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Ferencvárosi TC

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Ferencvárosi TC
(FTC, Fradi)
colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe" | Logo von Ferencvárosi TC
Name Ferencvárosi Torna Club
Abteilung von Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Vereinsfarben Grün-Weiß
Gründung 3. Mai 1899 in Budapest, Ungarn
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Vereinssitz Budapest
Mitglieder Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Abteilungen 21
Vorsitzender Gábor Kubatov
Website fradi.hu

Der Ferencvárosi Torna Club ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), kurz Ferencvárosi TC, Ferencváros, Fradi oder FTC, ist ein ungarischer Sportverein aus der Hauptstadt Budapest. Heimat und Namensgeber des Vereins ist der südöstliche IX. Stadtbezirk Ferencváros ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), der nach dem österreichischen Kaiser Franz I. benannt ist. Die Farben des 1899 gegründeten Vereines sind Grün und Weiß. Neben Fußball betreibt der FTC weitere Sektionen, die auch zahlreiche nationale und internationale Erfolge aufweisen. So ist die Eishockeyabteilung mit 28 Meistertiteln die erfolgreichste Ungarns. Die Wasserballsektion der Herren ist mit 23 Meisterschaften die zweiterfolgreichste des Landes. Die Fußballfrauen wurden 2015, 2016, 2019 und zuletzt 2021 ungarischer Meister. Weitere Erfolge erzielten die Sektionen für Turnen, Handball, Radfahren, Wasserball, Ringen, Schwimmen, Leichtathletik, Curling, Kajak und Kegeln.

Geschichte des Clubs

Datei:Kocsis Antal.jpg
Antal Kocsis, Olympiasieger im Wasserball, Olympische Sommerspiele 1928 in Amsterdam
Datei:Novák Éva szobor.jpg
Éva Novák, Olympiasiegerin im Schwimmen, Olympische Sommerspiele 1952 in Helsinki

Der Ferencvárosi Torna Club wurde am 3. Mai 1899 gegründet. Die drei 'E' im Wappen des Vereins, das am 8. Dezember 1901 veröffentlicht wurde, stehen für Erkölcs, Erő, Egyetértés („Moral, Kraft, Eintracht“). Vereinsfarben waren von Beginn an Grün-Weiß, die aus der ungarischen Nationalfahne abgeleitet waren. Die fünf grünen und vier weißen Streifen stehen für den IX. Bezirk. Zu den ersten Abteilungen gehörten Leichtathletik, Radsport, Fußball, Turnen und Schwimmen. Die Fußballmannschaft nahm 1901 erstmals an der Nemzeti Bajnokság teil und gewann 1903 ihren ersten Meistertitel. Auch andere Abteilungen erzielten früh nationale Erfolge: Die Wasserballmannschaft gewann 1910 erstmals die ungarische Meisterschaft und konnte den Titel in den folgenden Jahren mehrfach verteidigen. Bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm starteten mehrere Athleten des Vereins für Ungarn. Mór Kóczán gewann dabei die Bronzemedaille im Speerwurf.<ref>Fradi History. In: fradi.hu. Abgerufen am 12. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In den 1920er Jahren etablierte sich die Fußballmannschaft auch international und gewann 1928 sowie 1937 den Mitropapokal. Ebenfalls 1928 errang der Boxer Antal Kocsis bei den Olympischen Spielen in Amsterdam die Goldmedaille im Fliegengewicht. Die Ringer József Tunyogi und Rajmund Badó wurden Europameister. 1931 gewann András Székely die erste Europameisterschafts-Goldmedaille eines Vereinsathleten im Schwimmen.

Zwischen 1950 und 1956 änderten die kommunistischen Behörden Ungarns zeitweise Namen und Farben des Vereins. Bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki gewannen mehrere Athleten des Vereins Goldmedaillen, darunter die Schwimmerin Katalin Szőke (zwei Goldmedaillen), Éva Novák und Ilona Novák mit der ungarischen Freistilstaffel sowie der Ringer Miklós Szilvásy. Weitere Goldmedaillen errangen Mitglieder des Vereins als Mitglieder der Nationalkader im Fußball und Wasserball.

Den größten internationalen Erfolg der Fußballabteilung stellte der Gewinn des Messestädte-Pokals 1964/65 dar. Zwei Jahre später wurde Flórián Albert als bislang einziger ungarischer Fußballer mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet. Die Frauenhandballmannschaft gewann 1966 erstmals die ungarische Meisterschaft. In den 1970er Jahren gehörte insbesondere die Wasserballmannschaft zu den erfolgreichsten Teams Europas und gewann mehrfach den Europapokal der Pokalsieger sowie den europäischen Supercup. Die Frauenhandballmannschaft erreichte unter anderem ein Finale im Europapokal der Landesmeister.

Zu den bedeutenden Athleten des Vereins gehörte der Turner Zoltán Magyar, der bei den Olympischen Spielen 1976 in Montréal und bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau jeweils die Goldmedaille am Pauschenpferd gewann. Im Ringen wurde András Sike bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul Olympiasieger. In den 1990er Jahren gewann die Fußballmannschaft erneut die ungarische Meisterschaft und erreichte das Achtelfinale der UEFA Champions League.

In jüngerer Zeit gehörten unter anderem der Ringer Péter Bácsi (Weltmeister bei den Ringer-Weltmeisterschaften 2014 und Ringer-Weltmeisterschaften 2018) sowie die Handballerinnen, die 2011 und 2012 den Europapokal der Pokalsieger gewannen, zu den erfolgreichen Athleten des Vereins. Die Fußballmannschaft gewann in der Saison 2015/16 erneut die ungarische Meisterschaft. Am 3. Mai 2019 beging der Verein sein 120-jähriges Jubiläum.

In der Saison 2018/19 errang Ferencváros seine 30. ungarische Fußballmeisterschaft. In den folgenden Jahren qualifizierte sich die Mannschaft wiederholt für europäische Wettbewerbe und erreichte in der UEFA Champions League 2020/21 nach über zwei Jahrzehnten wieder die Gruppenphase.

Auch andere Abteilungen feierten Erfolge: Die Wasserballmannschaft gewann 2019 erstmals die LEN Champions League, während mehrere Vereinsathleten – darunter die Shorttracker Shaoang Liu und Shaolin Sándor Liu – internationale Titel bei Europa- und Weltmeisterschaften errangen.

Vereinsnamen und Bezeichnungen

In Ungarn wird der Verein meist mit der Kurzform FTC oder der Rufform Fradi (liebevoll oft in der Diminutivform „Fradika“) bezeichnet. Daneben gibt es die Bezeichnung Zöld-Fehérek („Grün-Weiße“).

In der Geschichte des Vereins kam es zu folgenden Namensänderungen:

  • 1899–1949 Ferencvárosi Torna Club (FTC)
  • 1949–1950 Élelmezésipari Dolgozók Szakszervezetének Sport Egyesülete (ÉDOSZ)
  • 1950–1956 Budapesti Kinizsi Sport Egyesület (Bp. Kinizsi)
  • seit 1956 Ferencvárosi Torna Club (FTC)

Olympiasieger

Folgende Sportler des Vereins haben Goldmedaillen bei Olympischen Spielen gewonnen:

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Fußball

Datei:Матч «Динамо» - «Ференцварош» 1-0. 8 декабря 2020 года — 1173540.jpg
Kader des Ferencvárosi TC (Dez. 2020)

Die Fußballabteilung des FTC gilt als erfolgreichster Club Ungarns. Sie ist mit 35 bzw. 24 Titeln Rekordmeister und -pokalsieger des Landes und vertrat Ungarn auch auf europäischer Ebene. Die von den Fans oft Fradi genannte Mannschaft, spielte von 1901 bis zum Zwangsabstieg 2006 ununterbrochen in der ersten ungarischen Fußball-Liga. Der Wiederaufstieg gelang 2009. Eine sehr große Rivalität besteht mit Újpest Budapest und das Derby wird als das größte im Land angesehen.

Erfolge International<ref name="erfolge">Trophies won by Ferencvárosi Torna Club athletes. In: fradi.hu. Abgerufen am 12. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nationale Titel

Handball

Die Handballabteilung wurde 1950 gegründet. Gespielt wird in der Elek Gyula Aréna mit einem Fassungsvermögen von 1300 Zuschauern.

Männer

Die Männermannschaft gewann 1963 den ungarischen Pokal. In der ungarischen Meisterschaft wurde die Mannschaft 1957 und 1980 Zweiter, 1958 und 1962 Dritter. Nach zwischenzeitlichen Abstiegen in die zweitklassige NB 1/B gelang 2009 und 2017 der Wiederaufstieg. In der Saison 2022/23 spielt sie unter Trainer István Pásztor erstklassig.

Bekannte Spieler

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Frauen

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Emily Vogel spielt seit 2020 für die Handballmannschaft Ferencváros

Die Frauenmannschaft ist mit 14 ungarischen Meisterschaften dritterfolgreichste Mannschaft hinter Győri ETO KC (18) und Vasas SC (15). Trainiert wird sie seit 2025 von Jesper Jensen.

  • Nemzeti Bajnokság I (ungarische Meisterschaft):
    • 14 × Ungarischer Meister: 1966, 1968, 1969, 1971, 1993/94, 1994/95, 1995/96, 1996/97, 1999/00, 2001/02, 2006/07, 2014/15, 2020/21, 2023/24<ref name="erfolge" />
    • 21 × Vizemeister: 1963, 1967, 1970, 1972, 1973, 1976, 1977, 1978, 1992/93, 1998/99, 2000/01, 2002/03, 2005/06, 2008/09, 2011/12, 2012/13, 2013/14, 2015/16, 2016/17, 2017/18, 2018/19
  • Magyar Kupa (ungarischer Pokal):
    • 16 × Pokalsieger: 1967, 1970, 1972, 1977, 1992/93, 1993/94, 1994/95, 1995/96, 1996/97, 2000/01, 2002/03, 2016/17, 2021/22, 2022/23, 2023/24, 2024/25
    • 11 × Finalist: 1963, 1973, 1978, 1986, 1997/98, 1998/99, 2006/07, 2009/10, 2012/13, 2013/14, 2014/15
  • EHF Champions League:
    • 3 × Finalist: 1970/71, 2001/02, 2022/23
    • 3 × Halbfinale: 1995/96, 1996/97, 2000/01
  • EHF-Pokal:
    • 1 × Sieger: 2005/06
    • 1 × Halbfinale: 2004/05

Weblinks

Commons: Ferencváros TC – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />