Dorndorf-Steudnitz
Dorndorf-Steudnitz Stadt Dornburg-Camburg
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| Einwohner: | Vorlage:Str replace (Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.) HW<ref name="EZ2022">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für "Ortslagen" berechnet)Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Online-Dienst für Statistiken ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 382 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. | |||||
| Eingemeindet nach: | Dornburg-Camburg | |||||
| Postleitzahl: | 07774 | |||||
| Vorwahl: | 036427 | |||||
Lage von Dorndorf-Steudnitz in Dornburg-Camburg
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Dorndorf-Steudnitz ist eine ehemalige Gemeinde im Norden des thüringischen Saale-Holzland-Kreises und ist heute ein Ortsteil der Stadt Dornburg-Camburg.
Geografie
Dorndorf-Steudnitz liegt im mittleren Saaletal unterhalb der Dornburger Schlösser in der breiten Aue des Flusses und an der Bundesstraße 88 zwischen Jena und Camburg. Durch das Tal führt die Bahnlinie Berlin-München.
Geschichte
Der Ortsteil Steudnitz wurde 1173<ref>Dorndorf-Steudnitz. Eine Gemeinde erzählt aus ihrer Vergangenheit. Naschhausen, Dorndorf, Steudnitz. Förderverein Alte Schule, Dorndorf-Steudnitz 2003.</ref> und der Ortsteil Dorndorf 1227 erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Paul Böhme: Urkundenbuch des Klosters Pforte. Halbband 1: 1132 bis 1300 (= Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. 33, 1, ZDB-ID 985357-1). Hendel, Halle 1893, S. 124, Nr. 97.</ref> Der auf dem westlichen Saaleufer liegende Ortsteil Naschhausen ist 1378 erstmals nachgewiesen.<ref>Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden: Registrum Dominorum Marchionum Missnensis.</ref> Die Lage der Dornburg, der Bau einer Brücke über die Saale und die damit verbundene Zunahme der Verkehrsströme durch das Saaletal beeinflussten die Entwicklung beider Dörfer. Die älteste Überlieferung von Hofbesitzern von Dorndorf stammt aus der Zeit von 1421 bis 1425.<ref>Andrei Zahn: Die Einwohner der Ämter Burgau, Camburg und Dornburg. Ein Beteregister aus der Zeit um 1421–1425 (= Schriftenreihe der AMF. 55, ZDB-ID 2380765-9). Als Manuskript gedruckt. Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung, Mannheim 1998.</ref>
Über Jahrhunderte gehörten Dorndorf und Steudnitz zu verschiedenen Hoheitsgebieten. Bis 1343 war Dorndorf Bestandteil der reichsunmittelbaren Herrschaft der Schenken von Dornburg. Dies endete mit dem Verkauf an die Grafen von Orlamünde und Schwarzburg. Spätestens seit Mitte des 14. Jh. gehörte Dorndorf zu dem neu gegründeten wettinischen Amt Dornburg.<ref>Johann Ernst Fabri: Geographie für alle Stände. Theil 1, Band 4: Welcher die Fortsetzung und den Beschluß vom Obersächsischen Kreise enthält. Schwickert, Leipzig 1793, S. 42 f.</ref> Nach der Leipziger Teilung des Hauses Wettin 1485 kam es an das Albertinische Herzogtum und erst 1547 durch Gebietsaustausch an das Ernestinische Haus Wettin. 1603–1672 zählte Dorndorf dann zum Herzogtum Sachsen-Altenburg, 1672–1690 zu Sachsen-Jena, ab 1690 zu Sachsen-Weimar und ab 1741 zu Sachsen-Weimar-Eisenach. Steudnitz gehörte bis 1640 zur Herrschaft der Schenken von Tautenburg und ab dann zum albertinisch-kursächsischen Amt Tautenburg.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Maßstab ca. 1:200000. Gumnior, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 34 f.</ref> Erst seit dem Wiener Kongress 1815 gehörten beide Orte zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Amt Dornburg.<ref>Geographische Übersicht der Sachsen-Ernestinischen, Schwarzburgischen, Reussischen und der anliegenden Lande. Perthes, Gotha 1826, S. 54.</ref> 1850 kamen beide Orte zum Verwaltungsbezirk Weimar II (ab 1868: Verwaltungsbezirk Apolda) des Großherzogtums.<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] Gemeindeverzeichnis 1900Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2022-08-12.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Im 19. Jahrhundert erhielt Dornburg mit dem Bau der Saalbahnstrecke einen Bahnhof in Naschhausen. Dies bedingte den Zustrom erholungsuchender städtischer Personen in die sich entwickelnden Sommerfrischen in Dornburg-Dorndorf-Steudnitz und Tautenburg. 1892 wurde die Carl-Alexander-Brücke über die Saale als Direktverbindung zwischen Dorndorf und Dornburg gebaut.<ref>Dornburg-Camburg in einer Landschaft zum Verlieben. Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft: Stadt Camburg, Stadt Dornburg, Dorndorf-Steudnitz, Frauenprießnitz, Golmsdorf, Großlöbichau, Hainichen, Jenalöbnitz, Lehesten, Löberschütz, Neuengönna, Tautenburg, Thierschneck, Wichmar, Zimmern. BVB-Verlagsgesellschaft mbH, Nordhorn 2005, S. 15.</ref>
Dorndorf und Steudnitz schlossen sich am 27. Mai 1964 zu einer Gemeinde zusammen.<ref>Statistisches Bundesamt: Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.</ref> Am 1. Dezember 2008 wurde es gemeinsam mit dem benachbarten Dornburg Teil der Stadt Camburg, die daraufhin den Namen Dornburg-Camburg erhielt. Dorndorf-Steudnitz ist nun Ortsteil von Dornburg-Camburg.
Religion
Zum Kirchspiel gehören derzeit die acht Kirchgemeinden Dorndorf-Steudnitz (mit den Ortsteilen Dorndorf, Naschhausen und Steudnitz), Dornburg (mit Wilsdorf), Hirschroda, Eckolstädt, Münchengosserstädt, Schmiedehausen (mit Lachstedt), Wetzdorf (mit den Orten Wetzdorf, Rockau und Tautenburg) und Wichmar-Rodameuschel (mit den Orten Wichmar, Würchhausen und Rodameuschel).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( des Vorlage:Referrer vom 23. Dezember 2014 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden., abgerufen am 28. Dezember 2014.</ref> Die Kirche von Dorndorf-Steudnitz geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Seit der Reformation handelt es sich um eine evangelische Kirchengemeinde.
Wirtschaft
Industrie und Handwerk haben die traditionellen Erwerbszweige abgelöst und bieten Arbeitsplätze. Als bedeutender Arbeitgeber betreibt die Thomas-Gruppe in Dorndorf-Steudnitz ein Zementwerk mit Kalksteinbruch, in dem Kalkgesteine für die Zement- und Baustoffherstellung gewonnen werden. Nach der Wende wurde ein Baugebiet erschlossen und der Wohnungsbau florierte. Auch eine REWE-Kaufhalle und eine Kindertagesstätte wurden mit gebaut. Seit 2023 gibt es eine Solidarische Landwirtschaft in der ehemaligen Obermühle.<ref>Obermühle Steudnitz</ref>
Kultur
Sehenswürdigkeiten
- Baudenkmal Carl-Alexander-Brücke, Errichtung 1891–1892
- Baudenkmal „Felsenkeller“
- Aussichtspunkt „Schlossblick“ auf die Dornburger Schlösser
- St. Peterskirche an der Brücke mit Ausstattung und Orgel
- Dorfkirche Steudnitz mit Ausstattung
- Mahnmal zur Erinnerung an den Todesmarsch von Häftlingen auf dem Marktplatz
- Kalksteinbruch Dornburg am Nordrand von Steudnitz
- Tautenburger Forst und weitere Landschafts- und Naturzonen in der Flur
- Kneippanlage
Regelmäßige Veranstaltungen
13 Jahre fand in Dorndorf-Steudnitz das Wiesenfest am Sportplatz statt. Seit Mai 2014 findet das Festival unter dem Namen Wiesenfest Mini unter der Carl-Alexander-Brücke im Ortskern statt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( des Vorlage:Referrer vom 2. Mai 2014 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> Das Fest ist bis ins Umland populär und bildet regional ein Gegenstück zum Dornburger Rosenfest. Im Ortsteil Naschhausen findet seit über 100 Jahren jährlich die „Bornfege“ statt.
Persönlichkeiten
- Johann Jakob Lungershausen (1665–1729), Theologe
- Johann Christian Adam Gerhard (1780–1837), Orgelbauer aus der Orgelbauerfamilie Gerhard
- Hans Joachim Spangenberg (1932–2017), Chemiker und Professor, u. a. Doktorvater von Angela Merkel
- Frank Mantek (* 1959), Bundestrainer der Gewichtheber
Weblinks
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Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Camburg | Döbrichau | Döbritschen | Dorndorf-Steudnitz | Dornburg mit Naschhausen | Hirschroda | Posewitz | Schinditz | Stöben | Tümpling | Wilsdorf | Wonnitz | Zöthen Vorlage:Klappleiste/Ende