Fluthiacet-methyl
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Fluthiacet-methyl | |||||||||||||||||||
| Gemisch von (E)- und (Z)-Isomer, abgebildet ist nur das (Z)-Isomer | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Fluthiacet-methyl | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
Methyl{2-chlor-4-fluor-5-[(EZ)-5,6,7,8-tetrahydro-3-oxo-1H,3H-[1,3,4]thiadiazol[3,4-a]pyridazin-1-ylidenamino]phenylthio}acetat | ||||||||||||||||||
| Summenformel | C15H15ClFN3O3S2 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
gelbliches geruchloses Pulver<ref name="EPA" /> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 403,88 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="Sigma" /> | ||||||||||||||||||
| Dichte |
0,43 g·cm−3<ref name="EPA" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
105–106,5 °C (Zersetzung)<ref name="EPA" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Fluthiacet-methyl ist ein cis-trans-Gemisch aus der Gruppe der Thiadiazole bzw. Imine und ein Derivat von Fluthiacet.
Gewinnung und Darstellung
Fluthiacet-methyl kann durch eine mehrstufige Reaktion beginnend mit der Reaktion von 4-Chlor-2-fluoracetanilid mit Dischwefeldichlorid in Gegenwart von Aluminiumchlorid, Entfernung der Schutzgruppe und Erzeugung des entsprechenden Mercaptonanillin, Reaktion des Zwischenproduktes mit Kohlenstoffdisulfid in Gegenwart eines Amins und anschließende Reaktion mit Methylchlorformiat, Hexahydropyridazin und Phosgen gewonnen werden.<ref name="Peter Böger, Ko Wakabayashi">Peter Böger, Ko Wakabayashi: Peroxidizing Herbicides. Springer, 1999, ISBN 3-540-64550-0, S. 45, 84, 284 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Eigenschaften
Fluthiacet-methyl ist ein gelblicher Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.<ref name="EPA" />
Verwendung
Fluthiacet-methyl wird als Herbizid verwendet. Es wurde von Kumiai Chemical entdeckt, von Novartis auf seine Einsatzmöglichkeiten untersucht und 1999 in den USA erstmals zugelassen. Es wird gegen einjährige breitblättrige Unkräuter in Soja-, Mais und Baumwollplantagen eingesetzt. Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Protoporphyrinogen-Oxidase (PROTOX).<ref name="EPA">EPA: Pesticide Factsheet Fluthiacet-methyl (PDF; 46 kB).</ref><ref name="Peter Böger, Ko Wakabayashi" />
Zulassung
Fluthiacet-methyl ist nicht in der Liste der in der Europäischen Union zulässigen Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe enthalten. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Augenreizender Stoff
- Umweltgefährlicher Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Azinan
- Thiadiazol
- Thiolourethan
- Amidin
- Chlorbenzol
- Fluorbenzol
- Thioether
- Ethansäureester
- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Herbizid
- Carbonsäuremethylester