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Museumsfeldbahn Großgmain

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Museumsfeldbahn Großgmain
Datei:Museum grossgmain feldbahn 1.jpg
Beide Züge der Museumsfeldbahn im Bahnhof „Flachgau“
Beide Züge der Museumsfeldbahn im Bahnhof „Flachgau“
Streckenlänge:1,7 km
Spurweite:600 mm (Schmalspur)
Maximale Neigung: 40 
Minimaler Radius:30 m
Streckengeschwindigkeit:15 km/h
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0,9 Flachgau
300 Meter langes Betriebsgleis
0,85 Tennengau
1,7 Pongau

Die Museumsfeldbahn Großgmain ist eine für den Personentransport im Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain erbaute Schmalspurbahn.

Geschichte

Datei:Museum grossgmain bahnhof flachgau.jpg
Bahnhof „Flachgau“

Um einerseits gehbehinderten Menschen den Zugang zum Freilichtmuseum zu erleichtern und andererseits neue Ausblicke auf die Objekte zu ermöglichen, beschloss die Museumsleitung, eine Feldbahn für den Personentransport durch das gesamte Gelände zu errichten. Geplant wurde die Errichtung ab 2007, zur Jahresmitte 2009 wurde mit dem Bahnbau begonnen, der knapp ein Jahr dauerte. Im Mai 2010 war der Bau bis auf Kleinigkeiten (Bahnsteige etc.) fertig und es fanden erste Probefahrten statt. Die feierliche Eröffnung erfolgte am 13. Juni 2010.<ref name="kohle">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 17. Juni 2010, ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 20. Juni 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/search.salzburg.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Die Betriebsleitung obliegt den Salzburger Lokalbahnen, einer für Schienenverkehr zuständigen Geschäftseinheit des Salzburger Infrastrukturunternehmens Salzburg AG, das Bahnpersonal besteht aus Freiwilligen und Angestellten des Museums. Finanziert wurde das Vorhaben vom Salzburger Freilichtmuseum, vom Förderverein des Museums und von der Salzburger Landesregierung.

Strecke

Datei:Freilichtmuseum Salzburg - Feldbahngleise.jpg
Gleisanlage

Die Bahn orientiert sich am Vorbild einer Feldbahn, ist für den Personentransport 1,7 km lang und weist ein zusätzliches Betriebsgleis von 333 m Länge auf. Die Bahn wird mit einer Geschwindigkeit von rund 15 km/h befahren<ref name="kohle" /> und hat eine Spurweite von 600 mm. Die steigungsreiche Strecke (40 ‰ Steigung) hat drei Stationen, ist in mehreren Kehren angelegt und verfügt über Wendeschleifen an den Endstationen. Die Haltestellen erhielten die Namen derjenigen Salzburger Gaue, nach denen im Museum die Bauobjekte gruppiert sind. Die Endhaltestelle „Flachgau“ am Museumseingang wurde nach den Plänen der Haltestelle „Zistelalpe“ der ehemaligen Gaisbergbahn originalgetreu nachgebaut und enthält im Inneren eine Ausstellung über die Feldbahnen im Bundesland Salzburg. Bei der Mittelstation wurde ein Haltestellengebäude errichtet, dessen Original bis 1957 an der Haltestelle „Söllheim“ der Salzkammergut-Lokalbahn stand. Die Endstation der Museumsbahn erhielt das alte originale Wartehäuschen der ehemaligen Murtalbahn-Haltestelle in Lintsching (Lungau).

Fahrzeuge

Datei:Museum grossgmain feldbahn 2.jpg
Zug auf freier Strecke

Die Bahn besitzt drei Diesellokomotiven und acht Personenwagen. Eines der Dieselfahrzeuge ist von der Bauart Schöma CHL-45G (Baujahr 1988) und im gleichen Rubinrot wie Fahrzeuge der Salzburger Lokalbahn lackiert und trägt den Namen Untersberg sowie die Bezeichnung Vf 2; sie wurde ursprünglich beim Bau des Eurotunnels und zuletzt auf der Kurbahn Bad Schwalbach eingesetzt. Die andere Lokomotive ist von der Bauart Schöma CHL-40G (Baujahr 1995) und wie der Fahrradzug der Pinzgauer Lokalbahn moosgrün lackiert. Sie trägt den Namen Gaisberg und die Bezeichnung Vf 1. Sie wurde früher auf der 2008 eingestellten und durch ein normalspuriges Anschlussgleis ersetzten Werksbahn des Diabas-Steinbruchs in Saalfelden eingesetzt. Die beiden Diesellokomotiven wurden 2009 bis 2010 im Schöma-Werk in Diepholz (Niedersachsen) aufgearbeitet. Am 13. Mai 2012 wurde mit einer weiteren Schöma CHL-40G, Großglockner, Vf 3 die dritte Diesellokomotive (schwarz, fabriksneu) in Betrieb genommen.<ref>Gunter Mackinger: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. LOK Report, 13. Mai 2012, ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 2. Juni 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.lokreport.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Die acht vierrädrigen Personenwagen der Museumsfeldbahn sind in den 1960er Jahren von der Firma Mühlhäuser in Michelstadt (Hessen) auf die Untergestelle der ehemaligen sogenannten „Kaprun-Loren“ der Diabasbahn Saalfelden neu aufgebaut worden. Diese wurden zuvor auch schon beim Kupferbergbau in Mühlbach am Hochkönig und beim Bau der Kraftwerksgruppe Glockner-Kaprun eingesetzt. Die Waggons sind als offene Sommerwagen ausgeführt und auf je zwei Rädern mit Druckluftbremsen versehen. Jeder Wagen ist für 23 Personen ausgelegt, alle Personenwagen verfügen über ein Fahrgastnotrufsystem. Zwei der Wagen haben breitere Einstiege und sind für den Transport von Kinderwägen und Rollstühlen ausgelegt. Um den Spalt zwischen Bahnsteig und Waggon zu überbrücken, wird in den beiden Wagen eine einlegbare Rampe mitgeführt. Diese Wagen sind immer am Zugschluss gereiht.

2010 war außerdem eine Dampflok des Typs Las 49, die 1957 in Polen unter der Fabriksnummer 3471 bei der Lokomotivfabrik Chrzanow/Krenau OS gebaut wurde, leihweise in Einsatz.

Events

Datei:O&K 1167- Baujahr 1903.jpg
Gastlokomotive anlässlich der Jubiläumsveranstaltung 2025

Am 21. September 2025 wurde eine Jubiläumsveranstaltung "Volldampf - 15 Jahre Museumsbahn" abgehalten. Unter anderem wurden Gastlokomotiven diverser Bauarten gezeigt, darunter eine 50 PS Dampflokomotive von O&K, die 1903 mit der Fabriksnummer 1167 für ein Bergwerk im spanischen Utrillas gebaut wurde.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 24. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Literatur

  • Gunter Mackinger, Harald Waitzbauer: Wald-, Feld- und Industriebahnen im Land Salzburg. Eigenverlag des Salzburger Freilichtmuseums, Salzburg 2010, ISBN 978-3-9502797-1-9.

Weblinks

Commons: Museumsfeldbahn Großgmain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 47° 45′ 2,8″ N, 12° 57′ 5,8″ O

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