Fredenbaumpark
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Der Fredenbaumpark in der Dortmunder Nordstadt zählt mit einer Fläche von 63 Hektar zu den großen Parkanlagen in der Stadt.
Beschreibung des Parks
Der Fredenbaumpark ist durch eine abwechslungsreiche Vegetation gekennzeichnet, insbesondere große Rhododendren.
An der östlichen Grenze des Parks liegt die oberirdische Stadtbahn-Station Fredenbaum an der Münsterstraße.
Im westlichen Teil grenzt der Park mit dem Kanaluferweg an den Dortmund-Ems-Kanal. Hier verläuft eine Bahnlinie der Dortmunder Hafenbahn, benachbart sind die Ruderhäuser der Dortmunder Rudervereine und das Bundesleistungszentrum Rudern Dortmund des deutschen Ruderverbandes. Eine Öffnung des Parks hin zum Wasser wurde in den 2020er Jahren verwirklicht.
Angebote im Park
Der Fredenbaumpark beherbergt einen großen Bau- und Abenteuerspielplatz, den die Stadt durch Ankauf und Aufbau des „Big Tipi“ von der Expo 2000 in Hannover aufwertete. Laut Angaben der Stadt Dortmund ist das Tipi 35 Meter hoch und circa 25 Meter breit und damit das größte Tipi der Welt<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seite des Jugendamtes Dortmund ( des Vorlage:IconExternal vom 27. Juni 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>. Das riesige Zelt beherbergt eine Kletterwelt und wird für Veranstaltungen genutzt. Um den Kindern eine Auseinandersetzung mit der Natur zu ermöglichen, werden verschiedene Haustiere gehalten und versorgt. Ein Waldstück mit Spielgeräten und einem Teich steht zur Verfügung. Aus verschiedenen Materialien können „Buden“ gebaut werden. Der Spielplatz wird pädagogisch betreut und bietet für Kinder und Jugendliche ganzjährig verschiedene Aktivitäten.
Der Fredenbaumpark ist Austragungsort des Dortmunder Halbmarathon und der Laufstrecke des Dortmunder Westfalen-Triathlon. Zur Freizeitgestaltung bietet der Fredenbaumpark:
- Spazierwege, Bänke & Liegewiesen
- Erlebniswelt Fredenbaum Big Tipi
- Rosengarten
- Musikpavillon
- Abenteuer- und Bauspielplatz
- Kinderspielplätze
- Bootsverleih
- Modellboot-Teich
- Joggingstrecke
- Inlineskating (3 km langer Rundkurs)
- Minigolf (18 Bahnen)
- Boule
- Beachvolleyball
- Tischtennisplatten
- Grillplätze
- Jugendverkehrsgarten
- Mende-Sportanlage
- American Football (Dortmund Giants)
- Rugby (RFC Dortmund)<ref>RFC Dortmund</ref>
- Gaststätte Schmiedingslust.
Zudem ist der Park regelmäßig Ort für Feste und Veranstaltungen. Beispielsweise gastiert hier seit den 1990er Jahren in jedem Frühling das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum; im Advent und zum Jahreswechsel saisonal angepasst als Phantastischer Lichter Weihnachtsmarkt. Mehrmals im Jahr gibt es einen Trödelmarkt im Park.<ref>Leonie Krzistetzko: Beliebte Nordstadt-Attraktion: Der Trödelmarkt im Fredenbaumpark, 10. August 2015, abgerufen am 2. November 2021.</ref>
Geschichte
Hervorgegangen ist der Park aus dem Stadtwald Westerholz circa um das Jahr 1880 herum. Die Umgestaltung des Stadtwaldes zur Parkanlage wurde Ende des 19. Jahrhunderts eingeleitet und bis 1906 nach Plänen des Berliner Tiergartendirektors Hermann Geitner umgesetzt. 1881 wurde eine Pferdebahnverbindung zum Bahnhof in der Innenstadt eingerichtet. Die Strecke wird heute von der Stadtbahnlinie U41 befahren. Bereits 1888–90 war anstelle der Gaststätte Fredenbaum ein Saalbau mit 2.200 m² errichtet worden, in dem Schützen- und Volksfeste sowie Messen stattfanden.<ref>Gustav Luntowski: Die leichte und die ernste Muse: Freizeitvergnügen und städtischer Kulturbetrieb. in: Gustav Luntowski: Geschichte der Stadt Dortmund. hrsg. vom Stadtarchiv Dortmund, Dortmund 1994, ISBN 3-611-00397-2, S. 327.</ref> Hier fanden jeweils am 27. Januar die Feierlichkeiten zum Kaisergeburtstag statt, die als gesellschaftlicher Höhepunkt des Jahres galten.
Vom 13. bis zum 16. Mai 1891 gastierte Buffalo Bill’s Wild West Show während ihrer ersten Tournee durch das Deutsche Reich im Fredenbaumpark. Bereits die erste Vorstellung der Völkerschau wurde von rund 5000 Zuschauern besucht.<ref>Karl Markus Kreis (Hrsg.): Die wilden Indianer in ihrem bunten Geflitter. Zur Entstehung eines Stereotyps am Beispiel von „Buffalo Bill’s Wild West“ in Dortmund 1891. Zeitgenössische Materialien. 1993 (fh-dortmund.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 2. März 2013]).</ref>
Nördlich des Fredenbaums, in unmittelbarer Nähe der heutigen Deutschen Gasrußwerke, wurde 1911 das erste Dortmunder Flugfeld eröffnet. Dieser Flugplatz war 1911 der Schauplatz der ersten Dortmunder Flugtage. Der Fredenbaumwirt Jos. Windheuser, ein begeisterter Anhänger der Luftfahrt, charterte für den 3. August 1913 das Parseval-Luftschiff PL 12 - CHARLOTTE. Aus Witterungsgründen fanden keine der geplanten Passagierfahrten statt, allerdings ließ Windheuser Reklamekarten des Vergnügungsparks von Bord des Luftschiffes über Dortmund verteilen. Das Flugfeld am Fredenbaum hatte bis zum Ersten Weltkrieg Bestand.
Im östlichen Teil des Parks wurde am Ostersonntag 1912 der Lunapark eröffnet, ein Freizeitpark im Stile des Berliner Lunaparks oder des Wiener Praters, in den über 60.000 Mark investiert wurden.<ref>Gustav Luntowski: Die leichte und die ernste Muse: Freizeitvergnügen und städtischer Kulturbetrieb. in: Gustav Luntowski: Geschichte der Stadt Dortmund. hrsg. vom Stadtarchiv Dortmund, Dortmund 1994, ISBN 3-611-00397-2, S. 328.</ref> Als Attraktionen wurden unter anderem eine Gebirgsbahn, eine Wasserrutschbahn und ein Hippodrom angeboten.
Siehe auch
Literatur
- Fredenbaum. Parkgeschichte des Dortmunder Nordens. (Heimat Dortmund. Stadtgeschichte in Bildern und Berichten. Zeitschrift des Historischen Vereins für Dortmund und die Grafschaft Mark e. V. in Verbindung mit dem Stadtarchiv Dortmund, Ausgabe 2/2015, ISSN 0932-9757)
- Gustav Luntowski: Die leichte und die ernste Muse: Freizeitvergnügen und städtischer Kulturbetrieb. in: Gustav Luntowski: Geschichte der Stadt Dortmund. hrsg. vom Stadtarchiv Dortmund, Dortmund 1994, ISBN 3-611-00397-2.
Weblinks
- Beschreibung dieser Sehenswürdigkeit auf der Route der Industriekultur (archivierte Version)
- Regional bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich 438 Fredenbaumpark (Dortmund) bei LWL-GeodatenKultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
Einzelnachweise
<references />
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Besucherzentrum und Ankerpunkte (von West nach Ost): | Zechenpark Friedrich Heinrich | Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | LVR-Industriemuseum Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen | Aquarius-Wassermuseum | St.-Antony-Hütte | Villa Hügel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein | Zeche Ewald | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | Henrichshütte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm
Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | 26. Sakralbauten | 27. Eisen & Stahl | 28. Wasser: Werke, Türme und Turbinen | 29. Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers | 30. Gelsenkirchen | 31. Route Industriekultur und Bauhaus | per Rad
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Zeche Zollern II/IV Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Kolonie Landwehr | Zeche Westhausen | Zeche Adolf von Hansemann | Kokerei Hansa Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Nahverkehrsmuseum Dortmund | Zeche Hansa | Bahnhof Huckarde Nord | Zeche Minister Stein | Alte Kolonie Eving Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg mit Wohlfahrtsgebäude | Zeche Gneisenau | Müsersiedlung der Zeche Gneisenau | Luftschacht Rote Fuhr | Wasserturm Lanstroper Ei | Bergbau-Beamtensiedlung Neu-Asseln | Museum für Kunst und Kulturgeschichte | Dortberghaus | Dortmunder U | Kaserne der Paulinenhütte | Verwaltungsgebäude Union | Denkmal KZ-Außenlager Buchenwald in Dortmund | Siedlung Oberdorstfeld | Deutsche Arbeitsschutzausstellung (DASA) Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Westfalenhallen | Ehemaliger Volkspark: Signal Iduna Park, Stadion Rote Erde, Volksbad (Strobelallee) | Fernsehturm Florian Datei:RouteIndustriekultur Panorama Symbol.svg | Wasserturm des Dortmunder Südbahnhofs | Unternehmervillen im Ostparkviertel | Landesoberbergamt Dortmund | Ostenfriedhof | Hauptfriedhof Dortmund | Bahnbetriebswerk Dortmund-Betriebsbahnhof | Borsigplatz | Westfalenhütte | Hoesch-Museum | Hoeschpark | Weichenbauhalle der ehemaligen Maschinenfabrik Deutschland | Dortmunder Actien-Brauerei | Brauerei-Museum Dortmund | Naturmuseum Dortmund | Fredenbaumpark | Depot Immermannstraße | Altes Hafenamt Dortmund | Brückenensemble Unionstraße | Mahn- und Gedenkstätte Steinwache | Hörder Burg | Phoenix-See | Hochofenwerk Phoenix West | Hohensyburg Datei:RouteIndustriekultur Panorama Symbol.svg | Syburger Bergbauweg
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Hügelpark |
Grugapark Essen |
Hauptfriedhof Mülheim |
Kurpark des Solbad Raffelberg |
Botanischer Garten Schweizer Straße |
Friedensplatz Oberhausen |
Revierpark Vonderort |
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Von-Wedelstaedt-Park |
Stadtpark Bochum |
Naturhindernis-Pferderennbahn |
Rombergpark |
Fredenbaumpark |
Hoeschpark |
Hauptfriedhof Dortmund |
Kurpark Hamm |
Maximilianpark Hamm Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg |
Stadtgarten Hagen |
Garten des Hohenhof Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg
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