Zum Inhalt springen

Konrad von Feuchtwangen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:KonradvonFeuchtwangen.jpg
Konrad von Feuchtwangen
Datei:Gedenktafel für Konrad- und Siegrfried von Feuchtwangen im Kreuzgang in Feuchtwangen.jpg
Gedenktafel für Konrad und Siegfried von Feuchtwangen im Kreuzgang in Feuchtwangen
Datei:Arms of the house of Feuchtwangen as Grand Master of the Teutonic Order.svg
Hochmeisterwappen Konrads von Feuchtwangen

Konrad von Feuchtwangen (* vor 1230; † 4. Juli 1296 in Prag, Königreich Böhmen) war von 1290 bis 1296 der 13. Hochmeister des Deutschen Ordens.

Leben

Konrad von Feuchtwangens Herkunft aus einer gräflich-oettingischen Ministerialenfamilie ist wahrscheinlich, doch die Klärung eines Verwandtschaftsverhältnisses war bisher nicht möglich; wohl derselben Familie gehört sein zweiter Nachfolger im Hochmeisteramt Siegfried von Feuchtwangen an.<ref>Eintrag auf Neue Deutsche Biographie</ref>

Erste Erwähnungen als „frater Conradus de Viuchtban/Vuchtwang“ finden sich in den Jahren 1258/1264. Urkundlich erfasst als Landkomtur der Ballei Österreich war Konrad 1259 und 1271–1279.<ref>„Die Herren von Feuchtwangen“ auf www.geschichte-feuchtwangen.de</ref>

Er war später Komtur von Zschillen bei Chemnitz, 1259 Landkomtur, 1279–1280 Landmeister in Preußen, 1279–1281 Landmeister in Livland, 1284–1290 Deutschmeister, 1287 Komtur von Mergentheim.

Nachdem 1291 Mamluken die Stadtfestung Akkon, wo sich bis dahin der Stammsitz des Ordens befand, nach einer Belagerung erobert hatten, verlegte der Orden seinen Sitz nach Venedig.

Konrad von Feuchtwangen starb auf einer Rückreise von Königsberg nach Venedig und wurde in der Deutschordenskirche von Dobrovítov (Dobrowitow) bei Časlau in Böhmen beigesetzt. Infolge der Zerstörung der Kirche durch Hussiten wurden Konrads sterbliche Überreste im 14. Jahrhundert nach Trebnitz überführt. Dort ruhen sie seit etwa 1680 mit denen Heinrichs I. in einer barocken Doppeltumba der Klosterkirche.<ref>Das Grabmal des Hochmeisters des Deutschen Ordens Konrad von Feuchtwangen in der Zisterzienserinnenkirche in Trebnitz Beitrag auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft für Heimatgeschichte in Feuchtwangen, 1993.</ref>

Literatur

  • Udo Arnold: Konrad von Feuchtwangen. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 12. Duncker & Humblot, Berlin 1980, ISBN 3-428-00193-1, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
  • Werner Uhlich: Der Beitrag der Hochmeister Konrad und Siegfried von Feuchtwangen zur Geschichte des Deutschen Ordens. (Beigefügtes Werk: Romuald Kaczmarek und Jacek Witkowski: Das Grabmal des Hochmeisters des Deutschen Ordens Konrad von Feuchtwangen in der Zisterzienserinnenkirche in Trebnitz.) Stadtarchiv Feuchtwangen, Feuchtwangen 1990.

Weblinks

Commons: Konrad von Feuchtwangen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Konrad von ThierbergLandmeister von Preußen des Deutschen Ordens
1279–1280
Mangold von Sternberg
Gerhard von KatzenelnbogenLandmeister in Livland des Deutschen Ordens
1279–1281
Mangold von Sternberg
MatthiasDeutschmeister des Deutschen Ordens
1284–1290
Gottfried von Hohenlohe

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein