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Fichtenzapfen-Stromabecherling

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Fichtenzapfen-Stromabecherling
Datei:2009-04-04 Rutstroemia bulgarioides (Rabenhorst) Karsten 195908.jpg

Fichtenzapfen-Stromabecherling (Rutstroemia bulgarioides)

Systematik
Unterabteilung: Echte Schlauchpilze (Pezizomycotina)
Klasse: Leotiomycetes
Ordnung: Helotiales
Familie: Stromabecherverwandte (Rutstroemiaceae)
Gattung: Rutstroemia
Art: Fichtenzapfen-Stromabecherling
Wissenschaftlicher Name
Rutstroemia bulgarioides
(Rabenh.) P. Karst.

Der Fichtenzapfen-Stromabecherling (Rutstroemia bulgarioides, syn. Ciboria bulgarioides),<ref name="speciesfungorum"/> manchmal nur Fichtenzapfen-Becherling genannt, ist eine Pilzart aus der Familie der Stromabecherverwandte (Rutstroemiaceae), die auf feuchten Fichtenzapfen vorkommt.

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Die Fruchtkörper wachsen zu mehreren auf Fichtenzapfen und sind flach ausgebreitete Apothecien, die 3 bis 10 Millimeter groß werden. Sie sind schwarz-braun und besitzen einen kurzen Stiel. Die dunkel olivfarbene Fruchtschicht ist meist runzelig.<ref name="Ryman"/>

Mikroskopische Merkmale

Die Sporen sind hyalin, leicht elliptisch, glatt und unseptiert. Sie werden 7 bis 10 × 3,5 bis 5,5 Mikrometer groß.<ref name="Ryman"/>

Ökologie und Verbreitung

Der Fichtenzapfen-Stromabecherling wächst saprophytisch auf feuchten Fichtenzapfen der in moosreichen Nadelwäldern. Er fruktifiziert oft gesellig meist direkt nach der Schneeschmelze im Spätwinter und Vorfrühling. Er ist in montanen bis subalpinen Fichtenwäldern weit verbreitet, besonders im Schwarzwald und in den Alpen- und Alpenvorland, variiert aber von Jahr zu Jahr.<ref name="Ryman"/> In Österreich wurde er in allen Bundesländern außer Wien gefunden.<ref>Datenbank der Pilze Österreichs abgerufen am 8. Februar 2012</ref> Er kommt in Mittel- und Nordeuropa vor.<ref>GBIF Portal, abgerufen am 8. Februar 2012</ref>

Systematik

Der Fichtenzapfen-Stromabecherling wurde 1867 von Gottlob Ludwig Rabenhorst als Peziza bulgarioides erstmals beschrieben. Petter Adolf Karsten stellte ihn 1871 in die neu errichtete Gattung Rutstroemia.<ref name="Mycobank"/> Allerdings nannte er dafür keine Typusart. Edwin Earle Honey stellt den Fichtenzapfen-Stromabecherling nachträglich 1928 als Lectotypus für Rutstroemia auf. Allerdings wurde er von White wiederum aus der Gattung ausgeschlossen. Dumont und Korf zeigten schließlich 1972, dass Rutstroemia bulgarioides doch die Typusart sein müsse.<ref>K. P. Dumont, 1972. Sclerotiniaceae III. The generic names Poculum, Calycina and Lanzia.Mycologia 64, 911-915. Online</ref> Es gibt aber noch mehr Synonyme: So wurde er als Piceomphale bulgarioides <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rabenh.) Svrcek 1957 in die monophyletische Gattung Piceomphale gestellt. Hans-Otto Baral stellte ihn in die Gattung der Fruchtbecherlinge als Ciboria bulgarioides <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rabenh.) Baral 1985.<ref name="Mycobank"/>

Quellen

  • Svengunnar Ryman & Ingmar Holmåsen: Pilze. Bernhard Thalacker Verlag, Braunschweig 1992, S. 649, ISBN 3-8781-5043-1.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Ryman"> Svengunnar Ryman & Ingmar Holmåsen: Pilze. Bernhard Thalacker Verlag, Braunschweig 1992, ISBN 3-8781-5043-1.</ref> <ref name="Mycobank">Mycobank, abgerufen am 8. Februar 2012</ref>

<ref name="speciesfungorum"> Synonyme von Rutstroemia bulgarioides. (Rabenh.) P. Karst., Bidr. Känn. Finl. Nat. Folk 19: 165 (1871). In: Index Fungorum / speciesfungorum.org. Abgerufen am 11. April 2012.</ref> </references>

Weblinks