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Großstöbnitz

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Großstöbnitz
Stadt Schmölln
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(503)&title=Gro%C3%9Fst%C3%B6bnitz 50° 55′ N, 12° 23′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(503) 50° 55′ 22″ N, 12° 23′ 13″ O
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Höhe: 199 (197–215) m ü. NHN
Fläche: 4,17 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Großstöbnitz, Stadt Schmölln. In: GEOindex. Abgerufen im November 2025.</ref>
Einwohner: 503 (2024)<ref name="Einwo2024">Statistik 2024. (PDF; 7,8 MB) In: Stadt Schmölln. S. 4, abgerufen im November 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 121 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1996
Postleitzahl: 04626
Vorwahl: 034491
Großstöbnitz (Thüringen)
Großstöbnitz (Thüringen)
Lage von Großstöbnitz in Thüringen
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Großstöbnitz ist ein Ortsteil der Stadt Schmölln im Landkreis Altenburger Land in Thüringen. Die Gemeinde Großstöbnitz mit ihren Ortsteilen Kleinmückern und Papiermühle wurde am 1. Januar 1996 nach Schmölln eingemeindet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 529 kB) § 3 und 4. In: Webauftritt. Stadt Schmölln, abgerufen im Januar 2026.</ref>

Geographische Lage

Das Dorf Großstöbnitz liegt im Sprottetal nordöstlich von Schmölln. Der landwirtschaftlich geprägte Ortsteil besitzt noch traditionelle Bauernhöfe. Auf dem gegenüber liegenden Ufer der Sprotte befindet sich Kleinstöbnitz, welches in Großstöbnitz aufgegangen ist und mit diesem verschmolz.

Westlich von Großstöbnitz befindet sich am Bach Litschke das Rückhaltebecken Großstöbnitz unterhalb des Ortes Bohra.<ref>Wanderkarte Gera, 1:50000, Gera Tourismus e. V., 4. Auflage 2013, ISBN 978-3-86636-030-3.</ref>

Geschichte

Die erstmals niedergeschriebene urkundliche Ersterwähnung geht auf den 14. April 1191 zurück<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 104.</ref>. Großstöbnitz gehörte zum wettinischen Amt Altenburg<ref>Das Amt Altenburg im Buch „Geographie für alle Stände“, ab S. 201. Abgerufen am 13. April 2020.</ref><ref>Adolf Stieler: Die Orte des Amts Altenburg in „Geographische Übersicht der sachsen-ernestinischen, schwarzburgischen, reußischen und der anliegenden Lande“, Gotha 1826, ab S. 83. Abgerufen am 13. April 2020.</ref>, welches ab dem 16. Jahrhundert aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit folgender Ernestinischer Herzogtümer stand: Herzogtum Sachsen (1554 bis 1572), Herzogtum Sachsen-Weimar (1572 bis 1603), Herzogtum Sachsen-Altenburg (1603 bis 1672), Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (1672 bis 1826). Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam der Ort wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Nach der Verwaltungsreform im Herzogtum gehörte Großstöbnitz bezüglich der Verwaltung zum Ostkreis (bis 1900)<ref>Der Ostkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. April 2023; abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> bzw. zum Landratsamt Ronneburg (ab 1900)<ref>Das Landratsamt Ronneburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. September 2024; abgerufen am 29. Juli 2025.</ref>. Das Dorf gehörte ab 1918 zum Freistaat Sachsen-Altenburg, der 1920 im Land Thüringen aufging. 1922 kam es zum Landkreis Altenburg. Am 1. Oktober 1922 wurde Kleinstöbnitz und am 1. Juli 1950 Kleinmückern eingemeindet.

Bei der zweiten Kreisreform in der DDR wurden 1952 die bestehenden Länder aufgelöst und die Landkreise neu zugeschnitten. Somit kamen die Gemeinde Großstöbnitz und ihre Ortsteile Kleinstöbnitz, Kleinmückern und Papiermühle mit dem Kreis Schmölln an den Bezirk Leipzig; jener gehörte seit 1990 als Landkreis Schmölln zu Thüringen und ging bei der thüringischen Kreisreform 1994 im Landkreis Altenburger Land auf. Vom 8. März 1994 bis 31. Dezember 1995 gehörte die einstmals eigenständige Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Saara an. Als diese zum 1. Januar 1996 aufgelöst wurde, wurden die Mitgliedsgemeinden in die Einheitsgemeinde Saara umgewandelt, die wiederum zum 31. Dezember 2012 nach Nobitz eingemeindet wurde. Die Gemeinde Großstöbnitz und ihre Ortsteile wurden hingegen am 1. Januar 1996 nach Schmölln eingemeindet<ref>Großstöbnitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref>. Im Ortsteil Großstöbnitz wohnten 2024 insgesamt 503 Personen.<ref name="Einwo2024" />

Kirche

Die Dorfkirche Großstöbnitz ist eine im Kern romanische Chorturmkirche, die später mehrfach umgebaut wurde.

Verkehr

Datei:GroßstöbnitzHp.JPG
Haltepunkt Großstöbnitz

Großstöbnitz liegt an der Bundesstraße 7 und an der Bahnstrecke Gößnitz–Gera. Der Haltepunkt Großstöbnitz wurde am 1. Dezember 1887 in Betrieb genommen. Er verfügte über eine massive Wartehalle. Mit der Einstellung des Regionalbahnverkehrs auf der Strecke Gera–Altenburg zum Fahrplanwechsel im Dezember 2008 entfiel der Halt in Großstöbnitz. Am 12. Dezember 2010 wurde die Station stillgelegt<ref>Der Haltepunkt Großstöbnitz. In: www.sachsenschiene.net. Abgerufen am 13. April 2020.</ref>.

Weblinks

Commons: Großstöbnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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