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}}] (von italienischcervellata und mittelfranzösischcervelat, aus lateinisch cerebellum, der Verkleinerungsform von cerebrum «Gehirn»<ref>Vgl. Emil Steiner: Die französischen Lehnwörter in den alemannischen Mundarten der Schweiz. Kulturgeschichtlich-linguistische Untersuchung mit etymologischem Wörterbuch. Wepf, Basel und Holzhausen, Wien 1921, S. 336; Walther von Wartburg: Französisches Etymologisches Wörterbuch. Band 2, 1. Halbband. Teubner, Leipzig/Berlin 1940, S. 603.</ref>) ist eine SchweizerBrühwurst und hat mit der in Deutschland bekannten Zervelatwurst nichts zu tun. Zum traditionellen Verbreitungsgebiet des Cervelats gehören auch Regionen Deutschlands, dort ist er ausser in Teilen des Südwestens allerdings unter anderen Namen bekannt, wie etwa Bockwurst.
Begriff
In einigen Regionen der Schweiz ist der Cervelat auch als Cervelas (französischsprachige Schweiz), Zervela, in Basel als Klöpfer oder in St. Gallen auch als Stumpen bekannt. In Teilen des Appenzeller Vorderlandes wird der Cervelat als Hondwoscht («Hundwurst») bezeichnet. Im deutschen Südwesten wird der Name der Wurst Servela geschrieben.
Die Deutschschweizer Schreibweise Cervelat ist gemäss Le Robert Historique älter als Cervelas. Erstmals erscheint die Schreibweise Cervelat 1552 bei François Rabelais. Sie geht auf das milanesischeDialektwortzervelada und das daraus entstandene italienischecervelato zurück.<ref name=matin25>Le Matin Dimanche. 27. Januar 2008, S. 25.</ref> In der Schweiz werden jährlich 160 Millionen Cervelats produziert, der Schweizer isst also rein rechnerisch im Durchschnitt 21 Cervelats pro Jahr.
Ursprünglich handelte es sich um eine «grosse saucisse courte remplie de chair et de cervelle de porc» (dicke kurze Wurst, gefüllt mit Fleisch und Schweinehirn), das heutige Basisrezept geht auf dasjenige der Basler vom Ende des 19. Jahrhunderts zurück.<ref name=matin25/>
Die Wurstmasse besteht aus etwa zu gleichen Teilen Rindfleisch, Schweinefleisch, Rückenspeck/gemahlener Schwarte und Eis sowie Gewürzen, Pökelsalz und Kutterhilfsmittel. Heute werden keine Innereien mehr zum Cervelat verarbeitet. Die Zutaten werden im Kutter zerkleinert, in Naturdarm (importierte, meist brasilianische Rinderdünndärme) gefüllt, circa eine Stunde bei 65 bis 70 °C zuerst geräuchert und dann bei 75 °C im Wasserbad oder im Kochschrank gebrüht.
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}}</ref> Die für den Cervelat verwendeten Därme von Zeburindern sind jedoch zarter und von kleinerem Durchmesser als die europäischen Rassen und haben einige Eigenschaften, die sie in der Kombination für den Cervelat geeignet machten:
Sie sind fest genug, um sich bei der rohen Wurst leicht abziehen zu lassen
Sie sind zart genug, dass man sie bei der gebratenen Wurst mitessen kann
Sie ziehen sich beim Braten leicht zusammen und geben dem gebratenen Cervelat so die typische Form.
Da die Vorräte zur Neige gingen und kein Ersatz gefunden wurde, der alle diese Eigenschaften in sich vereinte, drohte Medienberichten zufolge der Produktion des Cervelats im Laufe des Jahres 2008 das Aus.<ref>Baldiges Aus für die Schweizer Nationalwurst? In: NZZ Online. 29. Dezember 2007.</ref> Ab August 2008 wurde die Versorgung durch Importe aus Argentinien, Uruguay und Paraguay – als Ersatz für brasilianische Rinderdärme – gesichert.<ref>Zukunft des Cervelat scheint gesichert. In: NZZ Online. 19. August 2008.</ref><ref name="aufgehoben" />
Sonstiges
1891 wurde der Cervelat zum ersten Mal im Zusammenhang mit dem Schweizer Nationalfeiertag, der Bundesfeier am 1. August, erwähnt.<ref>Ruth Haener, Christian Thumshirn: Nationalwurst Cervelat: Wieso wir sie heiss lieben. In: Neue Zürcher Zeitung. 28. Juli 2017.</ref><ref>Fritz von Gunten: Alles ist Wurst. Auf dem Wurstweg durch die Schweiz. Ott, Thun 2006, ISBN 978-3-7225-0042-3.</ref>
Als «Cervelatprominenz» werden in der Schweiz abwertend weniger wichtig einzustufende Schweizer Lokalberühmtheiten bezeichnet, siehe auch B-Prominenz.
Im Südwesten Deutschlands, insbesondere in der Südpfalz rund um Landau in der Pfalz, wird als regionale Spezialität die «Nußdorfer Servelat» hergestellt, eine Wurst aus Rind- und Schweinefleisch, die in der Regel in heissem Wasser erhitzt wird.
Unter den Bezeichnungen Servela, Arbeiterkotelett und Rote Wurst lässt sich die Spezialität auch in Süddeutschland finden. Im Allgäu, in Oberschwaben, am Hochrhein und in Vorarlberg nennt man den Cervelat Schübling.
Die in der Schweiz bekannte Wurst Schüblig entspricht hingegen der deutschen Speckwurst (Schübligziischtig / Schübeldonnschtig). In Tschechien und der Slowakei wird der Špekáček ähnlich eingeschnitten gegrillt.
Heinz von Arx (Hrsg.): Cervelat. Die Schweizer Nationalwurst. AS Verlag, Zürich 2015, ISBN 978-3-906055-38-1.
Franziska Schürch: Der Cervelat oder: kann man Schweizer „Volkskultur“ essen? In: Doing Society. "Volkskultur" als gesellschaftliche Selbstverständigung, Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde, Basel 2013, ISBN 978-3-908122-94-4, S. 166–181 (PDF)
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