Gurla Mandhata
Vorlage:Infobox Berg Vorlage:Tibetischer chinesischer Begriff
Der Naimona’nyi (auch: Gurla Mandhata) liegt im Nordosten des Sitzes der Kreisregierung von Burang im Regierungsbezirk Ngari, im Südwesten des Autonomen Gebiets Tibet der Volksrepublik China.<ref name="བོད་ལྗོངས་ས་མིང">国家测绘局地名研究所 (Hrsg.): ༄༅༎བོད་ལྗོངས་ས་མིང༎ / «西藏地名». Běijīng: ཀྲུང་གོའི་བོད་རིག་པ་དཔེ་སྐྲུན་ཁང། / 中国藏学出版社, 1995, S. 332.</ref> Er ist der höchste Gipfel des Nalakankar Himal, eines kleinen, westlich gelegenen Teilbereichs des Himalaya.
Geografie
Der pultartig nach Westen abfallende Berg liegt in der Nähe der Nordwestecke Nepals. Mit seiner Höhe von Vorlage:Höhe ist er der vierunddreißigsthöchste Berg der Welt. Seine Lage innerhalb des tibetischen Plateaus ist ungewöhnlich (die meisten Berge mit ähnlicher Höhe – außer dem Shishapangma, dem vierzehnthöchsten Berg der Welt – liegen näher am Rand oder außerhalb des Plateaus) und relativ weit entfernt von anderen Bergen, die höher als 7500 Meter sind. Er befindet sich in der Nähe des Seen Manasarovar und Rakshastal sowie des heiligen Berges Kailash.
Der Gurlagletscher hatte 2003 eine Ausdehnung von 77 km², wobei dessen Fläche seit 1976 um mehr als 7 km² abgenommen hat. Nach chinesischen Messungen in Vorlage:Höhe Höhe ist der Gletscher damit der höchstgelegene Gletscher, bei dem ein jährlicher Eisverlust dokumentiert wurde.<ref name="Kailashregion_1">Vorlage:Internetquelle</ref> Am Gletscher entspringt die Humla Karnali, rechter Quellfluss der Karnali (Ghaghara), die nach über 900 Kilometern in den Ganges mündet.
Besteigungsgeschichte
1905 versuchte T. G. Longstaff, der von zwei Bergführern und sechs Gepäckträgern begleitet wurde, einen Aufstieg zum Gurla Mandhata. Sie mussten hoch am Berg umkehren, nachdem sie von einer Lawine gefangen und auf weitere Schwierigkeiten gestoßen waren.<ref name="aaj_1986">Vorlage:Cite web</ref> Das war für die damalige Zeit eine große Leistung, besonders für eine so kleine Gruppe; damals war noch kein Gipfel mit mehr als 7000 Meter bestiegen worden, und die Höhe von Longstaff verdiente eine Höhen-Aufzeichnung.
Ein weiterer Versuch wurde von Herbert Tichy unternommen, der mit einem Begleiter am 16.–21. Mai 1935 auf der Route von Longstaff aufstieg, aber auf 7200 Meter umkehren musste. Ein beabsichtigter zweiter Versuch auf neuer Route unterblieb, da der erste Aufstieg beobachtet worden war und Tichy, der sich als Kailash-Pilger verkleidet illegal in Tibet aufhielt, Probleme mit den Behörden in Taklakot befürchten musste.<ref>Tichy: Zum heiligsten Berg der Welt. 6. Aufl. Wien 1956, S. 132</ref>
Die Erstbesteigung des Gipfels gelang im Mai 1985 einer chinesisch-japanischen Seilschaft.<ref name="aaj_1986" />
Seit diesem Zeitpunkt hat es sechs erfolgreiche und zwei erfolglose Besteigungsversuche gegeben.<ref name="additional_ascents">Der Himalayan Index des Alpine Club führt bis 2001 fünf Aufstiege und 2 gescheiterte Versuche auf. Das American Alpine Journal verzeichnet zwischen 2002 und 2005 weder erfolgreiche noch erfolglose Versuche. Der Expeditionsbericht der ersten amerikanischen Besteigung des Gurla Mandhata verzeichnet einen Aufstieg 2006.</ref>
1997 unternahmen Quinn Simons, Soren Peters und ihr Führer Charlie Fowler einen Versuch, den Gipfel über die noch unbestiegene Nordseite zu erreichen. Aufgrund von Stürmen und anderen Schwierigkeiten musste die Seilschaft hoch auf dem Berg umkehren. Während ihres Abstieges wurde Fowler durch einen Sturz leicht verletzt, während Simons und Peters Erfrierungen an den Extremitäten davontrugen.<ref name="aaj_1999">Vorlage:Toter Link</ref>
Die Normalroute führt über die Westflanken des Bergs, auf dem Chaglung'mlungha-Gletscher zum Gipfelplateau. Die meisten Seilschaften nähern sich dem Berg in Geländewagen von Lhasa (Tibet), oder von Kathmandu (Nepal). Jedoch beginnt eine alternative Annäherung im kleinen Bergdorf Simikot im entfernten Humla-Distrikt des westlichen Nepals und folgt dann dem Karnali-Fluss nordwärts bis zum Dorf Sher (Tibet). Danach fahren Jeeps die Bergsteiger nach Norden, durch Burang („Taklakot“), zum Basislager.
Literatur
- Herbert Tichy: Zum heiligsten Berg der Welt. 6. Aufl. Seidel, Wien 1956, S. 121–133
Weblinks
- Eine Liste berühmter Berge Asiens (englisch)
- Daten von Erhebungen (englisch)
- Historisches Foto von Gurla Mandhata mit Mount Kailas aufgenommen vom Lipu Pass. (englisch)
- Vorlage:Peakbagger
- Gurla Mandhata bei summitpost.org
Einzelnachweise
<references />