Fagonia cretica
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| Fagonia cretica | ||||||||||||
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| Datei:Fagonia cretica kz3.JPG
Fagonia cretica | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Fagonia cretica | ||||||||||||
| L. |
Fagonia cretica, deutsch auch Kretische Fagonie genannt<ref name="Schönfelder2008" />, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Fagonia und der Familie der Jochblattgewächse (Zygophyllaceae). Sie ist im Mittelmeerraum heimisch und der einzige in Europa vorkommende Vertreter der Gattung.
Merkmale
Fagonia cretica ist ein ausdauernder Halbstrauch, der Wuchshöhen von 10 bis 40 Zentimeter erreicht. Die Pflanze ist beinahe kahl und niederliegend. Der Stängel ist kantig. Die Blättchen sind 5 bis 15 Millimeter groß, lanzettlich, dornspitzig und mehr oder weniger lederig. Die Blüten stehen einzeln in den Achseln. Die Krone ist purpurn und abfallend. Die Kapsel ist 5 Millimeter groß und scharf fünfkantig. Die Griffel sind 2 bis 4 Millimeter groß.
Die Blütezeit reicht von Februar bis Juni.
Fagonia cretica ist diploid<ref name="Beier2005" /> mit einer Chromosomenzahl von 2n = 18.<ref name="Tropicos" />
Vorkommen
Fagonia cretica hat seinen Verbreitungsschwerpunkt im südlichen Mittelmeerraum und kommt in allen nordafrikanischen Ländern von Marokko bis Ägypten vor. Sie erreicht Asien auf der Insel Zypern, sie kommt auf der Arabischen Halbinsel und auf Sokotra vor<ref name="GRIN" /> und erreicht Europa im Südosten der Iberischen Halbinsel, auf Mallorca, in Kalabrien, Sizilien und auf Malta sowie<ref name="FAe" /> auf Kreta und Anafi.<ref name="Beier2005" /> Von den atlantischen Inseln besiedelt Fagonia cretica Madeira,<ref name="Beier2005" /> die Ilhas Selvagens und alle sieben Kanarischen Inseln und erreicht auf den Kapverdischen Inseln Santo Antão, São Vicente, Sal und Boavista ihre Südgrenze.<ref name="Som" />
Diese Art wächst auf gestörten Flächen ebenso wie in halbnatürlicher, offener Vegetation auf Sand und Kies, manchmal auch auf Gips, Kreide oder auf Salzböden. Ihre Höhenverbreitung reicht in Spanien und Nordafrika von Meereshöhe bis etwa 1100 m.<ref name="Beier2005" />
Systematik und Entdeckungsgeschichte
Fagonia cretica wurde von Carl von Linné im Jahre 1753 in Species Plantarum, Tomus 1, S. 386 erstveröffentlicht.<ref name="L1753" /> Sie stellt den Typus der Gattung Fagonia dar. Obwohl sie auf Kreta sehr selten ist, wurde sie dort bereits um 1592 von Giuseppe Casabona gefunden und von dem Illustrator Georg Dyckmann porträtiert.<ref name="Lack1998" />
Belege
Einzelnachweise
<references> <ref name="Som"> Alfred Hansen, Per Sunding: Flora of Macaronesia. Checklist of vascular plants. In: Sommerfeltia. 4. Auflage. Band 17, 1993, S. 194–195. </ref> <ref name="Beier2005"> Björn-Axel Beier: A revision of the desert shrub Fagonia (Zygophyllaceae). In: Systematics and Biodiversity. Band 3, Nr. 3, 2005, S. 221–263, doi:10.1017/S1477200005001684. </ref> <ref name="FAe"> Karl Heinz Rechinger: Flora Aegaea. Flora der Inseln und Halbinseln des ägäischen Meeres. In: Denkschriften der Akademie der Wissenschaften in Wien, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse. Band 105, Nr. 1, 1943, S. 281 (Vorlage:ZOBODAT/URL [PDF; 73,0 MB]). </ref> <ref name="Tropicos"> Fagonia cretica, Chromosomenzahl bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="L1753"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 386 (Digitalisat). </ref> <ref name="Lack1998"> Hans-Walter Lack: Die frühe botanische Erforschung der Insel Kreta. In: Annalen des Naturhistorischen Museums Wien. 98B, Supplement, 1996, S. 183–236 (hier: S. 191–192) (Vorlage:ZOBODAT/URL [PDF; 14,3 MB]). </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Schönfelder2008"> Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3. S. 344.</ref> </references>
Weblinks
- Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeerflora. [1]