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Fluquinconazol

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Fluquinconazol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Triazole und Conazole.

Gewinnung und Darstellung

Fluquinconazol kann durch Reaktion von 5-Fluoranthranilsäureamid mit 2,4-Dichlorphenylisocyanat, Phosphoroxychlorid und dem Kaliumsalz von 1,2,4-Triazol gewonnen werden.<ref name="Wolfgang Krämer, Ulrich Schirmer, Peter Jeschke, Matthias Witschel">Vorlage:Literatur</ref>

Synthese von Fluquinconazol
Synthese von Fluquinconazol

Eigenschaften

Fluquinconazol ist ein farbloser Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.<ref name="PPDB" />

Verwendung

Fluquinconazol wird als Fungizid gegen Schlauchpilze, Deuteromycetes und Ständerpilze verwendet. Es beeinflusst die Ergosterol-Biosynthese durch Hemmung der Demethylierung von Steroiden.<ref name="Terence Robert Roberts, David Herd Hutson">Vorlage:Literatur</ref>

Zulassung

Fluquinconazol wurde 1992 auf den Markt gebracht und war seit 1997 zugelassen.<ref name="Horst Börner">Vorlage:Literatur</ref><ref name="Peter Brandt">Vorlage:Literatur</ref>

In der Europäischen Union wurde Fluquinconazol 2008 zunächst nicht in die Liste der zulässigen Wirkstoffe aufgenommen, bestehende Zulassungen wären bis Ende 2011 zu widerrufen gewesen.<ref>Vorlage:EUR-Lex-Rechtsakt, bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2008) 7637.</ref> Diese Entscheidung wurde 2011 aufgehoben, seit Januar 2012 durfte Fluquinconazol in der Europäischen Union für Anwendungen als Fungizid zugelassen werden,<ref>Vorlage:EUR-Lex-Rechtsakt</ref> diese Zulassung ist jedoch am 31. Dezember 2021 ausgelaufen.<ref name="PSM" />

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff mehr im Handel.<ref name="PSM">Vorlage:PSM-Verz</ref>

Einzelnachweise

<references />