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Kompetenz (Organisation)

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Kompetenzen sind in der Organisationslehre Rechte und Pflichten, die einem Stelleninhaber oder Funktionsträger eingeräumt werden. Sie legitimieren ihn, Handlungen zur ordnungsgemäßen Erfüllung seiner Aufgaben vorzunehmen und verpflichten ihn, hierfür die Verantwortung in Form einer Rechenschaft zu übernehmen.

Etymologie

Das Wort Kompetenz stammt aus {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}}, ‚Befugnis‘, dessen Verb {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, ‚ausreichen‘, ‚zu etwas fähig sein‘, ‚zustehen‘ oder ‚wetteifern‘ bedeuten kann. Anstelle von Kompetenz setzte sich zunächst in der deutschen Amtssprache seit 1658 nach Ernst Fidicin der Begriff Befugnis durch.<ref>Gerhard Köbler: Etymologisches Rechtswörterbuch. 1995, S. 42.</ref> Das Adjektiv „kompetent“ bedeutete ursprünglich um 1731 ‚zuständig sein für‘,<ref>Gerhard Köbler: Etymologisches Rechtswörterbuch. 1995, S. 226.</ref> wird heute jedoch zunehmend als Synonym für „urteilsfähig“ oder „fachlich geeignet“ verwendet.

Befugnis

Für den deutschen Philosophen Adolf Lasson stand bereits im Jahre 1882 fest, dass das, was innerhalb der Grenzen eines Gesetzes liegt, als die Sphäre der Befugnis aller Rechtssubjekte gilt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Der Begriff der Befugnis stammt ursprünglich aus dem Polizei- und Verwaltungsrecht. Befugnis ist hier die durch Gesetze oder Anordnungen erteilte Ermächtigung zu Eingriffen in die Rechtsstellung anderer Rechtssubjekte. Eine Befugnis ist im Polizei- und Ordnungsrecht die konkrete gesetzlich eingeräumte Berechtigung, eine bestimmte Maßnahme zu ergreifen. Die Befugnis des Richters zur Rechtsfortbildung ist heute nahezu unbestritten. Insoweit lässt sich im Recht im Sinne des {{#switch: juris

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Kompetenz

In Anlehnung an die Verwendung in der öffentlichen Verwaltung wird „Kompetenz“ im Sinne von Befugnis oder Zuständigkeit in der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur insbesondere im Bereich des Personalwesens,<ref>Dietger Hahn: Kompetenz. In: Eduard Gaukler, Walter A. Oechsler, Wolfgang Weber (Hrsg.): Handwörterbuch des Personalwesens. 1975, Sp. 1112.</ref> der Planung<ref>H.-T. Frütjes: Planungsorgane. 1989, Sp. 1465.</ref> und der Organisationslehre<ref>Knut Bleicher: Organisation: Strategien-Strukturen-Kulturen. 1980, S. 1056 ff.</ref> verwendet. Kompetenzen sind „Rechte und Befugnisse von Institutionen oder Personen, welche die formale Legitimation für ihr Handeln begründen“<ref>Knut Bleicher: Organisation: Strategien-Strukturen-Kulturen. 1980, Sp. 1056.</ref> und in Übereinstimmung mit den diesen Institutionen oder Personen zugewiesenen Aufgaben und Verantwortungen stehen müssen (Kongruenzprinzip der Organisation).<ref>Knut Bleicher: Organisation. 1993, S. 117.</ref>

Arten

Man unterscheidet Führungs- und Durchführungskompetenzen.

Bedeutung

Art und Umfang zugewiesener Kompetenzen sind Kennzeichen einer Stelle. Je umfangreicher und bedeutender die einer Stelle zugewiesenen Kompetenzen sind, umso höher ist diese Stelle in der Hierarchie der Organisation angesiedelt. Die umfassendsten Kompetenzen weisen daher Vorstand und Geschäftsführung bei Unternehmen und Amtsleiter bei Behörden auf. Bei der Zuweisung der Kompetenzen gilt der Grundsatz der Ausschließlichkeit. Danach kann die einer Stelle zugewiesene Kompetenz einer anderen Stelle nicht mehr zugewiesen werden. Hierdurch wird ein drohender Kompetenzkonflikt verhindert.

Siehe auch

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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