Zum Inhalt springen

Hans Schilling (Architekt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:IMG 0494-Abtei-Koenigsmuenster Kopie.jpg
Abteikirche Königsmünster (1956)
Datei:Hans Schilling -grave new.jpg
Grab auf dem Melaten-Friedhof (Oktober 2018)
Datei:Münster, St.-Stephanus-Kirche -- 2016 -- 0810.jpg
St.Stephanus Münster (1963–1965)
Datei:Olpe-Mutterhaus1-Bubo.JPG
Mutterhaus der Franziskanerinnen Olpe (1966)
Datei:St. Alexander Kirche Schmallenberg Turm.jpg
St. Alexander Schmallenberg (2004)
Datei:Maternus-Haus Köln - Rückseite mit Maternus-Saal (4996-98).jpg
Maternus-Haus Köln, Rückseite mit Maternus-Saal
Datei:St. Michael (Lantenbach).jpg
St. Michael (Lantenbach)
Datei:Friedenskirche zu den Heiligen Engeln - Fort Fusternberg 03 ShiftN.jpg
Friedenskirche Fort Fusternberg (1958)
Datei:Sterkrade 2010 021.jpg
Christus König Oberhausen-Buschhausen (1962)
Datei:St. Marien Essen-Karnap.jpg
St. Marien Essen-Karnap (1963)
Datei:Harsewinkel St. Paulus.jpg
St. Paulus Harsewinkel (1967)
Datei:St. Michael (Dormagen)5.JPG
St. Michael (Dormagen) 5
Datei:St. Franziskus (Mainz-Lerchenberg) 2.jpg
St. Franziskus Mainz-Lerchenberg (1982–1984)
Datei:Paderborn Kath.Bonifatiuskirche-2.jpg
St. Bonifatius Paderborn (1981)
Datei:St. Laurentius in Duesseldorf-Holthausen, von Osten.jpg
St. Laurentius Düsseldorf-Holthausen (1975–1977)
Datei:Wohn- und Geschäftshaus Vor Sankt Martin 12 (3448-50).jpg
Wohn- und Geschäftshaus Vor Sankt Martin 12
Datei:Wohn und Geschäftshaus Em Hanen (8638-40).jpg
Wohn- und Geschäftshaus Em Hanen (1958–1959)
Datei:Neumarkt-Passage.jpg
Neumarkt-Passage (1985)

Hans Schilling (* 4. April 1921 in Köln; † 19. Februar 2009 ebenda) war ein deutscher Architekt.

Leben

Hans Schilling wurde am 4. April 1921 mit seiner Zwillingsschwester Gretel geboren. Seine schulische Laufbahn begann auf der Volksschule in Köln-Nippes. Anschließend besuchte er das Kölner Hansa-Gymnasium und die Mittlere Knabenschule in Köln-Nippes. Der junge Schulabgänger absolvierte eine Bauzeichnerlehre im Büro des Kölner Architekten Karl Band. Nach zwei Jahren Ausbildung konnte er vorzeitig die Lehre beenden und arbeitete anschließend noch eineinhalb Jahre bei seinem Ausbilder.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Hans Schilling mit seinem Neffen ein Architekturbüro in Paderborn. Doch schon bald zog es ihn nach Köln zurück, und er entwarf viele Projekte in seiner Heimatstadt.

Im Alter von 34 Jahren ließ er sich als freier Architekt nieder. Im Jahr 1980 schloss sich Hans Schilling mit Peter Kulka zusammen. Trotz beruflicher Erfolge trennten sich beide bald wieder und gingen ihre eigenen Wege.

Neben einigen bedeutenden Kirchenbauten gehören auch folgende Kölner Bauten zu seinen Werken: die Handwerkskammer, das Kolpinghaus, der Wiederaufbau des Gürzenich (1952–1955) zusammen mit Karl Band, J. Bernard und Rudolf Schwarz sowie das Maternushaus (1978–1983) mit Peter Kulka, außerdem zahlreiche Geschäfts- und Wohnhäuser und das Fleischhauer-Haus am Hohenzollernring.

Hans Schilling war Mitglied im Bund Deutscher Architekten, im Architektur Forum Rheinland e. V. sowie Ehrenmitglied im Deutschen Werkbund NW e. V. und im Trägerverein des Hauses der Architektur Köln. Der Kölner Architekt und Professor für Architektur an der MSA Münster, Johannes Schilling ist sein Sohn.

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Kölner Melaten-Friedhof (Flur 35).

Werk

Zu seinen bedeutendsten Kirchenbauten zählen die Abteikirche Königsmünster in Meschede, die Friedenskirche „Zu den Heiligen Engeln“ in Wesel sowie Neu St. Alban in Köln.

Charakteristisch für Schillings Kirchenbauten ist oftmals der Fünfeckgrundriss, bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil mit lang herausgezogenem parabolischen Chorhaus, später ohne. Mit der Parabelform ist der „heilige Wurf“ des berühmten Kirchenbaumeisters Rudolf Schwarz aufgegriffen worden. Viele Kirchen von Hans Schilling zeigen Einflüsse von Le Corbusier und dessen berühmter Wallfahrtskapelle Notre Dame du Haut in Ronchamp, so beispielsweise die kleine Filialkirche „Zur Heiligen Familie“ in Reichshof-Feld mit ihren gekrümmten Außenwänden. Typisch für die Bauwerke von Hans Schilling sind auch die plastischen Aus- und Einbauten (oftmals Taufkapellen, Treppenhäuser, Sakramentskapellen).

Sakralbauten (Auswahl)

Profanbauten in Köln

  • 1949–1952: Siedlung Volkspark
  • 1951: Wohnhaus van Husen in Köln-Hahnwald
  • 1952–1954: Haus Schilling („Haus in der Stadtmauer“)<ref>Haus Schilling – „Haus in der Stadtmauer“. Kölnarchitektur.</ref> Lage{{#coordinates:50.946161|6.947167||dim=|name=Haus Schilling|region=DE-NW|type=landmark}}
  • 1955: Haus Douglas
  • 1955: Haus Flach
  • 1955–1956: Wohnhäuser
  • Wohn- und Geschäftshaus Vor Sankt Martin 12<ref>Wolfram Hagspiel, Hiltrud Kier: Köln. Architektur der 50er Jahre. In: Stadt Köln (Hrsg.): Stadtspuren – Denkmäler in Köln. Band 6. J.P. Bachem, Köln 1986, ISBN 3-7616-0858-6, S. 266 (Mit historischen Aufnahmen und neuen Fotos von Dorothea Heiermann).</ref><ref name="1945-2000" /> Lage{{#coordinates:50.935470|6.959659||dim=|name=Wohn- und Geschäftshaus Vor Sankt Martin 12|region=DE-NW|type=landmark}}
  • 1958: Häuser Zimmermann
  • 1958: Haus Karl Hugo Schmölz und Walde Huth in Köln-Marienburg
  • 1958: Haus Victor Calles Lage{{#coordinates:50.945127|6.860251||dim=|name=Haus Victor Calles|region=DE-NW|type=landmark}}
  • 1957: Rheinpark Restaurant Lage{{#coordinates:50.945664|6.970679||dim=|name=Rheinpark Restaurant|region=DE-NW|type=landmark}}
  • 1958–1959: Haus „Em Hanen“, Alter Markt 24, (mit Hans Spiertz)<ref>Wolfram Hagspiel, Hiltrud Kier: Köln. Architektur der 50er Jahre. In: Stadt Köln (Hrsg.): Stadtspuren – Denkmäler in Köln. Band 6. J.P. Bachem, Köln 1986, ISBN 3-7616-0858-6, S. 262 (Mit historischen Aufnahmen und neuen Fotos von Dorothea Heiermann).</ref><ref name="1945-2000" /> Lage{{#coordinates:50.938330|6.960413||dim=|name=Haus "Em Hahnen"|region=DE-NW|type=landmark}}
  • 1958: Haus Lappe (mit Stefan Wewerka)
  • 1956–1960: Handwerkskammer (westlicher Teil) am Heumarkt Lage{{#coordinates:50.934959|6.960926||dim=|name=Handwerkskammer zu Köln|region=DE-NW|type=landmark}}
  • 1960–1962: Stadthaus
  • 1960: Ringhof
  • 1965: Geschäftshaus Wittkamp
  • 1965: Haus Stodden
  • 1965: Haus Hirtz
  • 1965–1968: Kolpinghaus
  • 1966–1967: Umbau Fürstenhof Lage{{#coordinates:50.941954|6.956194||dim=|name=Fürstenhof|region=DE-NW|type=landmark}}
  • 1969: Wohn und Geschäftshaus Paar
  • 1970: Wohnhaus und Pfarrsaal St. Gereon Lage{{#coordinates:50.942922|6.945990||dim=|name=Pfarrsaal St. Gereon|region=DE-NW|type=landmark}}
  • 1978–1983: Maternushaus (mit Peter Kulka)<ref name="1945-2000" /> Lage{{#coordinates:50.944497|6.951968||dim=|name=Maternushaus|region=DE-NW|type=landmark}}
  • 1985: Neumarkt Passage Lage{{#coordinates:50.937086|6.946560||dim=|name=Neumarkt Passage|region=DE-NW|type=landmark}}
  • 1992: Wohnhaus Niehler Straße

Zitat

„Nur noch gezeichnet habe ich, gelesen, alles, was ich kriegen konnte über Architektur.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />So erinnerte sich Hans Schilling an das Jahr 1937, in dem er im Büro von Clemens Endler und Karl Band seine Lehre begann

Literatur

  • Der Trümmerbaumeister. In: FAZ, 4. April 2001.
  • Andreas Rossmann: Trümmerherr / Der Kirchenbaumeister Hans Schilling ist gestorben. In: FAZ, 26. Februar 2009.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="1945-2000"> </ref> </references>

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Vorlage:Hinweisbaustein