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Indschīl

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Indschīl (arabisch{{#if:إنجيل| {{#invoke:Vorlage:lang|fold}}{{#if:| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}{{#if:inǧīl|, DMG {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}{{#if:| <templatestyles src="IPA/styles.css" />{{#if:|[}}{{#if:

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|all= 1= |opt= 2= Tondatei= |template=Vorlage:IPA |errNS= 0 |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:IPA |format=@@@ }}], in anderen Umschriften Injil oder Indjil) ist ein arabischer Ausdruck für das griechische {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} (Evangelium) und bezieht sich auf die durch Jesus von Nazaret überlieferte Offenbarung.

Im Koran wird das Wort Indschil zwölfmal erwähnt.<ref>Sure:Vers: 3:3, 3:48, 3:65, 5:46, 5:47, 5:66, 5:68, 5:110, 7:157, 9:111; 48:29, 57:27</ref> Es bezieht sich dort auf die Offenbarung, die Gott Isa ibn Maryam (Jesus, Sohn der Maria) gesandt hat und die von diesem verkündet wurde. Das Wort bezeichnet ferner jene Schriften, welche die Christen zur Zeit Mohammeds lasen. Nach einer verbreiteten islamischen Auffassung gelten die vier Evangelien als abgeändert, „verfälscht“ (taḥrīf), insbesondere was die Göttlichkeit Jesu und trinitarische Vorstellungen betrifft.<ref>Quellenstudien hierzu z. B. bei E. Fritsch: Islam und Christentum im Mittelalter, Breslau 1930</ref> In der islamischen Gelehrsamkeit bestehen jedoch unterschiedliche Auffassungen darüber, ob sich diese Verfälschung auf den Wortlaut oder vor allem auf die Auslegung der Schrift bezieht.<ref>Gabriel Said Reynolds: "On the Qurʾānic Accusation of Scriptural Falsification (taḥrīf) and Christian Anti-Jewish Polemic", in: ''Journal of the American Oriental Society'' 130 (2010), S. 193</ref> Ibn Ḥaǧar al-ʿAsqalānī führt in Fatḥ al-Bārī mehrere Positionen zu dieser Frage an und verbindet die Auffassung, dass sich die Verfälschung auf die Bedeutung, nicht auf den Wortlaut beziehe, unter anderem mit Muhammad al-Bukhari und Ibn ʿAbbās.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Die Ähnlichkeit zwischen Überlieferungen der Bibel und des Korans kann bislang nicht eindeutig darauf zurückgeführt werden, dass arabische Bibelübersetzungen bereits vor Mohammeds Zeitgenossenschaft vorlagen<ref>de Vaux, l.c. (einzige Indizien für frühe Übersetzungen ins Arabische sind bislang eine Passage bei Muḥammad b. Isḥāḳ (Sprenger, Das Leben und die Lehre des Mohammed, Bd. 1, 131 ff.) und ein Hinweis bei Bar Hebraeus, wonach der Monophysit Johannes für ʿAmr b. Saʿd um 631-640 eine Übersetzung angefertigt habe)</ref>; eher ist an mündliche Überlieferung zu denken, etwa durch jemenitische Christen und syrische Nestorianer (aus al-Ḥīra)<ref>de Vaux, l.c.</ref>. Dies findet eine Bestätigung in südarabischen und äthiopischen Termini in den relevanten Passagen (es bestand enger Kontakt zwischen den jemenitischen und äthiopischen Gemeinden).<ref>de Vaux verweist auf Sure 5, 112f</ref> Auch einige Hadithe sind durch Kenntnis biblischer Überlieferung erklärbar. Da die frühesten Hadithe ein bis zwei Jahrhunderte nach Mohammeds Tod festgehalten und erst weitere Jahrhunderte später als Abschriften erstellt wurden, ist dies mit Vorsicht zu betrachten. Spätere islamische Theologen wie al-Masʿūdī und al-Bīrūnī belegen eine zunehmende exakte Bibelkenntnis, jedoch lebten beide 300 Jahre nach den Anfängen des Islam. Eine polemische Auseinandersetzung zwischen islamischen und christlichen Positionen gewann durch das 1908 ins Arabische übersetzte sogenannte Barnabasevangelium weiteren Auftrieb, da dieses Jesus eine teils oder im Wesentlichen islamische Lehre zuschreibt.<ref>J. Jomier: L'Evangile selon Barnabé, in: MIDEO 6 (1959-61), 137-226</ref>

Neben der Verwendung im islamischen Kontext bezeichnen auch arabischsprachige Christen mit dem Begriff Indschil den Inhalt der Botschaft von Jesus Christus (Evangelium – „gute Nachricht“). Gleichzeitig ist hier Indschil als Bezeichnung der vier Evangelien des Neuen Testamentes üblich: Evangelium nach Matthäus ({{#invoke:Vorlage:lang|fold}}{{#if:| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}{{#if:|, DMG {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}{{#if:| <templatestyles src="IPA/styles.css" />{{#if:|[}}{{{IPA}}}{{#if:

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Literatur

  • Jacques Jomier: Bibel und Koran, 1962.
  • Hava Lazarus-Yafeh: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, 1992.
  • Heinrich Speyer: Die biblischen Erzählungen im Qoran, 1931 (mehrfach nachgedruckt).
  • B. Carra de Vaux: Indjīl, in: Encyclopaedia of Islam, 2. A., Bd. 3, 1205.

Einzelnachweise

<references />