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Kennedy-Center-Ehrungen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Springsteen and De Niro with Barack Obama.jpg
Grace Bumbry, Robert De Niro, Bruce Springsteen und US-Präsident Barack Obama (v.l.) beim Empfang 2009 im Weißen Haus
Datei:Kennedy center honors 2006.jpg
US-Präsident George W. Bush, Ehefrau Laura und die Preisträger 2006 bei der Gala
Datei:Secretary Kerry and Mrs. Heinz Kerry Meet With the Kennedy Center Honor Award Recipients (11277365345).jpg
US-Außenminister John Kerry und seine Ehefrau Teresa, dazwischen die Preisträger 2013
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US-Präsident Joe Biden hält eine Rede zu Ehren der Ausgezeichneten von 2021 (links).

Die Kennedy-Center-Ehrungen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) werden seit 1977 durch das John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington, D.C. jährlich am ersten Dezember-Wochenende an mehrere darstellende Künstler für deren „außergewöhnliche Beiträge zur amerikanischen Kultur mit ihrem Lebenswerk durch ihre dargestellten Künste“ (engl. „for an extraordinary lifetime of contributions to American culture through the performing arts“)<ref>Seven performers receive Kennedy Center Honors, latimes.com, 2. Dezember 2012</ref><ref>Benny Carter, 95; Legendary Saxophonist Also Was Composer-Arranger, Bandleader, latimes.com, 14. Juli 2003</ref> vergeben. Bislang wurden bei den Verleihungen jeweils nicht weniger als fünf und nicht mehr als acht Einzelpersonen geehrt (siehe Liste der Preisträger unten). Nachdem das Kennedy Center 2025 in „The Donald J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts“ oder kurz „Trump-Kennedy Center“ umbenannt wurde, wurde Ende Februar 2026 die Ehrung in „Trump Kennedy Center Honors“ umbenannt.<ref>Julia Jacobs: ‘This Year, It Will Be the ‘Trump Kennedy Center Honors’. In: The New York Times. 27. Februar 2025, abgerufen am 28. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Ehrung umfasst mehrere Feierlichkeiten: am Samstag ein Mittagessen im Kennedy Center, abends Empfang und Abendessen im US-Außenministerium auf Einladung des US-Außenministers; am Sonntagnachmittag Empfang im Weißen Haus mit Verleihung der Medaillen am Band durch den US-Präsidenten, gefolgt von der Gala am Abend im Opera House des Kennedy Centers, wo die Geehrten die Aufführungen zusammen mit dem US-Präsidenten aus der Präsidenten-Loge verfolgen. Donald Trump war in seiner ersten Amtszeit bei den Feierlichkeiten nicht anwesend.<ref>Heartfelt Tributes Trump Politics at Kennedy Center Honors. In: The Washington Post, vom 9. Dezember 2019. Abgerufen am 18. November 2022.</ref>

Die Ordensinsignien sind ein Band in den sieben Farben des Regenbogens, das dem Geehrten ungefähr entlang des Dekolletés bei den Damen bzw. des Revers bei den Herren um den Hals gelegt wird. Mit den Farben des Regenbogens, dem Lichtspektrum, wollte der Designer des Preises, der US-amerikanische Illustrator Ivan Chermayeff, im Jahr 1977 das breite Spektrum der Fähigkeiten der Künstler würdigen.<ref>Q & A: Ivan Chermayeff, Designer of the Kennedy Center Honors Medal, washingtonpost.com, 7. Dezember 2008</ref> Am Band sind vorne links und rechts sowie unten insgesamt drei Bronzeclips angebracht, auf denen links „Kennedy Center Honor“, unten der Name des Geehrten und rechts das Datum der Verleihung eingraviert sind (siehe Bilder rechts). Bei der Abendgala tragen neben den Geehrten zum Teil auch Preisträger aus den Vorjahren ihre Medaillen.

Im Mai 2018 widerrief das Kennedy Center die Auszeichnung für Bill Cosby im Zuge der Vorwürfe von sexuellem Missbrauch gegen ihn.<ref>Kennedy Center rescinds Bill Cosby’s Honors and Twain awards. In: The Washington Post, vom 7. Mai 2018. Abgerufen am 10. Mai 2018.</ref>

Bis 2025 oblag die Entscheidung über die Preisträger einem Expertenrat. Die Ehrungen im Dezember 2025 erfolgten erstmals parteiisch und auf Basis der Entscheidungen des US-Präsidenten, der missliebige („woke“) Kandidaten von der Auswahlliste entfernte und behauptete, in 98 % des Auswahlprozesses beteiligt gewesen zu sein.<ref>Charlotte Higgins: Trump’s takeover of the Kennedy Center should serve as a warning to UK arts institutions, The Guardian am 15. Dezember 2025; abgerufen am 19. Dezember 2025.</ref>

Preisträger

Weblinks

Commons: Kennedy-Preis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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