Chelidonisma
Chelidonisma ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist die Bezeichnung für Lieder zur Rückkehr der Schwalben nach Griechenland.<ref>Wilhelm Pape: Griechisch-deutsches Handwörterbuch. 3. Auflage. Braunschweig 1914. Artikel χελιδόνισμα zeno.org</ref><ref></ref>
Das Wort {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) leitet sich her von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und bedeutet etwa Schwalbenlied. Solche kleinen Volkslieder wurden – und werden zum Teil noch heute – von Kindern gesungen, die im Frühjahr die Rückkehr der Schwalben zum Anlass nehmen, um singend vor den Haustüren kleine Gaben zu erbetteln. Sie traten bei diesem Heischebrauch dabei sogar in einer an Schwalben erinnernden Kostümierung auf, so dass dieses Liedchen ein sogenanntes Rollenlied ist, in dem sich die singenden Kinder in der Rolle der Schwalben vorstellen.<ref>Albin Lesky: Geschichte der griechischen Literatur. Francke, Bern / München 1957, S. 128</ref>
Athenaios überliefert das älteste dieser Lieder (hier die ersten Zeilen):<ref>Georg Kaibel (Hrsg.): Athenaei Naucratitae Dipnosophistarum libri 15. 3 Bände. Teubner, Leipzig 1887–1890; bnf.fr – Teubner, Stuttgart 1985–1992. Band 2: Buch VI–X. S. 288, Text 360; Textarchiv – Internet Archive.</ref><ref>Vollständiger erhaltener Text: Carmina popularia Nr. 32. In: Ernst Diehl: Anthologia lyrica Graeca.</ref>
<poem style="margin-left:2em; display:inline-block; vertical-align:top;" lang="grc"> ἦλθ', ἦλθε χελιδών καλὰς ὥρας ἄγουσα καὶ καλοὺς ἐνιαυτούς, ἐπὶ γαστέρα λευκά κἠπὶ νῶτα μέλαινα …<ref>Vgl. diesen Textabschnitt auch in der Liste griechischer Phrasen.</ref> </poem> <poem style="margin-left:2em; display:inline-block; vertical-align:top;"> Es kam, es kam die Schwalbe, schöne Zeiten bringend und schöne Jahre, auf dem Bauche weiß und auf dem Rücken schwarz … </poem>
Dieses Lied, das auf der Insel Rhodos gesungen wurde, gehört zu den Texten, die die Anfänge der altgriechischen Lyrik bedeuten. Eine frühe deutsche Nachdichtung veröffentlichten Emanuel Geibel und Ernst Curtius 1840 in ihren Klassischen Studien.<ref>Emanuel Geibel, Ernst Curtius: Klassische Studien. Uebersetzungen aus griechischen Dichtern. Weber, Bonn 1840, Heft 1, S. 60; Textarchiv – Internet Archive.</ref> Der Altphilologe Bruno Snell führt in seinem Werk Leben und Meinungen der Sieben Weisen (1938) den Ursprung des Liedtextes auf Kleobulos von Lindos im 6. Jahrhundert v. Chr. zurück.<ref>Bruno Snell: Leben und Meinungen der Sieben Weisen. Griechische und lateinische Quellen. München 1938, S. 37–41; (Snippet-Ansicht in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Chelidonisma ist auch der Titel einer Komposition von Giorgos Kyriakakis für acht Violinen aus dem Jahr 2006.<ref>Gesamtkatalog 2015 Edition Grivas. Abgerufen am 17. Februar 2026.</ref>
Einzelnachweise
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