Zum Inhalt springen

Flusilazol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Chemikalie

Flusilazol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der siliciumorganischen Verbindungen und Triazole.

Gewinnung und Darstellung

Flusilazol kann durch Reaktion von Chlormethyldichlormethylsilan mit p-Fluorlithiobenzol und dem Natriumsalz von 1,2,4-Triazol gewonnen werden.<ref name="Thomas A. Unger">Vorlage:Literatur</ref>

Datei:Flusilazol synthesis.svg

Eigenschaften

Flusilazol ist ein farbloser bis brauner Feststoff, der unlöslich in Wasser ist.<ref name="herts" />

Verwendung

Flusilazol wird als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln verwendet.<ref name="GESTIS" /> Es wird als Fungizid gegen Schlauchpilze, Deuteromycetes und Ständerpilze eingesetzt. Es beeinflusst die Ergosterol-Biosynthese durch Hemmung der Demethylierung von Steroiden.<ref name="Terence Robert Roberts, David Herd Hutson">Vorlage:Literatur</ref> Es wurde 1985 auf den Markt gebracht<ref name="Horst Börner">Vorlage:Literatur</ref> und ist seit 1988 in der BRD zugelassen.<ref name="Peter Brandt">Vorlage:Literatur</ref>

Zulassung

In der Europäischen Union war Flusilazol seit 1. Januar 2007 für Anwendungen als Fungizid bei Getreide (außer Reis), Mais, Raps und Zuckerrüben zugelassen. Es gab Bedenken wegen der Giftigkeit von Flusilazol, insbesondere wegen einer möglicherweise endokrinen Wirkung.<ref>Vorlage:EUR-Lex-Rechtsakt</ref> Die Zulassung endete am 12. April 2013. Auch in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff mehr zugelassen.<ref name="PSM">Vorlage:PSM-Verz</ref>

Sicherheitshinweise

Flusilazol steht im Verdacht, beim Menschen Krebs zu erzeugen. Bei Ratten löst es Blasen- und Hodentumore, bei Mäusen Lebertumore aus.<ref name="Hans-Werner Vohr">Vorlage:Literatur</ref>

Einzelnachweise

<references />