Oberschlauersbach
Oberschlauersbach Markt Dietenhofen
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(166)&title=Oberschlauersbach 49° 25′ N, 10° 43′ O
{{#coordinates:49,4125|10,713333333333|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Oberschlauersbach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 370 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 166 (2013)<ref name="Dietenhofen">Ortsteile. In: dietenhofen.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. April 2023; abgerufen am 16. Juni 2023. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 90599 | |||||
| Vorwahl: | 09824 | |||||
Oberschlauersbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Oberschlauersbach liegt in der Gemarkung Seubersdorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt der Altbach, ein linker Zufluss der Bibert. Südöstlich grenzt das Waldgebiet Lohe an. Im Nordosten liegt das Fahrenbacher Feld. Die Kreisstraße AN 26 führt nach Dietenhofen (2,2 km südwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2245 (0,6 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Herpersdorf (1,4 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1334 als „Obern-Slawerspach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der zugrunde liegende Gewässername bedeutet zum Bach des Slur. Vermutlich ist der Ort eine Ausgründung von dem schon 1124 erwähnten „Slursbach“ (d. i. das heutige Unterschlauersbach), zumal Oberschlauersbach selbst gar nicht am Schlauersbach liegt.<ref>J. Kollar: Markt Dietenhofen, S. 169.</ref> In dieser Urkunde stand, dass die Gebrüder Burkhard und Ludwig von Dietenhofen ein Gut an das Kloster Heilsbronn verkauften. In der Folgezeit erwarb das Kloster insgesamt sechs Anwesen, die im Dreißigjährigen Krieg alle abbrannten.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 357 f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Oberschlauersbach mit Unterschlauersbach eine Realgemeinde. In Oberschlauersbach gab es 12 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten abwechselnd das Kastenamt Neuhof und das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn inne. Grundherren waren das Kastenamt Neuhof (2 Höfe, 5 Güter, 1 Gütlein, 1 Haus; die Abgaben eines Gutes gingen an die Pfarrei Dietenhofen), das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg (1 Gut) und Nürnberger Eigenherren (Scheurl von Defersdorf: 1 Gut, v. Wölckern: 1 Gut).<ref name="H120">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 120f.</ref><ref>Nach J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 218, soll es auch Untertanen des Deutschen Ordens und des Fürstentums Ansbach gegeben haben.</ref> Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof.<ref name="H205"/>
1810 kam Oberschlauersbach zum Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Dietenhofen und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Seubersdorf zugeordnet.<ref name="H205">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 205.</ref> Am 1. Januar 1970, also noch vor der Gebietsreform in Bayern, erfolgte die Eingemeindung nach Dietenhofen.<ref>Dietenhofen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 27. Februar 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 1: eingeschossiges Satteldachhaus zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, Quaderbau, Nordgiebel Fachwerk mit K-Streben, zwei Dachgeschosse; profiliertes Holztraufgesims<ref>R. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 154. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Haus Nr. 2: eingeschossiges Wohnstallhaus, Fachwerkgiebel, um 1793.<ref>Denkmalliste für Dietenhofen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Andreas (Dietenhofen) gepfarrt.<ref name="H120"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit den 1980er Jahren ist die Pfarrei St. Bonifatius (Dietenhofen) zuständig.<ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 13. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Oberschlauersbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 218 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 120 f. (Digitalisat). Ebd. S. 205 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Kollar Dietenhofen
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 357–358 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Richard Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 32). Deutscher Kunstverlag, München 1972, S. 154.
Weblinks
- Ortsteile > Oberschlauersbach. In: dietenhofen.de. Abgerufen am 31. März 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Oberschlauersbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Oberschlauersbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Adelmannsdorf | Andorf | Dietenhofen | Dietenholz | Ebersdorf | Frickendorf | Götteldorf | Haunoldshofen | Herpersdorf | Höfen | Hörleinsdorf | Kehlmünz | Kleinhabersdorf | Kleinhaslach | Lentersdorf | Leonrod | Methlach | Mosmühle | Münchzell | Neudietenholz | Neudorf | Oberschlauersbach | Rothleiten | Rüdern | Seubersdorf | Stolzmühle | Walburgswinden | Warzfelden
Sonstige Wohnplätze: Höfenmühle | Warzfeldermühle | Ziegelhütte