Hardhof (Langenzenn)
Hardhof Stadt Langenzenn
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(13)&title=Hardhof 49° 30′ N, 10° 47′ O
{{#coordinates:49,5067|10,78426|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Hardhof | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 369 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 13 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 90579 | |||||
| Vorwahl: | 09101 | |||||
Hardhof (fränkisch: Hoad-hohf<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 50. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „håʳdhōf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Langenzenn im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Hardhof liegt in der Gemarkung Langenzenn.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Der Weiler liegt auf einer flachhügeligen Hochebene, bestehend aus Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand. Im Osten wird die Flur Hardhoffeld genannt. 0,5 km nördlich liegt das Mühlholz. Zwei Ortsstraßen führen nach Langenzenn jeweils zur Kreisstraße FÜ 11 (0,7 km südöstlich bzw. 1 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
1412 wurde der Ort als „Hoff zu der Hartt“ erstmals urkundlich erwähnt, als die Burggrafschaft Nürnberg diesen samt dem Zehnt dem Kloster Langenzenn übergab. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab, dem das mittelhochdeutsche Wort „hart“ (Bergwald) zugrunde liegt.<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 50.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hardhof aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Der Ganzhof hatte das Klosteramt Langenzenn als Grundherrn.<ref name="H124">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 124.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hardhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Laubendorf und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Laubendorf zugeordnet.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 230.</ref>
Am 1. Juli 1972 wurde Hardhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Langenzenn eingegliedert.<ref>Langenzenn > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. Mai 2025.</ref>
Ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 1: Bauernhaus, zweigeschossiger massiver Putzbau herrschaftlichen Charakters, vermutlich erste Hälfte des 18. Jahrhunderts, steiles Walmdach, Gurtgesims, Ecklisenen, hofseitig (sechs Obergeschossfenster) ehemaliges Korbbogentor zu Rechtecktüre zugemauert, vorhanden ist noch die profilierte Bogenrahmung mit Schlussstein und Kämpfern, ferner ein darüber hochgekröpftes Gesims<ref>A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth, S. 109. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute in die Trinitatiskirche (Langenzenn) gepfarrt.<ref name="H124"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Michael (Wilhermsdorf) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> heute ist die Pfarrei St. Marien (Langenzenn) zuständig.<ref>Struktur. In: ssb-clw.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 22. März 2023.</ref>
Literatur
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 18). Deutscher Kunstverlag, München 1963, DNB 451450957, S. 109.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 124 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Wiessner Stadt- und Landkreis Fürth
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hardhof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Hardhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Alizberg | Burggrafenhof | Erlachskirchen | Gauchsmühle | Göckershof | Hagenmühle | Hammermühle | Hammerschmiede | Hardhof | Hausen | Heinersdorf | Horbach | Keidenzell | Kirchfembach | Klaushof | Langenzenn | Laubendorf | Lohe | Lohmühle | Ödenhof | Stinzendorf | Wasenmühle | Wittinghof
Sonstige Wohnplätze: Heinersdorfer Mühle | Neumühle
Wüstung: Fallmeisterei