Freie-Partie-Europameisterschaft
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Die Freie-Partie-Europameisterschaft wurde seit 1950 in der Karambolagevariante Freie Partie ausgetragen. In der Regel fand sie einmal jährlich statt. Seit 2000 wurde jedoch keine EM mehr ausgerichtet, so dass davon auszugehen ist, dass dies die letzte war. Ausgerichtet wird sie vom europäischen Karambolagebillard-Verband CEB (Confédération Européenne de Billard).
Geschichte
Im Gegensatz zur Freie-Partie-Weltmeisterschaft wurde das Turnier in Europa noch relativ oft (29×) ausgetragen. Aber auch bei den Junioren wird mindestens Cadre gespielt, weil die Freie Partie als zu einfach angesehen wird, um in der Disziplin weiterhin Europameisterschaften auszurichten.
Durch die Verbesserung der Billardtische im Laufe der Jahre war es für die besten Billardspieler der Welt nicht mehr so schwierig, die Bälle zu kontrollieren. Somit waren die Freie-Partie-Turniere nur noch sogenannte Amerika-Serien. Hierbei spielt man die Bälle in einer bestimmten Position in die Nähe einer Bande und erzielte danach rund um den Tisch große Serien. Somit beendeten sehr viele Akteure die Partien schon in ihrer ersten Aufnahme.
Modi
Von 1950 bis 1980 wurde bis 500 Points gespielt. 1986 und ab 1995 wurde die Partiedistanz auf 400 Points reduziert. Dazwischen wurden die Europameisterschaften im nicht sehr beliebten Satzsystem mit Distanzen von 100 oder 150 Points pro Satz ausgetragen. Bis 1939 wurde mit dem kleinen Eckenabstrich gespielt. Danach nur noch mit dem großen Abstrich.
Rekorde
Der erste Europäer, der eine Partie bis 500 Points in einer Aufnahme beendete, war der Ägypter Edmond Soussa bei der Weltmeisterschaft 1931 in Vichy. Soussa spielte für den europäischen Verband, da es zu dieser Zeit noch keinen afrikanischen Verband gab. Es folgten eine Vielzahl von Akteuren, denen dies ebenfalls gelang (bei kürzeren Distanzen später natürlich ebenfalls).
Den besten Generaldurchschnitt (GD) bei einer Freie-Partie-Europameisterschaft erzielte der Niederländer Piet Adrichem 1995 in Wien mit 250,20 bei einer Distanz von 400 Points. Innerhalb eines Fünfkampfes schaffte der Niederländer Henk Scholte 1965 in Antwerpen einen GD von 375,00 bei einer Distanz von 500 Points. Der Deutsche Dieter Müller beendete bei der Fünfkampf-Europameisterschaft 1978 in Moyeuvre-Grande bei einer Distanz bis 250 Points alle sieben Partien in einer Aufnahme und spielte somit einen GD von 250,00. Die höchste Serie in der Freien Partie erzielte Henk Scholte mit 2.500 Points (prolongiert) 1965 in Antwerpen.
Fotogalerie
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Europa Rekordentwicklung
Vorlage:Rekorde Freie Partie EM
Turnierstatistik
Der GD gibt den Generaldurchschnitt des jeweiligen Spielers während des Turniers an.
| Farbe | Bedeutung |
|---|---|
| Distanz auf 500 Punkte | |
| Distanz aus 400 Punkte | |
| 2 Sätze auf 100 Punkte | |
| 2 Sätze auf 150 Punkte in Qualifikation (Doppel-KO) 2 Sätze auf 100 Punkte in Hauptrunde |
Anmerkungen
*1 1957 wurden von den konkurrierenden und zerstrittenen Verbänden Union Internationale des Fédérations des Amateurs de Billard (UIFAB) und Fédération Internationale de Billard (FIB) zwei Europameisterschaften ausgetragen. Da die Spieler nur jeweils einem Verband angehören konnten, war das Teilnehmerfeld der jeweiligen Europameisterschaft sehr unterschiedlich.
*2 Seit 1997 wird der 3. Platz nicht mehr ausgespielt. Es gab nur noch Halbfinalisten.
Medaillenspiegel
Einzelnachweise
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