Jalta
Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Infobox Ort in der Ukraine
Jalta (
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International bekannt wurde die Stadt 1945 durch die Konferenz von Jalta.
Geographie
Der Lage südlich des Krimgebirges und in einem Talkessel verdankt Jalta sein sehr mildes Klima: Die mittlere Temperatur beträgt im Februar 4 °C. Es schneit in Jalta selten, und die dünne Schneeschicht taut schnell wieder auf. Die Durchschnittstemperatur im Juli liegt bei ca. 24 °C. Die Sonne scheint hier 2250 Stunden im Jahr. Da immer stetig eine leichte Meeresbrise vom Schwarzen Meer weht, wird es in Jalta nie drückend heiß. Es herrscht ein subtropisches Klima.
Aufgrund der günstigen geographischen Lage hat sich Jalta zu einem beliebten Ziel für Touristen schon während der Zeit der Sowjetunion entwickelt. Palmen, Pinien, Oleander und andere mediterrane Pflanzen prägen das Stadtbild.
Viele berühmte Künstler wie Tschechow, Tolstoi und Tschaikowski haben hier gelebt.
Verwaltungstechnisch gliedert sich die Stadt in:
- eine weitere Stadt: Alupka ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})
- in 21 Siedlungen städtischen Typs: Berehowe ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Wynohradne ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Widradne ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Woschod ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Haspra ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Holuba Satoka ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Hursuf ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Kaziweli ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Korejis ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Krasnokamjanka ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Kurpaty ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Liwadija ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Massandra ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Nikita ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Oreanda ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Parkowe ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Ponysiwka ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Sanatorne ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Simejis ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Sowjetske ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Foros ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), ein Dorf Opolsnewe ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})
- und acht Siedlungen: Wyssokohirne ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Hirne ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Danyliwka ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Kujbyschewe ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Linijne ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Olywa ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Ochotnytsche ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), Partysanske ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})
Bevölkerung
Der Kurort hat rund 80.000 Einwohner, von denen etwa zwei Drittel Russen und etwa 28 % Ukrainer sind, der Rest sind Krimtataren und Angehörige anderer Völker. Die lingua franca ist Russisch. Eine kleine Gruppe von Deutschen ist in zwei Kulturvereinen organisiert und hat auch eine protestantische Kirche. In der Agglomeration Jalta leben etwa 140.000 Menschen.
| Gruppen | Anzahl | in Prozent |
|---|---|---|
| Russen | 91.408 | 65,5 |
| Ukrainer | 38.604 | 27,6 |
| Weißrussen | 2.204 | 1,6 |
| Krimtataren | 1.877 | 1,3 |
| Armenier | 813 | 0,6 |
| Tataren | 476 | 0,3 |
| Juden | 424 | 0,3 |
| Aserbaidschaner | 368 | 0,3 |
| Polen | 286 | 0,2 |
Geschichte
Gegründet wurde die Stadt vermutlich von den Taurern im 6. Jahrhundert v. Chr., was Gräber in den Abhängen des Polikurowski-Hügels nordöstlich der Stadt belegen. Im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde das damalige Jalita dann Kolonie des antiken Griechenland. Der Name Jalita stammt vermutlich aus dem Griechischen und bedeutet einfach nur ‚Ufer‘.
Im 6. Jahrhundert wurde die Stadt Teil des Byzantinischen Reiches. Die erste schriftliche Erwähnung fand im 12. Jahrhundert durch den arabischen Geographen Al-Idrisi statt – die Siedlung hieß damals Vorlage:ArF. Im 14. Jahrhundert wurde die Siedlung eine Genuesische Kolonie unter dem Namen Kaulita resp. Etalita. Im 15. Jahrhundert zerstörte ein Erdbeben Jalta. Es wurde dann Teil des Osmanischen Reichs. 1783 kam Jalta zu Russland. Im Russischen Kaiserreich gehörte Jalta zum Gouvernement Taurien, das bis Oktober 1921 bestand. 1837 wurde die Stadt zu einer russischen Kreisstadt. 1848 wurde die Straße nach Sewastopol gebaut, 1887 das erste Sanatorium eröffnet. Nach der Oktoberrevolution war sie Teil der ASSR der Krim innerhalb der Russischen SFSR.
Im Deutsch-Sowjetischen Krieg wurde Jalta am 7. November 1941 von der deutschen Wehrmacht besetzt, nachdem am selben Tag die Armenija als letztes Evakuierungsschiff mit bis zu 7000 Menschen den Jaltaer Hafen verlassen hatte. Das Schiff wurde von der deutschen Luftwaffe versenkt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> In Jalta wurde ein nationalsozialistisches Ghetto mit 4500 Juden eingerichtet, die am 18. Dezember 1941 im Rajon Massandra erschossen wurden.<ref>Дегтярь М.: Расстрел (abgerufen am 16. August 2021).</ref> Während der Schlacht um die Krim wurde Jalta am 16. April 1944 von der Roten Armee zurückerobert.
Bekannt wurde Jalta durch die Konferenz von Jalta (auch Erklärung von Jalta, Jalta-Konferenz, Argonaut-Konferenz), auf der vom 4. bis 11. Februar 1945 über das Schicksal des bald besiegten Deutschland entschieden wurde. Daran beteiligt waren die alliierten Regierungschefs Winston Churchill, Josef Stalin und Franklin D. Roosevelt, die dort die Welt neu aufteilten.
Durch Beschluss<ref>The Transfer of the Crimea to the Ukraine (englisch)</ref> des Obersten Sowjets der UdSSR aus Anlass des 300. Jahrestags des Vertrags von Perejaslaw wurde Jalta zusammen mit der Oblast Krim am 26. April 1954 an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik angeschlossen. Seit 1991 ist Jalta Teil der unabhängigen Ukraine.
Seit 2004 findet jährlich im September das Yalta-Treffen statt, veranstaltet von der Wiktor-Pintschuk-Foundation und der Yalta European Strategy (YES) in der südukrainischen Stadt Liwadija.
Mit dem international nicht anerkannten Anschluss der Halbinsel Krim an Russland im März 2014 wurde Jalta de facto dem Föderationskreis Südrussland der Russischen Föderation angegliedert.<ref>Федеральный закон Российской Федерации от 21 марта 2014 года № 6-ФКЗ «О принятии в Российскую Федерацию Республики Крым и образовании в составе Российской Федерации новых субъектов — Республики Крым и города федерального значения Севастополя»</ref> Völkerrechtlich ist Jalta weiterhin Teil der Autonomen Republik Krim, die als südlichste Region und einzige Republik der Ukraine nach wie vor zur Ukraine gehört, auch wenn sie seit 2014 von Russland besetzt gehalten wird.<ref>Annexion der Krim. Putin verstößt gegen russische Verfassung</ref>
Verkehr
Aufgrund der Lage jenseits des Krimgebirges ist Jalta nicht an das Eisenbahnnetz angebunden. Dafür ist die Stadt Endpunkt der längsten Trolleybus-Linie der Welt. Diese wird von der Gesellschaft Krymskyj trolejbus betrieben und verbindet Jalta mit Aluschta und dem Bahnhof von Simferopol.
Städtepartnerschaften
- Vorlage:DEU Baden-Baden, Deutschland (seit 2000)
- Vorlage:FRA Nizza, Frankreich
- Vorlage:MEX, Mexiko (seit 2010)
- Vorlage:GEO Batumi, Georgien (seit 2008)
{{#ifeq:#|#|| {{#if:|[[{{{Ziel}}}]]|Türkei}}}} Antalya, Türkei (seit 2008)- Vorlage:EGY Scharm asch-Schaich, Ägypten (seit 2009)
- Vorlage:GBR Margate, Vereinigtes Königreich
- Vorlage:CHN Haikou, Volksrepublik China (seit 2004)
Sehenswürdigkeiten
- Armenische Kirche
- Botanischer Garten Nikita (am Hang bis zum Meer, mit über 50.000 Pflanzen aus aller Welt)
- Alexander-Newski-Kathedrale
- Tschechow-Haus (hier wohnte der Schriftsteller Anton Tschechow von 1899 bis 1904)
- Liwadija-Palast, Ort der Jaltakonferenz von 1945
- Orgelsaal in Liwadija
- Schloss Massandra (ehemals Staatsdatscha des Generalsekretärs der KPdSU, seit Josef Stalin)
- Berg Aj-Petri (Vorlage:Höhe, Seilbahn von der Küste zum Gipfel)
- Utschan-Su-Wasserfall (einer der höchsten Wasserfälle der Ukraine)
- Schwalbennest, ikonenhaftes Schloss auf der Felsküste
Sport
Jalta ist die Heimat des Fußballvereins FC Rubin Jalta, welcher seit 2023 in der vierthöchsten russischen Spielklasse Perwenstwo PFL Division B spielt. Die Mannschaft trägt ihre Heimspiele im Avangard Stadion aus.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Dmitri Miljutin (1816–1912), russischer Kriegsminister, Generalfeldmarschall und Militärschriftsteller
- Alla Nazimova (1879–1945), US-amerikanische Schauspielerin und Filmproduzentin russischer Herkunft
- Viktor Kopp (1880–1930), sowjetischer Diplomat
- Pavel Argeyev (1887–1922), russisch-französischer Kampfpilot
- Louis Hofbauer (1889–1932), österreichischer Maler
- Nicholas Soussanin (1889–1981), Schauspieler
- Serge Piménoff (1895–1960), russisch-französischer Filmarchitekt
- Nathalie Kovanko (1899–1967), Stummfilmschauspielerin
- Val Lewton (1904–1951), US-amerikanischer Filmproduzent
- Esteban Volkov (1926–2023, Geburtsname Wsewolod Platonowitsch Wolkow), mexikanischer Chemiker, Enkel von Leo Trotzki
- Alla Horska (1929–1970), Malerin und Dissidentin
- Karl-Theodor Geringer (1937–2022), österreichischer Kirchenrechtler
- Constantine Pleshakov (* 1959), russisch-amerikanischer Politikwissenschaftler und Autor
- Elena Kolpachikova (* 1971), Schauspielerin und Model
- Julija Wakulenko (* 1983), Tennisspielerin
- Wera Rebrik (* 1989), russische Speerwerferin ukrainischer Herkunft
- Walentina Iwachnenko (* 1993), russische Tennisspielerin, die bis 2014 für die Ukraine antrat
Ehrenbürger
- Michail Pugowkin (1923–2008), russischer Schauspieler<ref name="Ehrenbürger">Vorlage:Webarchiv, novopol.ru, 12. August 2010 (russisch)</ref>
- Sofija Rotaru (* 1947), Popsängerin und Schauspielerin<ref name="Ehrenbürger" />
- Filipp Kirkorow (* 1967), russischer Sänger und Musikproduzent<ref name="Ehrenbürger" />
Galerie
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Schloss Schwalbennest
-
Russisch-orthodoxe Kirche in Jalta
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Botanischer Garten in Jalta
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Markthalle, Jalta
-
Fleischmarkt in der Markthalle, Jalta
-
Hafen, Jalta (Sept. 2016)
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Museum Konferenz von Jalta im Liwadija-Palast
Literatur
- Karl Schlögel: Promenade in Jalta und andere Städtebilder. Carl Hanser Verlag, München.
- Christian Reder, Erich Klein (Hrsg.): Graue Donau, Schwarzes Meer. Wien Sulina Odessa Jalta Istanbul. Recherchen, Gespräche, Essays. Edition Transfer, Springer, Wien/New York 2008, ISBN 978-3-211-75482-5.
Weblinks
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Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit nicht-numerischen formatnum-Argumenten
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- Jalta
- Ort in der Autonomen Republik Krim
- Kurort in der Ukraine
- Stadt als Namensgeber für einen Asteroiden