Kleinhabersdorf
Kleinhabersdorf Markt Dietenhofen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(66)&title=Kleinhabersdorf 49° 22′ N, 10° 41′ O
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dim=10000 | globe= | name=Kleinhabersdorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 407 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 66 (2013)<ref name="Dietenhofen">Ortsteile. In: dietenhofen.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. April 2023; abgerufen am 16. Juni 2023. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 90599 | |||||
| Vorwahl: | 09824 | |||||
Kleinhabersdorf (fränkisch: Glahobasch-dorf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 115. Dort folgendermaßen transkribiert: „glahōbɘschdorf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Haunoldshofen liegt in der Gemarkung Kleinhaslach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt auf einem Plateau, das nördlich, östlich und südlich abfällt und westlich ansteigt. Unmittelbar nördlich des Ortes entspringt der Schmierofengraben, ein rechter Zufluss des Mettlachbaches. Einen Kilometer westlich befindet sich das Waldgebiet Heegstall. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Petersdorf (2 km südwestlich), nach Bruckberg (1,3 km südöstlich) und zur Staatsstraße 2246 in der Nähe von Kleinhaslach (2,3 km).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1342 als „Hadmersdorf“ erstmals urkundlich erwähnt, zu Beginn des 16. Jahrhunderts mit dem Präfix „Klein-“. Es ist trotz der Namensverwandtschaft mit Großhabersdorf nicht davon auszugehen, dass Kleinhabersdorf eine Ausgründung dieses Ortes ist, da die Entfernung zwischen beiden Orten zu groß ist und eine Verbindung durch einen Flusslauf oder eine Reichsstraße nicht gegeben ist. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Hadumar, der wahrscheinlich der Gründer dieser Siedlung war.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 115.</ref>
Ein Anwesen des Ortes gehörte seit 1398 zum Besitz des Zisterzienserklosters Heilsbronn.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 228.</ref> Im 16-Punkte-Bericht des Klosteramts Heilsbronn aus dem Jahr 1608 wurde dieses als Köblergut mit einer Mannschaft verzeichnet, das das Kastenamt Bonnhof als Grundherrn hatte. Die Mannschaften anderer Grundherrn wurden nicht aufgelistet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/2, 9. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 738.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Kleinhabersdorf 10 Mannschaften verzeichnet. Grundherren waren das Klosterverwalteramt Heilsbronn (1 Anwesen), das Hofkastenamt Ansbach (6), die Herren von Crailsheim zu Rügland (1), die Herren von Leonrod (1) und die Reichsstadt Nürnberg (1). Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 128, 1827. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 686.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Kleinhabersdorf 12 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 2 Höfe, 4 Güter, 1 Tafernwirtschaft; Stiftsamt Ansbach: 1 Söldengut; Klosterverwalteramt Heilsbronn: 1 Gut), der Nürnberger Eigenherr Ebner von Eschenbach (1 Gut) und dem Rittergut Rügland (1 Gut). Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J876">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 876.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Kleinhabersdorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 20 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 155.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J998">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kleinhabersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Bruckberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Bruckberg zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Kleinhabersdorf nach Kleinhaslach umgemeindet. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in den Markt Dietenhofen eingegliedert.<ref name="J998"/><ref>Dietenhofen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 27. Februar 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Andreas gepfarrt,<ref name="J876"/> seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Martin zuständig.<ref name="OV 1846"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Unsere Liebe Frau gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit den 1980er Jahren ist die Pfarrei St. Bonifatius zuständig.<ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 13. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Habersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 455 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Kleinhabersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 155 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 115–116.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Vorlage:Kollar Dietenhofen
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 228 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Ortsteile > Kleinhabersdorf. In: dietenhofen.de. Abgerufen am 31. März 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Kleinhabersdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Kleinhabersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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