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G. A. Jauck

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Datei:Die Gartenlaube (1869) b 413.jpg
Die Gießhalle von G. A. Jauck’s Glockengießerei in Leipzig.

Die Glocken- und Kunstgießerei Jauck in Leipzig war ein Familienunternehmen, das zwischen 1796 und 1903 bestand. Sie firmierte unter G. A. Jauck. Die Gießerei stellte als Königlich-Sächsische Privat-Spritzenfabrik außerdem Feuerlöschgeräte her.

Geschichte

Datei:Glockengießerei Jauck Leipzig.jpg
Die Glockengießerei um 1860
Datei:Expo 1897 Abschiedsläuten.jpg
Jaucksche Glocken auf der Sächsisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung Leipzig 1897

Die Bronzegießerei wurde im Jahr 1796 von dem aus Nürnberg stammenden Georg Andreas Jauck (G. A. Jauck) in Leipzig gegründet. Sie befand sich ab 1822 in der Holzgasse (ab 1864 Sternwartenstraße).<ref>Gina Klank, Gernot Griebsch: Lexikon Leipziger Straßennamen, Verlag im Wissenschaftszentrum Leipzig, 1995, ISBN 3-930433-09-5</ref> Die später hier abzweigende Straße erhielt den Namen Glockenstraße. Nach 36 Jahren erwarb im Jahr 1835 die Stadt Leipzig die Produktionsstätte, die nun den Titel Ratsglockengießerei führte. Die Stadt beauftragte den Sohn des Firmengründers – Gustav Adolph Jauck – mit der Weiterführung und Leitung des Handwerksbetriebes. Danach übernahm der 1844 geborene Enkel des Firmengründers – Richard Gustav Adolph Jauck – die Leitung. Als nächster und zugleich letzter Firmeninhaber trat Rudolf Jauck auf.<ref name="Grabinski">Übersicht von Glockengussanstalten in Sachsen. private Datenbank Grabinski; abgerufen am 28. Juni 2010</ref> Die Gießerei stellte für zahlreiche Kirchengebäude in ganz Deutschland das Geläut her.

Datei:Die Erste Glocke im Dachreiter der DIAKO-Kirche, 1882 gegossen von G.A. Jauck in Leipzig, Bild 02.JPG
Die von Jauck 1882 gegossene erste Glocke der Flensburger Diako-Kirche. Sie wurde im Mai 2010 ersetzt.
Datei:Jauck-Inserat.jpg
Inserat für Feuerlöschgeräte der Firma G. A. Jauck
Datei:Feuerlöschgerät Jauck.jpg
Ein Feuerlöschgerät der Fa. Jauck auf dem Leipziger Augustusplatz

Neben Glocken aller Größen stellte die Firma Jauck ab der Mitte des 19. Jahrhunderts auch Feuerlöschgeräte her.<ref name="preis-Courant">Auktion mit einer Firmenschrift („Preis-Courant“) der Königl. Sächs. priv. Spritzenfabrik, G.A. Jauck; Seite 7, Los 1262. (PDF; 1,3 MB) abgerufen am 28. Juni 2010</ref> Mit diesen Produkten, aber auch mit Sponsoring, unterstützte G. A. Jauck die Bildung und Ausrüstung von Feuerwehren in verschiedenen deutschen Orten, sogar auch Feuerwehren in Österreich.

Von Jauck gefertigte Kirchenglocken

Weil das Unternehmen von verschiedenen Mitgliedern der Familie Jauck geleitet wurde, ist eine eindeutige Zuordnung des vollständigen Namens nicht möglich. Hier werden deshalb alle unter Jauck bekannt gewordenen gegossenen Bronzeglocken aufgezählt. Insgesamt sollen 775 Glocken aus der Werkstatt Jauck stammen.<ref name="Grabinski" />

Kirchen

In Leipzig gab es im Jahr 1904 zum Ende des Unternehmens 83 Jauck-Glocken auf 34 Kirchtürmen. Rudolf Jauck galt als „Der Glockengießer von Leipzig“.<ref>Interview mit Roy Kreß: Die Arbeit der Leipziger Glockengießerei G.A. Jauck. In: nikolaikirche.de. 6. Mai 2018, abgerufen am 13. Mai 2018.</ref>

Weitere Erzeugnisse von Jauck

Ab 1865 produzierte G. A. Jauck auch Feuerlöschgeräte, zunächst handbetriebene.<ref>Anzeige in Gihl: Feuerwehren ..., S. 59</ref> 1876 baute die Firma die erste dampfbetriebene Spritze,<ref>private Homepage Albert Gieseler; abgerufen am 21. Januar 2014</ref> die König Ludwig II. von Bayern auf dem 10. Deutschen Feuerwehrtag 1877 in Stuttgart erwarb.

Insgesamt lieferte die Firma über 5000 Handfeuerspritzen und 28 Dampffeuerspritzen. Feuerlöschgeräte der Firma G. A. Jauck befinden sich unter anderem noch bei den Feuerwehren in Herleshausen, Mulsum,<ref>„Fahrbare Saug- und Druckspritze (Landspritze Nr. 4 mit Zubringer)“ 1885, kurzer Artikel bei Feuerwehr Mulsum</ref> Prestewitz<ref name="JV">Feuerspritze „Jauck’s Ventil“</ref> und Langhennersdorf.<ref name="JV" />

Literatur

Weblinks

Commons: Glockengießerei Jauck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 20′ 2″ N, 12° 23′ 3″ O

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