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Fluthiacet-methyl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strukturformel von Fluthiacet-methyl
Gemisch von (E)- und (Z)-Isomer, abgebildet ist nur das (Z)-Isomer
Allgemeines
Name Fluthiacet-methyl
Andere Namen

Methyl{2-chlor-4-fluor-5-[(EZ)-5,6,7,8-tetrahydro-3-oxo-1H,3H-[1,3,4]thiadiazol[3,4-a]pyridazin-1-ylidenamino]phenylthio}acetat

Summenformel C15H15ClFN3O3S2
Kurzbeschreibung

gelbliches geruchloses Pulver<ref name="EPA" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 601-473-1
ECHA-InfoCard 100.129.367
PubChem 93542
ChemSpider 84443
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Eigenschaften
Molare Masse 403,88 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Sigma" />

Dichte

0,43 g·cm−3<ref name="EPA" />

Schmelzpunkt

105–106,5 °C (Zersetzung)<ref name="EPA" />

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319​‐​400
P: 273​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Fluthiacet-methyl ist ein cis-trans-Gemisch aus der Gruppe der Thiadiazole bzw. Imine und ein Derivat von Fluthiacet.

Gewinnung und Darstellung

Fluthiacet-methyl kann durch eine mehrstufige Reaktion beginnend mit der Reaktion von 4-Chlor-2-fluoracetanilid mit Dischwefeldichlorid in Gegenwart von Aluminiumchlorid, Entfernung der Schutzgruppe und Erzeugung des entsprechenden Mercaptonanillin, Reaktion des Zwischenproduktes mit Kohlenstoffdisulfid in Gegenwart eines Amins und anschließende Reaktion mit Methylchlorformiat, Hexahydropyridazin und Phosgen gewonnen werden.<ref name="Peter Böger, Ko Wakabayashi">Peter Böger, Ko Wakabayashi: Peroxidizing Herbicides. Springer, 1999, ISBN 3-540-64550-0, S. 45, 84, 284 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Datei:Fluthiacet-methyl synthesis.svg

Eigenschaften

Fluthiacet-methyl ist ein gelblicher Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.<ref name="EPA" />

Verwendung

Fluthiacet-methyl wird als Herbizid verwendet. Es wurde von Kumiai Chemical entdeckt, von Novartis auf seine Einsatzmöglichkeiten untersucht und 1999 in den USA erstmals zugelassen. Es wird gegen einjährige breitblättrige Unkräuter in Soja-, Mais und Baumwollplantagen eingesetzt. Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Protoporphyrinogen-Oxidase (PROTOX).<ref name="EPA">EPA: Pesticide Factsheet Fluthiacet-methyl (PDF; 46 kB).</ref><ref name="Peter Böger, Ko Wakabayashi" />

Zulassung

Fluthiacet-methyl ist nicht in der Liste der in der Europäischen Union zulässigen Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe enthalten. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>

Einzelnachweise

<references />