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Gavi, die Impfallianz

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Gavi, die Impfallianz
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Gründung 2000
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Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
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Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Schwerpunkt Steigerung von Impfquoten
Aktionsraum Entwicklungsländer weltweit
Personen Helen Clark, Sania Nishtar
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
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Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Website www.gavi.org

Gavi, die Impfallianz (engl. Gavi, the Vaccine Alliance; früher Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung, engl. Global Alliance for Vaccines and Immunisation) ist eine weltweit tätige öffentlich-private Partnerschaft mit Sitz in Genf. In der Schweiz hat sie den Status einer Stiftung nach Schweizer Recht.<ref name=":3">Impfallianz Gavi. In: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Abgerufen am 9. Mai 2020.</ref> Ihr Ziel ist es, den Zugang zu Impfungen vor allem für Kinder gegen vermeidbare lebensbedrohliche Krankheiten in Entwicklungsländern zu verbessern.<ref>Website der Impfallianz Gavi (engl.): Gavi’s mission http://www.gavi.org/about/mission/ abgerufen am 1. Oktober 2014</ref><ref name=":3" />

Mitglieder sind Regierungen von Industrie- und Entwicklungsländern, die Weltgesundheitsorganisation, UNICEF, die Weltbank, die Gates Foundation, Nichtregierungsorganisationen, Impfstoffhersteller aus Industrie- und Entwicklungsländern sowie Gesundheits- und Forschungseinrichtungen und weitere private Geber.<ref>Website der Impfallianz Gavi (auf Englisch): Governing Gavi http://www.gavi.org/about/governance/, abgerufen am 1. Oktober 2014.</ref> Insgesamt gibt es 28<ref>Board composition. In: Webseite der Impfallianz Gavi. Abgerufen am 9. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Stimmrechtsgruppen im Gavi-Verwaltungsrat, eine davon nimmt der Geschäftsführer (CEO) ein.<ref name=":3" />

Geschichte

Die Allianz wurde am 29. Januar 2000 am Weltwirtschaftsforum in Davos gegründet,<ref name=":1">20 Jahre im Einsatz für Kinder: Die Impfallianz Gavi. In: Safe The Children. 28. Januar 2020, abgerufen am 4. Mai 2020.</ref> um den bereits seit Ende der 1990er Jahre stagnierenden, zum Teil sogar rückläufigen Impfquoten in den ärmsten Ländern der Welt zu begegnen.<ref>Entwicklung der Impfquoten weltweit seit 1980 im ’’UNICEF Immunization summary: The 2012 edition (data through 2010)’’, zu finden auf der Website der WHO http://www.who.int/immunization_monitoring/data/en/, abgerufen am 1. Januar 2012.</ref><ref name=":2">Dietrich Karl Mäurer: Globale Impfallianz: Mit Gavi gegen Covid-19. In: tagesschau.de. 4. Mai 2020, abgerufen am 4. Mai 2020.</ref> Zwar hätten wirksame Impfstoffe zur Verfügung gestanden, die gerade bei jenen Menschen eine große Wirkung entfaltet hätten, so der damalige Geschäftsführer Berkley; der Zugang zu medizinischer Behandlung und anderen Möglichkeiten zur Vermeidung von Infektionen habe jedoch gefehlt.<ref name=":2" /> Die Bill & Melinda Gates Foundation stellte anfänglich 750 Millionen US-Dollar zur Verfügung, um Kinder in Entwicklungsländern mit Impfstoffen zu versorgen.<ref>The Bill & Melinda Gates Foundation. In: Informationen auf der Website der Impfallianz Gavi. Abgerufen am 5. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Vorstandsvorsitzende der Impfallianz Gavi war ab 2015 Ngozi Okonjo-Iweala. Ihr Vorgänger war Dagfinn Høybråten, der diese Position im Dezember 2010 von Mary Robinson übernahm. Seth Berkley war ab August 2011 Geschäftsführer der Impfallianz Gavi.<ref>Dr Seth Berkley, Gavi CEO. In: www.gavi.org. Impfallianz Gavi, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Juni 2020; abgerufen am 23. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ab Oktober 2023 war José Manuel Barroso Chair des Board,<ref>2024 Annual Progress Report</ref> ab Januar 2026 Helen Clark.<ref>Helen Clark - Gavi Board Chair</ref>

Bei der Finanzierungsrunde 2025 kamen wegen der fehlenden Unterstützung der US-Regierung 2 Milliarden weniger Betriebsmittel zusammen als erwartet. Die Geschäftsführerin Sania Nischtar setzte sich 2026 weiterhin für die vom Kongress bewilligten, aber von der Regierung Trump blockierten Gelder ein. Es gebe aber auch positive Entwicklungen, so sei Indonesien von einem ehemaligen Empfängerland des Gavi zu einem Geldgeber geworden. In den 25 Jahren des Bestehens hätten sich weitere 17 Länder soweit entwickelt, dass sie wenigstens keine Unterstützung mehr bräuchten. Afrika mache 20 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Impfstoffen aus und produziere selber nur 1 Prozent. Hier sei Infrastruktur-Aubau notwendig.<ref>"Ohne den Beitrag der USA drohen bis zu 1,3 Millionen zusätzliche Todesfälle"</ref>

Engagement

Seit der Gründung finanzierte Gavi die Impfung von 760 Millionen Kindern gegen lebensbedrohliche Krankheiten wie Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten (Pertussis), Hepatitis B, Gelbfieber und Haemophilus influenzae Typ b (Hib, einem Erreger von Meningitis (Hirnhautentzündung) und Lungenentzündung). Auf diese Weise habe man nach Gavi-eigenen Schätzungen 13 Millionen Todesfälle verhindert.<ref> Informationen auf der Website der Impfallianz Gavi (engl.): http://www.gavi.org/about/mission/facts-and-figures/</ref><ref name=":1" /> Zudem hat sich die Kindersterblichkeit für Kinder unter 5 Jahren halbiert.<ref name=":2" />

Darüber hinaus begann die Organisation 2010 damit, zwei neue Impfstoffe in Entwicklungsländern einzuführen: Die Pneumokokken­impfung schützt vor Lungenentzündung, der Impfstoff gegen Rotavirus vor einem Haupterreger von Durchfall­erkrankungen. Lungenentzündung und Durchfallerkrankungen sind die Haupttodesursachen bei Kindern unter fünf Jahren in Entwicklungsländern. Die beiden Erkrankungen zeichnen für fast 40 Prozent aller Todesfälle verantwortlich.<ref>Weltgesundheitsorganisation (WHO), „Millennium Development Goals: progress towards the health-related Millennium Development Goals“, Informationen auf Englisch, http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs290/en/index.html, Stand: Mai 2011, abgerufen am 15. Dezember 2011</ref><ref>hub: Kampf gegen Lungenentzündungen wird verstärkt. Pneumonien sind bei Kindern in Entwicklungsländern Todesursache Nummer eins. In: www.aerztezeitung.de. Ärzte Zeitung Verlags-GmbH, 11. August 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2014; abgerufen am 22. März 2025.</ref>

Nach einer Geberkonferenz im Juni 2011, auf der insgesamt fast 3 Milliarden Euro (4,3 Milliarden US-Dollar) für Impfprogramme zugesagt wurden, kündigte die Impfallianz an, den Zugang zu neuen Impfstoffen noch zu beschleunigen und bis 2015 weitere vier Millionen vorzeitige Todesfälle zu verhindern.<ref> Pressemitteilung der GAVI Alliance vom 13. Juni 2011, http://www.gavi.org/library/news/press-releases/2011/donors-commit-vaccine-funding-to-achieve-historic-milestone-in-global-health/, abgerufen am 2. Oktober 2014</ref> Zum Erreichen des Millennium-Entwicklungsziels Nr. 4 (Senkung der Kindersterblichkeit von Unter-Fünf-Jährigen um zwei Drittel bis 2015) leisten Impfungen einen entscheidenden Beitrag.<ref>Informationen zum Millennium-Entwicklungsziel Nr. 4 auf der Website des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: http://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/2030_agenda/historie/MDGs_2015/fortschritte/mdg4/index.html, abgerufen am 11. März 2018</ref>

Die Impfallianz Gavi ist seit 2017 eines der fünf Gründungsmitglieder der NGO ID2020 Digital Identity Allianz.<ref>Gründungsmitglieder der ID2020 Digital Identity Allianz. Alliance Partners. In: id2020.org. Identity2020 Systems, Inc, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. September 2021; abgerufen am 23. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Für das Jahr 2020 ist die Geberkonferenz („Wiederauffüllungskonferenz“)<ref name=":1" /> im Juni in London geplant.<ref name=":0">Impfallianz will ihre globalen Programme bis zum Jahr 2025 weiter ausbauen. In: Deutsches Ärzteblatt. 29. Oktober 2019, abgerufen am 19. April 2020.</ref> Ziel für Gavi sei es, „in den nächsten Jahren weitere 300 Millionen Kinder in Entwicklungsländern zu impfen und somit acht Millionen Menschen vor dem Tod zu bewahren“. Dafür bedarf es etwa 7,4 Milliarden US-Dollar.<ref name=":0" />

Arbeitsweise

Die Organisation arbeitet nach eigenen Angaben nach dem Prinzip „country-owned, country-driven“: Das bedeutet, dass die Entwicklungsländer selber festlegen, welche Impfungen sie benötigen, deren Finanzierung beantragen und die Umsetzung überwachen. Gavi verlangt zudem, dass die Empfängerländer die Kosten für die Impfprogramme mittragen. Auf diese Weise will man das Verantwortungsgefühl der Länder stärken und die Nachhaltigkeit der Impfprogramme sichern.<ref> Informationen zu Gavis Finanzierungsmodell auf der Gavi-Website (englisch) http://www.gavi.org/about/gavis-business-model/, abgerufen am 1. Oktober 2014</ref> 2011 haben 50 Länder die Finanzierung von Impfstoffen bei Gavi beantragt.<ref>GAVI meldet rekordnachfrage nach neuen Impfstoffen. Nachfrage nach Pneumokokken- und Rotavirusimpfungen zeigt das große Interesse von Entwicklungsländern an neuen Impfstoffen. In: www.gavialliance.org. GAVI Alliance, 10. Juni 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. März 2016; abgerufen am 23. März 2025.</ref> Langfristig wird jedoch von einem abnehmenden Bedarf ausgegangen, da bis zum Jahr 2020 Gavis Förderung in 22 Ländern auslaufen wird.<ref>Informationen zur Gavi-Finanzierung von 2016-2020 (englisch) www.gavi.org/Library/Publications/Publications-GAVI/The-2016-2020-GAVI-Alliance-Investment-Opportunity---Executive-Summary/, abgerufen am 1. Oktober 2014</ref>

Gavi bündelt die Nachfrage nach Impfstoffen und kann auf diese Weise große Mengen einkaufen. Insgesamt fragt UNICEF 40 Prozent des globalen Impfstoffvolumens nach, rund die Hälfte davon im Auftrag von Gavi.<ref> Vgl. hierzu Informationen auf der UNICEF-Website (auf Englisch) http://www.unicef.org/supply/index_gavi.html, abgerufen am 1. Januar 2012.</ref> Indem Gavi den Herstellern eine Abnahme des Impfstoffs und feste Preise für die ersten Chargen garantiert, sollen mehr Hersteller, auch aus Schwellenländern, dafür interessiert werden, geeignete Impfstoffe für Entwicklungsländer zu produzieren.<ref> Vgl. hierzu die Informationen (auf Engl.) auf der Website der Impfallianz Gavi, http://www.gavi.org/Library/News/ROI/2010/GAVI-model-increases-vaccine-manufacturers/, abgerufen am 2. Oktober 2014.</ref> Der hieraus resultierende Wettbewerb zwischen den Unternehmen soll dafür sorgen, dass die Preise für Impfstoffe sinken.<ref> Spiegel Online vom 6. Juni 2011, ’’Pharmachef liest seiner Branche die Leviten’’ http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,766885,00.html, abgerufen am 1. Januar 2012.</ref><ref> Handelsblatt vom 6. Juni 2011, ’’Preisnachlässe für den guten Zweck’’ http://www.handelsblatt.com/politik/international/preisnachlaesse-fuer-den-guten-zweck/4257464.html, abgerufen am 1. Januar 2012.</ref> Gavi hat sich verpflichtet, diese Entwicklungen auch weiterhin zu fördern, und die Beeinflussung der Impfstoffmärkte zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit erklärt.<ref> Pressemitteilung der Impfallianz Gavi vom 6. Juni 2011, ’’GAVI begrüßt Preissenkungen für lebensrettende Impfstoffe’’ (auf Englisch), http://www.gavi.org/Library/News/Press-releases/2011/GAVI-welcomes-lower-prices-for-life-saving-vaccines/, abgerufen am 1. Januar 2012.</ref>

Gavi und die Schweiz

Der schweizerische Bundesrat hat seit 1. Januar 2009 ein Abkommen<ref>SR 0.192.122.818.12 Abkommen vom 23. Juni 2009 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und GAVI Alliance (Global Alliance for Vaccines and Immunization) zur Regelung des rechtlichen Statuts von GAVI Alliance in der Schweiz. Abgerufen am 14. November 2020.</ref> mit GAVI Alliance in Kraft gesetzt, welches teilweise Immunität und diplomatische Behandlung zusichert und die Allianz von den Steuern befreit. Im Juni 2020 bestätigte Gavi die Zusicherung<ref>Switzerland commits CHF 30 million to Gavi. Abgerufen am 14. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> über 30 Millionen CHF durch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga im Namen der Schweiz.

Gavi und Deutschland

Deutschland ist seit dem Jahr 2006 Gavi-Geberland. Anfangs lagen die Finanzierungszusagen bei vier Millionen Euro pro Jahr.<ref> Pressemitteilung der Impfallianz Gavi vom 28. November 2006, „Germany joins GAVI Alliance as 17th donor government“ (auf Englisch), http://www.gavi.org/Library/News/Press-releases/2006/Germany-joins-GAVI-Alliance-as-17th-donor-government/, abgerufen am 1. Oktober 2014</ref> Seitdem hat Deutschland seine jährlichen Zusagen kontinuierlich erhöht; im Jahr 2012 betrugen sie 30 Millionen Euro.<ref>GAVI Alliance. Informationen zur Partnerschaft zwischen Deutschland und Gavi. In: www.bmz.de. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. September 2011; abgerufen am 23. März 2025.</ref> Im Januar 2015 richtete Deutschland – unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel – die Gavi-Geberkonferenz in Berlin aus.<ref>Pressemitteilung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vom 27. Januar 2015, http://www.bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/2015/januar/150127_pm_003_Impfschutz-fuer-300-Millionen-Kinder-Minister-Mueller-eroeffnet-Geberkonferenz-der-internationalen-Impfallianz-Gavi-in-Berlin/index.html, abgerufen am 17. April 2015</ref> Verschiedene Nichtregierungsorganisationen forderten im Vorfeld der Konferenz, dass die deutschen Zusagen auf 100 Millionen Euro jährlich erhöht werden sollen.<ref>Pressemitteilung der Stiftung Weltbevölkerung vom 24. Juli 2014, http://www.weltbevoelkerung.de/aktuelles/details/show/detail/News/gavi-wiederauffuellungskonferenz-im-januar-2015-in-deutschland.html, abgerufen am 1. Oktober 2014</ref><ref>Pressemitteilung von ONE Deutschland vom 20. Mai 2014, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ONE begrüßt Deutschlands Gastgeberschaft der nächsten GAVI-Wiederauffüllungskonferenz und stellt neuen Impfbericht in Brüssel vor (Memento vom 27. Oktober 2014 im Internet Archive), abgerufen am 1. Oktober 2014</ref> In ihrer Rede auf der Konferenz kündigte Bundeskanzlerin Merkel an, die Unterstützung bis 2020 auf 600 Millionen Euro erhöhen zu wollen.<ref> Rede von Bundeskanzlerin Merkel zur GAVI-Wiederauffüllungskonferenz am 27. Januar 2015 in Berlin, http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2015/01/2015-01-27-merkel-gavi.html, abgerufen am 17. April 2015</ref> Am 50. Weltwirtschaftsforum in Davos 2020 hatte Merkel eine Finanzierung in Höhe von 600 Millionen Euro für den Zeitraum 2021–2025 zugesagt.<ref name=":1" />

Deutschland bildet mit Frankreich, der Europäischen Kommission, Irland und Luxemburg eine Stimmrechtsgruppe im Gavi-Verwaltungsrat.<ref name=":3" /> 2018 vertrat Deutschland diese Gruppe als stellvertretendes Vorstandsmitglied, 2019 als Vorstandsmitglied; letzteres ist auch für 2021 geplant.<ref name=":3" />

Bewertung

GlaxoSmithKline entsandte als Partner bis zum Jahr 2011 einen Vertreter in den Vorstand von Gavi. Kritiker bemängeln, dass die Preise für die Impfstoffdosen niedriger sein könnten.<ref>ONE Zeitungsschau, 20. April 2010, abgerufen am 28. Oktober 2014</ref> Die Finanzierung wissenschaftlicher Studien, mit denen der Nutzen der Impfkampagnen untermauert wird, durch GAVI oder ihre Träger wird als Interessenkonflikt angesehen.<ref>Impfen ist auch gut fürs Image, Marc Engelhardt, 14. Juni 2011, Zeit Online</ref> Ärzte ohne Grenzen und Oxfam kritisieren den Einfluss der Industrie bei Gavi. Sie fordern eine transparente Preiskalkulation und öffentlich finanzierte Forschung.<ref>Christian Jakob: Entwicklungshilfe durch Privatwirtschaft: Wie die Welt besser werden soll. In: taz.de. 24. September 2015, abgerufen am 30. Januar 2024.</ref> Gegen eine mögliche Einflussnahme von Pharmaunternehmen entgegnet Berkley, dass „wir Impfstoffe für etwa 60 Prozent der Weltbevölkerung kaufen“, womit Gavi in der Lage sei, „viel bessere Preise auszuhandeln als jede Regierung einzeln.“<ref name=":2" />

Beim Global Health 50/50 Report 2018, der Daten von 140 Organisationen weltweit aus dem Gesundheitsbereich im Hinblick auf die Gleichheit der Geschlechter vergleicht, schnitt Gavi gut ab.<ref> The Global Health 50/50 Report (PDF; 4,9 MB)</ref>

Der Organisation wurde im Jahr 2019 der Lasker~Bloomberg Public Service Award zugesprochen.

Im Jahr 2020 hat die internationale NGO Save the Children Gavi wegen ihres Engagements gegen vermeidbare Krankheiten gelobt und fordert von der Deutschen Bundesregierung weitere monetäre Unterstützung für Gavi.<ref>Impfungen müssen alle erreichen: Neue Finanzierung für die Impfallianz Gavi. In: www.savethechildren.de. Safe the Children, 21. Januar 2020, abgerufen am 19. April 2020.</ref>

Im Juni 2025 gab US-Gesundheitsminister und Impfskeptiker Robert F. Kennedy Jr. bekannt, dass die Vereinigten Staaten Gavi nicht weiter finanziell unterstütze. Kennedy behauptete, dass Gavi »wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert« und »das Vertrauen der Öffentlichkeit verloren« hätte. Die Organisation habe »In ihrem Eifer, weltweite Impfungen zu fördern, das Schlüsselthema der Impfsicherheit vernachlässigt«.<ref>sol/AFP/AP: USA stoppen Finanzierung von Impfallianz Gavi. In: Spiegel Online. 27. Juni 2025, abgerufen am 27. Juni 2025.</ref><ref>dpa, AFP, David Rech: Gavi: USA entziehen internationaler Impfallianz Unterstützung. In: zeit.de. 26. Juni 2025, abgerufen am 27. Juni 2025.</ref>

COVAX

COVAX ist eine von drei Säulen des Access to COVID-19 Tools (ACT) zur Beschleunigung des „Zugangs zu COVID-19-Instrumenten“, die im April 2020 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Kommission und Frankreich als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie gegründet wurde. Die WHO hat in Zusammenarbeit mit Gavi und der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) auch COVAX implementiert, um die globale Impfstoffentwicklung zu koordinieren. Die Zahl der beteiligten Länder beträgt 184 Länder, von denen 92 Volkswirtschaften (Stand 12. November 2020) mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die sich den Impfstoff nicht leisten können, berechtigt sind, über Gavi COVAX Advance Market Commitment (AMC) Zugang zu COVID-19-Impfstoffen zu erhalten. Es ist sicherzustellen, dass jedes teilnehmende Land einen garantierten Anteil an Dosen erhält, um die am stärksten gefährdeten 20 % seiner Bevölkerung bis Ende 2021 impfen zu können.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />