Espingole
Die Espingole [<templatestyles src="IPA/styles.css" />
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}}{{#invoke:TemplatePar|check
|all= 1= |opt= 2= Tondatei= |template=Vorlage:IPA |errNS= 0 |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:IPA |format=@@@ }}] (auch Spinole, Donnerbüchse, Blunderbuss oder {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=fr|SCRIPTING=Latn|SERVICE=französisch}} genannt) war eine kurze Flinte mit trichterförmig erweiterter Mündung. Genutzt wurden diese Waffen vom frühen 17. bis zum 19. Jahrhundert.<ref name="Blunderbuss">NRA National Firearms Museum über Blunderbuss</ref>
Die Donnerbüchse, deren Name vom deutschen Begriff 'Donnergewehr' stammt, ist eine kurzläufige Feuerwaffe mit trichterförmiger Mündung, die im späten 16. Jahrhundert auftauchte. Oft mit den Pilgervätern in Verbindung gebracht, war die Donnerbüchse im frühen 17. Jahrhundert noch relativ unbekannt. Ursprünglich für militärische Zwecke gedacht, lässt sich diese Waffe bis ins Jahr 1598 zurückverfolgen, als der Deutsche Henrich Thielman ein Patent für eine Schulterwaffe anmeldete, die für den Einsatz an Bord von Schiffen zur Abwehr feindlicher Enterer konzipiert war. Die Donnerbüchse erfreute sich schnell großer Beliebtheit bei den niederländischen und englischen Marinen.
Zur Zündung wurde ein Steinschloss verwendet. Im Vergleich mit den damaligen Musketen war die Espingole kürzer. Schwere Espingolen konnten auch an der Reling als Drehbasse befestigt werden.<ref>Carl Parcher Russell: Guns on the Early Frontiers: A History of Firearms from Colonial Times Through the Years of the Western Fur Trade. University of California Press, Berkeley 1957, ISBN 978-0-8032-8903-1, S. 70, Google Books.</ref> Es gab aber auch Espingolen in Form einer Pistole d. h. ohne den Hinterschaft als Schulterstütze. Geladen wurden die Espingolen mit Schrot- oder mehreren großkalibrigen Kugeln, grob gehacktem Blei oder ähnlichem.<ref>Feuerwaffen. Pabel-Moewig Verlag, 1991, ISBN 978-3-8118-8563-9, S. 47.</ref> Somit musste die Waffe nicht genau gezielt werden und konnte mehrere Gegner ausschalten.<ref name="Kinard-36">Kinard: Pistols. 2004, S. 36.</ref>
Der Einfluss der trichterförmigen Mündung auf die Streuung der Geschosse wird kontrovers diskutiert. 2007 ergab eine systematische Untersuchung verschiedener Mündungsformen eine spürbar erhöhte Streuung.<ref>Melvin Flanagan: Myths of the Blunderbuss. In: American Society of Arms Collectors Bulletin. 2007, Nr. 96, S. 59–66, americansocietyofarmscollectors.org (PDF; 5,4 MB)</ref> Ein weiterer Vorteil der Mündungsform ist das erleichterte Laden. Schwarzpulver und die Geschosse werden nicht so leicht verschüttet, besonders wenn der Schütze sich auf schwankendem Schiffsdeck, fahrender Kutsche oder einem Pferd befand.<ref>Feuerwaffen. Pabel-Moewig Verlag, 1991, ISBN 978-3-8118-8563-9, S. 47.</ref> Gewöhnlich waren Lauf und Beschläge aus Messing, der Schaft aus Nussholz.<ref name="Blunderbuss" /> Die Espingolen waren Waffen für den Nahkampf; so wurden einige auch mit Klappbajonetten ausgerüstet.<ref name="Kinard-36" />
Die Espingolen wurden vielfach auf englischen und dänischen Kriegsschiffen verwendet. Kutscher nutzten sie zum Schutz der Postkutschen vor Straßenräubern.<ref name="Blunderbuss" /> Auch von Mamluken der französischen Kaisergarde sowie um 1760 von österreichischen Kürassieren wurden sie genutzt.<ref>Espingole. In: {{#if:|Meyers.|Meyers Konversations-Lexikon.}} 4. Auflage. Band 5, {{#if:||Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, }} S. 853{{#if:|–{{{3}}}}}.{{#if:| – {{{bemerkung}}}}}</ref>
Literatur
- David Harding: Waffenenzyklopädie. Troblon, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-02894-4, S. 118 und 344.
- {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: {{#if:Blunderbuss|1}}{{#if:4|1}}
| 11 |
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- Peter Francis: A History of Guns. CreateSpace Independent Publishing Platform, 2014, ISBN 978-1-4961-5547-4, Google Books.
- Jeff Kinard: Pistols: An Illustrated History of Their Impact. Verlag ABC-CLIO, 2004, ISBN 978-1-85109-470-7, S. 36; Google Books.
- Vorlage:Pierer-1857
Weblinks
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- Exponate in The British Postal Museum & Archive: postalheritage.org.uk, postalheritage.org.uk
- http://www.gunclassics.com/pirateblunder.html
- The Swivel Guns
- Exponate im NRA National Firearms Museum: nramuseum.org, nramuseum.org, nramuseum.org
- 360°-Ansicht einer Tromblon-Pistole mit Steinschloss (Virtuelles Landesmuseum Mecklenburg)
Einzelnachweise
<references />