Zum Inhalt springen

Flickering (Astronomie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Flickering (auf Deutsch Flimmern) beschreibt eine unregelmäßige schnelle Helligkeitsänderung bei veränderlichen Sternen. Flickering tritt stets in Verbindung mit Akkretion auf, dem Einfall von Gas oder Plasma auf ein kompaktes Objekt.

Eigenschaften

Das Flimmern ist nicht periodisch, es gibt aber eine für ein Objekt charakteristische Zeitskala der Helligkeitsänderungen von Sekunden bis zu 10 Minuten.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Diese Zeitskala kann sich bei gesteigerter Akkretion, wie dem Ausbruch einer Zwergnova, ändern.

Die Amplitude des Flickering reicht von knapp oberhalb der Nachweisgrenze bis zu 2 Magnituden. Flickering konnte im Ultravioletten, Optischen und nahen Infrarot nachgewiesen werden. Im Allgemeinen steigt die Amplitude des Flickering mit kürzerer Wellenlänge,<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> d. h. in Richtung Ultraviolett.

Sternklassen mit Flickering

Das Flickering konnte bei allen Sternklassen mit Akkretion nachgewiesen werden:

Außerhalb von Sternen ist Flickering auch bei akkretierenden schwarzen Löchern im Zentrum von Galaxien (aktive galaktische Kerne) beschrieben worden.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Quellen

Als Quellen des Flickering sind beschrieben worden<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>:

  • Interaktion des Gasstroms beim Auftreffen auf die Akkretionsscheibe (der heiße Fleck)
  • die Wirkung von Turbulenzen in der Akkretionsscheibe
  • magnetische Kurzschlüsse in der Akkretionsscheibe
  • die Übergangsschicht zwischen der Akkretionsscheibe und dem kompakten Stern (Weißer Zwerg, Neutronenstern).

In den oben beschriebenen Doppelsternsystemen konnte anhand von Bedeckungslichtwechsel jeder diese Entstehungsorte des Flimmerns bestimmten Sternen zugeordnet werden<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />