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Hensel (Unternehmen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gustav Hensel GmbH & Co. KG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Hensel.svg
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1931<ref name="DDW" />
Sitz Lennestadt
Leitung Philipp C. Hensel (Vorsitzender), Frank Dubberke und Michael Lehr
Mitarbeiterzahl über 1.000 (Stand 2025)
Umsatz 161,5 Mio. Euro<ref name="DDW" />
Branche Elektrotechnik<ref name="DDW" />
Website https://www.hensel-electric.de/de-de/
Stand: 2025
Datei:Luftbild Hensel.jpg
Luftbild der Firma Hensel in Lennestadt

Die Gustav Hensel GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen aus der Elektroinstallations- und Verteilungstechnik mit Sitz in Lennestadt. Das in 60 Länder exportierende Unternehmen<ref name="DDW">Gustav Hensel GmbH & Co. KG im Lexikon der Weltmarktführer. In: die-deutsche-wirtschaft.de. Abgerufen am 8. Oktober 2025.</ref> beschäftigt nach eigenen Angaben über 1000 Mitarbeiter, davon 640 in Deutschland und bei 13 Tochtergesellschaften im In- und Ausland.<ref>Das Unternehmen Hensel. In: hensel-electric.de. Abgerufen am 5. September 2024.</ref>

Im Lexikon der deutschen Weltmarktführer wurde das Unternehmen im Oktober 2025 auf Rang 1224 gelistet.<ref name="DDW" />

Geschichte

Datei:Hensel Lennestadt.jpg
Firmensitz in Lennestadt

Der Elektroingenieur Gustav Hensel († 1977) entwickelte Ende der 1920er Jahre einen quadratischen duroplastischen Kabelabzweigkasten aus Kunststoff, der im Gegensatz zu den zu dieser Zeit gebräuchlichen Guss- und Blechkästen die Nutzung des elektrischen Stroms sicherer (Isolation) machte. Er gründete – während der Weltwirtschaftskrise – am 1. Juli 1931 in Radevormwald mit seinem damaligen Geschäftsfreund, dem Unternehmer Ernst Bisterfeld, die Gustav Hensel KG. Das Unternehmen nutzte zunächst angemietete Räume in der Fabrik von Biesterfeld und Stolting.<ref name="Berg1">Bergische Landeszeitung vom 1. Juli 1941, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 13. Februar 2025, Direktlink.</ref> 1936 stieß der Vetter Gustav Hensels, der Elektroingenieur Max Hensel († 1989), als dritter Gesellschafter ins Unternehmen und trieb die technische Entwicklung voran. In den folgenden Jahren wurden verschiedene Patente von Steckdosen und anderen elektrotechnischen Bauteilen angemeldet.<ref>Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger vom 15. Juni 1936, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 13. Februar 2025, Direktlink.</ref> 1937 wurde ein eigenes Fabrikgebäude in der Hohenfuhrstraße in die Nutzung genommen. Im April 1941 brannte das Fabrikgebäude ab.<ref name="Berg1" /><ref>Unser Unternehmen | HENSEL. In: hensel-electric.de. Abgerufen am 12. September 2025.</ref>

Nach dem Zweiten Weltkrieg zog das Unternehmen 1947 nach Altenhundem (Lennestadt), wo eine von Bombardierungen verschont gebliebene ehemalige Textilkleiderfabrik Tobüren angemietet wurde. 1953 entstand ein neues Werk auf der grünen Wiese. Das Unternehmen fertigte dort von Beginn an hauptsächlich Feuchtraum-Elektroinstallationstechnik, was bis heute das Firmenimage prägt. Zwischen 1970 und 1990 stellte Hensel die Produktion von duroplastischen zu thermoplastischen Kunststoffen um.

Seit 1991 können Mitarbeiter Genussrechte erwerben. Das Genussrechtskapital beträgt knapp 4 Millionen Euro.

Die „Gustav Hensel GmbH & Co. KG“ beteiligte sich an der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft.<ref name=":0">German Companies Participating in the Forced/Slave Labor Compensation Fund. American-Israeli Cooperative Enterprise</ref>

Produkte

Datei:Hensel Abzweigkasten.jpg
Hensel, Kabelabzweigkasten Dk 0200 G, Aufputz, IP 66, Thermoplast, mit elastischen Dichtmembranen

Hensel ist tätig in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb elektrischer Verteilersysteme sowie Niederspannungsschaltanlagen. Das Unternehmen gilt seit der Gründung als Spezialist für Feuchtraum-Elektroinstallationstechnik.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.elektropraktiker.deHensel gründet Joint-Venture in der Türkei (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Elektropraktiker.de, 1. Februar 2008</ref> Es produziert unter anderem Kabelabzweigkästen von 1,5–240 mm², Kleinverteiler mit 3–54 Teilungseinheiten, Leergehäuse für industrielle Anwendungen nach DIN EN 62208, Verteilersysteme aus Thermoplast bis 250 A bzw. 630 A, Photovoltaik-Verteiler, Niederspannungs-Schaltanlagen bis 5.000 A. Die „Gustav Hensel GmbH & Co. KG“ beteiligte sich an der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft.<ref name=":0" />

Hauptkonkurrenten auf dem deutschen Markt sind Spelsberg, Hager und im industriellen Bereich Rittal.

Konzernstruktur

Hensel wird von Philipp C. Hensel, dem Enkel des Unternehmensgründers Gustav-Hensel, sowie den Mit-Geschäftsführern Frank Dubberke und Michael Lehr geführt.

Tochtergesellschaften

Der Hensel GmbH & Co. Kommanditgesellschaft gehören neben der Hensel Kunststofftechnik (Kirchhundem), Hensel Metall-Technik (Siegen) und der Hensel Schaltanlagenbau (Grimma) in Deutschland, elf weitere Tochterunternehmen im Ausland an. Die Entwicklung und Konstruktion der Erzeugnisse des Unternehmens erfolgen in Deutschland. Die ausländischen Unternehmen führen kunden- und anwendungsnahe Montagen für nationale Märkte aus. Die Gründung der Auslandsgesellschaften erfolgte in den Jahren von 1993 bis 2023.<ref>Unternehmen Gustav Hensel GmbH & Co. KG. In: weltmarktfuehrer-sw.de. SIHK (Im Team für Südwestfalen), abgerufen am 20. Februar 2026.</ref>

Weblinks

Anmerkungen

<references/>

Koordinaten: 51° 6′ 41,4″ N, 8° 3′ 55,5″ O

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