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Julia Klöckner

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Julia Klöckner (2024)
Unterschrift von Julia Klöckner
Unterschrift von Julia Klöckner

Julia Klöckner (* 16. Dezember 1972 in Bad Kreuznach) ist eine deutsche Politikerin (CDU). Seit März 2025 ist sie Präsidentin des Deutschen Bundestages.

Zuvor war Klöckner von 2018 bis 2021 Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft im Kabinett Merkel IV,<ref>Bundesregierung entlassen: Merkel und Minister führen Geschäfte vorerst weiter. In: mdr.de. Abgerufen am 26. Oktober 2021.</ref> von 2012 bis 2022 stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und von 2022 bis 2025 Bundesschatzmeisterin der CDU.

Von 2002 bis 2011 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages und 2009 bis 2011 Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Seit 2021 ist sie erneut Mitglied des Deutschen Bundestages, wo sie in der 20. Legislaturperiode wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag war.

Von 2010 bis März 2022 war Klöckner Landesvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz. Bei der Landtagswahl 2011 und 2016 war sie Spitzenkandidatin ihrer Partei. Von 2011 bis 2018 führte sie als Vorsitzende die CDU-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz an.

Familie, Ausbildung und Beruf

Klöckner wurde als Tochter des Winzers Aloys Klöckner und seiner Frau in Bad Kreuznach geboren. Sie wuchs mit ihrem älteren Bruder Stephan in einem katholisch geprägten Elternhaus auf dem elterlichen Weingut in Guldental auf.<ref>Kathrin Zehender: Julia Klöckner. In: Konrad-Adenauer-Stiftung: Geschichte der CSU. Auf www.kas.de</ref><ref>Jörg Burger: Die Kandidatin. In: Die Zeit Nr. 38, 2005.
<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage des Weinguts Aloys Klöckner (Memento vom 15. März 2018 im Internet Archive)</ref><ref>Reinhard Bingener, Rockenhausen: Julia Klöckner: Das Altern stets im Blick. In: FAZ.net. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 26. Mai 2021]).</ref> Nach dem Abitur 1992 am Gymnasium an der Stadtmauer in Bad Kreuznach studierte Klöckner Politikwissenschaft, katholische Theologie sowie Pädagogik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz<ref>Julia Klöckner (CDU): Die Geländegängige. Abgerufen am 22. November 2022.</ref> und schloss 1998 mit dem Grad der Magistra Artium ab. Das Thema ihrer Magisterarbeit lautete Struktur und Entwicklung der europäischen Weinmarktpolitik. Zusätzlich legte sie die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Sozialkunde und katholische Religionslehre ab.<ref>Julia Klöckner im Munzinger-Archiv, abgerufen am 14. April 2021 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref>

Im Jahr ihrer Zwischenprüfung 1994 wurde Klöckner zur Naheweinkönigin und 1995 zur Deutschen Weinkönigin<ref>Galerie der Königinnen. Abgerufen am 11. August 2025.</ref> für die Amtszeit 1995/1996 gewählt. Vorausgegangen waren Prüfungen in Weinan- und -ausbau, Weinvermarktung, Önologie, Rhetorik sowie Fremdsprachen. Das Ehrenamt war mit rund 200 Terminen pro Jahr im In- und Ausland verbunden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bad Kreuznach: Julia Klöckner über ihre Zeit als Naheweinkönigin. (Memento vom 27. Juli 2018 im Internet Archive) In: Allgemeine Zeitung, 8. November 2014. Sven Astheimer: Zwischen Glamour und Gelände. In: FAZ.net, 17. November 2009 (aktualisierte Version eines Textes vom 3. Januar 2009 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung).</ref> Bis 1998 unterrichtete sie nach der Zwischenprüfung in Theologie an einem Tag in der Woche – mit besonderer Erlaubnis – an der Pestalozzischule in Wiesbaden-Biebrich Religion für Grundschüler.<ref>Zur Nebentätigkeit siehe Julia Klöckner: Zutrauen! Ideen statt Ideologien – Was mir in der Politik wichtig ist. Im Kapitel: Ohne Ehrgeiz, ohne Karrierepläne geht es wohl nicht?</ref><ref>Julia Klöckner. Abgerufen am 14. April 2021.</ref>

Nach ihrem Studium hospitierte Klöckner zunächst ab 1998 beim SWR in Mainz und war in der Abteilung Landeskultur bis 2002 als freie Mitarbeiterin tätig. 1999/2000 absolvierte sie ein journalistisches Volontariat beim auf Wein- und Getränkepublikationen spezialisierten Meininger Verlag in Neustadt an der Weinstraße. Von 2000 bis 2002 war sie Redakteurin bei der neu gegründeten Weinwelt und von 2001 bis 2009 Chefredakteurin des Sommelier-Magazins.<ref>Julia Klöckner. Abgerufen am 22. November 2022.</ref> Beide sind im Meininger Verlag erscheinende Zeitschriften.<ref>Ministerin Julia Klöckner soll ProWein eröffnen | Weinwirtschaft. Abgerufen am 14. April 2021.</ref><ref>Julia Klöckner. Abgerufen am 14. April 2021.</ref>

2009/2010 absolvierte Klöckner das Young Leader Program des American Council on Germany, ein Partnerprojekt der deutschen Denkfabrik Atlantik-Brücke und des American Council on Germany für aufstrebende politische und wirtschaftliche Führungskräfte.<ref>Jahresbericht 2009/2010. (PDF) Atlantikbrücke, S. 18, abgerufen am 27. Februar 2019.</ref>

Ihr Privatleben schirmt Klöckner vor der Öffentlichkeit ab. Von 2000 bis 2017 war sie mit dem Medienmanager Helmut Ortner liiert.<ref>Wer wird „First Gentleman“? In: Saarbrücker Zeitung, 12. Februar 2016; Julia Klöckner im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar), 8. März 2016.</ref><ref>Julia Klöckner plaudert über ihren Freund In: n-tv.de, 5. September 2018, 3. Oktober 2024.</ref> Im April 2019 heiratete sie in Südafrika standesamtlich den Inhaber eines Oldtimer-Zentrums Ralph Grieser.<ref>Bundeslandwirtschaftsministerin: Julia Klöckner hat geheiratet. In: Spiegel Online. 25. April 2019, abgerufen am 25. April 2019.</ref> Im September 2019 folgte die kirchliche Trauung in Klöckners Heimatkirche in Guldental.<ref>Julia Klöckners Hochzeit: Jetzt auch kirchliche Trauung. In: Berliner Morgenpost - Berlin. 7. September 2019, abgerufen am 12. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2023 trennte sich das Paar.<ref>Julia Klöckner und Ehemann trennen sich. In: N-TV. 25. August 2023, abgerufen am 12. September 2023.</ref> Im August 2025 wurde Klöckners Beziehung mit dem Fernsehmoderator Jörg Pilawa bekannt.<ref>Jörg Pilawa und Julia Klöckner sind ein Paar. In: Der Spiegel. 11. August 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 11. August 2025]).</ref>

Politische Karriere

Datei:CDU Parteitag 2014 by Olaf Kosinsky-12.jpg
Julia Klöckner (l.), Angela Merkel (m.) und Volker Bouffier (r.) beim CDU-Bundesparteitag in Köln (2014)

Junge Union und Mitgliedschaften

Als 25-jährige Studentin trat Klöckner 1997 in die Junge Union (JU) ein. Dort war sie von 2001 bis 2007 Kreisvorstand des Kreisverbands Bad Kreuznach und von 2002 bis 2007 Mitglied des Landesvorstands Rheinland-Pfalz. Auch wurde sie Mitglied der Frauen-Union (FU), der CDU, der Europa-Union und bei den Jungen Europäischen Föderalisten.

In den Bundesvorstand der Frauen-Union wurde sie 2003 aufgenommen.

Außerdem wurde sie stellvertretendes Mitglied im Vorstand der Europäischen Volkspartei (EVP).

Kreistagsmandat (seit 2001)

2001 wurde Klöckner in den CDU-Kreisvorstand Bad Kreuznach aufgenommen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />CDU-Kreisvorstand. (Memento vom 21. September 2013 im Internet Archive) In: cdu-kv-badkreuznach.de</ref> Auf Initiative und protegiert vom ehemaligen Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes in Bad Kreuznach, Michael zu Salm-Salm, erhielt Klöckner den sicheren und für das CDU-Frauenquorum reservierten Listenplatz 6 auf der Wahlliste zur Bundestagswahl 2002.<ref>Eine Frau mit Zukunft. In: FAZ.net, 22. März 2011, abgerufen am 1. Februar 2016</ref><ref>Angepasst und ausgebrannt: Die Parteien in der Nachwuchsfalle – Warum Deutschland der Stillstand droht, Thomas Leif (2008)</ref> Danach gewann sie ihren Wahlkreis immer direkt.<ref>Aufgeben ist nicht ihr Ding. In: S. W. R. Aktuell. Abgerufen am 12. April 2021.</ref>

Am 13. Juni 2004 wurde Klöckner bei der Kreistagswahl des Landkreises Bad Kreuznach mit 42.888 Stimmen, der höchsten Stimmenzahl unter den 50 CDU-Bewerbern, in den Kreistag gewählt.<ref>cdu-kv-badkreuznach.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kreistagswahlergebnis 2004 (Memento vom 3. Oktober 2013 im Internet Archive)</ref> Bei der folgenden Kreistagswahl am 7. Juni 2009 wurde sie erneut mit der höchsten Stimmenzahl (46.759 Stimmen) wiedergewählt.<ref>Die neuen Kreistagsmitglieder – STATISTIK Julia Klöckner ist die Häufelkönigin. In: allgemeine-zeitung.de</ref> Auch 2014 und 2019 wurde Klöckner erneut in den Kreistag gewählt.<ref>Niederschrift über die konstituierende Sitzung des Kreistages des Landkreises Bad Kreuznach für die Legislaturperiode 2014–2019 am 14. Juli 2014 im großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung Bad Kreuznach. 14. Juli 2014, abgerufen am 19. August 2025.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kreistagsmitglieder in der Legislaturperiode 2014–2019. (Memento vom 16. März 2018 im Internet Archive) Abgerufen am 15. März 2018.</ref>

CDU Landesvorsitzende Rheinland-Pfalz (2010–2022)

In der rheinland-pfälzischen CDU stieg Klöckner 2002 in den Landesvorstand auf. Am 8. Juli 2006 wurde sie beim 59. Landesparteitag der CDU zur stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt.<ref>Kathrin Zehender: Julia Klöckner. In: Geschichte der CDU, Konrad-Adenauer-Stiftung.</ref>

Am 25. September 2010 wurde Klöckner auf dem rheinland-pfälzischen CDU-Landesparteitag in Mainz mit 96,9 Prozent der gültigen Stimmen zur neuen rheinland-pfälzischen CDU-Landesvorsitzenden gewählt.<ref>Julia Klöckner in Mainz zur CDU-Landeschefin gewählt – Merkels Watschn für Beck. In: Allgemeine Zeitung, 25. September 2010.</ref> Am 29. November 2014 wurde sie mit 98,9 Prozent der abgegebenen Delegiertenstimmen beim Landesparteitag der CDU Rheinland-Pfalz in ihrem Amt als Landesvorsitzende bestätigt,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />CDU setzt auf den Wechsel. (Memento vom 16. November 2017 im Internet Archive) In: Allgemeine Zeitung, 29. November 2014.</ref> ebenso auf dem Landesparteitag am 19. November 2016.<ref>Dämpfer für Julia Klöckner bei Wiederwahl. In: Süddeutsche Zeitung. 20. Oktober 2018, abgerufen am 15. Februar 2024.</ref>

Auf dem Parteitag der CDU Rheinland-Pfalz, am 26. März 2022, wurde Klöckner nach 12 Jahren als Landesvorsitzende verabschiedet. Ihr Nachfolger ist Christian Baldauf.

Bundestagsabgeordnete (2002–2011, seit 2021)

Am 22. September 2002 zog Klöckner nach der Bundestagswahl 2002 über Platz 6 der Landesliste Rheinland-Pfalz in den Deutschen Bundestag ein. Im Bundestag begann Klöckners Mitgliedschaft in der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, wo sie ab Oktober 2002 eine der stellvertretenden Sprecherinnen wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Krings ist neuer Sprecher der Jungen Gruppe. (Memento vom 11. Dezember 2017 im Internet Archive) In: pressrelations.de</ref> Am 14. November 2002 wurde sie zur Schriftführerin im Plenum des Bundestags gewählt.<ref>Deutscher Bundestag stenografischer Bericht 10. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 14. November 2002. In: Bundestag.de (PDF; 883 kiB). BT-Drs. 15/50: Wahlvorschlag für die Wahl der Schriftführer gemäß § 3 der Geschäftsordnung (PDF; 178 kiB)</ref> Zusätzlich wurde sie Mitglied im Kuratorium der Bundeszentrale für politische Bildung.<ref>Bundeszentrale für politische Bildung: Jahresbericht 2002/2003.</ref> Später wurde sie Mitglied im Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (PDF) (Memento vom 22. September 2013 im Internet Archive). In: Ausschusslisten.de.</ref> und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe (PDF) (Memento vom 22. September 2013 im Internet Archive). In: Ausschusslisten.de, Stand 30. März 2003 (PDF).</ref> 2003 wurde sie Mitglied der Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ und gehörte deren Themengruppen „Ethik in der biowissenschaftlichen und medizinischen Forschung“ sowie „Transplantationsmedizin“ an.<ref>Deutscher Bundestag: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. November 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/webarchiv.bundestag.de In: Bundestag.de (PDF).</ref> Klöckner ist eine Verfechterin für mehr Aufklärung in der Organspende und wirbt für den Organspendeausweis.<ref>CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz zum Tag der Organspende 2014. 5. Juni 2014, abgerufen am 20. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>https://twitter.com/juliakloeckner/status/475153274551930880. Abgerufen am 20. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Tag der Organspende: Union will Organspendebereitschaft fördern. 6. Juni 2004, abgerufen am 20. April 2021.</ref>

Bei der Bundestagswahl 2005 gewann Klöckner mit 43,0 % der Erststimmen das Direktmandat im Wahlkreis Kreuznach – erstmals seit 1953 – für die CDU.<ref>Bundestagswahl 2025. In: tagesschau.de. Abgerufen am 20. April 2021.</ref> Am 15. Dezember 2005 wurde sie als Schriftführerin im Bundestag wiedergewählt.<ref>8. Sitzung des Deutschen Bundestages am Donnerstag, dem 15. Dezember 2005 [1] (PDF). In: Bundestag.de.</ref> 2005 wurde sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.<ref>Bundestag 2005–2009 - Mitglieder des Ausschusses Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. In: abgeordnetenwatch.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. September 2013; abgerufen am 9. April 2019.</ref> Am 24. Januar 2006 wurde Klöckner in den Fraktionsvorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wahl der Beisitzer – CDU/CSU-Bundestagsfraktionen wählt Beisitzer für den Fraktionsvorstand. (Memento vom 17. November 2017 im Internet Archive) In: Pressrelations.de.</ref> und zur Beauftragten für Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ernannt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Benennung von Beauftragten – Beauftragte für Drogen, Tierschutz, Kirchen, Behinderte, Verbraucherschutz und Energie. (Memento vom 16. November 2017 im Internet Archive) In: Pressrelations.de.</ref> Am 2. Juni 2006 wurde sie Mitglied im parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung.<ref>Junge Abgeordnete wollen Rechte ihrer Generation durchsetzen. In: Welt Online, 2. Juni 2006.</ref>

Am 14. Mai 2007 wurde sie stellvertretende Vorsitzende der CDU-Kommission „Bewahrung der Schöpfung: Klima-, Umwelt- und Verbraucherschutz“ – sie leitet dort die Unterkommission Verbraucherschutz. Am 23. Oktober 2007 wurde sie einstimmig zur stellvertretenden Vorsitzenden und damit zur Obfrau der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt. Sie gehörte dieser Gruppe bis 2009 an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Julia Klöckner neue Obfrau der Arbeitsgruppe. (Memento vom 16. November 2017 im Internet Archive) In: Pressrelations.de.</ref>

Bei der Bundestagswahl 2009 wurde Klöckner als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Kreuznach/Birkenfeld mit 47 % der Erststimmen bestätigt.<ref>Julia Klöckner – Die junge Alternative der Union. Frankfurter Rundschau, 16. November 2009, abgerufen am 15. Mai 2019.</ref>

Klöckner war Vorstandsmitglied der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft. Im Frühjahr 2003 gründete sie das fraktionsübergreifende Parlamentarische Weinforum zwecks Bewusstseinsförderung des deutschen Weins im eigenen Land<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte des Parlamentarischen Weinforums. (Memento vom 2. Februar 2016 im Internet Archive) Parlamentarische Weinforum, abgerufen am 15. Mai 2019</ref> und gehörte dem Interfraktionellen Gesprächskreis „Hospiz“ an. Sie setzt sich seit 2015 für den Ausbau der Sterbebegleitung und Palliativmedizin ein.<ref>dg: Julia Klöckner besucht die Palliativstation des Krankenhauses St. Marienwörth. Abgerufen am 11. April 2021.</ref><ref>Lebensschutz und Menschenwürde. Abgerufen am 12. April 2021.</ref>

Bei der Wahl des neunten Bundespräsidenten Horst Köhler, am 23. Mai 2009, twitterte Klöckner aus der offiziellen Zählkommission heraus – vorab, rund 15 Minuten vor der offiziellen Bekanntgabe des Wahlergebnisses – das Ergebnis der Abstimmung<ref>Die Weinkönigin und der Bundeshotte. In: FAZ.net, 23. Mai 2009.</ref> unter Bezug auf den letzten Spieltag der Fußball-Bundesligasaison: „Bundesversammlung Leute, Ihr könnt in Ruhe Fußball gucke. Wahlgang hat geklappt!“. Weitere Abgeordnete gaben das Ergebnis ebenfalls vorab über SMS und Twitter bekannt. Klöckner verzichtete danach auf das Amt als Schriftführerin im Deutschen Bundestag.<ref>„Twitter-Affäre“ beschäftigt Bundestagspräsidium. In: Heise online, abgerufen am 27. Mai 2009.</ref><ref>Christina Norden: CDU-Politikerin: Wein, Gummibärchen und Selfies – Sechs Fakten über Julia Klöckner | shz.de. In: shz. (shz.de [abgerufen am 12. April 2021]).</ref>

Nach der Konstituierung des Landtags Rheinland-Pfalz am 18. Mai 2011, für den sie den Landtagswahlkreis Bad Kreuznach direkt gewann, legte Klöckner am 27. Mai 2011 ihr Bundestagsmandat nieder.<ref>Benedict Neff Bonn: Julia Klöckner: Die deutsche Landwirtschaftsministerin im Porträt. Abgerufen am 12. April 2021.</ref><ref>S. W. R. Aktuell, S. W. R. Aktuell: Aufgeben ist nicht ihr Ding. Abgerufen am 12. April 2021.</ref>

Für die Bundestagswahl am 26. September 2021 wurde Klöckner von der Wahlkreisvertreterversammlung der Kreise Bad Kreuznach und Birkenfeld erneut als Bundestagskandidatin nominiert.<ref name=":0" /> Sie verlor das Direktmandat gegen Joe Weingarten (SPD), zog aber über die Landesliste der CDU Rheinland-Pfalz erneut in den Deutschen Bundestag ein.

Seit Dezember 2021 ist Klöckner wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.<ref>WELT: Klöckner ist zur wirtschaftspolitischen Sprecherin gewählt. In: Die Welt. 14. Dezember 2021 (welt.de [abgerufen am 22. November 2022]).</ref>

Bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2025 erhielt Klöckner in ihrem Wahlkreis 32,3 Prozent der Erststimmen mit 6 Prozentpunkten Vorsprung vor dem bisherigen direkt gewählten Joe Weingarten und zog in den 21. Deutschen Bundestag ein.<ref>Julia Klöckner gewinnt Wahlkreis Kreuznach. Abgerufen am 24. Februar 2025.</ref>

Landespolitik in Rheinland-Pfalz

Am 17. November 2009 wurde Klöckner vom CDU-Landesvorsitzenden Christian Baldauf als Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2011 vorgeschlagen.<ref>Die gut vernetzte Weinkönigin. In: faz.net, aufgerufen am 17. November 2009</ref> Am 17. April 2010 wurde sie auf dem CDU-Landesparteitag in Bingen am Rhein mit 400 von 402 abgegebenen Stimmen (99,5 Prozent) zur CDU-Spitzenkandidatin gewählt.<ref>allgemeine-zeitung.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Klöckner wird Spitzenkandidatin mit Traumergebnis - Baldauf gibt CDU-Vorsitz ab (Memento vom 20. April 2010 im Internet Archive)</ref> Am 4. Dezember 2010 wurde sie auf dem Parteitag des CDU-Landesverbandes Rheinland-Pfalz in Ramstein-Miesenbach mit 99,6 Prozent der Stimmen auf Platz eins der Landesliste für die Landtagswahl 2011 gewählt.<ref>allgemeine-zeitung.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rheinland-Pfalz: CDU wählt Klöckner mit Traumergebnis - Grüne: Ziel zweistellig (Memento vom 23. Dezember 2012 im Internet Archive)</ref> Am 19. September 2015 wurde Klöckner auf dem Landesparteitag in Frankenthal einstimmig als Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2016 nominiert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Klöckner führt ihre Partei in den Wahlkampf. (Memento vom 19. August 2016 im Internet Archive) In: swr.de, aufgerufen am 13. Oktober 2015</ref>

Datei:KAS-Klöckner, Julia-Bild-38728-1.jpg
Julia Klöckner, Wahlplakat zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2011

Klöckner errang bei der Landtagswahl vom 27. März 2011 das Direktmandat im Wahlkreis Bad Kreuznach mit 44,4 Prozent der Stimmen.<ref>Ergebnis Landtagswahl 2011 Wahlkreis Bad Kreuznach. Landeswahlleiter, abgerufen am 15. September 2019.</ref> Nachdem die CDU 2006 mit 32,8 Prozent ihren niedrigsten Stimmenanteil auf Landesebene erzielt hatte, gewann sie 2011 2,4 Prozentpunkte hinzu, blieb aber 0,5 Prozentpunkte hinter der SPD des fast zwei Jahrzehnte amtierenden Ministerpräsidenten Kurt Beck, die 9,9 Prozentpunkte verlor, aber eine rot-grüne Regierung (Kabinett Beck V) bilden konnte. Nach der Landtagswahl wurde Klöckner am 30. März 2011 einstimmig zur CDU-Fraktionsvorsitzenden im Landtag Rheinland-Pfalz gewählt und hatte damit die Oppositionsführung inne, blieb dies bis zum 16. März 2018 und wurde dann Bundeslandwirtschaftsministerin.<ref>Baldauf neuer CDU-Fraktionschef in Rheinland-Pfalz In: spiegel.de, aufgerufen am 16. März 2018</ref>

Datei:Landtagswahl Rheinland-Pfalz ZDF-Interview by Olaf Kosinsky-60.jpg
Malu Dreyer (l.) und Julia Klöckner (r.) beim Wahlabend der Landtagswahl Rheinland-Pfalz in Mainz am 13. März 2016.

Bei der Landtagswahl am 13. März 2016 trat Klöckner erneut als Spitzenkandidatin der CDU Rheinland-Pfalz an. Diesmal kandidierte sie gegen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), die in der Mitte der Legislaturperiode die Nachfolge von Beck angetreten hatte. Bis zum Februar 2016 lag die CDU in Umfragen vor der SPD; in den letzten Wochen des primär von der Flüchtlingskrise geprägten Wahlkampfes entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.<ref>Regierungsforschung: Ein Wahlkampf mit überraschenden Wendungen – Beobachtungen zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz vom 13. März 2016 › Regierungsforschung. Abgerufen am 20. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die CDU erhielt bei der Wahl 31,8 Prozent der abgegebenen Stimmen und die SPD 36,2 Prozent.

Ihren eigenen Wahlkreis konnte Klöckner mit 42,6 Prozent der Erststimmen erneut direkt gewinnen.<ref>tagesschau.de: tagesschau.de. Abgerufen am 20. April 2021.</ref> Sie wurde nach Konstituierung der neuen CDU-Landtagsfraktion wieder zur Fraktionsvorsitzenden gewählt und nahm in dem aus fünf Fraktionen bestehenden Landtag wieder die Oppositionsführung gegenüber der erst dritten Ampelkoalition (aus SPD, FDP, Grüne) auf deutscher Landesebene wahr.<ref>Landtagswahl Rheinland-Pfalz: Julia Klöckner bleibt CDU-Fraktionschefin. Abgerufen am 20. April 2021.</ref> Im Landtag Rheinland-Pfalz stellte Klöckner mit ihrer CDU-Fraktion einen Misstrauensantrag gegen Malu Dreyer, womit sie scheiterte. Bei der Abstimmung am 14. Juli 2016 stimmten 49 Abgeordnete für den Antrag und 52 dagegen. Durch die Ablehnung des Antrags blieb Malu Dreyer Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.<ref>Misstrauensvotum gegen Dreyer in Rheinland-Pfalz gescheitert - Warum Klöckner trotzdem profitiert. focus.de, abgerufen am 14. Juni 2016.</ref>

Mit ihrer Berufung zur Bundesministerin legte Klöckner ihr Mandat und damit auch die Oppositionsführung im Landtag zum 1. April 2018 nieder. Für sie rückte der Abgeordnete Helmut Martin nach.<ref>Süddeutsche Zeitung: Helmut Martin ist für Julia Klöckner im Landtag. Abgerufen am 20. April 2021.</ref> Für die Bundestagswahl am 26. September 2021 wurde Klöckner von der Wahlkreisvertreterversammlung der Kreise Bad Kreuznach und Birkenfeld erneut zu ihrer Bundestagskandidatin nominiert.<ref name=":0">Nominierung als Bundestagskandidatin für die Kreisverbände Birkenfeld und Bad Kreuznach. Abgerufen am 20. April 2021.</ref> Das Ziel, über das Direktmandat in den Bundestag zu kommen, verfehlte sie. Sie erreichte 29,1 Prozent der Erststimmen. Ihr Konkurrent von der SPD Joe Weingarten kam auf 33 Prozent der Stimmen. Über den ersten Platz der Landesliste zieht Klöckner trotzdem in den 20. Bundestag ein.<ref>Klöckner tritt nach Wahlschlappe nicht mehr für Landesvorsitz an. In: SWR Aktuell. 27. September 2021, abgerufen am 27. September 2021.</ref> Am 27. September 2021 gab sie bekannt, nicht mehr für den Vorsitz der CDU RLP antreten zu wollen.<ref>spiegel.de: Klöckners Karriereknick</ref>

Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (2009–2011)

Am 29. Oktober 2009 wurde Klöckner zur Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter der damaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner ernannt.<ref>Julia Klöckner als neue Parlamentarische Staatssekretärin vereidigt. Pressemitteilung. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 29. Oktober 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Oktober 2013; abgerufen am 15. September 2019.</ref><ref>Externer Autor: Aigner: Ich werde meine Politik konsequent fortführen. 26. November 2014, abgerufen am 20. April 2021.</ref> Am 15. Februar 2011 legte sie dieses Amt aufgrund des Wechsels nach Rheinland-Pfalz nieder.<ref>Julia Klöckner. 15. Dezember 1972, abgerufen am 2. Mai 2021.</ref>

Mitglied des CDU-Präsidiums (2010–2025)

Am 15. November 2010 wurde Klöckner auf dem 23. CDU-Bundesparteitag in Karlsruhe mit der höchsten Zustimmung aller 40 Kandidaten (94,4 Prozent der Stimmen) Mitglied im CDU-Präsidium.<ref>Wahlen des 23. Parteitag der CDU Deutschlands. In: Karlsruhe2010.cdu.de.</ref> Am 4. Dezember 2012 wurde sie zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU gewählt<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wahlen des 25. Parteitags der CDU Deutschlands. (Memento vom 16. November 2017 im Internet Archive) In: Hannover2012.cdu.de.</ref> und seitdem in dieser Funktion bestätigt, zuletzt im Januar 2021.<ref>tagesschau.de: Spahn mit magerem Ergebnis zum CDU-Vize gewählt. Abgerufen am 20. April 2021.</ref> Auf dem 34. CDU-Parteitag am 22. Januar 2022 wurde sie zur Bundesschatzmeisterin gewählt.<ref>CDU: Neuer CDU-Chef bekommt 94,6 Prozent – Mega-Ergebnis für Merz! 22. Januar 2022, abgerufen am 22. Januar 2022.</ref> Dieses Amt gab sie im März 2025 vor ihrer Wahl zur Bundestagspräsidentin auf.

Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (2018–2021)

Am 25. Februar 2018 gab die CDU Klöckners Berufung zur Landwirtschaftsministerin bekannt. Am 14. März 2018 wurde Klöckner von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft im Kabinett Merkel IV ernannt.<ref>Das neue Kabinett auf einen Blick, spiegel.de, abgerufen am 14. März 2018</ref> Ab dem 26. Oktober 2021 blieb sie geschäftsführend im Amt, bis ihr Nachfolger Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) sie am 8. Dezember 2021 ablöste.<ref>Cem Özdemir: Was Allgäuer Landwirte vom neuen Minister halten. augsburger-allgemeine.de, abgerufen am 8. Dezember 2021.</ref>

Bundestagspräsidentin (seit 2025)

Am 17. März 2025 gab Klöckners Fraktion CDU/CSU bekannt, sie für die neue Wahlperiode als Präsidentin des Deutschen Bundestages vorzuschlagen. Die Wahl fand während der konstituierenden Sitzung des 21. Deutschen Bundestages am 25. März statt.<ref>Merz schlägt Julia Klöckner als Bundestagspräsidentin vor. In: SWR Aktuell. 17. März 2025, abgerufen am 17. März 2025.</ref><ref>Paul-Anton Krüger, Konstantin von Hammerstein: Personalentscheidung. CDU-Politikerin Klöckner soll Bundestagspräsidentin werden. In: spiegel.de. 14. März 2025, abgerufen am 25. März 2025.</ref><ref>Pressemitteilung. Klöckner soll Bundestagspräsidentin werden. In: cducsu.de. 17. März 2025, abgerufen am 25. März 2025.</ref> Klöckner wurde mit 61,9 Prozent Ja-Stimmen gewählt, dem schlechtesten Ergebnis im 21. Jahrhundert.<ref>Eric Voigt, Anna-Lena Schlitt, Nora Ederer, Fabian Albrecht und Lennart Jerke: Konstituierende Bundestagssitzung. So lief die erste Sitzung des 21. Bundestags. In: zeit.de. 25. März 2025, abgerufen am 25. März 2025.</ref> Von 630 Mitgliedern gaben 622 ihre Stimme ab, davon waren 5 ungültig, 382 stimmten dafür, 204 dagegen und 31 enthielten sich.<ref>Deutscher Bundestag. Stenografischer Bericht. 1. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. März 2025. (PDF) In: bundestag.de. 26. März 2025, abgerufen am 26. März 2025. (S. 19)</ref> Als Nachfolgerin von Bärbel Bas ist sie die erste Frau, die einer Frau in diesem Amt folgt. Im Präsidium wird die Bundestagspräsidentin von den Abgeordneten Andrea Lindholz (CDU/CSU), Josephine Ortleb (SPD), Omid Nouripour (Bündnis 90/Die Grünen) und Bodo Ramelow (Die Linke) vertreten.<ref>Deutscher Bundestag - Das Präsidium des Deutschen Bundestages. Abgerufen am 26. März 2025.</ref> Klöckner ist zudem Vorsitzende des Gemeinsamen Ausschusses.

Bereits in den ersten Monaten ihrer Amtszeit wurde immer wieder Kritik laut, dass sie als Bundestagspräsidentin parteiisch agiere.<ref>Amtsverständnis der Bundestagspräsidentin. Wie neutral ist Klöckner?. In: Spiegel Online, 28. Juni 2025. Abgerufen am 29. Juni 2025.</ref><ref>Julia Klöckner und die Frage der Neutralität. In: Tagesschau.de, 29. Juni 2025. Abgerufen am 29. Juni 2025.</ref>

Positionen und Kritik

Wirtschaft

Klöckner befürwortete das geplante Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) und die damit verbundenen Chancen für BASF SE im Zusammenhang mit dem US-Markt; dies machte sie deutlich im Dezember 2015 bei einem Treffen mit Spitzenrepräsentanten von BASF, dem größten Chemieunternehmen der Welt und größten Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz.<ref>CDU-Fraktionsvorstand im Dialog mit der BASF. CDU-Fraktion Rheinland-Pfalz, 4. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. März 2016; abgerufen am 13. März 2019.</ref>

Gesellschaft und Religion

Der grundgesetzliche Schutzauftrag für das Leben erstreckt sich nach Klöckners Rechtsauffassung des Art. 2 Abs. 2 GG auch auf das Ungeborene.<ref>Unterschriftenaktion von "Paulinus" und "Lichtzeichen". In: schoenstatt.org. 23. Dezember 2004, abgerufen am 18. März 2025.</ref> Klöckner engagierte sich in ihrer Zeit als Bundestagsabgeordnete für den Embryonenschutz,<ref>Präimplantationsdiagnostik: Schwarz-Gelb streitet über Embryonenschutz. (handelsblatt.com [abgerufen am 5. November 2018]).</ref> ebenso bei der inzwischen geänderten Regelung der Spätabtreibung.<ref>Unterschriftenaktion von "Paulinus" und "Lichtzeichen". In: schoenstatt.org. 23. Dezember 2004, abgerufen am 18. März 2025.</ref> Sie unterstützt zudem die Arbeit der Schwangerenkonfliktberatung donum vitae.<ref>Donum vitae: Katholische Schwangerenberatung seit zehn Jahren im Ahrkreis. In: rhein-zeitung.de. 21. September 2010, abgerufen am 13. Juni 2014.</ref>

Klöckner lehnt die embryonale Stammzellforschung ab, unterstützt aber die adulte Stammzellforschung.<ref>CDU: Knappe Mehrheit für neuen Stichtag. (PDF) In: Deutsches Ärzteblatt. 2. November 2007, abgerufen am 9. Oktober 2014.</ref>

Darüber hinaus setzt sich Klöckner für die steuerliche Gleichstellung von eingetragenen homosexuellen Partnerschaften ein, sie ist jedoch gegen die Volladoption und die gleichgeschlechtliche Ehe.<ref>Julia Klöckner: „Ich bin froh, dass sich die Zeiten ändern, auch in der CDU“. In: queer.de. 13. Juli 2013, abgerufen am 13. Juni 2014.</ref>

Am 8. April 2025 erschien bei domradio.de ein Interview mit Klöckner, in dem sie äußerte, sie halte es nicht für sinnvoll, wenn Kirchen glaubten, sie seien eine weitere NGO, und sich zur Tagespolitik äußerten. Ihrer Meinung nach hätte Seelsorge während der Coronazeit präsenter sein können und es gebe Fragen bioethischer Natur, die Anfang und Ende des Lebens betreffen, bei denen sie sich mehr Standhaftigkeit der Kirche wünschte. Wenn es um das ungeborene Leben gehe oder das Leben, das den letzten Atemzug macht, also um die Fragen, was der Mensch darf oder was er nicht darf, seien das Punkte, zu denen die Kirche durchaus die Stimme erheben könne und auch sollte.<ref>Bundestagspräsidentin Klöckner wünscht sich starke kirchliche Stimme. In: domradio.de. 8. April 2025, abgerufen am 3. Mai 2025.</ref> Thomas Sigmund schrieb dazu in einem Kommentar beim Handelsblatt: „Die neue Bundestagspräsidentin spricht den Kirchen öffentlich eine Art Redeverbot aus. Die Forderung nach einer unpolitischen Kirche verkennt aber deren gesellschaftliche Aufgabe.“<ref>Ein Maulkorb für die Kirchen – Klöckners unpassender Vorstoß. In: handelsblatt.com. Abgerufen am 20. April 2025.</ref> Der Publizist Heribert Prantl sagte in einem Interview mit domradio.de, Klöckner irre, denn die Kirche sei eine NGO, und zwar eine sehr große. Sie verkenne die Aufgabe der Kirchen und die biblische Tradition. Das Evangelium, die Bergpredigt und die Propheten seien politisch. Solange die Kirche Parteipolitik gemacht und für die C-Parteien geworben habe, habe dies der Union gefallen. Man müsse Frau Klöckner entgegnen: „Die christlichen Kirchen sind nicht zu politisch, sondern die Politikerinnen und Politiker der Unionsparteien sind zu wenig christlich“.<ref>Heribert Prantl kritisiert Aussagen von Julia Klöckner zu Kirchen. In: domradio.de. 16. April 2025, abgerufen am 21. April 2025.</ref> CDU-Mitglied Dennis Radtke bezeichnete es als „maximal irritierend“, die Kirchen „zurechtzuweisen“.<ref>Rolle der Kirche: Julia Klöckner stößt mit Kirchenkritik auf Widerstand. zeit.de, 19. Mai 2025, abgerufen am 22. April 2025.</ref> Hingegen wies Burkhard Ewert in der NOZ darauf hin, dass Klöckner mit dem NGO-Ausspruch im Grunde nicht mehr getan habe, als wörtlich Papst Franziskus zu zitieren.<ref>Burkhard Ewert: Kirche und Politik: Julia Klöckners Kritik an der NGO-Rolle. 25. April 2025, abgerufen am 3. Juli 2025.</ref>

Migration und Integration

Nachdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) im Juli 2014 das in Frankreich bestehende gesetzliche Vollverschleierungsverbot in der Öffentlichkeit bestätigt hatte,<ref>Rechtsprechung EGMR, 01.07.2014 - 43835/11. In: dejure.org, abgerufen am 21. August 2016</ref> forderte Klöckner in einem eigenen Artikel im politischen Magazin Cicero Ende September 2014 ein Verbot des Tragens von Burkas und der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit auch für Deutschland.<ref>Klöckner für Burka-Verbot - Von Julia Klöckner: „In einer demokratischen Gesellschaft zeigt jeder jedem sein Gesicht.“ In: cicero.de, 24. September 2014, abgerufen am 21. August 2016.</ref><ref>CDU-Vize Klöckner verlangt Burka-Verbot. In: zeit.de, 1. Dezember 2014, abgerufen am 21. August 2016</ref>

Während der Flüchtlingskrise in Europa 2015 verlangte Klöckner im September 2015 für Flüchtlinge eine gesetzliche Pflicht zur Integration und die verbindliche Teilnahme an Sprachkursen sowie Gesetzes- und Verfassungstreue.<ref>Ohne die Türkei wird es nicht gehen. In: FAZ.net</ref> In einer gemeinsamen Erklärung forderten Klöckner und Guido Wolf im Februar 2016 tagesaktuelle Flüchtlingskontingente und Grenzzentren. Ohne Asylgrund oder Schutzstatus sollte niemand mehr nach Deutschland einreisen dürfen.<ref name="fluechtlingspolitik-195">CDU-Wahlkämpfer erhöhen Druck auf Merkel. In: Tagesschau.de, abgerufen am 21. Februar 2016.</ref> In den Medien wurden diese Forderungen teilweise als Abgrenzung zur Flüchtlingspolitik von Angela Merkel gewertet.<ref name="fluechtlingspolitik-195" /><ref>Nach EU-Gipfel: Klöckner will Tageskontingente für Flüchtlinge. In: web.de. 20. Februar 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Februar 2016; abgerufen am 3. März 2019.</ref> Bereits im Januar 2016 hatte Klöckner einen Plan „A2“ vorgelegt, der nationale Maßnahmen zur Begrenzung der Flüchtlingszahlen vorsah.<ref>Der Plan A2 – alles nicht neu. In: Tagesschau.de.</ref>

Ernährung und Landwirtschaft

In einem Zeitungsinterview im Februar 2018 sprach sich Klöckner dafür aus, dass im ökologischen Landbau in bestimmten Situationen die Anwendung von Pestiziden zugelassen werden solle.<ref>Marina Kormbaki: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Die politische Stabilität steht auf dem Spiel“ (Memento vom 12. März 2018 im Internet Archive), Hannoversche Allgemeine, 19. Februar 2018, abgerufen am 11. März 2018</ref><ref>Ist das wirklich ernst gemeint? Klöckner will im Ökolandbau Pestizide erlauben, Bayerischer Rundfunk, 19. Februar 2018, abgerufen am 21. August 2019</ref>

Nachdem sich Politik, Verbände und Schweinemäster darauf geeinigt hatten, die betäubungslose und deswegen extrem schmerzhafte Kastration in der Schweinemast zu beenden und fünf Jahre Vorlauf bis zum 1. Januar 2019 vereinbart hatten, um wirtschaftliche Methoden hierfür zu etablieren, verlängerte Klöckner diese Frist um zwei Jahre. Ihr Vorgehen führte zu Protesten von Tierschutz- und Verbraucherverbänden. Klöckners Ansatz, den Bauern selbst die Durchführung der Narkose nach einem Schnellkurs zu gestatten, wird von den Berufsverbänden der Tierärzte kritisiert. In Deutschland sind ca. 20 Millionen männliche Ferkel pro Jahr betroffen.

Klöckner setzte sich für eine „Freiwillige Selbstverpflichtung“ der Lebensmittelindustrie zur Reduzierung der Anteile von Zucker, Fetten und Salz in Fertiggerichten bis 2025 ein.<ref>Sarah Zerback Interview mit Julia Klöckner: „Brauchen Gesamtstrategie, um zu besserer Ernährung zu kommen“ deutschlandfunk.de vom 20. Dezember 2018</ref> Verbindliche Verpflichtungen für die Industrie<ref>Heike Jahberg: "Julia Klöckner will die Industrie nicht zwingen" Der Tagesspiegel vom 20. November 2018</ref> oder eine Kennzeichnung von Produkten mit einer Lebensmittelampel lehnte sie dagegen ab.<ref>Heike Jahberg: "Klöckner lehnt Ampel ab" TAZ vom 27. März 2018</ref> In diesem Zusammenhang veröffentlichte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Juni 2019 ein Video, in dem Klöckner ausdrücklich den Nahrungsmittelkonzern Nestlé für die Reduzierung von Zucker-, Salz- und Fettgehalt seiner Lebensmittel würdigte. Politiker von SPD, Grünen sowie auch der CDU selbst warfen ihr daraufhin vor, kostenfrei Werbung für den umstrittenen Konzern gemacht zu haben. Die Verbraucherorganisation foodwatch kritisierte ihre Nähe zu dem Lebensmittelunternehmen. Laut dem Medienanwalt Christian Solmecke hätte Klöckner das Video als Werbung kennzeichnen müssen. So wie es veröffentlicht wurde, würde er von Schleichwerbung sprechen.<ref name="zeit-2019-06-06">dpa, akm: Landwirtschaftsministerin: Foodwatch kritisiert Julia Klöckner für Video mit Nestlé. In: zeit.de. 6. Juni 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.</ref><ref>Agrarministerin: Klöckner wegen Nestlé-Video in der Kritik. In: Spiegel Online. 5. Juni 2019 (spiegel.de [abgerufen am 6. Juni 2019]).</ref> Die Verbraucherzentrale Hamburg verglich daraufhin stichprobenartig 24 alte und neue Nestlé-Lebensmittel, von denen viele eine schlechtere Nährwerte-Bilanz aufwiesen, weshalb man die von Klöckner promoteten Aussagen des Nestlé-CEOs als Schönfärberei bezeichnete.<ref>Nährwerte von Zucker, Fett und Salz. Verbraucherzentrale bezweifelt Nestlé-Aussagen. Der Tagesspiegel vom 19. Juni 2019.</ref> Klöckner machte ihre Entscheidung schließlich von einer Befragung von 1600 Personen durch Marktforscher abhängig.

Nachdem sich dabei eine Mehrheit für die Einführung einer Art Lebensmittelampel ausgesprochen hatte, kündigte die Ministerin Ende September 2019 einen Verordnungsentwurf für ein Ampelsystem unter dem Namen Nutri-Score an.<ref>Thorsten Mumme: Warum Klöckner den Nutri-Score jetzt doch einführt Tagesspiegel.de vom 30. September 2019</ref> Zuvor hatte sich Klöckner kritisch gegenüber dem Bewertungssystem geäußert. Die Ergebnisse einer Studie zur Bewertung unterschiedlicher Systeme zur Nährwertkennzeichnung, die das staatliche Max Rubner-Institut (MRI) im Auftrag des Ministeriums erstellt hatte und die im Herbst 2018 vorlagen, wollte Klöckner zunächst nicht veröffentlichen. Im April 2019 stellte sie der Öffentlichkeit eine stark überarbeitete Version der Studie vor. Die NGO Foodwatch schreibt dazu: „Die ursprüngliche MRI-Studie stellte der Lebensmittelampel Nutri-Score ein gutes Zeugnis aus und bewertete ihn als ‚grundsätzlich vorteilhaft‘ für eine Nährwertkennzeichnung. Im Fazit der für das Ministerium überarbeiteten Version heißt es hingegen, dass ‚keines der NWK-Modelle uneingeschränkt empfohlen werden‘ könne. Kriterien, bei denen der Nutri-Score nach Ansicht des MRI besonders gut abschneidet, waren in der BMEL-Version zudem gestrichen worden.“<ref>Gericht: Ministerium durfte Studie zur Lebensmittel-Ampel nicht zensieren. Abgerufen am 18. März 2025.</ref> Foodwatch klagte gegen die Geheimhaltung der ursprünglichen Studie, daraufhin gab das Ministerium diese heraus. Im August 2022 entschied das Verwaltungsgericht Köln, dass sowohl die Zurückhaltung der Studie als auch der Eingriff in die Ergebnisse durch das Ministerium rechtswidrig waren.<ref>Urteil Verwaltungsgericht Köln. (PDF) In: Foodwatch.org. Abgerufen am 18. März 2025.</ref>

Im Oktober 2020 wurde bekannt gegeben, dass der Nutri-Score ab dem Folgemonat November auf freiwilliger Basis in Deutschland eingeführt werde. Verbraucherschützer kritisierten diesen Beschluss stark. Lebensmittel von alpro, Wagner oder anderen Herstellern trügen den Nutri-Score bereits freiwillig auf ihren Produktverpackungen. Außerdem würden Unternehmen, die ungesunde Nahrungsmittel produzieren, diese auf freiwilliger Basis nicht oder nur äußerst selten kennzeichnen. Auch wird eine europaweit einheitliche Kennzeichnung gefordert.<ref>Weg frei für Nutri-Score So funktioniert die Nährwertampel. In: tagesschau. ARD, 9. Oktober 2020, abgerufen am 9. Oktober 2020.</ref> Von Bürgern wird neben der vorher erwähnten Freiwilligkeit der vermutete enorme Lobbyeinfluss und der fehlende Einsatz für Konsumentenschutz kritisiert.<ref>Lebensmittelampel auf freiwilliger Basis kommt ab November. In: Instagram. tagesschau, 9. Oktober 2020, abgerufen am 9. Oktober 2020.</ref>

Umgang mit der AfD

Im Januar 2025 postete Klöckner auf Instagram: „Für das, was Ihr wollt, müsst Ihr nicht AfD wählen. Dafür gibt es eine demokratische Alternative: die CDU.“<ref>Julia Klöckner: CDU-Politikerin fischt nach AfD-Wählern und löscht den Post. In: Der Spiegel. 9. Januar 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 10. Januar 2025]).</ref> Dies wurde als eine Gleichsetzung des CDU-Programms mit den rechtsextremen Inhalten der AfD verstanden. Später verschwand der Eintrag auf dem Instagram-Profil von Klöckner. Stattdessen erklärte sie in einem anderen Post, die Botschaft sei von ihren Kritikern „uminterpretiert“ worden, weshalb sie den Post verändert habe. Sie wolle nicht, dass „linke Gruppen“ auf ihrer Instagram-Kachel die Unterstellung verbreiten, sie sei für eine CDU-AfD-Koaltition.<ref name=":1">Rheinland-Pfalz: Wirbel um Aussagen von Julia Klöckner zur AfD. In: tagesschau.de. SWR, 9. Januar 2025, abgerufen am 10. Januar 2025.</ref> Zudem erklärte sie, AfD-Wähler seien nicht zwangsläufig Extremisten und sie könne nachvollziehen, wenn Personen die AfD wählen; Wähler wollten mit einer Stimme für die AfD ein Zeichen „zum Beispiel gegen grüne Gängelung beim Heizungsgesetz“ setzen.<ref>Julia Klöckner löscht nach Kritik seltsamen CDU-AfD-Beitrag. In: n-tv Nachrichten. Abgerufen am 10. Januar 2025.</ref> Misbah Khan von den rheinland-pfälzischen Grünen bezeichnete Klöckners Aussage, die CDU setze in vielen Bereichen das Gleiche wie die AfD um, als alarmierend. Marc Ruland (SPD Rheinland-Pfalz) bezeichnete diese Aussage als Fall der „Brandmauer gegen die AfD“, weil Klöckner dazu aufrufe, die CDU zu wählen, wenn man AfD-Inhalte wolle. Dieser Darstellung widersprach sein CDU-Amtskollege Johannes Steiniger, indem er von Unterstellungen sprach. Die CDU sei die einzige demokratische Partei, die um AfD-Wähler kämpfen würde.<ref name=":1" /> Auch die Türkische Gemeinde in Deutschland kritisierte Klöckners Posting als „peinlich und unwürdig“.<ref>"Peinlich": Heftige Kritik an Post von CDU-Politikerin zur AfD. In: t-online.de. 10. Januar 2025, abgerufen am 10. Januar 2025.</ref>

Verhältnis zu Frank Gotthardt und Nius

Im August 2025 sorgte ein Auftritt Klöckners beim Sommerfest der CDU Koblenz für Kritik. Das Fest fand in Räumlichkeiten statt, die Frank Gotthardt gehören, langjähriger Vorsitzender des CDU-Wirtschaftsrates in Rheinland-Pfalz und Hauptgeldgeber des rechtspopulistischen Onlinemediums Nius. Als Reaktion auf diesbezügliche Kritik verglich Klöckner bei dem Auftritt unter anderem Nius mit der linken Tageszeitung taz und behauptete, methodisch seien sich beide „nicht so sehr unähnlich“. Sie cancele „weder einen Finanzier der taz“ noch Frank Gotthardt.<ref name="Tageschau Nius" /> Die Gründung von Nius bezeichnete Klöckner, die Gotthardt seit vielen Jahren kennt, als „Reaktion auf allzu einseitige Medienberichterstattung“. Kritik an Nius tat sie als Kampagne gegen abweichende Meinungen ab.<ref name="T-Online Nius">Klöckner gießt beim „Nius“-Geldgeber Öl ins Feuer. In: t-Online.de, 18. August 2025. Abgerufen am 18. August 2025.</ref>

Zuvor hatte Gotthardt in seiner Rede erklärt, bei der Bundestagswahl 2025 hätten Linke und Grüne „ihr Vorfeld, auch bekannt als die Zivilgesellschaft oder NGOs“ gegen die CDU auf die Straße gebracht, wobei „CDU-Geschäftsstellen […] gestürmt, besetzt und beschmiert“ worden seien. Diese Gewalt gegen die CDU sei eine „zutiefst antidemokratische Einschüchterung gewesen, finanziert mit Steuergeld“.<ref name="Tageschau Nius">Klöckners Meinung zur Meinungsvielfalt. In: Tagesschau.de, 19. August 2025. Abgerufen am 19. August 2025.</ref>

An Klöckners Rede gab es breite Kritik, auch aus der eigenen Partei. Aus den Reihen der Grünen und der SPD wurde kritisiert, Klöckner habe mit dem Auftritt ihre politische Neutralität als Bundestagspräsidentin verletzt.<ref>Stefan Ludmann: Sommerparty bei „Nius“-Förderer? SPD im Schwesig-Wahlkreis fordert Klöckner-Rücktritt. In: NDR Info. 13. August 2025, abgerufen am 16. August 2025.</ref><ref>Yağmur Ekim Çay: Sommerfest in Rheinland-Pfalz: Koblenzer CDU und Julia Klöckner zu Gast bei Nius-Sponsor. In: Die Tageszeitung: taz. 13. August 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 16. August 2025]).</ref> Ruprecht Polenz (CDU) kritisierte, der von Klöckner als „erfolgreiche[r] Mittelständler“ beschriebene Gotthardt finanziere „das Hetzportal Nius, das die AfD promotet und mit Kampagnen gegen die CDU zu Felde zieht“. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) nannte den Vergleich der taz mit Nius einen Übergriff durch die zweithöchste Person im Staat: Klöckner übergehe die Tatsache, dass sich die taz im Gegensatz zu Nius an journalistische Qualitätsstandards halte.<ref name=":2">Kritik an Bundestagspräsidentin Klöckner wegen Vergleich von "Taz" und "Nius". In: deutschlandfunkkultur.de. Deutschlandradio, 20. August 2025, abgerufen am 20. August 2025.</ref> Der DJV-Vorsitzende Mika Beuster empfahl Klöckner, „sich von populistischen Medien fernzuhalten“. Die taz gehöre aber nicht dazu.<ref name="Tageschau Nius" /> Die taz selbst wiederholte ihr Statement, das sie anlässlich eines früheren Vergleichs des damaligen FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner im Sommer 2024 abgegeben hatte: „Wir möchten höflich darauf hinweisen, dass die ‚taz‘ – im Gegensatz zu ‚Nius‘ – ein journalistisches Medium ist, das nach presseethischen Grundsätzen arbeitet.“<ref>Gereon Asmuth: Klöckner setzt taz mit Nius gleich: Die taz hat News für Klöckner. In: Die Tageszeitung: taz. 18. August 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 19. August 2025]).</ref><ref>taz-Chefredaktion schreibt an Christian Lindner. In: taz Hausblog. 1. Juli 2024, abgerufen am 19. August 2025.</ref> Die Vorsitzende der Bundestagsfraktion Die Linke, Heidi Reichinnek, attestierte Klöckner die Verharmlosung rechter Hetze und Desinformation in der Medienlandschaft<ref name=":2" /> und forderte sie zum Rücktritt auf. Auch die SPD-Fraktionsvize Wiebke Esdar tadelte Klöckners Äußerungen als Gefährdung für „das Vertrauen in unabhängige Medien“. Sie kritisierte weiter, dass Klöckner „die Unterschiede zwischen kritischem Journalismus und Meinungsmache“ verkenne.<ref>Nach Vergleich von Nius und taz: Linke fordert Klöckner zum Rücktritt auf. In: tagesschau.de. 19. August 2025, abgerufen am 20. August 2025.</ref>

In der Folge ergaben Recherchen von Table Media, dass Klöckner während ihrer Zeit als CDU-Schatzmeisterin Pläne für eine Unternehmensgründung mit Gotthardt verfolgt hatte und den Kontakt zwischen diesem und der CDU herstellte. Nach einem Treffen im „China Klub“ über dem Berliner Hotel Adlon im Frühsommer 2023, an dem auch Friedrich Merz teilnahm, war die Gründung einer „CDU App GmbH“ geplant, die aber letztlich scheiterte. Das gemeinsame Unternehmen von CDU und Gotthardt sollte als IT- und Kampagnenplattform für die Partei dienen und direkten Zugriff auf die Mitgliederdatenbank der Partei bekommen.<ref>Michael Bröcker: Intensive Verbindung: Wie die CDU mit Frank Gotthardt ein Unternehmen gründen wollte und welche Rolle Julia Klöckner dabei spielte. In: Table Media. 20. August 2025, abgerufen am 21. August 2025.</ref><ref>Kritik an Bundestagspräsidentin – Verbindungen zwischen Klöckner und Nius-Gründer Gotthardt offenbar enger als gedacht. In: deutschlandfunk.de. 21. August 2025, abgerufen am 21. August 2025.</ref>

Prostitution und Frauenrechte in Deutschland

Klöckner forderte bei der Verleihung des Heldinnen-Awards 2025 ein Verbot von Prostitution und Sexkauf in Deutschland.<ref>Nora Kilényi: Streetworkerin aus Plauen erhält Heldinnen-Award für Kampf gegen Prostitution | MDR.DE. In: mdr.de. Mitteldeutscher Rundfunk, 4. November 2025, abgerufen am 4. November 2025.</ref> Sie kritisierte, dass Prostitution nicht als normaler Beruf gelten könne, da sie Frauen entwürdige und Gewalt sowie Abhängigkeit fördere. Klöckner plädierte für das nordische Modell, bei dem Freier bestraft und Prostituierte unterstützt werden. Ihrer Ansicht nach schützen die bestehenden Gesetze Prostituierte nicht ausreichend. Deutschland sei zum „Puff Europas“ geworden.<ref>dpa: Deutschland als „Puff Europas“: Julia Klöckner äußert sich zu Prostitution. In: faz.nt. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. November 2025, abgerufen am 4. November 2025.</ref><ref>Elisa Schu, dpa: Klöckner zu Prostitution: Deutschland ist der „Puff Europas“. In: focus.de. FOCUS, 4. November 2025, abgerufen am 4. November 2025.</ref>

Sonstiges

Klöckner argumentierte 2019, es sei bedenklich, wenn man sich auf ein Thema wie die Klimakrise stürze, das gerade „en vogue“ sei, ohne einen „gedanklichen Überbau“ zu haben. Man sei immer nur zweiter Sieger, wenn man dem Trend hinterherlaufe.<ref name="deutschl-014526">Koalitionsstreit Grundrente kommt laut SPD zum Jahreswechsel. In: deutschlandfunk.de. 15. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Juni 2019; abgerufen am 14. Mai 2020.</ref> Ihre Ausführungen sorgten für Kritik: Der Kolumnist Christian Stöcker (Spiegel Online) schrieb hierzu: „Der Klimawandel ist so ‚en vogue‘ wie eine Krebsdiagnose. Oder wie ein Auto, in dem bei Tempo 180 plötzlich die Bremse nicht mehr richtig mitspielt: Keiner will ihn, aber wenn man ihn erst mal als Faktum akzeptiert hat, wird alles andere zweitrangig.“<ref name="SPON-1271315">Christian Stöcker: Klimawandel: Den Absturz kann man nicht wegdiskutieren. In: Spiegel Online. 9. Juni 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.</ref>

Der Journalist Sebastian Leber beschrieb im Oktober 2023 im Tagesspiegel, dass Klöckner wiederholt wider besseres Wissen Unwahrheiten verbreitet und diese nicht korrigiert habe.<ref>Sebastian Leber: Die Fake News der Julia Klöckner: Unehrlichkeit als roter Faden einer Karriere. In: Tagesspiegel. 14. Oktober 2023, abgerufen am 18. Januar 2024.</ref>

Mitgliedschaften und ehrenamtliches Engagement

Datei:2014-09-06 6917b Martental, Julia Klöckner.JPG
Julia Klöckner bei einem Vortrag im September 2014 in einer Veranstaltung des Kolpingwerks

Bis zum Beginn ihrer Tätigkeit als Landwirtschaftsministerin war Klöckner Mitglied im Beirat der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz und Mitglied des Rundfunkrates SWR Südwestrundfunk, Stuttgart.<ref>Landtag Rheinland-Pfalz - Klöckner, Julia. 19. September 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 15. Februar 2024.</ref>

Klöckner ist Mitglied des Kuratoriums der Ossig-Stiftung zur Förderung der Kinderklinik Bad Kreuznach<ref>Stiftungszweck. Ossig Stiftung, abgerufen am 15. September 2019 (erhält auch Angaben zum Kuratorium).</ref> und des Kuratoriums der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer.<ref name="bundestag" /> Im Bistum Mainz gehört sie den Kuratorien der Stiftung JugendRaum<ref>Stiftung. Kuratorium In: bistummainz.de, stiftung-jugendraum.</ref> und der Stiftung Weltkirche<ref>Das Kuratorium der Stiftung Weltkirche. Bistum Mainz, abgerufen am 23. Mai 2020.</ref> an, und sie ist Kuratoriumsvorsitzende der Caritas-Stiftung „Mittelpunkt Mensch“ des Caritasverbands Rhein-Hunsrück-Nahe e. V.<ref>Stiftung "Mittelpunkt Mensch". In: Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe. Abgerufen am 23. Mai 2020.</ref> Beiratsmitglied bei Plan International Deutschland e. V.,<ref>Plan International Deutschland e.V: Julia Klöckner übernimmt Ehrenamt bei Plan International. Abgerufen am 21. April 2021.</ref> und Vorstandsmitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung.<ref name="bundestag" />

Zudem ist sie Schirmherrin des rheinland-pfälzischen Landesverbands der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V.,<ref>cdurlp.de: Pressemitteilung Nr. 106/2011 – 23.09.2011, aufgerufen am 24. Dezember 2011</ref> der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft Bad Kreuznach, des Fördervereins der Christlichen Hospizbewegung Bad Kreuznach, ambulanter Dienst e. V., des Mehrgenerationenhauses Idar-Oberstein sowie der Stiftung Aktion Niere.<ref name="engagement">Engagement. In: Julia-Kloeckner.de.</ref>

Darüber hinaus ist Klöckner Ehrenmitglied der Aktion Deutsche Sprache e. V.,<ref>Ehrenmitgliedschaft für Julia Klöckner. In: aktion-deutsche-sprache.de</ref> Botschafterin des Fördervereins „Lützelsoon“ zur Unterstützung krebskranker und notleidender Kinder und deren Familien e. V.,<ref>Botschafter. Förderverein Lützelsoon, abgerufen am 8. März 2019.</ref> sowie Initiatorin und Jury-Mitglied des Verbraucherjournalistenpreises, dessen Schirmherr bis zu seinem Tod der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog gewesen ist.<ref>ageflitter: Preisträger für Verbraucher- | journalistenpreis 2010 ausgezeichnet — Markenverband Portal. Abgerufen am 15. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zudem war sie Mitglied der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken,<ref>ZdK wählt 45 Einzelpersönlichkeiten. Im Rahmen der Herbstvollversammlung des ZdK. In: Pressemitteilung des ZdK. Zentralkomitee der deutschen Katholiken e. V., Berlin, 19. November 2016, abgerufen am 24. März 2025.</ref><ref>Ingo Brüggenjürgen: Ministerin Klöckner wünscht sich Reformen in der Kirche. „Da müssen wir echt was ändern“. In: DOMRADIO.DE. DOMRADIO.DE gGmbH, Köln, 9. Juli 2021, abgerufen am 24. März 2025.</ref> Jury-Mitglied des „Finanzforum Vordenken“, das den Vordenker-Preis vergibt, sowie des Deutschen Nachhaltigkeitspreises.<ref name="engagement" />

Im Juni 2018 wurde Klöckner vom Deutschen Brauer-Bund zur „Botschafterin des Bieres“ ernannt.<ref>Startseite. Abgerufen am 15. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit Oktober 2022 ist sie Mitglied im Kuratorium der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung DIW.<ref name="bundestag">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Julia Klöckner, CDU/CSU.] Deutscher Bundestag, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Juli 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Ehrungen und Auszeichnungen

Schriften

  • mit Thomas Hartmann: Der Wein erfreue des Menschen Herz. Paulus-Verlag, Fribourg 1998, ISBN 3-7228-0446-9.
  • mit Thomas Hartmann: Irdischer Wein – Himmlischer Genuss. Der Wein in der Bibel. Paulus-Verlag, Fribourg 2008, ISBN 978-3-7228-0748-5.
  • mit Martin Rupps und Volker Resing: Zutrauen! Ideen statt Ideologien – Was mir in der Politik wichtig ist. Herder, Freiburg 2015, ISBN 978-3-451-31114-7.
  • Nicht verhandelbar – Integration nur mit Frauenrechten. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2018, ISBN 978-3-579-08712-2.

Weblinks

Einzelnachweise

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Erich Köhler (CDU/CSU, 1949–1950) | Hermann Ehlers (CDU/CSU, 1950–1954) | Eugen Gerstenmaier (CDU/CSU, 1954–1969) | Kai-Uwe von Hassel (CDU/CSU, 1969–1972) | Annemarie Renger (SPD, 1972–1976) | Karl Carstens (CDU/CSU, 1976–1979) | Richard Stücklen (CDU/CSU, 1979–1983) | Rainer Barzel (CDU/CSU, 1983–1984) | Philipp Jenninger (CDU/CSU, 1984–1988) | Rita Süssmuth (CDU/CSU, 1988–1998) | Wolfgang Thierse (SPD, 1998–2005) | Norbert Lammert (CDU/CSU, 2005–2017) | Wolfgang Schäuble (CDU/CSU, 2017–2021) | Bärbel Bas (SPD, 2021–2025) | Julia Klöckner (CDU/CSU, seit 2025) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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Wilhelm Niklas (CSU, 1949–1953) | Heinrich Lübke (CDU, 1953–1959) | Werner Schwarz (CDU, 1959–1965) | Hermann Höcherl (CSU, 1965–1969) | Josef Ertl (FDP, 1969–1982) | Björn Engholm (SPD, 1982) | Josef Ertl (FDP, 1982–1983) | Ignaz Kiechle (CSU, 1983–1993) | Jochen Borchert (CDU, 1993–1998) | Karl-Heinz Funke (SPD, 1998–2001) | Renate Künast (B90/Grüne, 2001–2005) | Jürgen Trittin (B90/Grüne, komm. 2005) | Horst Seehofer (CSU, 2005–2008) | Ilse Aigner (CSU, 2008–2013) | Hans-Peter Friedrich (CSU, 2013–2014) | Christian Schmidt (CSU, 2014–2018) | Julia Klöckner (CDU, 2018-2021) | Cem Özdemir (B90/Grüne, 2021-2025) | Alois Rainer (CSU, seit 2025) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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Angela Merkel (CDU) | Olaf Scholz (SPD) | Heiko Maas (SPD) | Horst Seehofer (CSU) | Katarina Barley (SPD, bis 27. Juni 2019) | Christine Lambrecht (SPD, ab 27. Juni 2019) | Peter Altmaier (CDU) | Hubertus Heil (SPD) | Julia Klöckner (CDU) | Ursula von der Leyen (CDU, bis 17. Juli 2019) | Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU, ab 17. Juli 2019) | Franziska Giffey (SPD, bis 20. Mai 2021) | Jens Spahn (CDU) | Andreas Scheuer (CSU) | Svenja Schulze (SPD) | Anja Karliczek (CDU) | Gerd Müller (CSU) | Helge Braun (CDU)

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Präsident des Deutschen Bundestages:

Julia Klöckner (CDU)

Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages:

Andrea Lindholz (CSU) | Josephine Ortleb (SPD) | Omid Nouripour (Grüne) | Bodo Ramelow (Linke) | vakant (AfD)

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Vorsitzender: Friedrich Merz. Generalsekretär: Carsten Linnemann. Stellvertretende Generalsekretärin: Christina Stumpp. Stellvertretende Vorsitzende: Silvia Breher | Ines Claus | Andreas Jung | Michael Kretschmer | Karl-Josef Laumann | Karin Prien. Bundesschatzmeisterin: Franziska Hoppermann. Gewählte Mitglieder des Präsidiums: Sebastian Lechner | Ina Scharrenbach | Sven Schulze | Mario Voigt | Nina Warken | Wiebke Winter. Mitglieder des Präsidiums kraft Amtes: Niclas Herbst | Julia Klöckner | Jens Spahn. Beratende Mitglieder des Präsidiums: Daniel Günther | Boris Rhein | Kai Wegner | Hendrik Wüst | Marco Melle Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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Peter Altmeier (1946–1966) | Helmut Kohl (1966–1974) | Bernhard Vogel (1974–1988) | Hans-Otto Wilhelm (1988–1992) | Werner Langen (1992–1993) | Johannes Gerster (1993–1997) | Christoph Böhr (1997–2006) | Christian Baldauf (2006–2010) | Julia Klöckner (2010–2022) | Christian Baldauf (2022–2024) | Gordon Schnieder (seit 2024)

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Peter Altmeier (1947) | Alois Zimmer (1947–1951) | Wilhelm Boden (1951–1961) | Hermann Matthes (1961–1963) | Helmut Kohl (1963–1969) | Johann Wilhelm Gaddum (1969–1971) | Willi Hörter (1971–1972) | Kurt Böckmann (1973–1976) | Rudi Geil (1976–1981) | Hans-Otto Wilhelm (1981–1987) | Emil Wolfgang Keller (1987–1988) | Hans-Otto Wilhelm (1988–1994) | Christoph Böhr (1994–1996) | Johannes Gerster (1996–1997) | Christoph Böhr (1997–2006) | Christian Baldauf (2006–2011) | Julia Klöckner (2011–2018) | Christian Baldauf (2018–2023) | Gordon Schnieder (seit 2023)

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