Liste griechischer Phrasen/Sigma
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- „Ich liebe dich.“
Beim Eurovision Song Contest 2002 trat der Sänger Michalis Rakintzis mit dem Titel S.A.G.A.P.O. an, der allerdings in Englisch gesungen wurde. Dieses Lied hatte den folgenden Kehrvers:
- „Say (Say, Say) Say the password, S’ agapo, S.A.G.A.P.O.“
Rakintzis erreichte damit lediglich den 17. von 24 Plätzen.
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- „Ich liebe dich.“
Die klassische griechische Sprache verwendet unterschiedliche Wörter für den Begriff Liebe:
- Eros ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)): körperliche Liebe
- Philia ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)): unbedingte Freundschaft
- Agape ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)): Hochschätzung (nur im Neuen Testament und in der Sprache der Kirche gebräuchlich, ansonsten wird {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) gebraucht)
- Storge ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)): Zuneigung
- Thelema ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)): Verlangen
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- „Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?“
In der Apostelgeschichte wird das Damaskuserlebnis des Paulus von Tarsus erzählt, dessen hebräischer Vorname Saulus lautete und der ursprünglich ein fanatischer Verfolger der jungen christlichen Gemeinden war. Er drang in die Häuser der Christen ein, verschleppte Männer und Frauen und sorgte für ihre Verhaftung. Auf dem Weg nach Damaskus soll er dann in einer Vision dem auferstandenen Jesus selbst begegnet sein. Dieser habe ihm zugerufen:<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref>
- „Saul, Saul! Warum verfolgst du mich?“
Saulus habe zurückgefragt:
- „Wer bist du, Herr?“
Darauf habe die Stimme geantwortet:
- „Ich bin Jesus, den du verfolgst!“
Der Ausdruck Damaskuserlebnis bezieht sich auf dieses Ereignis, durch das Paulus von einem Verfolger der Urchristen zum Apostel Jesu Christi wurde.
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- „sardonisches Lachen“
- Lateinisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Sardonismus bezeichnet den grimmigen, schmerzvollen Spott (im Unterschied zum Sarkasmus).
Bereits im antiken Griechenland kannte man den Ausdruck, aber der Ursprung ist unsicher:
- Bei der Urbevölkerung Sardiniens (lateinisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) soll die Sitte bestanden haben, die alten Leute zu töten; dabei sollte gelacht werden. Das war der berüchtigte {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), ein krampfartiges Lachen, an dem die Seele unbeteiligt ist.
- Gelegentlich wird das krampfhafte Lächeln auf die Wirkung einer bitteren Pflanze {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (je nach Quelle Lachkraut, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) aus Sardinien zurückgeführt, die das Gift Oenanthotoxin enthalten soll und somit die Überlieferung von der Tötung der Alten erklären würde. Als mögliche echte Pflanzen für dieses Kraut wurden der Röhrige Wasserfenchel und die Safranrebendolde genannt.
Im antiken Griechenland unterschied man zwischen
- zynisch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „zur Weltsicht der Kyniker gehörig“),
- sardonisch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „grimmiges Hohngelächter eines Zornigen, bei eigenem Schaden“) und
- sarkastisch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „höhnender Spott, verletzende Rede“).
So lacht Odysseus als Bettler verkleidet sardonisch in sich hinein, um seinen Zorn zu verbergen, als er, endlich heimgekehrt, einem von einem Freier nach ihm geworfenen Kuhfuß ausweicht.<ref>Homer, Odyssee 20,302</ref>
Risus sardonicus bezeichnet heutzutage ein Symptom, das bei Strychnin-Vergiftungen und Infektionen mit dem Tetanus-Erreger auftritt.
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- „unheilvolle Zeichen“
Phrase aus Homer, Ilias 6,168.<ref>Homer, Ilias 6,168. griechischer Originaltext und deutsche Übersetzung (Navicula Bacchi [gottwein.de])</ref>
In der Erzählung über Bellerophontes schickte der König Proitos diesen Helden des Trojanischen Kriegs zu seinem Schwiegervater nach Lydien und gab ihm eine Tafel mit eingeritzten Zeichen mit, in denen ausgedrückt war, dass der Überbringer zu töten sei.
Vergleiche auch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Bellerophon-Brief“).
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- „Sogar einen Felsen zerstört viel Zeit.“
Der Humanist Erasmus von Rotterdam schreibt in seiner Sprichwörtersammlung Adagia zu diesem Sprichwort:<ref>Erasmus von Rotterdam: Adagia, III 2,100</ref>
„Sogar den Fels zerstört der Zahn der Zeit. Nichts in der Welt ist so widerstandsfähig wie der Stein, und doch zerfällt auch er im Laufe der Zeit.“
Gleichzeitig verweist Erasmus auch auf das berühmte Ovid-Zitat „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ („Der Tropfen höhlt den Stein.“).<ref>Ovid: Briefe vom Pontus, IV</ref>
Andere lateinische Version: „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ („Steter Tropfen höhlt den Fels aus.“)
Siehe auch: „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ („Den Fels höhlt steter Wassertropfen aus.“)
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- „Eisen willst du das Schwimmen beibringen.“
- Lateinisch: „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“
Erasmus von Rotterdam erklärt dazu:
„Über die gesagt, die etwas versuchen, was ganz vergeblich ist, weil die Natur sich dagegen sträubt.“
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- „(Der) Sizilier (schaut über das) Meer.“
- Lateinisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Diese Phrase geht auf eine Fabel Äsops zurück und ist in fast allen griechischen Sprichwörtersammlungen verzeichnet (z. B.: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Sie bezieht sich auf Leute, die ein zweites Mal in Versuchung kommen, sich einer Gefahr auszusetzen.
In der Fabel wird von einem Sizilianer (Sikeler) erzählt, der mit einem Feigentransport Schiffbruch erlitt. Als er bei ruhiger See wieder daran dachte, dass der Handel mit Feigen über das Meer doch wohl sehr lukrativ wäre, sagte er zum Meer:<ref name="Adagia1972">Erasmus von Rotterdam: Ausgewählte Schriften. Band 7. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1972.</ref>
„Ich weiß schon, was du willst: Feigen willst du!“
Der französische Fabeldichter Jean de La Fontaine erzählt diese Fabel neu unter dem Titel {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Der Schäfer und das Meer).
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- „Eine bittere Gurke? Wirf sie weg!“
Zitat aus den Selbstbetrachtungen des römischen Kaisers Mark Aurel, das vollständig folgendermaßen lautet.<ref>Mark Aurel: Selbstbetrachtungen VIII, 50; vergleiche {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (griechische Wikisource)</ref>
«Σίκυος πικρός; ἄφες. βάτοι ἐν τῇ ὁδῷ; ἔκκλινον. ἀρκεῖ, μὴ προσεπείπῃς’ τί δὲ καὶ ἐγένετο ταῦτα ἐν τῷ κόσμῳ;»
„Eine bittere Gurke? Wirf sie weg! Dornensträucher im Weg? Weiche ihnen aus! Das ist alles. Frage nicht noch: Wozu gibt es solche Dinge in der Welt?“
Lateinisch:
“Cucumis amarus: mitte! Vepres in via: declina! sufficit. Noli haec verba addere: Quare quaeso haec quoque in mundo sunt?”
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- „Eines Schattens Traum ist der Mensch.“
Der Satz stammt aus Pindars Achter Pythischer Ode:<ref>Pindar, Pythische Oden 8,95–96; Übersetzung: Uvo Hölscher, zitiert nach Wilfried Stroh, Pindar: zur Einführung (abgerufen am 10. Dezember 2023)</ref> <poem style="margin-left:1.6em; font-style:italic;"> Tagwesen! Was ist Sein ? Was ist Nichtsein? Eines Schattens Traum ist der Mensch. Aber wenn gottgeschenkter Glanz kommt, Liegt helles Licht auf den Männern und freundliche Lebenszeit. </poem>
Georg Büchmann, der Autor der Zitatensammlung Geflügelte Worte, wählte eine Abwandlung dieses Spruchs in griechischer Sprache als seine Grabinschrift:
«Σκιᾶς ὄναρ ἄνθρωποι.»
„Eines Schattens Traum sind die Menschen.“
Vom spanischen Dichter Pedro Calderón de la Barca stammt das berühmte Bühnenstück „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ – „Das Leben ein Traum“, dessen Bearbeitung von Franz Grillparzer „Der Traum ein Leben“ heißt. Diese pessimistische Metapher verwendet Grillparzer auch in seinem Drama Medea; in einem der letzten Sätze sagt Medea zu Jason: „Was ist der Erde Glück? – Ein Schatten! Was ist der Erde Ruhm? – Ein Traum! Du Armer! der von Schatten du geträumt! Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.“
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- „Auf das Ende einer jeden Sache muss man schauen, wie sie einmal ausgehen wird.“
Herodot ließ diese Worte in seinen Historien den Athener Solon sagen, einen der Sieben Weisen, der damit den reichen Lyderkönig Krösus mahnen wollte.<ref>Historien des Herodot, 1,32,9; vergleiche {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (griechische Wikisource), griechischer Text und deutsche Übersetzung. In: Navicula Bacchii (gottwein.de). Abgerufen am 18. September 2021 (bearbeitete Übersetzung nach J. Chr. F. Bähr).</ref> In dieser historisch nicht sehr wahrscheinlichen Sage sprechen die beiden über die Nichtigkeit menschlicher Glückseligkeit.
Nach Herodot führte Krösus Solon durch seinen Palast. Dann, als er ihm seine Reichtümer gezeigt hatte, fragte er Solon, welchen Menschen er für den glücklichsten halte. Er war nämlich überzeugt, dass ihn Solon wegen seines Reichtums als den glücklichsten Menschen nennen werde. Solon aber antwortete, dass Krösus zwar reich sei und ein großes Volk regiere, fügte aber noch hinzu:<ref>Historien des Herodot, 1,32,5</ref>
„Ob du aber der Glücklichste bist, kann ich nicht sagen, bevor du nicht tot bist. Denn niemand soll vor dem Tod glücklich genannt werden.“
Siehe dazu auch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Schau auf das Ende eines langen Lebens!“)
Nach der Niederlage gegen die Perser rief Krösus auf dem Scheiterhaufen drei Mal laut den Namen Solon, was sich der Perserkönig Kyros nicht erklären konnte. Er forderte von Krösus eine Erklärung. Doch der weigerte sich zuerst, berichtete dann aber von seinem Gespräch mit Solon. Kyros zog daraufhin seinen Exekutionsbefehl zurück, doch ließen sich die Flammen nicht mehr löschen. Nun flehte Krösus den Gott Apollon an, der aus heiterem Himmel einen Platzregen bewirkte.<ref>Historien des Herodot, 1,85-91; danach Diodor, Bibliotheke 9, 34; Plutarch, Solon 28.</ref>
Im Alten Testament findet sich bei Jesus Sirach ein ähnlicher Satz:<ref>Sirach 7,36</ref><ref>Bibelwissenschaft.de: SIRACIDES 7,36 – Septuaginta (LXX), Einheitsübersetzung (EUE) (griechisch, deutsch)</ref>
„ἐν πᾶσι τοῖς λόγοις σου μιμνῄσκου τὰ ἔσχατά σου, καὶ εἰς τὸν αἰῶνα οὐχ ἁμαρτήσεις.“
„Bei all deinen Worten bedenke dein Ende und du wirst in Ewigkeit nicht sündigen!“
Lateinisch:<ref>in der Vulgata mit abweichender Nummerierung 7,40: LIBER IESU FILII SIRACH 7,40 – Biblia Sacra Vulgata (VUL) (lateinisch, Bibelwissenschaft.de)</ref>
“In omnibus operibus tuis memorare novissima tua, et in aeternum non peccabis”
Die Sentenz und der Bibelspruch sind vermutlich Vorbilder für die spätmittelalterliche lateinische Maxime „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ („Was auch immer du tust, tu es klug und bedenke das Ende.“)
Zu weiteren wahrscheinlichen Vorbildern siehe {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Überlege vor der Tat, damit nichts Törichtes daraus entstehe.“)
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- „Skylla und Charybdis“
Das Ungeheuer Skylla trieb an einer Meerenge, die bereits in der Antike mit der Straße von Messina gleichgesetzt wurde, mit dem Ungeheuer namens Charybdis sein Unwesen. Beide bedrohten sowohl Odysseus als auch die Argonauten. Die Skylla lebte auf einem Felsen und fraß unvorsichtige Seefahrer, die sich ihr näherten, um Charybdis zu entgehen. Als Odysseus durch die Enge fuhr, fraß sie sechs seiner Gefährten. Die Charybdis sog dreimal am Tag das Meerwasser ein, um es danach brüllend wieder auszustoßen. Schiffe, die in den Sog gerieten, waren verloren.
Die Redewendung „zwischen Skylla und Charybdis“ steht für eine Situation, in der man sich zwischen zwei Gefahren befindet. Weicht man der einen Gefahr aus, begibt man sich in die andere. Der Humanist Erasmus von Rotterdam schreibt in seiner Sprichwörtersammlung Adagia:<ref name="Adagia1972" />
„Während ich der Charybdis entgehen wollte, bin ich in die Skylla geraten, d. h. während ich ein noch schlimmeres Übel zu meiden suchte, ereilte mich ein anderes.“
Lateinisch: „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ („Indem ich Charybdis fliehe, falle ich in die Skylla.“)
Nach der Skylla ist heute noch der süditalienische Ort Scilla an der Straße von Messina benannt. Scilla ist das antike Scyllaeum.
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- „Eile mit Weile!“
Der ganze Satz lautet:<ref>Vergleiche Euripides, Die Phönikerinnen 599: EURIPIDES, Phoenician Women 598–605 (Loeb Classical Library)</ref>
«Σπεῦδε βραδέως· ἀσφαλὴς γάρ ἐστ’ ἀμείνων ἢ θρασὺς στρατηλάτης.»
„Eile langsam! Ein vorsichtiger ist besser als waghalsiger Heerführer.“
Die lateinische Übersetzung „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ war gemäß Sueton ein Lieblingsausspruch des römischen Kaisers Augustus.<ref>Sueton: Divus Augustus 25,4</ref>
Der Wahlspruch des Augustus wurde durch einen Kreis und einen Anker, um den sich ein Delphin windet, bildlich wiedergegeben. Der Humanist Erasmus von Rotterdam erklärt das 1508 in seiner Sprichwörtersammlung Adagia so:<ref>Zitiert nach <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>
„Der Kreis bedeutet die ewige Zeit, weil er durch kein Ende beschlossen wird; der Anker bedeutet die Langsamkeit, weil er das Schiff verzögert und anhält. Der Delphin drückt die Schnelligkeit aus, weil kein anderes Tier im Angriff gefährlicher und schneller ist als dieses. Wenn man diese kundig zusammenfügt, ergeben sie den Spruch „semper festina lente“ – und diese Art der Schrift hat nicht nur eine hohe Würdigkeit, sondern bietet auch nicht geringen Genuss, wenn man nur die Eigenschaft der Dinge völlig durchschaut.“
Weiter führt Erasmus aus:<ref name="Adagia1972" />
„Um Trägheit und Zaudern auszudrücken, wäre ein anderer Fisch recht gut geeignet gewesen, der sogenannte Schiffhalter, den die Lateiner remora, Verzögerer, nennen. Doch weil sein Aussehen wenig einprägsam ist – er ist klein und besitzt kein einziges auffälliges Merkmal –, hat man den Anker als Symbol vorgezogen. Denn wenn die Fahrt bei überaus günstigen Winden gefährlich wird, hemmt er das Schiff in seinem schnellen Lauf und bindet es fest.
Damit habe ich gezeigt, daß der Spruch Eile mit Weile in den verborgenen Tiefen uralter Weisheit seinen Ursprung hat, daß er dann von den beiden preiswürdigsten Kaisern übernommen wurde und dem einen als Devise, dem anderen als Emblem diente und dem Charakter und Wesen des einen wie des anderen in erstaunlichem Maße entsprach.
Dieses Erbe hat jetzt als dritter der Römer Aldus Manutius angetreten, nicht, dessen bin ich gewiß, ohne Wunsch, ohne Willen der Götter.“
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- „Kreuzige ihn!“
- Lateinisch: „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“
Worte, die dem Evangelium nach Markus zufolge die Menschenmenge rief, als Pontius Pilatus fragte, ob er Jesus oder Barabbas freilassen sollte. Barabbas war zusammen mit einigen Aufrührern, die einen Mord begangen hätten, gefangen worden:<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref>
„12 Pilatus wandte sich von Neuem an sie und fragte: Was soll ich dann mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt? 13 Da schrien sie: Kreuzige ihn! 14 Pilatus entgegnete: Was hat er denn für ein Verbrechen begangen? Sie aber schrien noch lauter: Kreuzige ihn! 15 Darauf ließ Pilatus, um die Menge zufriedenzustellen, Barabbas frei. Jesus lieferte er, nachdem er ihn hatte geißeln lassen, zur Kreuzigung aus.“
Pilatus schafft eine Chance zur Rettung Jesu und schiebt damit die Verantwortung auf das aufgewiegelte Volk. Anschließend wäscht er seine Hände in Unschuld.
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- „Phormions Strohlager“
- Lateinisch: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Der Humanist Erasmus von Rotterdam schreibt in seiner Sprichwörtersammlung Adagia:<ref name="Adagia1972" />
„Gemeint ist damit ein schäbiges, primitives und alles eher als weiches Lager, etwa von der Art, wie es die Pritschen beim Militär sind oder wie es sich Odysseus bei Homer aus Ästen und Zweigen auf dem Boden zurechtmacht. Es steht bei Suidas. Phormion war ein Soldatenführer, der, wie ich vermute, für die Ausdauer bekannt war, mit der er die Strapazen des Kriegslebens ertrug. Man kann den Ausdruck auch in etwas weiterem Sinne auf jede härtere Behandlung anwenden.“
In der Komödie Frieden des Dichters Aristophanes heißt es:<ref>Aristophanes, Frieden 1,346–348</ref> <poem style="margin-left:40px; font-style:italic;"> Ach, wäre es mir doch vergönnt, diesen frohen Tag zu schauen! Denn erduldet hab’ ich viele Mühsal, lag auf einer Schütte von Stroh, wie sie Phormion hatte. </poem>
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- „blutiger Punkt“
Aristoteles sprach in seiner Tierkunde<ref>Aristoteles, Historia Animalium VI,3 (561a12 f.); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (griechische Wikisource).</ref> vom Springen eines blutigen Punktes. Er gebraucht dafür das Verb {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („springen, hüpfen“). Der Ausdruck springender Punkt bezeichnet den pulsierenden Blutpunkt, der sich im Experiment – zum Beispiel am bebrüteten Hühnerei – etwa am vierten Tage nach der begonnenen Bebrütung bemerkbar macht:
«καὶ ὅσον στιγμὴ αἱματίνη ἐν τῷ λευκῷ ἡ καρδία. Τοῦτο δὲ τὸ σημεῖον πηδᾷ καὶ κινεῖται ὥσπερ ἔμψυχον, […]»
„und ähnlich einem blutigen Punkt in dem Weißen [erscheint] das Herz. Dieses Zeichen aber hüpft und bewegt sich gleichsam belebt, […]“
Der Aristoteliker Theodorus Gaza übersetzte im 15. Jahrhundert die letzten Worte mit den lateinischen Worten „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ („Dieser Punkt springt/hüpft schon und bewegt sich wie ein Tier“), was bei William Harvey 1651 zum „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“, dem „springenden Punkt“ wurde.<ref>Gulielmi Harvei (William Harvey), Opera II, Exercitationes de Generatione Animalium, Leyden 1737, S. 66.</ref>
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- „nach deutscher Art“
Griechische Bezeichnung für das getrennte Bezahlen der Rechnung beim gemeinsamen Ausgehen in einer Gruppe ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Diese Wendung wird übrigens auch in der Türkei gebraucht ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „deutsche Art“),<ref>Orhan Tançgil: Bezahlen auf deutsche Art ~ Alman usulü ödemek. In: KochDichTürkisch-Blog. 17. Juni 2007, abgerufen am 12. Dezember 2023.</ref> wo ebenfalls die Sitte vorherrscht, dass bei größeren Gesellschaften einer für alle zahlt und sich darauf verlässt, dass bei anderen Gelegenheiten die anderen zahlen, so dass sich alles irgendwie ausgleicht. Aus diesem Grund wird die Rechnung üblicherweise für den gesamten Tisch ausgestellt.
Paréa ist etwas typisch Griechisches – eine Gruppe, die sich wie Familienmitglieder verhält und sich zusammen gefunden hat. In einer Paréa gilt: Einer zahlt für alle. Beim nächsten Mal zahlt ein anderer. Als deutsche Art gilt es, dass jeder nur für sich bezahlt:<ref>Bernd Egger: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Griechenland : ESSEN UND TRINKEN - die traditionelle Griechische Küche ( vom 24. Mai 2005 im Internet Archive)</ref>
„Einzelrechnungen scheitern meist an der Tradition der Griechen. Man ist Paréas (Grossfamilien/ befreundete Gruppen) gewohnt und macht dabei für Touristen keine Ausnahmen.“
Martin Pristl beschreibt dies in seiner Gebrauchsanweisung für Griechenland so:<ref>Martin Pristl: Gebrauchsanweisung für Griechenland. Piper Verlag, München/Zürich 1996, ISBN 3-492-04985-0, S. 92.</ref>
„Denn Geizhals ist eines der beleidigendsten Schimpfwörter in Griechenland. Es hat gute Chancen zum Synonym für den Deutschen zu werden. Kein Wunder also, daß Ihnen der Kellner mit recht gequältem Gesichtsausdruck die Rechnung präsentiert und dabei missmutig fragt, ob Sie darauf bestehen, sto germanikó trópo (!), auf deutsche Weise, jeder für sich zahlen zu wollen. Was für ihn bedeuten würde, die Rechnung, die ja für den gesamten Tisch geschrieben wurde, wieder auseinanderdividieren zu müssen.“
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- „bunt bemalte Säulenhalle“
Die Stoa poikile war eine Säulenhalle auf der Agora, dem Marktplatz von Athen, in der Zenon von Kition um 300 v. Chr. seine Lehrtätigkeit aufnahm. Sie hatte eine Größe von 12,5 mal (vermutlich) 36 Metern und hatte ihre offene Seite nach Süden (der Sonne zugewandt), während die Nordwand den kalten Nordwind abhalten sollte. In der Stoa wurden Bilder von berühmten athenischen Künstlern, die auf Holztafeln aufgetragen waren, ausgestellt. Daher der Name „bunt bemalte Säulenhalle“.
Als Stoa (griechisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) wird eines der wirkungsmächtigsten philosophischen Lehrgebäude in der abendländischen Geschichte bezeichnet. Die Stoiker sind von der strengen Kausalität allen Geschehens überzeugt. Was immer in der Welt und unter Menschen vorkommt, beruht demnach auf einer lückenlosen Kausalkette.
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- „Du bist der Gesalbte.“
Der Apostel Simon Petrus ist im Neuen Testament der erste der Jünger Jesu, der sich zu Jesus als den Christus (den Messias) bekennt:<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref>
- „Du bist der Christus!“
Diese erstmalige Aussage kann als Geburtsstunde des Christentums gelten. Indem der im Judentum vorgeprägte Messiastitel in der griechischen Sprache auf Jesus allein bezogen und von den Christen nur noch in Verbindung mit dieser Person benutzt wurde, entwickelte sich „Jesus Christus“ faktisch zum Eigennamen.
Schon die erste Generation der Christen hat die Bekenntnisformel im Sinne eines Jesus von Gott verliehenen Ehrennamens verstanden, so Paulus,<ref>Vergleiche Vorlage:Bibel/Link.</ref> was auch die frühe Taufformel „im Namen Jesu Christi“<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref> nahelegt.
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- „Du bist Petrus, der Fels, und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen.“
Mit diesen Worten setzte Jesus Simon Petrus als seinen Nachfolger ein.<ref name="Mt16.18">Vorlage:Bibel/Link</ref> Auf diese Einsetzungsworte beruft sich auch das Papsttum als Nachfolge Christi. Diese Worte stehen lateinisch in der Kuppel des Petersdoms:
“tu es Petrus et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam”
Weiter heißt es an der gleichen Stelle im Matthäusevangelium:<ref name="Mt16.18" />
„und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Dir gebe ich die Schlüssel des Himmelreiches, und alles was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein.“
Unumstritten ist, dass dieses Wort die Leitungsfunktion des Apostels Petrus in der Urgemeinde widerspiegelt. Es ist auch (neben Vorlage:Bibel/Link) die einzige Stelle in den Evangelien, wo das Wort Ekklesia ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) vorkommt.
Eine weitere Stelle, die zur Begründung des Primats herangezogen wird, findet sich im Johannesevangelium, wo Jesus an Petrus gerichtet unter anderem sagt:<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref>
„Weide meine Lämmer! […] Weide meine Schafe!“
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- „Du bemühst dich zu wissen, was im Himmel ist, aber das, was auf der Erde ist, siehst du nicht?“
Anekdote um den Astronomen und Philosophen Thales, die unter anderem auch von Äsop erzählt wird und ihn als weltfremden und zerstreuten Gelehrten kennzeichnen soll.
Meistens wird die Anekdote so erzählt, dass Thales während seiner astronomischen Betrachtungen in einen Brunnenschacht fiel, weil er zum Himmel schaute und nicht darauf achtete, wohin er gerade ging. Dort sah ihn eine junge Magd, die manchmal mit dem Namen Thraitta genannt wird. Diese Thraitta lachte ihn aus und sagte die oben genannten spöttischen Worte zu ihm. So überliefert es Platon.
Doch es kann auch sein, dass Thales absichtlich in den Brunnenschacht geklettert ist, um von dort aus die Sterne besser beobachten zu können. Die antiken Astronomen benutzten nämlich oft Brunnenschächte zur Kalenderberechnung. Diese dienten als eine Art von Teleskop, mit dem man die Positionen von Sternen auch tagsüber bestimmen konnte. So betrachtet zeigt das Verhalten der Hausdienerin nur, dass sie Thales einfach nicht verstanden hat.
So sieht es auch der Philosophieautor Wilhelm Weischedel in seinem Buch Die philosophische Hintertreppe:<ref>Wilhelm Weischedel: Die philosophische Hintertreppe. München: Nymphenburger Verlagshandlung, 1966</ref>
„In Gedanken vertieft soll Thales einst von einer Magd beobachtet worden sein, als er in einen Brunnen fiel. ‚Typisch Philosophen‘, meint die Magd darauf, ‚wollen die Weisheit mit Händen greifen, aber begreifen nicht einmal, was vor ihren Füßen abläuft.‘ Aber Thales war ein Universalgenie. Er fiel nämlich nicht in den Brunnen, sondern er stieg hinein, um einen besseren Ausblick auf den Himmelskörper zu haben.“
Als Thales in den Brunnen fiel ist ein Philosophiebuch für die Grundschule der Politikerin und Philosophiedozentin Barbara Brüning, das Lebensgeschichten von Philosophinnen und Philosophen erzählt.<ref>Barbara Brüning: Philosophieren – Grundschule: Als Thales in den Brunnen fiel. Militzke, 2007, ISBN 3-86189-456-4</ref>
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- „Verzeihen ist besser als Rache.“
Pittakos, der Tyrann von Mytilene auf der Insel Lesbos, entließ den Lyriker Alkaios mit diesen Worten aus der Haft, obwohl dieser einige Schmähgedichte auf ihn gedichtet hatte.
Die Familie des Alkaios gehörte zur aristokratischen Oberschicht und beteiligte sich an der lokalen Politik. Die Verwicklung einzelner Familienmitglieder in den Widerstand gegen die Tyrannen Melanchros und Myrsilos war vermutlich der Grund für sein Exil in Ägypten. Als er die Rückkehr nach Lesbos erzwingen wollte, fiel er dem neuen Herrscher Pittakos in die Hände. Nach der Versöhnung konnte er auf Lesbos bleiben, wo er auch starb.
Die Stadt wurde von den Streitigkeiten mehrerer Tyrannen beherrscht, gegen die sich die so genannten Revolutionslieder (Stasiotika) des Alkaios wendeten. Unter den Tyrannen war auch Pittakos, über den Alkaios genauso herzog wie über die übrigen. Pittakos setzte aber seine Alleinherrschaft zur Beseitigung persönlicher Machtzentren ein und gab danach der Stadt ihre Selbstbestimmung zurück.
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- „Denn vereinigte Kräfte sind selbst bei Schwachen noch wirksam.“
Zu diesem Zitat aus dem 5. Gesang der Ilias schreibt der Humanist Erasmus von Rotterdam in seiner Sprichwörtersammlung Adagia:<ref name="Adagia1972" />
„Dieses Zitat ist angebracht als Warnung, die Wirksamkeit einer Freundschaftsverbindung oder Interessengemeinschaft, in der sich viele zusammengeschlossen haben, nicht zu unterschätzen, wenn sie sonst auch noch so machtlos sind und, einzeln betrachtet, kaum verdienen, daß man sie ernst nimmt.“
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- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)<ref>Aesop, Der Schiffbrüchige (Halm 300); vergleiche {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (griechische Wikisource)</ref>
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- „Mit Athena und bewege deine Hände.“
- Lateinisch: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Sprichwörtliche Aufforderung, in Notlagen zur Göttin Athene zu beten, aber auch selbst etwas zu unternehmen.
Die deutsche Entsprechung dafür ist: „Hilf dir selbst, so hilft dir Gott!“
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- „Ein Kopfweh verursachender, lästiger und ungezogener Tischgenosse zerstört die Freude an jeglichem [Wein oder Gericht oder musischem Vergnügen].“
Zitat aus dem Gastmahl der sieben Weisen des Schriftstellers Plutarch, das in Dialogform die Lehren der Sieben Weisen von Griechenland enthält.<ref>Plutarch: Das Gastmahl der sieben Weisen, 2,147f.</ref>
Plutarch beklagt sich mit diesen Worten über diejenigen, die sich nicht an die Tischregeln hielten.
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- „geschleppter Tanz“
Der Sirtaki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein Kunsttanz, der im Gegensatz zu den meisten griechischen Volkstänzen nicht bei gefassten Händen im offenen Kreis getanzt wird, sondern in der Reihe, wobei die Tänzer ihre Arme über die Schultern der Nachbarn legen. Sirtaki ist die Verkleinerungsform zu Syrtos, der traditionellsten Art griechischer Volkstänze.
Der Sirtaki wurde 1964 zur Filmmusik von Mikis Theodorakis für den Film Alexis Sorbas nach dem Roman von Nikos Kazantzakis choreographiert, angeblich, um dem Hauptdarsteller Anthony Quinn die Darstellung zu erleichtern. Ursprünglich war für die abschließende Tanzszene ein fünftaktiger Pentosalis vorgesehen. Quinn soll ein so schlechter Tänzer gewesen sein, dass man für die Nahaufnahmen des Sirtaki ein Fuß-Double einsetzen musste. Zusammen mit dem Film erlangte der Sirtaki internationale Berühmtheit und wurde für viele zum Inbegriff des griechischen Tanzes.
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- „Der Körper ist ein Grabmal.“
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- „Der Körper ist für uns ein Grab;“
Diese vermutliche Feststellung des Pythagoras wird von Platon in seinem Dialog Gorgias zitiert.<ref>Platon, Gorgias 493a2–3</ref> Platon bezeichnet konsequent den Leib als „Kerker“ der Seele. In der Bibel finden sich ursprünglich kaum Hinweise für eine Abwertung des Leiblichen. Im Dialog Phaidon heißt es:
„Solange wir noch den Körper als Genossen des Gedankens bei der Selbstbetrachtung haben und unsere Seele noch mit solchem Übel vermengt und beschmutzt ist, können wir uns von dem Gegenstand unseres Strebens, dem wahren Sein, keine hinreichende Vorstellung machen.“
Lateinische Version: „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ („Denn dieser Leib ist des Geistes Last und Strafe.“)
Einzelnachweise
<references/>
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