Gymnasium Kundmanngasse
| Gymnasium Kundmanngasse | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Landstrasser Gymnasium DSC 6181w.jpg | ||||||
| Schulform | Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium | |||||
| Schulnummer | 903056 | |||||
| Gründung | 1869 | |||||
| Adresse | Kundmanngasse 20–22 | |||||
| Ort | Wien-Landstraße | |||||
| Bundesland | Wien | |||||
| Staat | Österreich | |||||
| Koordinaten | 48° 12′ 13″ N, 16° 23′ 37″ O
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| Träger | Republik Österreich | |||||
| Schüler | etwa 730 (Sj. 2025/26) | |||||
| Lehrkräfte | 75 (Sj. 2025/26) | |||||
| Leitung | Marion Waldmann | |||||
| Website | www.kundmanngasse.at | |||||
Das Gymnasium Kundmanngasse (auch Landstraßer Gymnasium, GRG3 Kundmanngasse oder Die Kundmanngasse) ist ein Gymnasium und Realgymnasium in der Kundmanngasse 20–22 im dritten Wiener Gemeindebezirk Landstraße. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).<ref>Wien – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 30. Juni 2025.</ref>
Bauwerk
Das Schulgebäude ist ein freistehender strenghistoristischer Baublock mit zwei Innenhöfen und wurde ursprünglich als Lehrerbildungsanstalt geplant. Es wurde 1876 von den Architekten František (Franz) Schmoranz und Jan Machytka als Pendant zum Palais Rasumofsky errichtet.<ref>Architekturzentrum Wien. Frantisek (Franz) Schmoranz. In: architektenlexikon.at. 15. Dezember 2012, abgerufen am 7. Februar 2020.</ref> Zwischen den Rückseiten der beiden Gebäude befindet sich der letzte Rest der Parkanlagen des ehemaligen Palais Rasumofsky. Südlich schließt der in den 1960er-Jahren erbaute Turnsaaltrakt mit Atombunker an.
Die Fassaden weisen seichte Risaliten bei den Eingängen mit großer ionischer Halbsäulen- und Pilastergliederung auf. Das Gebäude hat zwei Stiegenhäuser mit dreiläufigen Treppen und Arkaden zwischen toskanischen Säulen und Pfeilern.<ref>Dehio Wien Vorstädte 1993, S. 115.</ref>
Seit der im Jahr 1998 abgeschlossenen Generalsanierung des Schulgebäudes verfügt die Schule über 29 Klassenräume in unterschiedlichen Größen, eine Schulbibliothek, einen Mehrzwecksaal für diverse Schulveranstaltungen („Beethovensaal“), zwei Turnsäle im Anbau und einen kleinen Sportplatz im Freien. Außerdem gibt es noch zwei große Pausenhallen (überdachte Innenhöfe).
Geschichte
Im Gründungsdekret der Schule steht zu lesen:<ref name="KKProgramm">Kaiserlich-Königliches Real-Obergymnasium (Wien-Landstraße): Erstes Programm des K. K. Real-Obergymnasium auf der Landstrasse in Wien. für das Schuljahr 1869/70. Selbstverlag, Wien 31. Dezember 1870, Schulnachrichten – I. Chronik, S. 19 (ab Seite 19 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
„Mit Allerhöchster Entschließung vom 13. Jänner 1869 haben seine k. k. Apostolische Majestät allergnädigst anzuordnen geruht, daß in Wien zwei Real-Untergymnasien auf Kosten der öffentlichen Fonde zu errichten seien. Die Eröffnung des Real-Untergymnasiums im Dritten Bezirk soll womöglich mit dem Beginn des Schuljahres 1869/70 stattfinden.“
In der darauf folgenden Entschließung steht, dass das neue Gymnasium im Palais Rasumofsky untergebracht werden soll. Die dortige Oberrealschule wurde ausgesiedelt, sodass am 1. Oktober 1869 das Real-Untergymnasium mit vier Klassen eröffnet werden konnte.<ref name="KKProgramm" />
Zum Zeitpunkt der Eröffnung der Schule war es das erst fünfte Gymnasium in Wien. Nur das Akademische Gymnasium (Gründungsjahr 1553), das Piaristengymnasium (1697), das Theresianum (1746) und das Schottengymnasium (1807) sind älter.
Noch während des ersten Schuljahres wurde die schrittweise Erweiterung zu einem Real-Obergymnasium genehmigt. Am Ende des ersten Schuljahres besuchten 95 Schüler die Schule.<ref name="KKProgramm" />
Am 9. Mai 1870 wurde durch Kaiser Franz Joseph I. den damaligen Direktor August Gernerth das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Orden verliehen.<ref name="KKProgramm" />
Schon nach wenigen Jahren wurde deutlich, dass die Räumlichkeiten im Palais Rasumofsky zu klein waren. Man kämpfte mit Raumnot und überfüllten Klassen – teilweise mussten sich bis zu 80 Schüler das Klassenzimmer teilen. Aus diesem Grund wurde der Wunsch nach einem eigenen Schulgebäude immer größer.
1873 genehmigte der Kaiser den Bau eines neuen Schulgebäudes in der Verlängerung der damaligen „Blumengasse“ Im Schuljahr 1877/78 wurde das Bauwerk nach Plänen von Jan Machytka als stilistisches Pendant zum Palais Rasumofsky fertiggestellt. Im Oktober 1877 wurde das Realunter- und Obergymnasium in ein k.k. Staatsgymnasium umgewandelt.
Im April 2019 wurde eine Gedenktafel mit den Namen der nach dem Anschluss Österreichs vertriebenen jüdischen Schülerinnen und Schüler in einem dafür eingerichteten Gedenkraum enthüllt.<ref>Abbildung der Gedenktafel auf der Website „Erinnern ist nicht genug“ - Gedenkprojekt Kundmanngasse, abgerufen am 23. Mai 2025.</ref>
Liste der Direktoren
| Name | Amtszeit | Anmerkungen |
|---|---|---|
| August Gernerth<ref>Festschrift: 150 Jahre – die Kundmanngasse; GRG3 Kundmanngasse (Hrsg.), Wien 2019, S. 4.</ref> | 1869–1876 | |
| Anton Schlenkrich | 1876–1886 | |
| Leopold Konvalina | 1886–1891 | |
| Leopold Lampel | 1891–1897 | |
| Joseph Zychna | 1897–1908 | |
| Franz Spengler | 1908–1916 | |
| Anton Kunz | 1916–1918 | interimistischer Schulleiter |
| Adolf Fischer | 1918–1923 | |
| Rudolf Kroenig | 1923–1934 | |
| Josef Swoboda | 1934–1938 | |
| Ferdinand Walter | 1938–1945 | kommissarischer Schulleiter |
| Josef Swoboda | 1945–1950 | |
| Leopold Malcher | 1950–1968 | |
| Franz Brenner | 1968–1969 | interimistischer Schulleiter |
| Friedrich Preißl | 1969–1986 | |
| Wolf Peschl | 1986–2007 | |
| Herbert Groß | 2007–2008 | interimistischer Schulleiter |
| Marion Waldmann | seit 2008 |
Bildungsangebot
Beim Schultyp Bundesgymnasium liegt der Schwerpunkt auf Sprachen. Alle Schüler haben ab der fünften Schulstufe Englisch als Pflichtfach. Ab der siebenten Schulstufe wird wahlweise Latein oder Französisch als Pflichtfach angeboten. Diejenigen, die in der siebenten Schulstufe Latein gewählt haben, können in der neunten Schulstufe zwischen Altgriechisch und Spanisch als Pflichtfach auswählen. Alle die, die in der fünften Schulstufe Französisch gewählt haben, bekommen ab der neunten Schulstufe Latein dazu.
Im schulautonomen Bundesrealgymnasium wird im Gymnasium Kundmanngasse ab der siebenten Schulstufe GMC (Geometrie-Mathematik-Computer) und Informatik als Schularbeitsfach unterrichtet. In der achten Schulstufe gibt es ein „Naturwissenschaftliches Labor“ – eine Kopplung der Fächer Biologie, Physik und Chemie. In der elften und zwölften Schulstufe wird Darstellende Geometrie unterrichtet. Schüler des Realgymnasiums haben von der neunten bis zur zwölften Schulstufe wahlweise Latein oder Spanisch. Als Wahlpflichtfächer werden auch die Sprachen Spanisch, Italienisch und Französisch (für die Schüler des Realgymnasiums) angeboten.<ref name="profil">Marion Waldmann: Schulprofil GRg3. (PDF; 386,8 kB) In: kundmanngasse.at. 21. Dezember 2013, abgerufen am 7. Februar 2020.</ref> Als 2007 für die Unterstufe und 2010 für die Oberstufe der Unterricht am Samstag abgeschafft wurde, war das GRG3 damit eine der letzten Schulen Wiens.
Aktivitäten und Reisen
Aktivitäten
Neben dem Pflichtunterricht bietet die Schule zahlreiche Freifächer an. Neben Fußball werden unter anderem Basketball, Volleyball, Sportklettern, Hallenhockey, Hip-Hop-Tanz, Schach- und Tauchkurse angeboten. Angeboten wird etwa das Freifach „Bühnenspiel“, bei dem am Ende jeden Schuljahres ein Theaterstück aufgeführt wird. Außerdem gibt es einen Erste-Hilfe-Kurs, einen Kurs zu wissenschaftlichem Arbeiten, Legastheniebetreuung, und vieles mehr. Schüler dieser Schule nehmen nach intensiver Vorbereitung bei den Olympiaden in Mathematik, Latein, Physik und Griechisch teil. Seitdem ein 17-jähriger Schüler im Jahr 2005 brutal zusammengeschlagen wurde, veranstaltet der Elternverein jedes Jahr ein Projekt zum Thema Zivilcourage mit dem Titel „Schau nicht weg“. Einmal im Jahr, Anfang Februar, wird dieses Thema den Schülern durch Vorträge von Fachpersonen, Übungen, Selbstverteidigungskursen und Exkursionen nähergebracht.<ref>Bernhard Gaul: SchülerInnen auf der Suche nach dem kinderfreundlichsten Betrieb 2011. In: fuerdichda.at. Abgerufen am 7. Februar 2020.</ref>
Reisen
Die Schule ist bekannt für ihre zahlreichen Reisen. In der sechsten und siebten Schulstufe werden Wintersportwochen angeboten. In der neunten Schulstufe eine Sommersportwoche. Für die Schüler der achten und zehnten Schulstufe besteht die Möglichkeit für eine Sprach- oder Kulturreise, zum Beispiel nach Italien, Frankreich, Polen oder auch Griechenland. Im September besuchen alle Klassen der 11. Schulstufe eine der Partnerschulen, entweder die „Buffalo Grove High School“ in der Nähe von Chicago (USA) oder die „Riverside Secondary High School“, in der Nähe von Vancouver (Kanada). Dort werden die Schüler bei Gastfamilien untergebracht und besuchen auch die dortige Partnerschule. Der Aufenthalt bei Familien der Partnerschulen dauert ca. zehn Tage. Anschließend findet noch eine zehntägige Rundfahrt statt. Am Ende der siebenten Klasse besteht abermals der Schüleraustausch mit einer Partnerschule, der Schule Nr. 8 in Lemberg (Ukraine). Auch dort sind die Schüler der Kundmanngasse bei Schülern der Partnerschule untergebracht. Weiter besteht die Möglichkeit, im Rahmen von klassenübergreifenden Projekten, an Reisen teilzunehmen. Seit 2006 organisieren die römisch-katholischen Religionslehrer jedes Jahr eine Wallfahrt. Bis auf 2009 und 2011 führte die Wallfahrt in einer dreitägigen Wanderung jedes Jahr in den steirischen Wallfahrtsort Mariazell. Zweimal wurde eine Wallfahrt nach Assisi (Italien) veranstaltet, wo Wanderungen zu den Wirkungsstätten des hl. Franz von Assisi unternommen wurden. Im Juni 2013 ging die Wallfahrt nach Jerusalem.
Schulpartnerschaften
Buffalo Grove High School (USA)
Seit dem Jahr 1990 besteht eine Schulpartnerschaft mit der „Buffalo Grove High School“ in Buffalo Grove, Illinois, die durch die jährlichen Besuche der 7. Klassen des Gymnasiums Kundmanngasse und die alle drei Jahre stattfindenden Gegenbesuche der amerikanischen Schüler im Rahmen ihrer Europa-Konzerttournee gepflegt wird. Neben dem Schulbesuch der Buffalo Grove High School erfahren die österreichischen Schüler dort den „American Way of Life“, da sie bei den Familien der Schüler der Partnerschule untergebracht sind. Über die Feierlichkeiten im „Landstraßer Gymnasium“ zum 20-jährigen Bestehen der Schulpartnerschaft wurde auch in der Wien-Ausgabe des ORF-Formats „Bundesland heute“ vom 27. März 2010 berichtet.<ref name="profil" />
Riverside Secondary School (Kanada)
Zwischen 2005/2006 und 2017/18 bestand zusätzlich zur Schulpartnerschaft mit der Buffalo Grove High School auch ein Austauschprogramm mit der „Riverside Secondary School“ in Port Coquitlam, British Columbia. Dies findet für die österreichischen Schüler der 7. Klassen zeitgleich mit dem USA-Austausch im September statt. Auch hier nehmen die österreichischen Schüler am Schulalltag der Partnerschule teil und leben ebenfalls bei Gastfamilien. Auch die kanadischen Schüler kamen einmal jährlich nach Wien und wurden von den Schülern der Kundmanngasse beherbergt.<ref name="profil" />
Lord Byng Secondary School (Kanada)
Seit dem Schuljahr 2018/2019 besteht zusätzlich zur Schulpartnerschaft mit der Buffalo Grove High School auch ein Austauschprogramm mit der „Lord Byng Secondary School“ in Vancouver. Dies findet für die österreichischen Schüler der 7. Klassen zeitgleich mit dem USA-Austausch im September statt. Auch hier nehmen die österreichischen Schüler am Schulalltag der Partnerschule teil und leben ebenfalls bei Gastfamilien.<ref name="profil" />
Schule Nr. 8 (Ukraine)
Seit 1997 besteht durch Vermittlung der „Österreich-Kooperation“ eine enge Verbindung zur „Schule Nr. 8“ in Lemberg, Ukraine. Schüler der 7. Klassen besuchen auf dem Weg dorthin die Gedenkstätte des ehemaligen KZ Auschwitz und die Stadt Krakau in Polen. In Lemberg selbst wohnen sie bei Familien der dortigen Schüler, lernen auf diese Weise die doch sehr unterschiedliche ukrainische Lebensweise kennen, nehmen an Besichtigungen, Ausflügen und geselligen Veranstaltungen teil und üben sich im Erlernen einiger Begriffe in der ukrainischen Sprache. Im Gegenzug unterstützen sie den dortigen Deutsch-Unterricht, der an dieser Schule einen traditionell besonders hohen Stellenwert hat. Eine Gruppe ukrainischer Schüler verbringt jeweils im September eine Wienwoche bei den Schülern der Kundmanngasse.<ref name="profil" />
Die Schule in Literatur und Medien
Literatur
Der Schauspieler und Regisseur Paul Barnay veröffentlicht in der Kurzgeschichtensammlung Als hätten wir dazugehört. Österreichisch-jüdische Geschichten aus der Habsburgermonarchie eine einseitige Erzählung von Erinnerungen an seine Schulzeit im Gymnasium in der Sophienbrückengasse (heute Kundmanngasse).<ref>Albert Lichtblau (Hrsg.): Als hätten wir dazugehört. Böhlau Verlag, Wien/Köln/Weimar 2015, ISBN 3-205-98722-5, Paul Barney: Fußball, Theater und Mädeln – Gymnasium, S. 521 (Paul Barney: Fußball, Theater und Mädeln – Gymnasium in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Auch Robert Menasse erwähnt in einem seiner Romane das Gymnasium Kundmanngasse.
Der deutsche Autor Johannes Mario Simmel verarbeitet seine Eindrücke der 100-Jahr-Feier der Schule in der Kurzgeschichte Eine Schule feiert Geburtstag, die im Sammelband Zweiundzwanzig Zentimeter Zärtlichkeit erschienen ist.<ref>Johannes Mario Simmel: Zweiundzwanzig Zentimeter Zärtlichkeit – und andere Geschichten aus dreiunddreißig Jahren. Droemer Knaur, München 2012, ISBN 978-3-426-41907-6, Eine Schule feiert Geburtstag (Eine Schule feiert Geburtstag in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. – E-Book-Vorschau).</ref>
Medien
Das Gymnasium Kundmanngasse ist vergleichsweise häufig in den österreichischen Medien. Vor allem die Tageszeitung „Die Presse“ berichtet zum Thema Schule oft aus diesem Gymnasium.
Unter anderem berichtete sie vom Religionsunterricht an dieser Schule.<ref>Religionsunterricht: „Wir sind da, wenn es sein muss“ | DiePresse.com. In: DiePresse.com. 18. Mai 2009, abgerufen am 8. Februar 2020.</ref>
Die Salzburger Nachrichten berichteten dafür vom Lehrermangel an Wiens Schulen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>
Vor allem bei den Lehrerstreiks in den Jahren 2003<ref>Stundenkürzung: Lehrer und Schüler gingen auf die Straße. In: DiePresse.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 14. Januar 2013.</ref><ref>Streik der Pflichtschullehrer. In: DiePresse.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 14. Januar 2013.</ref><ref>Schüler werden „beschäftigt“. In: DiePresse.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 14. Januar 2013.</ref> und 2009<ref>Schulterschluss gegen die „Lehrerhetze“ | DiePresse.com. In: DiePresse.com. 13. März 2009, abgerufen am 8. Februar 2020.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> war die Schule ins Blicklicht der Öffentlichkeit geraten.
Auch im Rahmen der Dienststellenversammlung gegen das neue Dienstrecht wurden am 5. Dezember 2013 kreative Protest-Vorschläge, etwa, dass jeder Lehrer ein anderes Fach unterrichtet, als das, für das er ausgebildet ist, diskutiert. „Die Presse“ berichtete davon.<ref>Lehrerprotest: "Nicht lustig? Aber spektakulär!" | DiePresse.com. In: DiePresse.com. 5. Dezember 2013, abgerufen am 8. Februar 2020.</ref><ref>E-Mails, Aktivismus: Lehrer rüsten für den Widerstand | DiePresse.com. In: DiePresse.com. 5. Dezember 2013, abgerufen am 8. Februar 2020.</ref><ref>AHS-Lehrer bereiten Streik im Jänner vor | DiePresse.com. In: DiePresse.com. 21. Dezember 2013, abgerufen am 8. Februar 2020.</ref>
Die „Salzburger Nachrichten“ berichteten nicht nur vom Streik, sondern auch vom Erfolg zweier Schüler bei der Mathematik-Olympiade 2007 in Hanoi (Vietnam).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>
Seit dem Jahr 2006 findet jedes Jahr im Februar ein vom Elternverein der Schule organisierter „Tag der Zivilcourage“ statt – von diesem wurde in einigen Medien berichtet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Auch der ORF berichtete in einer Wien-Ausgabe des ORF-Formats „Bundesland heute“ davon.
Das Schulgebäude war im Frühjahr 2010 Drehort für eine Episode der dritten Staffel der ORF-Kriminal-Fernsehserie „Schnell ermittelt“, welche am 18. Jänner 2011 erstmals in ORF eins ausgestrahlt wurde.<ref>Marion Waldmann: Schnell ermittelt in der Kundmanngasse! In: kundmanngasse.at. 18. Januar 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Februar 2020; abgerufen am 8. Februar 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Als im Juni 2011 die Überdachung der Innenhöfe infolge eines Unwetters undicht wurde, berichtete „Die Presse“ davon.<ref>Starkregen: Millionenschäden durch Unwetter | DiePresse.com. In: DiePresse.com. 9. Juni 2011, abgerufen am 8. Februar 2020.</ref>
Bekannte ehemalige Schüler
| Name | Maturajahr | zur Person |
|---|---|---|
| Paul Barnay<ref name="Barn"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Paul Barnay, Schauspieler, Schriftsteller und Theaterdirektor ( vom 21. September 2002 im Internet Archive)</ref> | 1902 | Schauspieler und Regisseur |
| Alexander Becherer | 1980 | Nuklearmediziner |
| Brigitte Bierlein<ref>Kurt Heller: Der Verfassungsgerichtshof. die Entwicklung der Verfassungsgerichtsbarkeit in Österreich von den Anfängen bis zur Gegenwart. Verlag Österreich, Wien 2010, ISBN 978-3-7046-5495-3, S. 492.</ref><ref name="kurierschule">Bernhard Gaul: Karel Schwarzenberg: Der schlechte Schüler besucht seine Schule. In: kurier.at. 15. Januar 2019, abgerufen am 7. Februar 2020.</ref> | 1967 | ehemalige Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs und Bundeskanzlerin der Republik Österreich |
| Johannes Paul Chavanne<ref>„Exkursion nach Heiligenkreuz“ (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot vom 17. Mai 2010 (abgerufen am 24. März 2022)</ref> | 2001 | Theologe |
| Franz Theodor Csokor<ref name="ki3">Ki3. Dichter und Schriftsteller. In: ki3.at. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Mai 2021; abgerufen am 8. Februar 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | 1904 | Schriftsteller |
| Wolfgang Danzmayr | 1965 | ORF Salzburg Leiter Musik & Kultur bis 2009, Dirigent, Komponist, Autor |
| Anton Dawidowicz | 1930 | Musikpädagoge, Kapellmeister, Komponist<ref>Anton Dawidowicz (Hrsg.): Komm, sing mit. Österreichisches Liederbuch. Helbling, Innsbruck 1962.</ref> |
| Heimito von Doderer | 1914 | Schriftsteller |
| Hanns Eisler | 1916 | Komponist |
| Hermann Fillitz<ref>Zeitzeugenbesuch – Widerstandsgruppe Landgraf. In: kundmanngasse.at. Abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref> | 1942 | Kunsthistoriker |
| Walter Fuchs | 1968 | Jurist und Ministerialbeamter |
| Bernadette Grohmann-Németh | 1998 | Schriftstellerin, Buchautorin, Journalistin und Ärztin |
| Gerhard Gürtlich | 1971 | Sektionschef im Verkehrsministerium, Publizist und Hochschullehrer |
| Ernst Jandl<ref name="kurierschule" /> | 1943 | Dichter und Schriftsteller |
| Mitra Kotte<ref>„150-Jahr-Feier - Festakt und Jubiläumsfest am 11. Oktober 2019“ auf kundmanngasse.at (abgerufen am 4. September 2025)</ref> | 2013 | Pianistin |
| Paul Kraker<ref name="meinbezirkschule">Noël Gaar: Gymnasium Kundmanngasse: Rückblick auf 150 Jahre Schulgeschichte – Landstraße. In: meinbezirk.at. 14. Oktober 2019, abgerufen am 7. Februar 2020.</ref> | 1986 | Redakteur und ORF-Radio- und Fernsehnachrichtensprecher |
| Fritz Löhner-Beda<ref name="kurierschule" /> | 1901 | Librettist, Schriftsteller, Verfasser des Buchenwaldliedes |
| Alexander Lutz<ref name="meinbezirkschule" /> | 1982 | Schauspieler und Musiker |
| Max Mell<ref name="ki3" /> | ~1900 | Dichter |
| Eva Menasse | 1988 | Schriftstellerin, Journalistin |
| Robert Menasse<ref>Jahresbericht 1982/83 im 114. Jahr seit Bestehen des Landstraßer Gymnasiums. Wien Juni 1983, S. 122.</ref><ref name="kurierschule" /> | 1972 | Schriftsteller |
| Olivia Niepel<ref>Begegnung mit der Autorin Olivia Niepel (Maturajahrg. 98) – 6C. In: kundmanngasse.at. Abgerufen am 8. Februar 2020.</ref> | 1998 | Schriftstellerin |
| Thomas Olechowski | 1991 | Rechtshistoriker |
| Gunther Philipp<ref name="kurierschule" /> | 1936 | Sportler, Arzt, Schauspieler |
| Bruno Pittermann | 1924 | ehem. österreichischer Vizekanzler |
| Harry Schein<ref>Abbildung der Gedenktafel auf der Website „Erinnern ist nicht genug“ - Gedenkprojekt Kundmanngasse, abgerufen am 23. Mai 2025.</ref> | 1938 der Schule verwiesen | Gründer des Schwedischen Filminstituts |
| Andreas Schieder | 1988 | Abgeordneter zum Europäischen Parlament, ehem. österreichischer Staatssekretär |
| Stefan Schödl | 1976 | Entomologe |
| Karel Schwarzenberg<ref name="kurierschule" /> | 1957 | ehem. tschechischer Außenminister |
| Felix Stadler<ref name="meineabgeordneten">Felix Stadler. In: meineabgeordneten.at. Abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref> | 2013 | Wiener Landtagsabgeordneter (Die Grünen) |
| Alexander Tschugguel | 2011 | Katholischer Aktivist |
| Viktor Ullmann | 1916 | Komponist |
| Ingrid Wendl<ref>Ingrid Turkovic-Wendl, Biografie. In: Österreichisches Parlament. 30. Oktober 2006, abgerufen am 7. Februar 2020.</ref> | 1958 | Eiskunstläuferin, Fernsehmoderatorin, ehem. Nationalratsabgeordnete |
| Ernst Woller<ref name="meinbezirkschule" /> | 1972 | ehem. Bundesratsabgeordneter und Landtagsabgeordneter in Wien |
| Manfred Wurm | 1968 | Politiker |
| Harald Zierfuß<ref name="sn">Harald Zierfuß erneut zum Bundesschulsprecher gewählt | SN.at. In: Salzburger Nachrichten. 24. September 2017, abgerufen am 8. Februar 2020.</ref> | 2018 | ehemaliger Bundesschulsprecher, Landtagsabgeordneter und Klubobmann in Wien (ÖVP) |
Bekannte Lehrer
- Leo Lehner, österreichischer Komponist
- Richard Meister, österreichischer Geisteswissenschaftler
- Josef Pavlu, österreichischer Altphilologe und Platoninterpret
- Wolf Peschl, österreichischer Musikpädagoge, Dirigent und Komponist<ref>Archivmeldung: Vizebürgermeisterin Laska zeichnet fünf WienerInnen aus. Archivmeldung der Rathauskorrespondenz. In: wien.gv.at. 20. Dezember 2005, abgerufen am 8. Februar 2020.</ref>
- Hans Wagner-Schönkirch, österreichischer Musikpädagoge<ref name="komp">Ki3. Musiker. In: ki3.at. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Mai 2021; abgerufen am 8. Februar 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Ludwig Wittgenstein, österreichischer Philosoph<ref>Wittgenstein und die Kundmanngasse. In: kundmanngasse.at. 20. Dezember 2005, abgerufen am 8. Februar 2020.</ref><ref>Ludwig Wittgenstein: Volksschullehrer. In: Cambridge Wittgenstein Archive. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Februar 2020; abgerufen am 8. Februar 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Weblinks
Literatur
- Festschrift: GRG3 Kundmanngasse: 150 Jahre – die kundmanngasse, Wien 2019
Einzelnachweise
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- Klassizistisches Bauwerk in Wien
- Erbaut in den 1870er Jahren
- Realgymnasium in Wien
- Neusprachliches Gymnasium in Österreich
- Bildungseinrichtungsgründung 1869
- Gymnasium in Wien