Mittelpunkte Deutschlands
Als Mittelpunkt Deutschlands wird ein Ort bezeichnet, der in der Mitte Deutschlands liegt.
Auf der Grundlage verschiedener, je auf ihre Weise berechtigter, wissenschaftlicher Berechnungsmethoden sind verschiedene Mittelpunkte Deutschlands bestimmt worden. Eine der möglichen Definitionen berechnet beispielsweise den Schwerpunkt eines zweidimensionalen Landkartenmodells. Die errechneten Ergebnisse führen zu Punkten, die in ihrer Mehrzahl im westlichen Thüringen, z. T. aber auch im südöstlichen Niedersachsen oder im östlichen Hessen im Städtedreieck Kassel-Erfurt-Göttingen liegen. Der Mittelpunkt Deutschlands verschob sich mit den Grenzveränderungen des Versailler Vertrags 1918, mit dem Verlust der Ostgebiete 1945, mit dem Anschluss des Saarlandes an die Bundesrepublik 1957 sowie mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990. Da die Mittelpunkte Deutschlands öffentlich interessant sind, wird durch Markierungen und touristische Infrastruktur darauf hingewiesen.
Berechnungsmethoden
| Methode | Ort/Lage | Position | Lageskizze | Bild | |||||||||||||||||||||||||||||
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Mittelpunkt eines von Breiten- und Längengraden begrenzten Gebietes<ref group="Anmerkung">(55.0585 + 47.27011) / 2 = 51.164305, (5.866316 + 15.041925) / 2 = 10.4541205 – entspricht 51° 9′ 51,5″ N, 10° 27′ 14,8″ O
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dim= | globe= | name=Mittelpunkt Deutschlands nach Rechteckmethode berechnet | region=DE-TH | type=landmark
}}</ref> || Passt man die Grenzen Deutschlands in ein Gebiet zwischen den jeweils äußersten Breiten- und Längengraden ein, so liegt der Mittelpunkt am Kreuzungspunkt der Mittelwerte der Koordinaten des nördlichsten und südlichsten sowie des östlichsten und westlichsten Punktes.<ref>Mittelpunkt Deutschlands: Niederdorla</ref> || etwa 120 m vom nördlichen Ortsrand von Niederdorla (Gemeinde Vogtei, Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen)<ref group="Anmerkung">Das liegt außerdem etwa 830 m ostsüdöstlich des ehemaligen Bahnhofs vom Ortsteil Oberdorla</ref> || 51° 9′ 48,1″ N, 10° 26′ 51,7″ O {{#coordinates:51,163361111111|10,447683333333| |
dim= | globe= | name=Mittelpunkt Deutschlands nach Rechteckmethode, Gedenkstein | region=DE-TH | type=landmark
}} |
dim= | globe= | name=Mittelpunkt Deutschlands Denkmal | region=DE-TH | type=landmark
}} eine Informationstafel über diesen Mittelpunkt Deutschlands angebracht. Durch das benachbarte Opfermoor Niederdorla war die Umgebung bereits touristisch erschlossen und der gilt als meistbesuchter Mittelpunkt.
Commons: Mittelpunkt Deutschlands (Niederdorla) – Sammlung von Bildern
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| Schnittpunktermittlung | Verbindet man den nördlichsten Punkt Deutschlands und den südlichsten Punkt mit einer Linie und kreuzt damit die Verbindungslinie zwischen dem östlichsten und westlichsten Punkt, dann ergibt der Schnitt der Extrempunkte den gesuchten Mittelpunkt.<ref group="Anmerkung">Äußerste Punkte:
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51° 13′ 15″ N, 9° 21′ 27″ O
{{#coordinates:51,220914622222|9,3575785305556|
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dim=500 | globe= | name=Mittelpunkt Deutschlands nach Schnittpunktmethode | region=DE-HE | type=landmark
}} |
Datei:Mitte via NSOW.png | Markierungsstele aus Basalt bei Besse
Commons: Mittelpunkt Deutschlands (Besse) – Sammlung von Bildern
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| Schwerpunktermittlung | Eine andere Methode der Festlegung des Mittelpunktes ist die Suche nach dem geometrischen Schwerpunkt.<ref group="Anmerkung">Schwerpunktbestimmung nach Archimedes Ein bedeutender Mathematiker der Antike, Archimedes von Syrakus (287 bis 212 v. Chr.) entwickelte ein mathematisches Verfahren, um den Schwerpunkt einer Fläche rechnerisch zu bestimmen. Er formulierte hierfür zwei Grundsätze:
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| durch Gleichgewicht |
Wenn man eine Fläche beliebiger Größe von der Form Deutschlands austariert, so ergibt sich ein Mittelpunkt.<ref group="Anmerkung">Diese experimentelle Methode ist sehr anschaulich, denn sie lässt sich recht einfach und nahezu von jedermann ausprobieren. Nur Geodäten und Kartographen könnten dem Test skeptisch gegenüberstehen, da dafür eine topografische Karte zerschnitten wird. Sie wird auf eine feste Unterlage (z. B. Pappe) geklebt und entlang der Landesgrenze genau ausgeschnitten. Das Modell wird auf einer spitzen Nadel solange verschoben, bis es sich exakt im Gleichgewicht befindet und horizontal ausgerichtet ist. Dieser näherungsweise ermittelte Schwerpunkt kann als geographischer Mittelpunkt Deutschlands interpretiert werden. Der Ansatz unterstellt, dass Deutschland eine ebene Fläche sei. Diese Methode ist problematisch, da die Mehrzahl der zu verwendenden Karten ungeeignet ist (siehe Problematik.)</ref> | etwa halbe Luftlinie zwischen Langula (Gemeinde Vogtei) und Gemeinde Kammerforst, beide Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen<ref group="Anmerkung">Das liegt fast genau 4 km südwestlich des zuvor erwähnten geographischen Mittelpunkts bei Niederdorla bzw. Oberdorla (51° 8′ N, 10° 25′ O
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dim= | globe= | name=Schwerpunkt Deutschlands | region=DE-TH | type=landmark
}})
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dim= | globe= | name=Schwerpunkt Deutschlands | region=DE-TH | type=landmark
}} |
Schwerpunkt Deutschlands durch Gleichgewichtsberechnung | ||||||||||||||||||||
| Berechnung für das Staatsgebiet zu Land |
Die genaue Berechnung des Schwerpunkts der Fläche Deutschlands ohne Zwölfmeilenzone.<ref group="Anmerkung">Die Berechnung bestimmte einen Acker 75 m nordnordwestlich vom Gut Landstreit (Eisenach) als Mittelpunkt. Die Zufahrt ist nur Anliegern erlaubt. Die ermittelte Stelle ist nicht besonders markiert.</ref> | Gut Landstreit (Siedlung von Hötzelsroda, Eisenach, Wartburgkreis, Thüringen) <ref group="Anmerkung">Stellvertretend wurde die etwa 5 km südwestlich gelegene Wartburg zum Mittelpunkt Deutschlands erklärt.
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dim= | globe= | name=Schwerpunkt Deutschlands (nur Land) | region=DE-TH | type=landmark
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dim= | globe= | name=Mittelpunkt Deutschlands (nur Land) | region=DE-TH | type=landmark
}} |
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| Berechnung durch 3D-Modell |
Dieser Mittelpunkt Deutschlands wurde mit Hilfe eines dreidimensionalen Modells ermittelt. Für seine Festlegung werden auch Unebenheiten in Form von Polygonzügen hinzugezogen.<ref group="Anmerkung">Der bereits beschriebene Ansatz der Gleichgewichtsmethode unterstellt, dass Deutschland eine ebene Fläche sei. Nun mag man in einigen Regionen tatsächlich diesen Eindruck haben, doch lässt sich die Methode auch um eine Dimension erweitern. Statt einer Karte nutzt man ein Reliefmodell, zum Beispiel in Form eines Fräsmodells oder 3D-Drucks auf der Grundlage von Laserscannerdaten. Der jetzt durch Balancieren gefundene Schwerpunkt berücksichtigt zusätzlich die unterschiedlichen Masseverteilungen und somit indirekt auch längere Strecken, die sich durch Überwindung von Bergen ergeben.</ref> | etwa 1 km westnordwestlich des Ortszentrums von Krebeck (Landkreis Göttingen, Niedersachsen) <ref group="Anmerkung">Er liegt etwa 870 m westnordwestlich des nahe dem Ortszentrum befindlichen Abzweigs der Bergstraße von der Straße Rote Eiche auf dem Nordhang des Querberges (am Nordwestrand des Eichsfelder Beckens). Beim Straßenabzweig wurde auf einem markanten Stein eine Informationstafel über diesen Mittelpunkt Deutschlands angebracht. Das erhoffte touristische Interesse ist sehr eingeschränkt.
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dim= | globe= | name=Mittelpunkt Deutschlands nach dem 3D-Modell | region=DE-NI | type=landmark
}} |
Datei:Mittelpunktstein Mittelpunkt Deutschland in Krebeck.jpg Commons: Mittelpunkt Deutschlands (Krebeck) – Sammlung von Bildern
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| Minimaler Abstand zur Staatsgrenze | Dieser Mittelpunkt stellt den Punkt dar, für den die Summe der Entfernungen zu gleichmäßig verteilten Punkten auf der Staatsgrenze am kleinsten ist.<ref group="Anmerkung">Er liegt an einer Stelle am Picksweg, ca. 200 m südlich der Hauptstraße. Dort wurde auf einem markanten Stein eine Informationstafel über diesen Mittelpunkt Deutschlands angebracht. In manchen Publikationen wird dieser Punkt als „Alter Mittelpunkt Deutschlands“ bezeichnet.Ein Mittelpunkt dieser Art ist allerdings für Deutschland nicht sehr genau bestimmbar, da die genaue Verteilung der Messpunkte an der Staatsgrenze sehr problematisch ist. Ein sehr verschlungener Teil der Grenze zieht diesen Mittelpunkt durch seine relative Länge stärker an sich als ein gerade verlaufender Teil. Siehe dazu das Problem der Küstenlänge.</ref>
Commons: Mittelpunkt Deutschlands (Flinsberg) – Sammlung von Bildern
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etwa 300 m südlich von Flinsberg (Heiligenstadt, Landkreis Eichsfeld, Thüringen) | 51° 18′ 50,9″ N, 10° 11′ 16,7″ O
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dim= | globe= | name=Mittelpunkt Deutschlands, minimaler Abstand zur Grenze | region=DE-TH | type=landmark
}} |
dim= | globe= | name=Mittelpunkt Deutschlands, minimaler Abstand zur Grenze | region=DE-TH | type=landmark
}} |
Datei:Mittelpunkt Deutschlands (Flinsberg) Heilbad Heiligenstadt im Eichsfeld.jpg Commons: Mittelpunkt Deutschlands (Flinsberg) – Sammlung von Bildern
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| Bevölkerungsmittelpunkt | Der Bevölkerungsmittelpunkt ist ein Ort, zu dem alle Einwohner Deutschlands durchschnittlich den kürzesten Weg haben.<ref group="Anmerkung">Der Bevölkerungsmittelpunkt Deutschlands war 2001 südöstlich vom Schöneberg und nördlich vom Brühbach im Ortsteil Mörshausen. Durch die Bevölkerungsmigration ändert sich der Mittelpunkt ständig.
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dim= | globe= | name=Bevölkerungsmittelpunkt Deutschlands | region=DE-HE | type=landmark
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| Bestimmung mittels einfacher geometrischer Figuren | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Minimale Entfernungssumme nach Aufteilung der Landesfläche in (quadratische) Teilflächen (Standortoptimierungsproblem, Fermat-Punkt F1) | Mittelpunkt ist der Ort, an dem die Summe der Entfernungen zu allen gleichgroßen Teilflächen des Landes am niedrigsten ist. Zur Ermittlung dieses Ortes wird die Fläche Deutschlands in viele gleich große Teilflächen, vorzugsweise Quadrate, eingeteilt. Anschließend werden die Strecken (der Abstand) von dem Mittelpunkt je einer dieser quadratischen Teilflächen zu den Mittelpunkten allen anderen Teilflächen berechnet und aufsummiert. Jeder quadratischen Teilfläche ist so eine Streckensumme zugeordnet. Der zentralste Punkt und damit der Mittelpunkt der Gesamtfläche liegt somit in dem Quadrat mit der kleinsten Streckensumme bzw. wird näherungsweise im Mittelpunkt dieser quadratischen Teilfläche verortet.<ref>[nach https://www.der-mittelpunkt-deutschlands-neu-berechnet.com/ Quadrierung], abgerufen am 5. Mai 2021.</ref><ref group="Anmerkung">Dieses Vorgehen ist ebenfalls der Geoinformatik bzw. Bildverarbeitung entlehnt. Zur besseren Veranschaulichung und Vereinfachung soll an dieser Stelle nur der Sonderfall der Quadrate betrachtet werden. Ausgangspunkt der Berechnung ist ein Quadrat, dessen Seitenlängen so weit ausgedehnt werden, bis sie die Staatsgrenzen berühren. Im zweiten und jedem weiteren Schritt sucht man diejenigen Quadrate mit der halben Seitenlänge des vorangegangenen Durchlaufs, die ebenfalls noch innerhalb der Grenzen liegen. Das Verfahren wird bis zu einem vorab definierten Endwert (kleinste mögliche Seitenlänge) fortgesetzt. Die Koordinaten der Mittelpunkte der gefundenen Quadrate werden mit dem zugehörigen Flächeninhalt gewichtet. Der geographische Mittelpunkt Deutschlands ergibt sich somit aus dem arithmetischen Mittel der gewichteten Mittelpunkte. Das Verfahren ist durch Veränderung der Start- und Abbruchbedingungen variierbar und liefert deshalb ebenfalls verschiedene Ergebnisse für den Mittelpunkt. Besser verständlich ist das Auffüllen der Staatsfläche mit gleich großen Quadraten als regelmäßiges Raster. Die Quadrate sind vergleichbar mit Bildpunkten (Pixeln) eines digitalen Bildes, zum Beispiel einer Satellitenaufnahme mit einer groben Auflösung. Mittelt man die Zentrumskoordinaten der einzelnen Bildpunkte, so erhält man den Mittelpunkt Deutschlands. Je feiner die Rasterung, d. h. je kleiner die Quadrate, desto exakter lässt sich der geographische Mittelpunkt bestimmen.
Da das arithmetische Mittel der Quadrate jedoch auch als eine Art Schwerpunkt betrachtet werden kann, wurde die Methode von 3 Erfurter Schülern im Jahr 2018 weiterentwickelt. Basierend auf den 68.000 offiziellen Koordinaten der Deutschen Grenze füllten sie Deutschland mit 314.000 Quadraten auf und bestimmten anschließend das zentralste Quadrat in der Ortschaft Mihla. Demnach wird nicht das arithmetische Mittel aller Quadrate berechnet, sondern für jedes Quadrat die Summe der Abstände zu allen anderen Quadraten (in der 2D-Fläche). Indem man letztendlich das Quadrat mit der kleinsten Summe der Abstände ermittelt, ist gewährleistet, dass man den eigentlichen Mittelpunkt der Fläche, also der Punkt, welcher im Verhältnis zu allen anderen Punkten in der Fläche am mittelsten (zentralsten) gelegen ist, berechnet. Die daraus resultierende Methode der Quadrierung bietet im Vergleich zu den anderen Berechnungsmethoden bedeutende Vorteile und gilt derzeit als die genauste Methode zur Mittelpunktberechnung. Mehr Informationen dazu unter: www.der-mittelpunkt-deutschlands-neu-berechnet.com</ref> |
im Westen von Mihla (Stadt Amt Creuzburg, Wartburgkreis, Thüringen), | 51° 4′ 40″ N, 10° 19′ 25″ O
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dim=500 | globe= | name=Mittelpunkt Mihla | region=DE-TH | type=landmark
}} |
Die Ortschaft Mihla | ||||||||||||||||||||||||
| Minimale Summe der quadrierten Entfernungen nach Aufteilung der Landesfläche in Teilflächen (Massenmittelpunkt, Geometrischer Schwerpunkt) | Der Algorithmus dieses Verfahrens gleicht nahezu dem zuvor genannten zur Bestimmung der minimalen Entfernungssumme nach Aufteilung der Landesfläche in (quadratische) Teilflächen, mit dem wesentlichen Unterschied, dass statt der linearen Summe der Entfernungen die Summe der quadrierten Entfernungen minimiert wird. Dieses Verfahren wurde im folgenden Artikel im Jahr 2015 vorgestellt: A New Method for Finding Geographic Centers, with Application to U.S. States (Eine neue Methode zum Finden geographischer Zentren, mit Anwendung auf die US-Staaten)<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>. | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Umschließende Rechtecke | Schnittpunkte der Mittellinien oder Diagonalen der umschließende Rechtecke bei einer Drehung von 0° bzw. 45°.<ref group="Anmerkung">Aus der Geoinformatik ist die Methode als „Bounding Box“ bekannt. Sie kann sowohl für zwei- als auch dreidimensionale Darstellungen verwendet werden. Mit Hilfe einer Landkarte oder des digitalen Grenzverlaufs werden die Koordinaten der vier Extrempunkte, also der nördlichste, südlichste sowie der östlichste und westlichste Punkt des Landes, bestimmt. Die vier Punkte bilden ein Rechteck, dessen Seiten zu den Koordinatenachsen parallel verlaufen. Um den Mittelpunkt zu berechnen, müssen die Koordinaten nur noch gemittelt und gekreuzt werden. Der Ansatz weist jedoch Unzulänglichkeiten auf: Je nach Definition der Koordinatenachsen rotiert das aufgespannte Rechteck und somit auch der Mittelpunkt. Allenfalls wäre es eine Möglichkeit, aus diesen Punkten einen gemeinsamen Mittelpunkt zu bilden. Bei der oben zuerst genannten Methode „Mittelpunkt eines von Breiten- und Längengraden begrenzten Gebietes“ mit dem Ergebnis Niederdorla wurde lediglich das 0°-Rechteck angesetzt.</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Außen- und Innenkreis | Mittelpunkte des kleinsten Außenkreises und größten Innenkreises.<ref group="Anmerkung">Alternativ können auch Kreise zur Bestimmung des geographischen Mittelpunktes genutzt werden. Zwei in ihrer Lage und Ausdehnung eindeutig definierte Figuren sind der kleinstmögliche Außenkreis sowie der größtmögliche Innenkreis. Zwar wird die Methode zur GIS-gestützten Standortanalyse (z. B. Planung von Funkantennen) verwendet, liefert jedoch unterschiedliche Mittelpunkte, aus denen ggf. ein gemeinsamer Mittelpunkt gebildet werden kann. Da die Kreise die wirkliche Gestalt Deutschlands nur sehr grob repräsentieren, ist die Akzeptanz für einen auf diesem Wege gefundenen geographischen Mittelpunkt gering.</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||
Problematik
Ein Staat wie Deutschland ist relativ übersichtlich, dennoch ergeben sich bei der Mittelpunktsberechnung Probleme:
- Festlegung der Staatsgrenze
- In der Regel ergibt sich das durch Abkommen mit den Nachbarländern und einvernehmlich festgelegtem Grenzverlauf, der durch Grenzsteine sichtbar ist.
- Im Obersee des Bodensees gibt es keine fixierte Grenzlinie. Hieraus könnten sich Abweichungen ergeben. Hilfsweise wird die Seemitte bei Berechnungen angesetzt.
- Die zu Deutschland gehörenden Inseln sind Staatsgebiet, aber gehören nicht zum Festland. Halbinseln werden dem Festland zugerechnet und mit dem Festland über Brücken oder Dämme verbundene Inseln wie Usedom, Rügen, Fehmarn, Sylt, Nordstrand, auch einige Halligen, werden mitunter wie Halbinseln berechnet.
- Die übrigen deutschen Inseln in der Ostsee und Nordsee (Nordfriesische und Ostfriesische Inseln, Helgoland) werden entweder im Rahmen der Küstengewässer (Zwölfmeilenzone) oder nach anderen mathematischen Verfahren einbezogen.
- Die Kartendarstellung birgt Probleme. Die meist verwendete Mercator-Projektion verzerrt den Globus im Interesse der Winkeltreue. Dabei werden Breitenkreise und Meridiane zu Geraden. Flächen werden durch die Projektion auf die nun parallelen Meridiane in Ost-West-Richtung gedehnt, je weiter im Norden, desto mehr. Wenn man eine typische Mercator-Landkarte an den Grenzen ausschneidet um den Mittelpunkt auszubalancieren, hat der Norden ein deutliches Übergewicht, das den Mittelpunkt nach Norden verschiebt.
- Der Abstand zwischen zwei Längengraden beträgt auf dem nördlichsten Breitengrad Deutschlands ca. 64 km, auf dem südlichsten Breitengrad dagegen ca. 76 km, mithin ergibt sich ein Unterschied von 12 km pro Längengrad. Der Abstand zwischen zwei Breitengraden beträgt konstant 111 Kilometer.
- Geeignet sind allenfalls Karten mit längentreuer Kegelprojektion, die jedoch nicht handelsüblich sind. Hier könnte man sich mit einem Ausschnitt aus dem Globus behelfen.
- Bedeutung einzelner Punkte an der Landesgrenze statt der Fläche
- Die Heranziehung des Mittelwerts der nördlichsten und südlichsten sowie der östlichsten und westlichsten Punkte ergibt zwar einen einfach zu berechnenden Mittelwert, aber eine Überbewertung von „herausragenden“ Punkten wie der Nordspitze von Sylt und des Landstreifens in Schleswig-Holstein. Es ist so gesehen kein Mittelpunkt der Landesfläche, sondern eine Mittelung der Extrempunkte. Würde man ein Rechteck nicht Süd-Nord/Ost-West-ausgerichtet, sondern in einem anderen Drehwinkel um die (als Ebene gedachte) Landesfläche anpassen, beispielsweise den nordwestlichsten und den südöstlichsten Punkt sowie den nordöstlichsten und den südwestlichsten Punkt mitteln, ergäben sich andere Ergebnisse. Die Verwendung der Extreme der Nord- bzw. Südkoordinaten ist nicht repräsentativ für das ganze Land. Beispielsweise hätte eine größere Meeresbucht an Stelle der schmaleren Elbmündung keinen Einfluss auf den nach den Extrempunkten ermittelten Mittelpunkt.
- Erst recht problematisch ist die zusätzliche Verwendung der West-Koordinate des nördlichsten Punktes usw. bei Angabe eines Mittelpunktes an der Schnittlinie der vier Extrempunkte (nicht Extremwerte) je einer Richtungskoordinate. Läge z. B. der südlichste Punkt Deutschlands nicht bei Oberstdorf etwa in der Mitte der Ost-West-Erstreckung der südlichen Landesgrenze, sondern gäbe es einen etwas südlicheren Punkt bei Berchtesgaden bzw. nahe bei Basel, so würde der so ermittelte „Mittelpunkt“ um rund hundert Kilometer nach Osten bzw. Westen springen.
- Die Heranziehung von Punkten an der Landesgrenze führt zu einer stärkeren Gewichtung von Gebieten mit stärker gefalteter Landesgrenze, beispielsweise rund um Berchtesgaden, während geradlinigere Abschnitte niedrig gewichtet werden, wie beispielsweise die Rheingrenze zu Frankreich. Es ist insoweit ein Mittelpunkt der Landesgrenze, nicht aber der Landesfläche. Stellt man sich beispielsweise vor, das Gebiet um Schaffhausen gehöre bis an eine begradigte Rheingrenze zu Deutschland, gingen dort längere Grenzabschnitte zur Schweiz verloren und der „Mittelpunkt der Grenzen“ würde nach Norden wandern; der Intuition entspricht aber eine Verschiebung des Mittelpunkts nach Süden, wenn im Süden Gebiet hinzukäme.
- Bei Heranziehung eines Flächenschwerpunktes – ggf. der Projektion in der Ebene – erhalten weiter entfernt gelegene Landesteile ein stärkeres „Gewicht“ (durch den größeren „Hebelarm“) – der sich ergebende Punkt hat jedenfalls nicht die Eigenschaft, dass sich je die halbe Landesfläche nördlich und südlich des Punktes sowie östlich und westlich davon befinden.
Anmerkungen
<references group="Anmerkung" responsive />
Mittelpunkte der Bundesländer
| Region | Mittelpunkt | Geokoordinate | Berechnungsmethode | Foto | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Flag of Baden-Württemberg.svg Baden-Württemberg <ref group="Anmerkung">Auch Nagold und Holzgerlingen erheben Anspruch auf den Mittelpunkt bei abweichenden Berechnungsmethoden. Verbindet man den nördlichsten und südlichsten Punkt sowie den westlichsten und östlichsten Punktden Landes mit jeweils einer geraden Linie, so schneiden sie sich an einem Punkt in der Nähe des Feldbergs, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Das ist nicht gerade zentral.</ref> |
Tübingen, Elysium | 48° 32′ 16″ N, 9° 2′ 28″ O
{{#coordinates:48,537777777778|9,0411111111111|
|
dim= | globe= | name=Schwerpunkt Baden-Württembergs | region=DE-BW | type=landmark
}} || Schwerpunkt (bei zentrierter Bodenseeufer-Grenzlinie)<ref group="Anmerkung">Schwerpunkt der gesamten Fläche des Bundeslandes. Dazu wurde der Flächeninhalt Baden-Württembergs anhand der Gauß’schen Flächenformel berechnet und anschließend der Schwerpunkt in einem X-Y-Koordinatensystem ermittelt.</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. || Datei:Geographischer Mittelpunkt von Baden-Württemberg bei Tübingen.jpg | |||||||||||
| Böblingen, an der Tübinger Straße von Böblingen nach Holzgerlingen | 48° 39′ 43″ N, 9° 0′ 14″ O
{{#coordinates:48,661944444444|9,0038888888889|
|
dim= | globe= | name=Mittelpunkt Baden-Württembergs nach Mittelwerten der geographischen Extremkoordinaten | region=DE-BW | type=landmark
}} || Mittelwerte der Koordinaten des nördlichsten und südlichsten sowie des östlichsten und westlichsten Punktes im Bezugssystem WGS84.<ref group="Anmerkung">Diese Berechnungsmethode ist sehr einfach, aber oberflächlich. Seit Oktober 2015 weist eine Infotafel und ein Markstein auf diesen Ort hin.</ref>|| Datei:Mittelpunkt-Baden-Wuerttembergs-in-Boeblingen.jpg
| ||||||||||||
| Datei:Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern | Landkreis Eichstätt, Kipfenberg | 48° 56′ 47″ N, 11° 24′ 15″ O
{{#coordinates:48,946388888889|11,404166666667|
|
dim= | globe= | name=Geographischer Mittelpunkt Bayerns | region=DE-BY | type=landmark
}} || Schwerpunkt Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.
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Datei:Geographical center of bavaria Kipfenberg.jpg | ||||||||||
| Datei:Flag of Berlin.svg Berlin | Wappen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg Friedrichshain-Kreuzberg Kreuzberg, nahe Alexandrinenstraße 15 | 52° 30′ 10,4″ N, 13° 24′ 15,1″ O
{{#coordinates:52,502888888889|13,404194444444|
|
dim= | globe= | name=Flächenschwerpunkt Berlins | region=DE-BE | type=landmark
}} || SchwerpunktSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.<ref group="Anmerkung">Die Gedenktafel befindet sich in Straßennähe in einer Grünanlage. Seit 1997 gibt es diese polierte Granitplatte. Dort ist die Silhouette Berlins eingelassen – mit einem Pfeil zum Nabel der Stadt. Inschrift des Mittelpunkt-Steines:
Der tatsächlich ausgemessene Mittelpunkt liegt gut 200 m nordöstlich auf dem geschlossenen Vereinsgelände des BFC Südring.
{{#coordinates:52,512246|13,39932|
|
dim= | globe= | name=Historischer Mittelpunkt Berlins | region=DE-BE | type=landmark
}} errichtet. Er war lange die Berechnungsgrundlage für die Entfernungen zu anderen Orten im Reich. Eine Rekonstruktion steht jetzt ca. 160 m SSW auf dem Dönhoffplatz. Seit 1991 wird die Distanz zu anderen Städten auch vom Schnittpunkt {{#coordinates:52,511369|13,401609| |
dim= | globe= | name=Mittelpunkt Berlins für Kilometrierung | region=DE-BE | type=landmark
}} der Leipziger mit der Seydelstraße (Mitte) aus gemessen.
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| Datei:Flag of Brandenburg.svg Brandenburg |
Berlin-Tempelhof | 52° 28′ N, 13° 23′ O
{{#coordinates:52,466667|13,383333|
|
dim= | globe= | name=Schwerpunkt Brandenburgs | region=DE-BB | type=landmark
}}Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.
| |||||||||||
| Berlin-Reinickendorf | 52° 34′ N, 13° 20′ O
{{#coordinates:52,566667|13,333333|
|
dim= | globe= | name=2-Lot-Mittelpunkt Brandenburgs | region=DE-BB | type=landmark
}} (grobe Koordinaten, genauere Angabe ausstehend) || Mittelpunkt nach der 2-Lot-Methode<ref group="Anmerkung" name="Mittelpunkte_BB" /> || | ||||||||||||
| Nordufer des Fahrlander Sees, Potsdam-Fahrland | 52° 27′ 32,5″ N, 13° 0′ 57″ O
{{#coordinates:52,459027777778|13,015833333333|
|
dim= | globe= | name=Geographischer Mittelpunkt Brandenburg | region=DE-BB | type=landmark
}} || Mittelpunkt, ermittelt nach der Methode: Halbierung der Entfernungen zwischen nördlichstem, südlichstem sowie westlichstem und östlichstem Punkt der Landesgrenze parallel zu den Längen- und Breitenkreisen<ref group="Anmerkung" name="Mittelpunkte_BB" /> || Datei:Fahrland - Geographischer Wegweiser - geo.hlipp.de - 35603.jpg
| ||||||||||||
| Datei:Flag of Bremen.svg Bremen | Hagen im Bremischen, Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen | 53° 19′ N, 8° 43′ O
{{#coordinates:53,313753|8,710585|
|
dim= | globe= | name=Geschätzter Mittelpunkt Hansestadt Bremen | region=DE-HB | type=landmark }} ||Geschätzt<ref group="Anmerkung">Die Position wurde geschätzt. Zwischen Bremen (Stadt) und Bremerhaven in Niedersachsen. Somit ist der Mittelpunkt nicht im Bundesland Bremen.</ref> || | |||||||||||
| Datei:Flag of Hamburg.svg Hamburg | Stadtteil Uhlenhorst, Hamburg-Uhlenhorst | 53° 34′ 8″ N, 10° 1′ 44″ O
{{#coordinates:53,568888888889|10,028888888889|
|
dim= | globe= | name=Geographischer Mittelpunkt Hamburgs | region=DE-HH | type=landmark }}<ref>Hamburger Abendblatt vom 17. März 2010</ref> || Mittelwerte der äußersten Landesgrenzpunkte<ref>Hamburger Abendblatt vom 9. August 2013</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. || | |||||||||||
| Datei:Flag of Hesse.svg Hessen | Mücke-Flensungen, Vogelsbergkreis | 50° 36′ 29″ N, 9° 1′ 42,5″ O
{{#coordinates:50,608047|9,0284649|
|
dim= | globe= | name=Geographischer Mittelpunkt Hessens | region=DE-HE | type=landmark
}} 50° 36′ 3″ N, 9° 1′ 36,7″ O
{{#coordinates:50,600838|9,02687|
|
dim= | globe= | name=geschätzter neuer Geographischer Mittelpunkt Hessens | region=DE-HE | type=landmark
}} ||Mittelpunkt von Hessen ermessen vom Hessischen Rundfunk, Studio Kassel, aus dem Jahr 1983. Der neue Punkt liegt etwa 800 m südlich und ist unmarkiert.<ref group="Anmerkung">Der bisherige Mittelpunkt liegt, durch einen massiven Stein mit Tafel markiert, direkt am südlichen Ortseingang von Mücke (Ortsteil Flensungen) auf der rechten (östlichen) Seite einer Kurve der B 276. Im Juli 2010 wurde der Mittelpunkt Hessens mit einem modernen Messverfahren neu bestimmt und liegt jetzt nur knapp vor der Gemarkungsgrenze nach Grünberg in einem Kartoffelacker auf der Stockhäuser Höhe. Das ist immerhin rund ein Kilometer Luftlinie vom 1983 gesetzten Mittelpunktstein am Flensunger Ortsrand entfernt, aber immer noch in Mücke – knapp 30 m nördlich, also innerhalb der Gemeindegrenze.
Commons: Mittelpunkt Hessen (Mücke-Flensungen) – Sammlung von Bildern
| ||||||
| Datei:Flag of Mecklenburg-Western Pomerania.svg Mecklenburg-Vorpommern | Landkreis Rostock, Teterow | 53° 46′ 24,6″ N, 12° 34′ 32″ O
{{#coordinates:53,7735|12,575558|
|
dim= | globe= | name=Mittelpunkt MV | region=DE-MV | type=landmark
}} || Nach Berechnung festgelegt<ref group="Anmerkung">Der von Astronomen Arnold Zenkert (Gründer des Urania-Planetariums Potsdam) errechnete Mittelpunkt liegt auf einen unscheinbaren Acker 15 km NNW bei Prebberede (53° 54′ 5″ N, 12° 29′ 15″ O {{#coordinates:53,901388888889|12,4875| |
dim= | globe= | name=berechneter Mittelpunkt MV | region=DE-MV | type=landmark
}}) liegt.</ref><ref>Mittelpunkt von Mecklenburg-Vorpommern Der Weltenbummler 2012 | ||||||
| Datei:Flag of Lower Saxony.svg Niedersachsen | Landkreis Nienburg/Weser, Hoyerhagen | 52° 50′ 23,4″ N, 9° 4′ 33,7″ O
{{#coordinates:52,839842|9,076019|
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dim= | globe= | name=Geographischer Mittelpunkt Niedersachsen | region=DE-NI | type=landmark
}} || <ref group="Anmerkung">Die Ausmessung des geographischen Mittelpunkts Niedersachsens erfolgte 2001. Zur Markierung wurde am 23. Mai 2003 in der Feldmark 2,8 km nördlich von Hoyerhagen ein ca. 1,5 m hoher Stein gesetzt, der eigens von einem Bildhauer gestaltet wurde. Daneben befinden sich die Fahne Niedersachsens, ein Hinweisschild, die „Zentralste Bank“ und eine Schutzhütte. Der Weg ist ausgeschildert. | |||||||||||
| Datei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg Nordrhein-Westfalen | Dortmund, Aplerbecker Mark | 51° 28′ 42″ N, 7° 33′ 18″ O
{{#coordinates:51,478333333333|7,555|
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dim= | globe= | name=Geographischer Mittelpunkt von Nordrhein-Westfalen | region=DE-NW | type=landmark
}} || Berechnung des Massenmittelpunkts (geometrischen Schwerpunkts) mittels digitaler Karte.<ref group="Anmerkung">Im Nathebachtal an der Gurlittstraße zwischen Haus 18 und 28, gegenüber Haus 23, wo der Fußweg nordöstlich zum Ententeich führt, befindet sich der planimetrisch festgestellte Mittelpunkt von Nordrhein-Westfalen.
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| Datei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg Rheinland-Pfalz | Rhein-Hunsrück-Kreis, Bärenbach (Hunsrück) | 49° 57′ 18,5″ N, 7° 18′ 37,5″ O
{{#coordinates:49,955138888889|7,3104166666667|
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dim= | globe= | name=Geographischer Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz | region=DE-RP | type=landmark
}} || |
Datei:Bärenbach07.jpg | ||||||||||
| Datei:Flag of Saarland.svg Saarland | Landkreis Neunkirchen, Eppelborn | 49° 23′ 3″ N, 6° 57′ 13″ O
{{#coordinates:49,384166666667|6,9536111111111|
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dim= | globe= | name=Geometrischer Mittelpunkt des Saarlandes | region=DE-SL | type=landmark
}} || Geometrischer Mittelpunkt (Schwerpunkt) des Saarlandes<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der geometrische Mittelpunkt des Saarlandes liegt in Habach ( vom 17. April 2016 im Internet Archive)</ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. |
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| Falscheid, Lebach, Landkreis Saarlouis | 49° 22′ 37″ N, 6° 52′ 42″ O
{{#coordinates:49,376944444444|6,8783333333333|
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dim= | globe= | name=Offizieller Mittelpunkt des Saarlandes | region=DE-SL | type=landmark
}} || Geographischer Mittelpunkt des Saarlandes<ref group="Anmerkung">Dieser Mittelpunkt weicht ca. 5,5 km vom geometrischen Mittelpunkt ab. Die Stadt Lebach besteht aber darauf, dass sie in der Mitte liegt. |
Datei:Falscheid Saarlandmitte Plakette (fcm).jpg | |||||||||||
| Datei:Flag of Saxony.svg Sachsen <ref group="Anmerkung">Der Mittelpunkt des größten (geometrischen) Kreises, der in die Grenzen des Freistaates Sachsen passt, befindet sich nach der Angaben aus den Jahren 1993 und 2009 südlich von Marbach (Striegistal), am Westrand des Zellwaldes, unweit des Klosters Altzella auf der Gemarkung Altzella in der Stadt Nossen. Der Mittelpunkte des ehemaligen
{{#coordinates:50,816667|13,458333|
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dim= | globe= | name=Mittelpunkt des Königreichs Sachsen | region=DE-SN | type=landmark
}} nördlich der Talsperre Lichtenberg. Er wurde 1992 vom Dresdner Kartografen Hans Brunner ermittelt.
{{#coordinates:50,929472222222|13,458333333333|
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dim= | globe= | name=Errechneter Mittelpunkt des Freistaates Sachsen | region=DE-SN | type=landmark
}} || Geografischer Mittelpunkt von Sachsen<ref group="Anmerkung">Mittelwerte der Koordinaten des nördlichsten und südlichsten sowie des östlichsten und westlichsten Punktes des Landes. Etwa 1,5 km östlich von Naundorf und etwa 4,5 km südwestlich von Grillenburg befindet sich der geografische Mittelpunkt Sachsens an der so genannten Diebskammer, im Tännichtgrund, auf der Gemarkung Grillenburg des Kurortes Hartha.</ref> |
Datei:Mittelpunkt Sachsens.JPG | |||||||
| Obereula, Gemarkung Deutschenbora, Nossen, Landkreis Meißen | 51° 3′ 10,6″ N, 13° 20′ 41,8″ O
{{#coordinates:51,052930555556|13,344958333333|
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dim= | globe= | name=Errechneter Mittelpunkt des Freistaates Sachsen | region=DE-SN | type=landmark
}} || Physikalischer Schwerpunkt von Sachsen<ref group="Anmerkung">Ermittelt unter Zuhilfenahme von etwa 60.000 geografischen Punkten der Landesgrenze. Einen Infopunkt findet man im Hirschfelder Weg in Obereula</ref> |
Datei:SchwerpunktSachsenNossen280810FotoAndreKaiser.JPG | |||||||||||
| Datei:Flag of Saxony-Anhalt (state).svg Sachsen-Anhalt | Schönebeck (Elbe), Salzlandkreis | 52° 0′ 32,6″ N, 11° 42′ 9,6″ O
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dim= | globe= | name=Errechneter Mittelpunkt des Landes Sachsen-Anhalt | region=DE-ST | type=landmark
}} ||Physikalischer Schwerpunkt von Sachsen-Anhalt<ref group="Anmerkung">Auf einem Acker etwa 450 m südsüdöstlich des Hummelberg-Turms liegt in einem Feld der physikalische Schwerpunkt von Sachsen-Anhalt. Er wurde vom Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt ermittelt.
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| Tornitz, Salzlandkreis | 51° 55′ 28,2″ N, 11° 50′ 9,1″ O
{{#coordinates:51,9245|11,835861111111|
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dim= | globe= | name=Mittelpunkt des Landes Sachsen-Anhalt nach Moll | region=DE-ST | type=landmark
}} || Nach der Nadelmethode ermittelt von Michael Moll<ref>Mittelpunkt von Sachsen-Anhalt, DieWeltenbummler, 31. Dezember 2012.</ref> || Datei:Tornitz (Barby), geographischer Mittelpunkt Sachsen-Anhalt.jpg | ||||||||||||
| Datei:Flag of Schleswig-Holstein.svg Schleswig-Holstein | Kreis Rendsburg-Eckernförde, Nortorf | 54° 11′ 8″ N, 9° 49′ 20″ O
{{#coordinates:54,185555555556|9,8222222222222|
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dim= | globe= | name=Geographischer Mittelpunkt Schleswig-Holsteins | region=DE-SH | type=landmark
}} || Geographischer Mittelpunkt, Einteilung des Bundeslandes in über 30.000 planerische Dreiecke durch das Landesvermessungsamt<ref group="Anmerkung">Der Mittelpunkt ist ausgeschildert. Er liegt an der Straße zwischen Nortorf und Brammer 20,12 m ü. NN und wurde mit einem Mühlstein gekennzeichnet.
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Datei:Die Mitte Schleswig-Holsteins.jpg | ||||||||||
| Datei:Flag of Thuringia.svg Thüringen | Ilm-Kreis, Rockhausen | 50° 54′ 12″ N, 11° 1′ 35″ O
{{#coordinates:50,903333333333|11,026388888889|
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dim= | globe= | name=Geographischer Mittelpunkt Thüringens | region=DE-TH | type=landmark
}} ||Schnittpunkt der Diagonalen eines gedachten Rechteckes um Thüringen.<ref group="Anmerkung">Der am 17. August 2008 eingeweihte Markierungsstein steht kurz vor der westlichen Ortsausfahrt auf einer kleinen Mittelinsel der Hauptstraße. Der tatsächlich errechnete Mittelpunkt liegt 800 m westnordwestlich auf einem Acker. |
Übersichtskarte
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Mittelpunkte in Deutschland Doppeleinträge ergeben sich aus unterschiedlichen Berechnungsmethoden Datei:Capital mark.svg = Landeshauptstädte Datei:Flashspot.gif = diverse Mittelpunkte Deutschlands je nach Berechnungsmethode |
Anmerkungen
<references group="Anmerkung" responsive />
Historische Mittelpunkte
Deutsches Reich (1871–1920)
Spremberg
Auch zu Zeiten des Deutschen Reiches wurde ein Mittelpunkt bestimmt. So war Spremberg zwischen 1871 und 1920 der geografische Mittelpunkt des Deutschen Reiches. Darauf weist ein erneuerter Gedenkstein hin, der sich nur wenige Meter entfernt vom Originalstandort befindet.
Als Grundlage der Berechnung wurden die Mittelwerte der am weitesten nördlich, südlich, östlich und westlich gelegenen Orte des damaligen Deutschen Reiches festgestellt. Das Ergebnis der Berechnungen wurde im Jahresbericht der höheren Lehranstalten des Jahres 1872 veröffentlicht.
Dort hieß es:
„Zum Schluß dieser letzten Erörterungen, die gerade die Heimatkunde betrifft, möge hier noch ein Notiz Platz finden, die für die Bewohner unser guten Stadt Spremberg von einigem Interesse sein wird. –
Der nördlichste Punkt des neu entstandenen Deutschen Reiches liegt bei dem Dorfe Nimmersatt nördlich von Memel, 55 Grad 52 Minuten 56 Sekunden nördlicher Breite; der südlichste am Ursprung der Stillach, eines Quellflusses der Iller in den Allgäuer Alpen, 47 Grad 15 Minuten 48 Sekunden nördlicher Breite. Das Mittel hieraus ist 51 Grad 34 Minuten 22 Sekunden. Der östlichste Punkt liegt bei dem Dorfe Schilleningken unweit Schirwindt an der Scheschuppe, 40 Grad 32 Minuten 25 Sekunden östlicher Länge von Ferro; der westlichste beim Dorfe Isenbruch, vier Kilometer von der Maas, 23 Grad 31 Minuten 50 Sekunden östlicher Länge von Ferro. Das Mittel hieraus ist 32 Grad 2 Minuten 7,5 Sekunden.
Der geographische Mittelpunkt des Deutschen Reiches ist also der Punkt, welcher unter 51 Grad 34 Minuten 22 Sekunden nördlicher Breite und 32 Grad 2 Minuten 7,5 Sekunden östlicher Länge liegt. Der geographische Mittelpunkt des Deutschen Reiches ist also der Punkt, welcher unter 51° 34′ 19,5″ N, 14° 22′ 16,2″ O {{#coordinates:51,572083333333|14,371166666667| |dim= |globe= |name=Geogr. Mittelpunkt Deutsches Reich |region=DE-BB |type=landmark }} liegt.<ref>Bezogen auf den Ferro-Meridian, das entspricht beim heute verwendeten Greenwich-Meridian 51° 34′ 19.5″ N, 14° 22′ 16.2″ E</ref> Dieser Punkt aber ist gelegen auf dem Territorium der Stadt Spremberg. Man gelangt zu ihm (nach Messung auf der Generalstabskarte), wenn man von der Dresdener Straße ziemlich genau 500 Schritt (und zwei Fuß) die Gartenstraße und den sie fortsetzenden Weg hinabgeht.“
Im Juli 1914 erging eine Verfügung des Chefs der Preußischen Landesaufnahme, v. Bertrab, dass der Mittelpunkt des Deutschen Reiches auf das Messtischblatt 2547, also die Gemarkung Spremberg fiel.
1946 wurde die Inschrift des Steines auf Anordnung des damaligen Landrates, der den Befehl Nr. 30 des Alliierten Kontrollrates buchstabengetreu umsetzte, zerstört. Ein Reichsadler und der Umstand, dass Deutschland zuvor in den Grenzen vom 31. Dezember 1937 erheblich weiter nach Osten reichte, passten nicht mehr in die Zeit.
Der Originalstein wurde im März 1988 im Zuge der Vorbereitung von Straßenbauarbeiten geborgen und ist im Heimatmuseum in Spremberg ausgestellt. Laut Auskunft des damaligen Kreisdenkmalpflegers war der Stein durch das Entfernen der Schrift und durch das Einsetzen in eine Betonmauer nach 1946 so stark zerstört, dass eine Wiederherstellung nicht möglich war.<ref>Lausitzer Rundschau vom 12. April 1988, Lokalseite</ref>
Am 19. Januar 1991 wurde nur wenige Meter vom Originalstandort entfernt eine Kopie des Steines aufgestellt.
Äußerste Grenzorte des Deutschen Reiches : Es ist der nördlichste, östlichste, südlichste und westlichste Ort angegeben. |
Die Berechnungen zum Reichsmittelpunkt gingen auf den Geographen Heinrich Matzat zurück, einem Oberlehrer am Spremberger Realgymnasium.<ref>Chronik des Erwin-Strittmatter-Gymnasiums</ref> Zufällig liegt die Lehranstalt fast neben der ermittelten Position, also in der Mitte des Kaiserreiches. Das ergab sich aus einigen Ungenauigkeiten bei der Berechnung:
- Die Methode, ein Zentrum aus der Mittellinie zwischen den äußeren Längen- und Breitengraden und deren Kreuzungspunkt festzulegen, ist sehr umstritten, wie man auf der Kartendarstellung erkennen kann.
- Die Angaben der Grenzpunkte sind ungenau und weichen teilweise erheblich von der festgelegten Reichsgrenze ab.
- Im Norden liegt der angegebene Meridian zwar im Ort Nimmersatt, aber ca. 1,3 km südlich der Reichsgrenze.<ref>55° 53′ 39,4″ N, 21° 3′ 4,7″ O
{{#coordinates:55,894277|21,051305|
|dim=
|globe=
|name=Nordgrenze des Reiches
|region=LT-KL
|type=landmark
}} siehe Nordgrenze auf historischen Karten</ref>
- Bei der Ostgrenze, die der Fluss Scheschuppe bildet beträgt die Abweichung ca. 750 m nach Westen und trifft wenigstens den Kern des Grenzortes Schilleningken (Ostdorf)<ref>54° 48′ 48,7″ N, 22° 53′ 11,2″ O
{{#coordinates:54,81352|22,886453|
|dim=
|globe=
|name=Ostgrenze
|region=RU-KGD
|type=landmark
}} siehe <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ostgrenze nach historischen Karten ( des Vorlage:IconExternal vom 7. April 2022 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Im Süden sind die Orts- und Positionsangaben sehr frei ausgelegt: Der Ursprung der Stillach ist rund 17 km entfernt, somit 6 km nördlich. Die angegebene Position liegt schon in Tirol am Krumbach, fast schon Vorarlberg und ca. 750 m zu südlich.<ref>47° 16′ 12,4″ N, 10° 10′ 42″ O
{{#coordinates:47,270123|10,178341|
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|name=Südlicher Grenzstein
|region=DE-BY
|type=landmark
}} siehe Südgrenze auf historischen Karten</ref>
- Im Westen wurde die Position einigermaßen genau angegeben. Sie weicht nur 1,5 km nach Südosten bzw. 950 m nach Westen ab,<ref>51° 3′ 4″ N, 5° 51′ 58,8″ O
{{#coordinates:51,051107|5,866344|
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|globe=
|name=Westlichster Grenzpunkt
|region=DE-NW
|type=landmark
}} siehe Kartenforum mit überlagerten historischen Karten</ref> was die Abweichung an der Ostgrenze fast ausgleicht. Bei der Mittellinie ergibt sich somit eine Differenz von nur 100 m.
- Bei Berücksichtigung der exakten Grenzpositionen, ermittelt aus Landkarten und Unterlagen der damaligen Zeit, würde die Berechnung eine Position von 51° 34′ 55,9″ N, 14° 22′ 35″ O
{{#coordinates:51,5822|14,376398|
|dim=
|globe=
|name=Mittelpunkt des Reiches
|region=DE-BB
|type=landmark
}} ergeben. Das ist noch im Bereich von Spremberg, liegt aber 1150 m vom ausgewiesenen Punkt beim Gymnasium entfernt im Wald.
Krina
1918 wurde ein neuer Reichsmittelpunkt berechnet und veröffentlicht. Eine unauffällige Gedenktafel auf einem Feldstein in der Ortsmitte („Horns Berg“ 51° 39′ 19″ N, 12° 29′ 12″ O
{{#coordinates:51,655267|12,486661|
|dim=
|globe=
|name=Mitte Deutsches Reich
|region=DE-ST
|type=landmark
}}) von Krina, Sachsen-Anhalt, weist darauf hin, dass Krina einmal Mittelpunkt des Deutschen Kaiserreiches war.<ref>Muldestausee-Bote Nr. 11/2017 Seite 13 Ortsteil Krina: Gedenktafel „Mittelpunkt des Deutschen Kaiserreiches“</ref><ref>Auch veröffentlicht in Geographischer Anzeiger. - 19. Jg. / 1918, Herausgeber Dr. Hermann Haack u. a.</ref>
Nach der Wende stellte man im Ortszentrum einen Feldstein mit einer Tafel auf, die den Ort als „Mittelpunkt im Großdeutschen Reich 1900“ auswies. Dieses fehlerhafte Schild wurde 2017 gestohlen und inzwischen durch ein korrektes Schild ersetzt.
Während der deutschen Teilung (1949–1990)
Ehemalige Mittelpunkte des geteilten Deutschlands |
Als Mittelpunkte der alten Bundesrepublik Deutschland galten v. a. die zur Gemeinde Rennerod im Westerwald gehörende Basaltformation „Butterweck“ (ermittelt 1978)<ref group="Anmerkung">Butterweck (zu Rennerod), als Mittelpunkt der alten BRD ausgewiesen seit 1978 auf rennerod.de</ref> und Herbstein (Vogelsbergkreis in Hessen)<ref group="Anmerkung">Direkt an der B275 zwischen Herbstein und dem Ortsteil Altenschlirf befindet sich ein großer Basaltblock mit einer entsprechenden Tafelinschrift. Der vermessene Mittelpunkt (50° 32′ 18″ N, 9° 21′ 41″ O
{{#coordinates:50,538333333333|9,3613888888889|
|dim=
|globe=
|name=Mittelpunkt der BRD bis 03.10.99
|region=DE-HE
|type=landmark
}}) befindet sich etwa 120 m nordöstlich auf dem Feld.</ref>.
Der Mittelpunkt der DDR lag bei der Stadt Belzig (DDR-Bezirk Potsdam) zwischen Verlorenwasser und Weitzgrund im Fläming.<ref group="Anmerkung">Im April 1974 wurde der Massenmittelpunkt mit den Koordinaten 52° 12′ N, 12° 31′ O
{{#coordinates:52,194966666667|12,515583333333|
|dim=
|globe=
|name=Mittelpunkt der DDR bis 3.10.99
|region=DE-BB
|type=landmark
}} an der TU Dresden errechnet und in der 12. Folge der Fernsehsendereihe Außenseiter-Spitzenreiter publik gemacht. Da sich der festgestellte Punkt auf dem Truppenübungsplatz II des DDR-Innenministeriums (Volkspolizei bzw. Stasi) befand, hat man einen entsprechend markierten Ort ca. 600 m südlich als Mittelpunkt ausgewiesen. 1976 wurde das Schild, das auf den Mittelpunkt der DDR hinwies, entfernt, da das Gelände zum Sperrgebiet des Truppenübungsplatzes gehörte. Lediglich die Straße zwischen Weitzgrund und Verlorenwasser durfte von Anwohnern benutzt werden. Das heutige Arrangement an Markierungen und Informationen entstand zu einer Zeit, in der die DDR nicht mehr existierte.
- Der Mittelpunkt der DDR liegt tief im dunklen Wald, Berliner Morgenpost, 4. Juni 2010
- Mittelpunkt der ehemaligen DDR, Die Weltenbummler, 31. Dezember 2012.</ref>
- Anmerkungen
<references group="Anmerkung" responsive />
Siehe auch
- Mittelpunkt Europas
- Mittelpunkt Österreichs
- Mittelpunkt der Schweiz
- Liste geographischer Mittelpunkte
- Liste der Extrempunkte Deutschlands
- Bevölkerungsmittelpunkt
- Mitteldeutschland
Weblinks
- Geographischer Mittelpunkt sehr verständlich und mit Illustrationen erklärt.
- Mittelpunkt Deutschlands Das ist eine Frage der Berechnungsmethode!
- Geografische Mittelpunkte, Die Weltenbummler, Michael Moll, 2000–2019
- Christian Bischoff, Stefan Wagenknecht: Mittel und Wege zur Mitte(PDF; 3,4 MB). In: Vermessung Brandenburg. Heft 1/09, S. 106–110. (Darstellung der Ermittlung eines geografischen Mittelpunkts am Beispiel des Landes Brandenburg, geobasis-bb.de)
- Wo liegt die Mitte Deutschlands? von Christian Hanewinkel, Leibniz-Institut für Länderkunde vom 16. Juli 2012
- Der Mittelpunkt Deutschlands – Neu berechnet, von 3 Erfurter Schülern, 2018
- Mittelpunkte Deutschlands Reisereportage Landlinse, 2023
Einzelnachweise
<references responsive />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2022-03
- MediaWiki:Gadget/templateGallery
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2024-03
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-09
- Wikipedia:Bilderwunsch an bestimmtem Ort
- Geographischer Rekord (Deutschland)
- Geographischer Mittelpunkt
- Vogtei (Gemeinde)