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Peroxodischwefelsäure

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Struktur von Peroxodischwefelsäure
Allgemeines
Name Peroxodischwefelsäure
Andere Namen
  • Marshallsche Säure
  • Überschwefelsäure
Summenformel H2S2O8
Kurzbeschreibung

weiße, unbeständige Kristalle<ref name="Römpp">Eintrag zu Peroxodischwefelsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
PubChem 24413
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Eigenschaften
Molare Masse 194,15 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Römpp" />

Schmelzpunkt

60 °C<ref name="Römpp" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Peroxodischwefelsäure ist eine Oxosäure des Schwefels (Marshall’sche Säure). Sie bildet weiße, in Wasser lösliche Kristalle. Peroxodischwefelsäure wirkt stark oxidierend. Sie wird beispielsweise zur Herstellung von Wasserstoffperoxid (über Hydrolyse), für Hydroxylierungen an Phenolen sowie als Beizlösung zur Oberflächenbehandlung von Metallen verwendet. Ihre Salze, die Peroxodisulfate, sind viel stabiler als die Säure und werden als starke Oxidationsmittel eingesetzt.

Datei:Peroxydisulfuric-acid-3D-balls.png
Stäbchenmodell der Peroxodischwefelsäure

Synthese

Die Herstellung der Peroxodischwefelsäure in Lösung erfolgt technisch über Elektrolyse einer ca. 50%igen Schwefelsäurelösung bei hoher Stromdichte. Im Labor benutzt man zur Reindarstellung dieselbe Reaktion, die zur Peroxomonoschwefelsäure führt, mit einem Überschuss an Chlorsulfonsäure.<ref>G. Brauer (Hrsg.): Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 389–390.</ref>

Einzelnachweise

<references />