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Dickblatt

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(Weitergeleitet von Crassuloideae)

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Dickblatt
Datei:Crassula multicava 01.jpg

Crassula multicava

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Unterfamilie: Crassuloideae
Gattung: Dickblatt
Wissenschaftlicher Name
Crassula
L.
Datei:Crassula capitella 2 edit.jpg
Crassula capitella
Datei:Crassula rupestris-PICT3079.jpg
Felsen-Dickblatt (Crassula rupestris)

Dickblatt (Crassula<ref>crassula war im Mittellateinischen ein für die Crassulazee Mauerpfeffer gebrauchter Pflanzenname. Vgl. Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 467, s. v. steinpfeffer.</ref>) ist die einzige Pflanzengattung in der Unterfamilie Crassuloideae innerhalb der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der botanischen Name der Gattung ist vom lateinischen Adjektiv crassus für ‚dick‘ abgeleitet und bezieht sich auf die mehrheitlich sukkulenten Blätter. Ihr Verbreitungsschwerpunkt ist die Kapflora im südlichen Afrika. Sie ist neben der Gattung Sedum die artenreichste Gattung innerhalb der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae).

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Die Arten der Gattung Crassula sind einjährige oder mehrjährige krautige Pflanzen, oder zwergige bis baumförmige Sträucher mit Wuchshöhen von bis zu 2,5 Metern. Selten wachsen sie als Knollen-Geophyten. Ihre Wurzeln sind faserig bis fleischig. Die Triebe sind sukkulent, gelegentlich verholzen sie. Die kreuzgegenständig angeordneten Laubblätter sind dicklich fleischig bis membranartig. Die Blätter eines Paares sind an ihre Basis etwas miteinander verwachsen. Sie können ausdauernd oder abfallend, sitzend oder kurz gestielt sein. Die Blätter sind ganzrandig und an ihrer Basis scheidig. Ihre Blattspreite kann kahl, behaart oder warzig sein. Gelegentlich besitzen sie deutlich sichtbare Wasserspalten.

Generative Merkmale

Der Blütenstand ist ein Thyrsus mit einzelnen bis zahlreichen Dichasien. Teilblütenstände sind gelegentlich zu Knäulen gehäuft. Selten kommen zu Einzelblüten reduzierte Blütenstände vor. Die Brakteen sind häufig blattartig. Ein Blütenstandsstiel kann vorhanden sein oder er ist nur undeutlich ausgeprägt. Die Brakteen sind dann kürzer oder genauso lang wie die Laubblätter.

Die vier- bis fünfzähligen (selten zwei- bis zwölfzähligen), meist kleinen Blüten sind haplostemon. Die vier bis fünf (selten zwei bis zwölf) Kelchblätter sind an ihrer Basis kurz miteinander verwachsen. Die vier bis fünf (selten zwei bis zwölf) Kronblätter sind ebenfalls an ihrer Basis kurz miteinander verwachsen. An ihre Spitzen befinden sich häufig Anhängsel. Die Staubblätter sind an ihrer Basis mit den Kronblättern verwachsen und stehen alternierend zu ihnen. Die Staubbeutel können aus der Blüte herausragen. Sie besitzen kein endständiges Anhängsel. Die Nektarschüppchen sind flach bis dicklich, die Fruchtblätter sind frei oder leicht in die Blütenachse eingesenkt und verjüngen sich allmählich zu einem kurzen oder langen Griffel mit einzelnen Narben.

Die ellipsoiden Samen sind glatt oder warzig, wobei die Warzen gelegentlich in Längsreihen angeordnet sind.

Verbreitung

Die Gattung ist fast ausschließlich in Afrika verbreitet. Ihre größte Artenvielfalt weist sie in der Kapflora auf, wo etwa 150 Arten beheimatet sind. Wenige Arten sind als Sumpf- und Wasserpflanzen über die ganze Welt verbreitet. Von den beiden einzigen in Deutschland heimischen Arten Crassula tillaea und Crassula aquatica gilt letztere dort inzwischen als ausgestorben.<ref>Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.</ref>

Systematik

Die Gattung Crassula ist die einzige Gattung in der Unterfamilie der Crassuloideae innerhalb der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Die Erstbeschreibung erfolgte 1753 in Species Plantarum durch Carl von Linné.<ref>Species Plantarum. Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 282 (online)</ref> Als Typpflanze der Gattung wurde Crassula perfoliata <templatestyles src="Person/styles.css" />L. bestimmt.

Synonyme der Gattung sind unter anderem Bulliarda <templatestyles src="Person/styles.css" />DC., Combesia <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Rich., Danielia <templatestyles src="Person/styles.css" />Lem., Dinacria <templatestyles src="Person/styles.css" />Haw., Globulea <templatestyles src="Person/styles.css" />Haw., Gomara <templatestyles src="Person/styles.css" />Adans., Grammanthes <templatestyles src="Person/styles.css" />DC., Larochea <templatestyles src="Person/styles.css" />Pers., Rhopalota <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br., Rochea <templatestyles src="Person/styles.css" />DC., Sphaeritis <templatestyles src="Person/styles.css" />Eckl. & Zeyh., Tillaeastrum <templatestyles src="Person/styles.css" />Britton und Vauanthes <templatestyles src="Person/styles.css" />Haw.

Nach Ernst Jacobus van Jaarsveld (* 1953) gliedert sich die Gattung Crassula in zwei Untergattungen mit 20 Sektionen und den folgenden Arten:<ref>Ernst van Jaarsveld: Crassula. In: Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Crassulaceae (Dickblattgewächse). Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3998-7, S. 29–86.</ref>

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Crassula subg. Disporocarpa <templatestyles src="Person/styles.css" />Fisch. & C.A.Mey.

  • Sektion Galpiniflorae <templatestyles src="Person/styles.css" />Toelken
  • Sektion Acutifoliae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Schönland) Toelken

Crassula subg. Crassula

Vorlage:Klappleiste/Ende

Von unklarer Zuordnung sind die Arten Crassula cordifolia, Crassula micans und Crassula schmidtii. Darüber hinaus gibt es die Hybride Crassula × justi-corderoyi.

Nachweise

Literatur

  • Ernst van Jaarsveld: Crassula. In: Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Crassulaceae (Dickblattgewächse). Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3998-7, S. 29–86.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Dickblatt (Crassula) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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