Oberheumödern
Oberheumödern Stadt Treuchtlingen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(42)&title=Oberheum%C3%B6dern 48° 57′ N, 10° 51′ O
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| Höhe: | 514–523 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 42 (31. Dez. 2019)<ref name="EWZ2019" /> | |||||
| Postleitzahl: | 91757 | |||||
| Vorwahl: | 09142 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Oberheumödern ist ein Gemeindeteil der Stadt Treuchtlingen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Oberheumödern liegt in der Gemarkung Windischhausen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. Oktober 2024.</ref>
Lage
Das Dorf liegt in der Südlichen Frankenalb westlich von Treuchtlingen. Südlich befindet sich das Waldgebiet Grottenhof. Nördlich von Oberheumödern führt die Staatsstraße 2216 vorbei, von der zwischen Treuchtlingen und Windischhausen eine Verbindungsstraße zum Ort abzweigt, die nach Unterheumödern weiterführt.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Ortsname
Die Grundbezeichnung „Heumödern“ könnte gedeutet werden als „Bei den Grasmähern“ bzw. „Siedlung zu den Wiesen, wo geheut wird“. Zugrunde liegt das mittelhochdeutsche Wort „meder/mæder“ = „Mäher, Mäder“. Vielleicht wurde der Ortsname im Sinne eines Grasplatzes, der nur einmal gemäht wird, gebildet. „Ober-“heumödern liegt circa 20 Höhenmeter höher als das nahe „Unter-“heumödern.<ref>Schuh, S. 136f.</ref>
Geschichte
Bei Oberheumödern befinden sich fünf hallstattzeitliche Grabhügel. Der Ort wird erstmals 1403 urkundlich erwähnt, als Burggraf Friedrich von Nürnberg in einem Streit von Wilrich und Jobst von Treuchtlingen mit Reynbot Dompne entscheidet, dass Dompne „daz weiler Obernheymenden genant“ von denen von Treuchtlingen als Pfand erhalten soll. Aus einem Beleg von 1481 erfährt man, dass der große Zehnt des Weilers vom Kloster Wülzburg auf Georg von Pappenheim übergeht, der im Jahr darauf diesen gegen etliche Güter des Klosters Rebdorf in Dettenheim eintauscht. 1596 gehören dem Marschall von Pappenheim-Treuchtlingen der Meierhof, vier Höfe und fünf Gütlein Oberheumöderns. 1667 ist dieser ehemalige Pappenheimer Besitz dem brandenburgisch-markgräfliche Verwalteramt Treuchtlingen gerichts- und steuerbar. 1732 hat sich daran nichts Wesentliches geändert: Fünf ganze Höfe, fünf Gütlein und das Hirtenhaus gehören dem Verwalteramt Treuchtlingen; der Weiler ist nach Wettelsheim gepfarrt, der große Zehnt geht weiterhin nach Rebdorf, der kleine gehört dem Pfarrer zu Wettelsheim. Sämtliche Gerichtsbarkeiten werden vom Verwalteramt Treuchtlingen wahrgenommen. Dies bleibt so bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches.<ref>Dieser Abschnitt nach Schuh, S. 136.</ref>
Seit 1806 im Königreich Bayern, wurden Ober- und Unterheumödern 1808 dem Steuerdistrikt Auernheim und 1801 und 1818 der Munizipalgemeinde Treuchtlingen zugeordnet. Mit Wirkung vom 26. August 1864 kamen Ober- und Unterheumödern zur Gemeinde Windischhausen im Landgericht Heidenheim.<ref name="Hofmann/243">Hanns Hubert Hofmann: Gunzenhausen-Weißenburg. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. Reihe I, Heft 8. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1960, DNB 452071089 (Digitalisat). S. 243.</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern von wurde diese Gemeinde am 1. Juli 1972 nach Treuchtlingen eingemeindet.<ref></ref>
In den 1980er Jahren bestand das Dorf aus zwölf landwirtschaftlichen Anwesen.<ref name="Heimatbuch/139">Heimatbuch Treuchtlingen, S. 139.</ref> Das ehemalige Schul- und Gemeindehaus (Oberheumödern Nr. 13), ein zweigeschossiger Walmdachbau mit Uhrtürmchen mit geschweifter Haube, wurde 1839 (bzw. 1813)<ref name="Heimatbuch/139" /> erbaut. In ihm wurde bis 1932 Schulunterricht erteilt.<ref>Gotthard Kießling: Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Reihe „Denkmäler in Bayern“. Karl M. Lipp Verlag, München 2000, S. 633.</ref> Es ist als Baudenkmal qualifiziert, ebenso die Scheune Oberheumödern Nr. 1 von 1872 und das Jura-Bauernhaus Oberheumödern Nr. 2 aus dem frühen 19. Jahrhundert mit dem davor stehenden Kleinhaus von 1852.<ref>Denkmalliste für Treuchtlingen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, 17. Februar 2017, S. 15</ref> 2008 wurde mit der Dorferneuerung begonnen.<ref name="Stanka">Hubert Stanka: Bürgerversammlung Windischhausen und Heumödern; Im Zeichen der Dorferneuerung. In: Treuchtlinger Kurier. 17. Dezember 2007 (spd-treuchtlingen.de).</ref>
Einwohnerzahlen
- 1818: 66 Einwohner<ref name="Hofmann/243" />
- 1846: 96 „Seelen“<ref name="Heimatbuch/139" />
- 1861: 99 Einwohner, 25 Gebäude<ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1039, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref>
- 1950: 101 Einwohner, 20 Gebäude<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1074 (Digitalisat).</ref>
- 1961: 68 Einwohner, 14 Wohngebäude<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 788 (Digitalisat).</ref>
- 1987: 47 Einwohner<ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 353 (Digitalisat).</ref>
- 2007: 36 Einwohner<ref name="Stanka" />
- 1. Januar 2011: 33 Einwohner<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website Treuchtlingen ( des Vorlage:IconExternal vom 21. Dezember 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- 31. Dezember 2019: 42 Einwohner<ref name="EWZ2019">Einwohnerzahlen der Ortsteile in der Gemeinde Treuchtlingen. Stadt Treuchtlingen, abgerufen am 28. Oktober 2020.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Oberheumödern. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 175 (Digitalisat).
- Heimat- und Bäderverein Treuchtlingen e. V. (Hrsg.): Heimatbuch Treuchtlingen. Treuchtlingen um 1984, OCLC 159821417, insbes. S. 139.
- Hanns Hubert Hofmann: Gunzenhausen-Weißenburg. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. Reihe I, Heft 8. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1960, DNB 452071089 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/376969922X ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Bernd Schweinzer: Ortsfamilienbuch Windischhausen mit Ober- und Unterheumödern, Windischhausen 2018
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Oberheumödern in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Oberheumödern im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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