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Kohlhof (Heidenheim)

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Kohlhof
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(4)&title=Kohlhof 49° 1′ N, 10° 43′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(4) 49° 1′ 18″ N, 10° 43′ 4″ O
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Höhe: 595 m ü. NHN
Einwohner: (30. Juni 2019)<ref name="Einwohner">Marktgemeinde Heidenheim – Ortsteile. Abgerufen am 2. Oktober 2021.</ref>
Postleitzahl: 91719
Vorwahl: 09833
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Kohlhof (<phonos file="LL-Q188 (deu)-Frank C. Müller-Kohlhof.wav">anhören</phonos>/?) ist ein Gemeindeteil des Marktes Heidenheim im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Kohlhof liegt in der Gemarkung Heidenheim.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. Oktober 2024.</ref>

Lage

Die Einöde Kohlhof liegt in der Fränkischen Alb nordwestlich von Heidenheim in einer Mulde hoch über dem Rohrachtal an der Ostflanke des Rechenbergs. Östlich und nördlich führt die Staatsstraße 2218 vorbei. Von ihr führen abzweigende Straßen zum Kohlhof.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Ortsnamendeutung

„Kohlhof“ wird als „Hof zu dem Berg, an dem (Holz-)Kohlen gebrannt werden“ gedeutet.<ref name="Schuh, S. 161">Schuh, S. 161</ref>

Geschichte

Die Ansiedlung „Kohlhof“ gehört zu einem Gebiet, das seit alters her Kyrsenloch/Kirschenlohe hieß und aus mehreren Einzelgehöften des Klosters Heidenheim bestand (1732: Kohlhof, Gärtnershof, Kirschenmühle, Krämershof und Obelshof).<ref name="Heidenheim, S. 38">1250 Jahre Heidenheim, S. 38</ref> Eine Quelle aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, die in einer Abschrift des 15. Jahrhunderts vorliegt, berichtet, dass ein Verwandter eines Kanonikers dem Kloster Heidenheim ein Gut „Coleberch“ übergab. Im 13. Jahrhundert schenkten Friedrich und sein Sohn Otto von Truhendingen dem Kloster Heidenheim unter anderem Besitzungen zu „Colberch“; 1275 stimmten die beiden Brüder Ottos namens Friedrich von Truhendingen dieser Schenkung zu. Der „Kolpaur“ hatte Abgaben in Geld und Naturalien, vor allem Getreide, an das Kloster zu leisten, hatte aber um 1400 seinen Besitz „frei und eigen“, unterstand also bei der niederen Gerichtsbarkeit keinem Vogt, sondern nur dem Kloster selbst.<ref>1250 Jahre Heidenheim, S. 40; Winter, S. 86</ref> Nach der Säkularisation des Klosters (1537) unterstand der Kohlhof dem brandenburgischen Klosteramt Heidenheim und gehörte in das Halsgericht Hohentrüdingen. 1616 ist der Kohlhof dem Klosteramt Heidenheim vogt- und gültbar.<ref>Dieser Abschnitt im Wesentlichen nach: Schuh, S. 160f.</ref>

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Kohlbauer 1634 umgebracht.<ref>Winter, S. 86</ref> Nach dem Krieg war mit Balthasar Heidinger für kurze Zeit ein Exulant aus Oberösterreich Bauer auf dem Kohlhof.<ref>1250 Jahre Heidenheim, S. 263</ref> Bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs blieb der Kohlhof beim Verwalteramt Heidenheim, das Hochgericht nahm das markgräfliche Oberamt Hohentrüdingen wahr. Kirchlich war der Ort der evangelischen Pfarrei Heidenheim zugeordnet.<ref>Historischer Atlas, S. 135</ref>

Die mit dem Markgrafentum Ansbach 1792 königlich-preußisch gewordene Einöde wurde infolge des Reichsdeputationshauptschlusses 1806 königlich-bayerisch. Als 1808 Steuerdistrikte gebildet wurden, kam der Kohlhof mit anderen Einöden und Mühlen, die aus dem Besitz des ehemaligen Klosters Heidenheim dem markgräflichen Kloster-/Verwalteramt Heidenheim zinsbar waren, in den Steuerdistrikt Heidenheim im Landgericht Heidenheim. Zwei Jahre später wurde aus dem Steuerdistrikt die etwas verkleinerte Ruralgemeinde Heidenheim, der ebenfalls der Kohlhof angehörte. Durch das Gemeindeedikt von 1818 wurde Heidenheim wieder im Umfang von 1808 eine Gemeinde im gleichnamigen Landgericht.<ref name="HistAtlas, S. 235">Historischer Atlas, S. 235</ref> 1833 bestand der Kohlhof aus 26,6 ha Ackerland, 5,8 ha Wiese und 11,4 ha Wald.<ref name="Heidenheim, S. 38" />

Einwohnerzahlen

Literatur

Weblinks

Commons: Kohlhof (Heidenheim) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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