (2399 m ü. M.) – am Lago Retico (2372 m ü. M.) vorbei – führt ein Saumweg zur Lukmanierroute im Bündner Oberland. Der Weiler Buttino befindet sich auf dem Gebiet von Campo Blenio.

Nachbargemeinden waren Ghirone und Olivone im Kanton Tessin sowie Medel (Lucmagn) im Kanton Graubünden.

Geschichte

Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1205 unter dem damaligen Namen Campo. Schon im 12. Jahrhundert gehörte das Dorf zur allgemeinen Vicinia von Olivone, Campo und Largario. Heute besteht diese Vicinanza noch, die Trennungsgelüste blieben bis jetzt erfolglos. Die Kirche der heiligen Agathe wird 1225 erwähnt.<ref>Celestino Trezzini: Campo Blenio. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 2: Brusino – Caux Attinger, Neuenburg 1924, S. 482 (Digitalisat) (abgerufen am 17. Juli 2017).</ref>

Die Eröffnung der neuen Strasse mit dem Töira-Tunnel 1958 (ursprünglich für den Bau des Luzzone-Staudamms errichtet) und die Inbetriebnahme eines Skilifts 1964 haben den Sommer- und Wintertourismus gefördert.<ref>Sonia Fiorini: Campo Blenio. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 5. März 2021.</ref>

Die vom Kantonsparlament am 25. Januar 2005 beschlossene, ursprünglich per Frühjahr 2006 geplante Fusion der fünf Gemeinden des oberen Talabschnitts wurde durch eine Beschwerde der Gemeinde Aquila verzögert. Nachdem das Bundesgericht im April 2006 die Beschwerde abgewiesen hatte, war der Weg zur Fusion frei. Per 22. Oktober 2006 wurde Campo (Blenio) mit Aquila, Ghirone, Olivone und Torre zur neuen Gemeinde Blenio fusioniert.

Die bisherige Ortsbürgergemeinde Olivone, Campo und Largario blieb auch nach der Fusion der Einwohnergemeinden bestehen.<ref>Patriziato generale di Olivone, Campo e Largario. In: www4.ti.ch/fileadmin/DI/DI_DI/SEL/Patriziati. Abgerufen am 29. Juli 2024 (italienisch; mit Landkarte).</ref><ref>Patriziato Generale di Olivone, Campo e Largario (mit Fotos und Video) (italienisch) auf patriziatolivone.ch</ref> Auch die Fraktion Buttino bildet nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.<ref>Patriziato di Buttino auf ti.ch/di/sel/patriziati</ref>

Bevölkerung

Vorlage:Säulendiagramm1960: Bau Kraftwerkanlagen Luzzone

Sehenswürdigkeiten

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Bildung

Sport

  • Wintersportanlage für Ski, Bob, Schlitten

Verkehr

Das ehemalige Gemeindegebiet wird durch die Hauptstrasse 416.1 erschlossen, die durch das Tunnel Galleria della Töira ins Valle Santa Maria beim Dorf Olivone führt. Hier schliesst sie an die Hauptstrasse 416 an, die durch das ganze Valle di Blenio führt und am Autobahnanschluss Biasca der A2 endet. Weiterhin befindet sich dort ein Anschluss an die Hauptstrasse 2. Die Dörfer Campo und Ghirone werden von Postautos angefahren.

Galerie

Persönlichkeiten

  • Pietro Broggi (* 1814 in Campo (Blenio); † nach 1860 in Lima), ein schweizerischer Konditor und Unternehmer<ref>Pietro Broggi (italienisch) auf ti.ch/can/oltreconfiniti (abgerufen am 1. November 2016).</ref>
  • Gino Parin (Friedrich Pollack) (* 25. August 1876 in Triest; † 9. Juni 1944 im KZ Bergen-Belsen), Maler, Zeichner und Schriftsteller<ref>Gino Parin</ref><ref>Gino Parin (Friedrich Pollack)</ref>
  • Fausto Casserini (* 3. Oktober 1913 in Lugano; † 22. Januar 1985 in Lugano), Kunstmaler, Bildhauer, PTT-Mitarbeiter, schuf Zeichnung und Relief, lebte in Campo (Blenio)<ref>Fausto Casserini</ref>

Literatur

  • Piero Bianconi (Hrsg.): Campo Blenio. In: Inventario delle cose d’arte e di antichità. Band I, S. A. Grassi & Co, Bellinzona 1948, S. 31–33.
  • Sonia Fiorini: Campo Blenio. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 5. März 2021.
  • Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 95, 108.
  • Johann Rudolf Rahn: I monumenti artistici del medio evo nel Cantone Ticino. Tipo-Litografia di Carlo Salvioni, Bellinzona 1894, S. 74–75.
  • Agostino Robertini u. a.: Campo Blenio. In Il Comune. Edizioni Giornale del Popolo, Lugano 1978, S. 61–72.
  • Celestino Trezzini: Campo Blenio. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 2: Basel – Egnach. Attinger, Neuenburg 1924, S. 482 (Digitalisat [PDF; 28,8 MB]).

Weblinks

Commons: Campo – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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