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Hendrik Wüst

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Hendrik Wüst (2024)

Hendrik Josef „Henne“<ref>Startseite. Abgerufen am 23. Dezember 2025.</ref> Wüst (* 19. Juli 1975 in Rhede) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit dem 27. Oktober 2021 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und seit dem 1. November 2025 turnusgemäß Zweiter Vizepräsident des Bundesrates.

Zuvor war er vom 30. Juni 2017 bis zu seiner Wahl zum Ministerpräsidenten Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit dem 23. Oktober 2021 ist er Vorsitzender des Landesverbandes CDU Nordrhein-Westfalen, zuvor war er vom September 2006 bis zum Rücktritt im Februar 2010 dessen Generalsekretär. Seit 2005 gehört er als Mitglied dem Landtag von Nordrhein-Westfalen an.

Leben

Schule, Studium und Beruf

Hendrik Wüst wuchs in Rhede auf. Sein Vater war selbständiger Handelsvertreter für Textilmaschinen und seine Mutter gelernte Metzgerin.<ref>Hendrik Wüst im Munzinger-Archiv, abgerufen am 17. Mai 2023 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> 1995 absolvierte er das Abitur am Euregio-Gymnasium in Bocholt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zur Person (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. Juli 2023 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hendrik-wuest.de In: hendrik-wuest.de.</ref> Anschließend studierte er Rechtswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.<ref>Hendrik Wüst. In: CDU NRW Fraktion. CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen, 2021, abgerufen am 28. Oktober 2021.</ref> Nach dem ersten juristischen Staatsexamen durchlief er ab 2000 das Referendariat in Münster, Coesfeld und Brüssel.<ref>Hendrik Wüst: Münsterländer von Geburt, Nordrhein-Westfale aus Leidenschaft! In: Wirtschaft aktuell. Abgerufen am 16. März 2021.</ref> Er absolvierte 2003 das zweite juristische Staatsexamen und ist seitdem als Rechtsanwalt zugelassen.

Wüst arbeitete von 2000 bis 2005 bei der Lobbyagentur Eutop International GmbH in Berlin, ab 2004 als deren Syndikus und Bevollmächtigter.<ref name="Porträt">Porträt der Woche: Hendrik Wüst (CDU). Abgerufen am 12. März 2019.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kurz-Bio beim Parteivorstand der CDU (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. Januar 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cdu.de</ref> Klienten sind Unternehmen, die mithilfe von Eutop Einfluss auf Ministerien ausüben wollen.<ref>Wie ein Lobby-Riese mit dem Wirtschaftsministerium kooperiert. In: Stern. 28. März 2017, abgerufen am 23. Januar 2022.</ref>

Wüst war von 2010 bis 2017 Geschäftsführer des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger und der Pressefunk GmbH & Co. KG in Neuss, zudem von 2014 bis 2017 Geschäftsführer der dein.fm Holding GmbH & Co. KG in Düsseldorf.<ref>Martin Kaul: Klüngel in Nordrhein-Westfalen: Die Verlegerregierung. In: taz. 30. August 2017, abgerufen am 17. Mai 2023.</ref>

Politische Laufbahn

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Hendrik Wüst mit Henriette Reker, Birgit Bohle und Berthold Huber bei der Eröffnung des ICE-Instandhaltungswerks Köln-Nippes (Februar 2018)

1990 war Wüst Mitbegründer des lokalen Stadtverbands der Jungen Union in Rhede. 1995 wurde er Stadtverordneter in Rhede, 1999 Mitglied des Vorstandes der CDU-Ratsfraktion sowie Aufsichtsrat der Stadtwerke in Rhede. Von 1998 bis 2000 fungierte er als Landesschatzmeister des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der Jungen Union, von 2000 bis 2006 war er zudem deren gewählter Landesvorsitzender und damit zugleich Mitglied im Landesvorstand des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der CDU sowie im Bezirksvorstand der CDU im Münsterland.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kurz-Bio beim Landtag NRW (Memento des Vorlage:IconExternal vom 12. Februar 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.landtag.nrw.de</ref><ref>s. CDU NRW Aktuell, Ausgabe 12/2006 – 24. März 2006.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Junge Union Münster vom 24. März 2006: JU Münster gratuliert Hendrik Wüst (Memento des Vorlage:IconExternal vom 6. Juli 2024 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ju-muenster.de</ref> Von 2002 bis 2012 war er erstmals Mitglied des CDU-Bundesvorstandes.

Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen (seit 2005)

Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2005 wurde Wüst mit 58,3 Prozent der gültigen Erststimmen im Wahlkreis Borken I zum ersten Mal direkt in den nordrhein-westfälischen Landtag gewählt und war zu diesem Zeitpunkt der jüngste Abgeordnete der CDU-Fraktion.<ref name="Porträt" /> Von 2006 bis 2010 war Wüst Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen. Er hatte zunächst nach dem Rücktritt von Hans-Joachim Reck kommissarisch das Amt übernommen<ref>Die Welt Online vom 26. März 2006: Rüttgers holt Chef der Jungen Union</ref> und wurde am 16. September 2006 in Münster mit 89,4 Prozent der Stimmen offiziell im Amt bestätigt.<ref>Kölner Stadtanzeiger vom 17. September 2006: Wüst wird Rüttgers Rückendeckung</ref>

Im Dezember 2009 wurde Wüst vorgeworfen, er habe seit April 2006 vom Land Nordrhein-Westfalen unzulässigerweise Zuschüsse zu seiner privaten Krankenversicherung und auch zur Pflegeversicherung erhalten.<ref>Hendrik Wüst. CDU-Politiker in NRW bedauert Fehler. In: Tagesspiegel. 30. November 2009, abgerufen am 30. November 2009.</ref> Wüst erklärte dazu, von einem Schreiben hierzu habe er sich als „Privatversicherter schlicht nicht angesprochen gefühlt“.<ref>Staatsanwaltschaft will nicht gegen Wüst ermitteln. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 11. Dezember 2009, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Süddeutsche Zeitung vom 12. Dezember 2009: CDU in Nordrhein-Westfalen. Fehlstart in den Wahlkampf (Memento vom 18. Dezember 2009 im Internet Archive)</ref> Es stellte sich heraus, dass es sich bei Wüst nicht um einen Einzelfall handelte. Seit 1994 gab es insgesamt 20 Fälle, in denen Abgeordnete dem nordrhein-westfälischen Landtag Zuschüsse des Arbeitgebers nicht oder zu spät gemeldet haben. Sie alle mussten das zu viel erhaltene Geld zurückzahlen, in Wüsts Fall waren dies 6.100 Euro.<ref>s. als Beispiel <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rheinische Post vom 12. Dezember 2009: Fraktionschef zahlt 17.500 Euro zurück (Memento vom 13. Dezember 2009 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rheinische Post vom 15. Dezember 2009: Auch SPD-Abgeordnete bekam überhöhte Zuschüsse (Memento vom 18. Dezember 2009 im Internet Archive)</ref> Als Konsequenz aus den Fällen präzisierte der Landtag das Abgeordnetengesetz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Abgeordnetengesetz (Memento vom 12. November 2007 im Internet Archive)</ref> Für die Affäre um Schreiben der NRW-CDU, in denen verschiedenen Sponsoren Gesprächstermine mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gegen Bezahlung angeboten wurden,<ref>Spiegel Online vom 22. Februar 2010: Angebot an Sponsoren: NRW-CDU verkauft Gesprächstermine mit Rüttgers</ref><ref>NRW-CDU-General tritt zurück: Wüst stolpert über Sponsoren-Affäre. In: RP Online. 22. Februar 2010, abgerufen am 5. Oktober 2021.</ref> übernahm Wüst die politische Verantwortung und erklärte am 22. Februar 2010 seinen Rücktritt als Generalsekretär.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />NRW-CDU-General tritt zurück (Memento vom 25. Februar 2010 im Internet Archive)</ref><ref>Gespräche gegen Geld: CDU-Generalsekretär in NRW tritt wegen Sponsoring-Affäre zurück. In: Der Spiegel. 22. Februar 2010, abgerufen am 5. Oktober 2021.</ref>

Nachdem er bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2010 mit 49,6 Prozent der Stimmen erneut seinen Wahlkreis gewonnen hatte,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hendrik Wüst (CDU) gewinnt mit deutlichem Vorsprung (Memento vom 12. Mai 2010 im Internet Archive)</ref> wählten ihn die Abgeordneten der CDU-Landtagsfraktion zu ihrem wirtschaftspolitischen Sprecher.<ref name="hendrik--Landtags">Landtagsabgeordneter. In: hendrik-wuest.de. 29. Juni 2016, abgerufen am 12. März 2019.</ref> Von 2010 bis 2017 war die NRW-CDU in der Opposition. Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2012 erhielt Wüst im Wahlkreis 45,8 Prozent, bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017 52,9 Prozent<ref>www.wahlergebnisse.nrw.de</ref> und bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2022 60,7 Prozent<ref>Landtagswahl 2022. Endgültiges Ergebnis für: 76 Borken I. Der Landeswahlleiter des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 8. Juni 2022.</ref> der gültigen Erststimmen.

Ab 2013 war Wüst Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU in Nordrhein-Westfalen.<ref>MIT NRW – Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Nordrhein-Westfalen. Abgerufen am 30. Oktober 2018.</ref><ref>Zur Person. In: Hendrik Wüst. 23. Mai 2016 (hendrik-wuest.de [abgerufen am 30. Oktober 2018]).</ref> Am 23. Oktober 2021 wurde er als Nachfolger von Armin Laschet zum Landesvorsitzenden der NRW-CDU gewählt.<ref>Niklas Schenk: Parteitag: Wüst mit 98 Prozent zum CDU-Landesvorsitzenden gewählt. In: wdr.de. Westdeutscher Rundfunk Köln, 23. Oktober 2021, abgerufen am 23. Oktober 2021.</ref>

Minister für Verkehr von Nordrhein-Westfalen (2017 bis 2021)

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Hendrik Wüst (2019)

Am 30. Juni 2017 berief Ministerpräsident Armin Laschet Wüst als Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen in sein Kabinett der 17. Wahlperiode.

Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen (seit 2021)

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Hendrik Wüst bei der politischen Eröffnung der Gamescom 2022

Ministerpräsident Armin Laschet stellte am 5. Oktober 2021 Wüst als seinen designierten Nachfolger vor. Zudem wurde Wüst beim Landesparteitag am 23. Oktober in Bielefeld auch zum Vorsitzenden der NRW-CDU und zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im Mai 2022 gewählt.<ref>Hendrik Wüst soll neuer Ministerpräsident in NRW werden. In: Zeit Online. 5. Oktober 2021, abgerufen am 8. Oktober 2021.</ref><ref>Christoph Ullrich, Rainer Striewski: Wüst soll NRW-Ministerpräsident werden. In: tagesschau.de. Norddeutscher Rundfunk, 5. Oktober 2021, abgerufen am 8. Oktober 2021.</ref> Laschet hatte vor der Bundestagswahl 2021 erklärt, er gehe „ohne Rückfahrkarte“ nach Berlin – auch wenn er nicht Bundeskanzler werde. Bodo Löttgen, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen, erklärte, dass er davon ausgehe, dass Laschet mit der konstituierenden Sitzung des 20. Deutschen Bundestages am 26. Oktober 2021 sein Bundestagsmandat antrete. Am 27. Oktober 2021 wurde Wüst vom Landtag mit 103 zu 90 Stimmen, drei Stimmen mehr als die Koalition aus CDU und FDP im Landtag hat, zum zwölften Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen gewählt.<ref>CDU Nordrhein-Westfalen auf Twitter. In: Twitter. 27. Oktober 2021, abgerufen am 27. Oktober 2021.</ref> Zugleich wurde er bis zum Jahresende Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz.<ref>Ministerpräsidentenkonferenz | Land.NRW. Abgerufen am 11. Oktober 2025.</ref> Durch sein Ministerpräsidentenamt ist er außerdem beratendes Mitglied des Präsidiums der CDU. Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 war er zudem Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit.<ref>Anke Rehlinger wird neue Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für die deutsch-französischen Bildungs- und Kulturbeziehungen. In: saarland.de. 21. Oktober 2022, abgerufen am 9. Januar 2023.</ref>

Bei der Landtagswahl am 14. Mai 2022 konnte die CDU unter der Führung Wüsts ihren Stimmenanteil erneut steigern. Da die FDP jedoch nur auf 5,9 % kam, verloren die bisherige Koalition ihre Mehrheit und es wurden Verhandlungen für eine schwarz-grüne Koalition aufgenommen. Am 28. Juni 2022 wurde Wüst vom Landtag mit 106 von 181 abgegebenen Stimmen erneut zum Ministerpräsidenten gewählt und regiert seit dem mit dem Kabinett Wüst II.<ref>Wüst als NRW-Ministerpräsident wiedergewählt. In: Der Spiegel. 28. Juni 2022, abgerufen am 28. Juni 2022.</ref>

Wüst wurde im Vorfeld der Bundestagswahl 2025 als Kanzlerkandidat der Union gehandelt und schloss dies selbst zunächst auch nicht aus,<ref>Wüst zu Kanzlerfrage: «Ist offen» Entscheidung im Herbst. In: welt.de. 9. Juni 2024, abgerufen am 10. April 2025.</ref> zog sich aber dann am 16. September 2024 zurück und gab seine Unterstützung für den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz bekannt, Teile seines Statements wurden auch als Spitzen gegen den neben Merz aussichtsreichsten Kandidaten Markus Söder sowie Andeutungen auf eine mögliche eigene Bewerbung 2029 oder 2033 gewertet.<ref>Wüst verzichtet auf Kanzlerkandidatur für Union. In: tagesschau.de. 16. September 2024, abgerufen am 10. April 2025.</ref><ref>Michael Heussen: Klare Botschaften Richtung Bayern. In: tagesschau.de. 16. September 2024, abgerufen am 10. April 2025.</ref>

Privates

Wüst ist römisch-katholisch.<ref>Ministerpräsident Wüst: Bekenne mich zum katholischen Glauben. In: katholisch.de. 23. Dezember 2024, abgerufen am 23. Dezember 2024.</ref> Seit 2019 ist er verheiratet mit der Juristin Katharina Wüst (geb. Starting) und ist Vater zweier Töchter (* 2021 und 2026).<ref>Marcel Görmann: Hendrik Wüst privat: Er lernte seine Ehefrau in einer Kneipe kennen – ein Zufall überraschte die beiden. In: DerWesten.de. 16. Mai 2022, abgerufen am 17. Mai 2023.</ref> Seit 2007 ist er Inhaber eines Jagdscheins und passionierter Jäger.<ref>Sabine am Orde: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst: Jagd ist sein Hobby. In: taz. 10. Mai 2022, abgerufen am 17. Mai 2023.</ref><ref>Er ist zum zweiten Mal Vater geworden. In: stern.de. 11. März 2026, abgerufen am 11. März 2026.</ref>

Wüst ist unter anderem Kurator der in Essen ansässigen Brost-Stiftung<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kuratorium der Brost-Stiftung (Memento vom 5. Juli 2022 im Internet Archive)</ref> und Vorsitzender der Jerusalem Foundation Deutschland.<ref>Wüst neuer Vorsitzender der Jerusalem Foundation: Einsatz für wechselseitige Akzeptanz und friedliche Koexistenz In: land.nrw, abgerufen am 22. April 2023.</ref>

Politische Positionen

Ende 2007 verfasste Wüst gemeinsam mit Markus Söder, Philipp Mißfelder, Stefan Mappus, David McAllister und Christian Baldauf ein Positionspapier mit dem Titel Moderner bürgerlicher Konservatismus – Warum die Union wieder mehr an ihre Wurzeln denken muss, das zur Gründung der Einsteinconnection führte.<ref name="Konservatismus">Die Dokumentation: Moderner bürgerlicher Konservatismus – Warum die Union wieder mehr an ihre Wurzeln denken muss</ref> Im Gegensatz zu der liberalen und der sozialen Wurzel der Unionsparteien sahen sie die dritte, die bürgerlich-konservative, nicht gleichwertig gewichtet und zu sehr „in den Hintergrund getreten, weil die Große Koalition zu vielen Kompromissen zwingt. Eine sichtbare Akzentuierung auch ihrer bürgerlich-konservativen Wurzel ist aber für die Mehrheitsfähigkeit der Union von zentraler Bedeutung.“<ref name="Konservatismus" /> McAllister und Baldauf distanzierten sich später von dem Positionspapier.<ref>Welt Online vom 15. Juli 2007: Nachwuchs setzt auf modernen Konservatismus</ref>

Nach Kritik an der Geschlechterverteilung an der Spitze des Kabinetts von Olaf Scholz schlug Wüst für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2022 vor, dass eine Frau von der CDU das Amt übernehmen solle.<ref>Wüst wünscht sich Unionspolitikerin als Bundespräsidentin. In: Der Spiegel. 4. Dezember 2021, abgerufen am 4. Dezember 2021.</ref>

Am 22. Dezember 2021 hatte sich Wüst im Untersuchungsausschuss des Landtages Nordrhein-Westfalen zur Flutkatastrophe den kritischen Fragen der Opposition stellen müssen, da er zum Zeitpunkt des Unglücks Verkehrsminister des Landes war. Wüst bezeichnete unter anderem die Landesregierung als „jederzeit handlungsfähig“ und wies Vorwürfe um seinen Urlaub zur Zeit des Unglücks von sich.<ref>Wüst als Zeuge im Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe: „Jederzeit handlungsfähig“. RND, abgerufen am 22. Dezember 2021.</ref><ref>Zeuge Wüst zur Flutkatastrophe: „Jederzeit handlungsfähig“. In: t-online.de. Abgerufen am 22. Dezember 2021.</ref>

Auch im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss III des Landtages Nordrhein-Westfalen zur Talbrücke Rahmede sowie zum Brückeninfrastrukturstau in Nordrhein-Westfalen steht u. a. Wüst in seiner Funktion als Verkehrsminister in der Kritik.<ref>Parlamentarischer Untersuchungsausschuss III (Brückendesaster und Infrastrukturstau)</ref>

Nach der gewonnenen Landtagswahl 2022 setzte sich Hendrik Wüst gemeinsam mit seinem grünen Koalitionspartner dafür ein, dass Abschiebungen bei abgelehnten Asylbewerbern nicht mehr der Regelfall sein und dass die Verteilung von Asylbewerbern auf die Kommunen früher als bisher erfolgen sollte.<ref>Die CDU nimmt Abschied vom Abschieben. In: welt.de. Abgerufen am 27. August 2024.</ref> Das unter Führung von Wüst im Koalitionsvertrag niedergelegte Prinzip „Bleiberecht vor Abschiebung“ wurde vom Flüchtlingsrat NRW begrüßt.<ref>Gemischtes Fazit zum Koalitionsvertrag von CDU und Grünen in NRW. Flüchtlingsrat NRW, abgerufen am 27. August 2024.</ref>

Kabinette

Weblinks

Commons: Hendrik Wüst – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

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Rudolf Amelunxen (1946–1947) | Karl Arnold (1947–1956) | Fritz Steinhoff (1956–1958) | Franz Meyers (1958–1966) | Heinz Kühn (1966–1978) | Johannes Rau (1978–1998) | Wolfgang Clement (1998–2002) | Peer Steinbrück (2002–2005) | Jürgen Rüttgers (2005–2010) | Hannelore Kraft (2010–2017) | Armin Laschet (2017–2021) | Hendrik Wüst (seit 2021) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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Winfried Kretschmann (Baden-Württemberg) | Markus Söder (Bayern) | Kai Wegner (Berlin) | Dietmar Woidke (Brandenburg) | Andreas Bovenschulte (Bremen) | Peter Tschentscher (Hamburg) | Boris Rhein (Hessen) | Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern) | Olaf Lies (Niedersachsen) | Hendrik Wüst (Nordrhein-Westfalen) | Alexander Schweitzer (Rheinland-Pfalz) | Anke Rehlinger (Saarland) | Michael Kretschmer (Sachsen) | Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) | Daniel Günther (Schleswig-Holstein) | Mario Voigt (Thüringen)

Präsidium des Bundesrats:
Andreas Bovenschulte (Präsident) | Anke Rehlinger (Erste Vizepräsidentin) | Hendrik Wüst (Zweiter Vizepräsident)

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Fritz Stricker (1946–1947) | Heinz Renner (1947–1948) | Karl Arnold (1948–1950) | Artur Sträter (1950–1954) | Friedrich Middelhauve (1954–1956) | Hermann Kohlhase (1956–1958) | Hans Lauscher (1958–1962) | Gerhard Kienbaum (1962–1966) | Bruno Gleitze (1966–1967) | Fritz Kaßmann (1967–1970) | Horst-Ludwig Riemer (1970–1979) | Liselotte Funcke (1979–1980) | Reimut Jochimsen (1980–1985) | Christoph Zöpel (1985–1990) | Franz-Josef Kniola (1990–1995) | Wolfgang Clement (1995–1998) | Bodo Hombach (1998) | Peer Steinbrück (1998–2000) | Ernst Schwanhold (2000–2002) | Axel Horstmann (2002–2005) | Oliver Wittke (2005–2009) | Lutz Lienenkämper (2009–2010) | Harry Voigtsberger (2010–2012) | Michael Groschek (2012–2017) | Hendrik Wüst (2017–2021) | Ina Brandes (2021–2022) | Oliver Krischer (seit 2022) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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Baden-Württemberg: Manuel Hagel | Berlin: Kai Wegner | Brandenburg: Jan Redmann | Bremen: Heiko Strohmann | Hamburg: Dennis Thering | Hessen: Boris Rhein | Mecklenburg-Vorpommern: Daniel Peters | Niedersachsen: Sebastian Lechner | Nordrhein-Westfalen: Hendrik Wüst | Rheinland-Pfalz: Gordon Schnieder | Saarland: Stephan Toscani | Sachsen: Michael Kretschmer | Sachsen-Anhalt: Sven Schulze | Schleswig-Holstein: Daniel Günther | Thüringen: Mario Voigt

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Kurt Biedenkopf (1986–1987) | Norbert Blüm (1987–1999) | Jürgen Rüttgers (1999–2010) | Norbert Röttgen (2010–2012) | Armin Laschet (2012–2021) | Hendrik Wüst (seit 2021)

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Vorsitzender: Friedrich Merz. Generalsekretär: Carsten Linnemann. Stellvertretende Generalsekretärin: Christina Stumpp. Stellvertretende Vorsitzende: Silvia Breher | Ines Claus | Andreas Jung | Michael Kretschmer | Karl-Josef Laumann | Karin Prien. Bundesschatzmeisterin: Franziska Hoppermann. Gewählte Mitglieder des Präsidiums: Sebastian Lechner | Ina Scharrenbach | Sven Schulze | Mario Voigt | Nina Warken | Wiebke Winter. Mitglieder des Präsidiums kraft Amtes: Niclas Herbst | Julia Klöckner | Jens Spahn. Beratende Mitglieder des Präsidiums: Daniel Günther | Boris Rhein | Kai Wegner | Hendrik Wüst | Marco Melle Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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