Gemeine Getreidewanze
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Gemeine Getreidewanze | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Eurygaster maura MHNT dos.jpg
Gemeine Getreidewanze (Eurygaster maura) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Eurygaster maura | ||||||||||||
| (Linnaeus, 1758) |
Die Gemeine Getreidewanze (Eurygaster maura), auch Gras-Schildwanze genannt,<ref name="RLO">Rote Liste der Wanzen – (Hemiptera, Heteroptera) Österreichs. (PDF; 6219 kB) In: umweltbundesamt.at. Umweltbundesamt Österreich, S. 20–60, abgerufen am 14. April 2025 (alternativ als Link in der XLSX-Datei „Wanzen (2024)“).</ref> ist eine Wanzenart aus der Familie der Schildwanzen (Scutelleridae).
Merkmale
Die Tiere erreichen eine Körperlänge von 8,5 bis 10 Millimetern. Sie haben eine variable braune Grundfarbe und Musterung.<ref name="British Bugs"/> Die ähnliche Schildkrötenwanze (Eurygaster testudinaria) wird etwas größer<ref name="British Bugs"/> und unterscheidet sich durch den Tylus (Stirnkeil), der bei der ähnlichen Art an der Spitze des Kopfes etwas tiefer liegt als die seitlich von ihm liegenden Wangen.<ref name="NRW"/> Bei der Gemeinen Getreidewanze liegt der Tylus auf einer Ebene mit den Wangen, womit die Spitze des Kopfes gleichmäßig gerandet ist. Das zweite Glied der Fühler ist bei der Gemeinen Getreidewanze doppelt so lang wie das Dritte; bei der ähnlichen Art ist es nur etwa 1,5 Mal so lang.<ref name="British Bugs"/><ref name="NRW"/> Die Hinterecken des Pronotums sind außerdem bei der Gemeinen Getreidewanze etwas weniger stark hervortretend. Mit den genannten Unterscheidungsmerkmalen sind die beiden Arten jedoch nicht immer zweifelsfrei zu unterscheiden, sodass dann eine genitalmorphologische Untersuchung notwendig ist. Den Weibchen der Gemeinen Getreidewanze fehlt die Lücke zwischen den Genitalplatten und dem davor liegenden Hinterleibssegment, bei den Männchen trägt der Aedeagus zwei innen liegende Dornen.<ref name="British Bugs"/>
Verbreitung und Lebensraum
Die Art ist in fast ganz Europa sowie in Nordafrika und weiter östlich bis nach Zentralasien verbreitet.<ref name="Wachmann"/> Sie kommt auch in Nordamerika vor.<ref name="BB"/> In Mitteleuropa ist sie die häufigste Art ihrer Gattung und überall zu finden, auch wenn sie im Nordwesten deutlich seltener auftritt als im Süden und Osten. Die Art besiedelt trockene, offene bis halbschattige Lebensräume mit Bewuchs von Süßgräsern, man findet sie aber auch auf Äckern an Getreide.<ref name="Wachmann"/>
Lebensweise
Die Tiere leben an Süßgräsern, wie etwa an Straußgräsern (Agrostis), Trespen (Bromus), Knäuelgräsern (Dactylis) und Schwingel (Festuca). Wie auch die nahe verwandte Eurygaster austriaca findet man ältere Nymphen und adulte Tiere aber auch an anderen Pflanzen, insbesondere an Korbblütlern wie z. B. an Flockenblumen (Centaurea), Ringdisteln (Carduus), Kratzdisteln (Cirsium) oder Kamillen (Matricaria).<ref name="Wachmann"/>
Die Nymphen kann man von Mai bis August beobachten, ab Juli treten die adulten Tiere auf.<ref name="British Bugs"/> Parallel zu den adulten Tieren können auch noch im Herbst bis Oktober Nymphen auftreten, die jedoch den Winter nicht überstehen.<ref name="Wachmann"/>
Belege
Einzelnachweise
<references> <ref name="British Bugs">Eurygaster maura. British Bugs, abgerufen am 16. November 2013.</ref> <ref name="NRW">Schildkrötenwanze - Eurygaster testudinaria (GEOFFROY, 1785). www.natur-in-nrw.de, abgerufen am 16. November 2013.</ref> <ref name="BB">Gemeine Getreidewanze. Insekten und Spinnen aus Berlin und Brandenburg, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juni 2015; abgerufen am 16. November 2013.</ref> <ref name="Wachmann"></ref> </references>
Literatur
Weblinks
- Eurygaster maura bei Fauna Europaea. Archiviert vom Original im Internet Archive.