Zum Inhalt springen

Plurizentrische Sprache

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Eine plurizentrische Sprache oder polyzentrische<ref>William A. Stewart: A Sociolinguistic Typology for Describing National Multilingualism. In: Joshua Fishman (Hrsg.): Readings in the Sociology of Language. Mouton, The Hague, Paris 1968, OCLC 306499, S. 534.</ref><ref>Heinz Kloss: Abstandsprachen und Ausbausprachen. In: Joachim Göschel, Norbert Nail, Gaston van der Elst (Hrsg.): Zur Theorie des Dialekts. Aufsätze aus 100 Jahren Forschung (= Zeitschrift für Dialektologie and Linguistik, Beihefte). n.F., Heft 16. F. Steiner, Wiesbaden 1976, OCLC 2598722, S. 310–312.</ref> Sprache ist in der Sprachsoziologie und Soziolinguistik eine Sprache mit mehreren regionalen Zentren der Standardisierung und dementsprechend mehreren Standardvarietäten, wie z. B. Deutsch und Englisch.<ref>Daniel Bunčić, Barbara Sonnenhauser, Anastasia Bauer, Tobias-Alexander Herrmann: Einführung in die Linguistik der slavischen Sprachen. Language Science Press, Berlin 2025, Überdachung, Abstand- vs. Ausbausprache, plurizentrische Sprache, S. 671 (667–671 S., [ https://www.researchgate.net/publication/384675523 researchgate.net] [PDF; abgerufen am 1. April 2026]).</ref> Das Sprachgebiet einer plurizentrischen Sprache erstreckt sich meist, aber nicht immer, über Staatsgrenzen hinaus.

Das Pendant zur plurizentrischen Sprache ist eine monozentrische Sprache. Sie ist nicht plurizentrisch, weil sie nur ein einziges regionales Zentrum der Standardisierung und dementsprechend eine einzige Standardvarietät besitzt, wie z. B. Japanisch und Russisch.<templatestyles src="FN/styles.css" /> A<ref></ref><ref></ref> In der Standardliteratur, wie z. B. das Werk Pluricentric languages von Michael Clyne (1992), wird Monozentrismus als Begriff jedoch nicht verwendet, sondern das Phänomen über Plurizentrismus erklärt.

Definition

Der Begriff plurizentrisch bezieht sich auf Standardsprachen und ihre nationalen und regionalen Varietäten, die jeweils über eigene, vor allem lexikalische und phonologische, Varianten verfügen.<ref name="Schmidlin" /><ref name=":0">Michael G. Clyne: Pluricentric languages - introduction. In: Pluricentric Languages. Mouton, Berlin 1992, S. 1: „They unify people through the use of the language and separate them through the development of national norms and indices and linguistic variables with which the speakers identify.“</ref> In den meisten Fällen sind diese Zentren Nationalstaaten zugeordnet (z. B. amerikanisches Englisch und australisches Englisch). Doch es gibt auch, neben sogenannten „Vollzentren“ (z. B. Österreich für Österreichisches Deutsch) die Idee von „Halbzentren“ (z. B. Südtiroler Deutsch) oder „Viertelzentren“ (z. B. Luxemburger Deutsch).<ref>Ulrich Ammon (Hrsg.): Variantenwörterbuch. de Gruyter, Berlin 2004.</ref> Sprachen unterscheiden sich in ihrem Plurizentralitätsgrad. So gibt es Sprachen mit separaten standardisierten Schreibweisen, wie zum Beispiel Englisch, aber auch Sprachen, die zwar über verschiedene Länder verteilt sind, aber in ihrer Rechtschreibung keinen Unterschied aufweisen.

Das wissenschaftliche Interesse an Plurizentrizität, ursprünglich als Polyzentrizität bezeichnet, reicht zurück bis in die 1960er Jahre und die Arbeiten von William Alexander Stewart. Stewart prägte die Begriffspaare „monozentrisch“ und „polyzentrisch“, um unterschiedliche Ansätze zum nationalen Multilingualismus zu beschreiben, insbesondere in Bezug auf Prozesse der Standardisierung. Polyzentrizität wurde verwendet, um auf verschiedene Standardvarietäten einer bestimmten Sprache hinzuweisen, unabhängig davon, ob die (kodifizierten) Unterschiede innerhalb eines Staats oder zwischen verschiedenen Staaten existierten. Das Konzept wurde in den 1970er Jahren von Heinz Kloss neu eingeführt. Er verwendete den Begriff, um Sprachen mit mehreren miteinander interagierenden Zentren zu beschreiben, von denen jedes eine nationale Varietät mit mindestens einigen eigenen Normen bereitstellt.<ref>Snježana Kordić: Plurizentrische Sprachen, Ausbausprachen, Abstandsprachen und die Serbokroatistik. In: Zeitschrift für Balkanologie. Band 45, Nr. 2, 2009, ISSN 0044-2356, S. 210–215 (zeitschrift-fuer-balkanologie.de [PDF; abgerufen am 1. April 2026]).</ref> Dieses Konzept wurde dann von anderen Linguisten, wie Michael Clyne, weiter ausgebaut.<ref name="Norrby">Camilla Wide, Catrin Norrby und Leigh Oakes: New perspectives on pluricentricity, in: Sociolinguistica, Jahr 35, Nr. 1, De Gruyter, 2021, S. 1–7.</ref><ref>Michael G. Clyne: The German Language in a Changing Europe. Cambridge University Press, Cambridge 1995.</ref> Ein für die deutsche Sprache bedeutender Autor war Ulrich Ammon, der als einer der ersten Linguisten gilt, der die deutsche Sprache ausführlich als plurizentrische Sprache beschrieben hat.<ref name="Schmidlin">Regula Schmidlin: Gebrauch und Einschätzung des Deutschen als plurizentrische Sprache. In: Vielfalt, Variation und Stellung der deutschen Sprache. Hrsg. von Karina Schneider-Wiejowski, Birte Kellermeier-Rehbein und Jakob Haselhuber. De Gruyter, Berlin/Boston 2013, S. 23–25.</ref>

Grad der Plurizentralität

Mehrere Linguisten haben Kriterien festgelegt, um den Grad zu bestimmen, in dem eine Sprache als plurizentrisch angesehen werden kann. Die Kriterien in der folgenden Tabelle basieren auf Michael Clyne und Rudolf Muhr, wenn eine Sprache alle sechs Kriterien erfüllt, kann man sagen, dass sie vollständig plurizentrisch ist:<ref name="Muhr" /><ref name="Clyne">Michael Clyne: Pluricentric languages. Differing norms in different nations. Berlin / New York 1992.</ref>

Kriterien der Plurizentrizität
Kriterium Beschreibung Sprachbeispiele dieser Kriterien
1. Vorkommen Eine bestimmte Sprache kommt in mindestens zwei Staaten vor, die als „interagierende Zentren“ fungieren. Die nationalen Varietäten fungieren als normsetzende Zentren.
2.1 Offizieller Status Die Sprache hat in mindestens 2 Ländern einen offiziellen Status als:
(a) Landessprache
(b) Co-Landessprache
(c) Regionalsprache
(a) Deutsch in Österreich und Deutschland
(b) Deutsch, Französisch und Italienisch in der Schweiz
(c) Deutsch in Italien, Katalanisch in Frankreich
2.2. Starkes ethnolinguistisches Bewusstsein In Ländern, in denen die nationale Variante einer plurizentrischen Sprache keinen formalen Status hat, fungiert ein starkes sprachliches Bewusstsein der Sprachgemeinschaft als Ersatz für die Anerkennung und den offiziellen Status. Westarmenisch, Ungarisch in der Slowakei und Rumänien, Jiddisch, Kurdisch
3. Sprachliche Distanz Die nationalen Varietäten müssen genügend sprachliche (und/oder pragmatische) Merkmale aufweisen, die sie von anderen Varietäten unterscheiden und dadurch als Symbol für den Ausdruck von Identität und sozialer Einzigartigkeit dienen können.
4. Akzeptanz von Plurizentrizität Die Sprachgemeinschaft muss den Status ihrer Sprache als plurizentrische Varietät akzeptieren und sie als Teil ihrer sozialen/nationalen Identität betrachten.
5. Identitätsrelevanz Die nationale Varietät muss für die soziale Identität relevant sein und (bis zu einem gewissen Grad) für die Sprachgemeinschaft offensichtlich sein und „zumindest einige ihrer eigenen (kodifizierten) Normen“ führen.
6. Kodifizierung von Normen Die sprachlichen Normen der nationalen Varietät müssen (bis zu einem gewissen Grad) in Nachschlagewerken kodifiziert werden, um Gewissheit über den gemeinsamen Sprachgebrauch und landesspezifische Besonderheiten der plurizentrischen Sprache zu erlangen.

Arten von Plurizentrizität

Es gibt verschiedene Rahmenwerke, die die Art der Plurizentralität beschreiben. Die unten dargestellte Klassifizierung stammt vom Sprachwissenschaftler Rudolf Muhr:<ref name="Muhr">Rudolf Muhr (Hrsg.): The state of the art of research on pluricentric languages: Where we were and where we are now. In: Pluricentric Languages and Non-Dominant Varieties Worldwide. Band 1: Pluricentric Languages across continents – Features and usage. Peter Lang, Wien 2016, S. 9–32.</ref>

Art der Plurizentralität
Typ Beschreibung Sprachbeispiele dieser Kategorie
Typ 1: Staatenlose Plurizentrizität Sprachen mit Varietäten, die kein eigenes Territorium und keine offizielle Anerkennung haben, aber dennoch als plurizentrisch betrachtet werden können, weil ein starkes ethnolinguistisches Bewusstsein besteht. Westarmenisch, Kurdisch und Jiddisch.
Typ 2: Formale Plurizentrizität Lediglich das Kriterium des Vorkommens der plurizentrischen Sprache in mindestens zwei Ländern ist erfüllt. Es gibt eine formelle Anerkennung des Status als plurizentrische Sprache oder nicht. In allen Fällen gibt es keine Sprachplanung (Kodifizierung, Förderung) zugunsten der nationalen Varietät. Albanisch im Kosovo, Baskisch in Frankreich, Kroatisch und Serbisch in Bosnien-Herzegowina, Französisch in Italien, Italienisch in der Schweiz, Irisch in Nordirland und Punjabi.
Typ 3: Plurizentrische Sprachen mit Varietäten, denen der entsprechende formale Status fehlt Die Kriterien 1, 2b und 3 sind erfüllt, nicht jedoch 2a und es liegt eine relativ große Sprecherzahl vor. Ungarisch in der Slowakei, Rumänien und Serbien, Russisch in Lettland, Litauen und Estland.
Typ 4: Sprachen, bei denen der Status der Plurizentrizität durch die Sprache als Ganzes verneint wird Die Sprachen weisen einen hohen Grad an Zentralisierung und eine starke Zurückhaltung gegenüber der Akzeptanz der Pluralität von Normen auf. Manchmal gibt es eine formelle Anerkennung der Plurizentrizität durch die dominante Varietät, aber gleichzeitig gibt es Manöver, die versuchen, nicht-dominante Varietäten auf das Niveau regionaler Dialekte herabzustufen. Arabisch, Albanisch, Französisch, Griechisch, Ungarisch, Italienisch, Rumänisch, Russisch und Serbisch.
Typ 5: Sprachen, bei denen der Status der Plurizentrizität durch die Hauptvarietät anerkannt wird Diese Sprachen erkennen die Plurizentrizität der Sprache an, wobei die sprachlichen Merkmale einschließlich der Nebenvarietäten bis zu einem gewissen Grad in Wörterbüchern und Nachschlagewerken kodifiziert sind. Chinesisch, Niederländisch, Englisch, Deutsch, Hindi, Urdu, Irisch, Koreanisch, Malaiisch, Portugiesisch, Quechua, Spanisch, Schwedisch, Tamilisch und Berberisch.
Typ 6: Bewusst praktizierte Plurizentrizität Sprachen, bei denen die Plurizentrizität bewusst von Sprechern der jeweiligen nationalen Varietät praktiziert wird. Englisch, Niederländisch, Deutsch, Spanisch, Schwedisch und Portugiesisch.
Typ 7: Plurizentrische Sprachen im Bildungswesen Sprachen, bei denen die nationalen Varietäten (a) in Schulen gelehrt werden und (b) die sprachlichen Unterschiede bewusst gemacht werden. Englisch, Niederländisch
Typ 8: Plurizentrische Sprachen als Dachsprache Diese Sprachen fungieren als Dachsprache für (a) mehrere, nicht unbedingt gegenseitig verständliche, Sprachen und (b) als plurizentrische Sprache im Verhältnis zu anderen Varietäten. Hindi, Chinesisch
Typ 9: Nativisierte Plurizentrizität Traditionelle plurizentrische Sprachen, die in mehrsprachigen Gesellschaften in Afrika, Asien und Amerika eine ähnliche Funktion wie eine Dachsprache haben, führen zu zahlreichen Mischformen, die von der plurizentrischen Sprache überragt werden. Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch
Typ 10: Plurizentrizität durch Migranten Diese Kategorie bezieht sich auf Varietäten plurizentrischer Sprachen, die durch Auswanderung in fremde Länder entstehen, wo sich dann unterschiedliche Migrantenvarietäten entwickeln können.

Sprachspezifische Beispiele

Englisch

Englisch ist eine plurizentrische Sprache mit deutlichen Unterschieden in Phonologie und Orthographie. Die Varietät mit der größten Zahl an Muttersprachlern ist amerikanisches Englisch. Ebenfalls größere Anteile haben britisches, kanadisches, indisches und australisches Englisch. Es gibt zahlreiche Länder, die unter der Herrschaft anglophoner Staaten standen und das Englische als Amts- oder Verkehrssprachen übernahmen.

Das Englische wird üblicherweise als symmetrischer Fall einer plurizentrischen Sprache betrachtet, denn keine dieser Varietäten hat eine klare kulturelle Dominanz.

Deutsch

Im Gegensatz zum Englischen wird Deutsch oft als asymmetrischer Fall einer plurizentrischen Sprache betrachtet, da das Standarddeutsche aus Deutschland häufig als dominierend empfunden wird. Dies liegt einerseits an der großen Sprecherzahl, aber auch daran, dass die Varietäten im deutschen Sprachraum vielfach nicht als solche wahrgenommen werden. Zusätzlich werden die verschiedenen Standardvarietäten, auch jene der Vollzentren Österreich und Schweiz, fälschlicherweise als regionale Abweichungen aufgefasst.<ref name="duerrscheid">Anna-Julia Lingg: Kriterien zur Unterscheidung von Austriazismen, Helvetismen und Teutonismen. In: Christa Dürscheid, Martin Businger (Hrsg.): Schweizer Standarddeutsch: Beiträge zur Varietätenlinguistik. Gunter Narr Verlag, 2006, ISBN 3-8233-6225-9, S. 23 ff.</ref>

Obwohl es eine einheitliche Bühnensprache gibt, ist die im öffentlichen Raum verwendete Sprache uneinheitlich: Das Standarddeutsche, jeweils als Hochdeutsch bezeichnet, das in Massenmedien, Schulen und Politik verwendet wird, ist im deutschen Sprachraum manchmal sehr verschieden. Die verschiedenen Varietäten des Standarddeutschen unterscheiden sich in den deutschen Dialekträumen in der Phonologie, dem Wortschatz und in wenigen Fällen in der Grammatik und der Orthographie. Sie sind bis zu einem gewissen Grad beeinflusst von den jeweiligen regionalen Basisdialekten (siehe auch deutsches Dialektkontinuum), von verschiedenen kulturellen Traditionen (beispielsweise die Bezeichnungen für viele Lebensmittel) sowie von verschiedenen Termini in Gesetzgebung und Verwaltung, die in der Regel durch den Staat vorgegeben sind (z. B. Bankomatkarte (Ö), EC-Karte (D) oder Bundesheer (Ö), Bundeswehr (D) und Armee (CH)).

Eine Liste deutscher Wörter, die vornehmlich in Österreich (sowie fallweise in Bayern) für bestimmte Nahrungsmittel verwendet werden, ist auf Wunsch der Republik Österreich ins Europarecht aufgenommen worden. Es gibt aber auch andere Wörter, die ausschließlich regional im deutschsprachigen Raum verwendet werden.

Siehe auch:

Begriffsgeschichte der Nationalvarietäten des Deutschen

Erste Ansätze zu einer übergreifenden Darstellung der Nationalvarietäten des Deutschen sind im Werk Wortgeographie der deutschen Umgangssprache des aus Berlin stammenden Wieners Paul Kretschmer aus dem Jahre 1918 zu sehen.<ref>Ulrich Ammon: Die deutsche Sprache in Deutschland, Österreich und der Schweiz: das Problem der nationalen Varietät. Berlin/New York 1995, S. 35 ff.</ref> Mit den Arbeiten von Hugo Moser (besonders 1959) begann das sprachgeschichtliche Studium der Besonderheiten der deutschen Standardsprache außerhalb Deutschlands. Er ersetzte auch den obsolet gewordenen Begriff Reichsdeutsch durch Binnendeutsch, welcher auch von österreichischen und schweizerischen Sprachwissenschaftlern übernommen wurde. Moser verwendete die Begriffe „Außengebiete der deutschen Hochsprache“ (Österreich, Schweiz und dt. Minderheiten in anderen Ländern) und „Hauptvariante Bundesrepublik“. Aus dieser Perspektive erscheinen alle nichtdeutschländischen Nationalvarietäten als zweitrangig und werden mit Regionalismen beziehungsweise Minderheitendeutsch in anderen Ländern auf eine Stufe gestellt. Auch bezeichnete Moser DDR-Deutsch als „abweichend“, „uneigentliches“ und BRD-Deutsch als das unverändert „eigentliche“ Deutsch.<ref name="Polenz419">Peter von Polenz: Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Walter de Gruyter, 2000, ISBN 3-11-014344-5, S. 419 ff.</ref>

Verschiedene Autoren wurden durch Hugo Moser angeregt, lexikographische Zusammenstellungen von „Besonderheiten“ der deutschen Standardsprache in den Nachbarländern Deutschlands herauszugeben. Sie verwendeten wie die Dudenredaktion auch noch heute deutschlandzentrierte beziehungsweise hochsprachenzentrierte Markierungen. Die sprachpolitisch engagierte und soziolinguistisch orientierte Erforschung der vom „Binnendeutsch“ dominierten anderen Nationalvarietäten begann ebenfalls nach dem Zweiten Weltkrieg und verstärkte sich sowohl in Österreich wie in der Schweiz seit den 1970er Jahren. Ab Ende der 1970er begann eine übergreifende, alle großen Nationalvarietäten gleichstellende Erörterung des Problems. Mit Kritik an der „Binnendeutsch“- und „Besonderheiten“-Perspektive wurde dabei auch der Begriff „nationale Variante des Deutschen“ für das österreichische Deutsch andiskutiert, neben „westdeutsche/ostdeutsche Varietät“ als „staatliche Varietäten“.<ref name="Polenz419" /> Von Polenz bezeichnet die Ansicht, Deutsch sei monozentristisch, 1987 als überwunden.<ref>Polenz 1987, S. 101.</ref> Sie wirkt aber noch immer nach, beispielsweise im Duden, welcher nur Austriazismen, Helvetizismen und in Deutschland nur sehr regionale Varianten extra kennzeichnet. Teutonismen werden somit oft als allgemeingültig angesehen.

Ab den 1950er Jahren wurde unabhängig voneinander vor allem in der Sowjetunion, den USA und Australien der Problembereich der Nationalvarietäten aufgearbeitet, wobei mit Englisch, Französisch und Spanisch begonnen wurde. Die 1934 aus Wien ausgewanderte Germanistin Elise Riesel begann ab 1953 den Begriff „nationale Variante“ auf Österreich, Deutschland und die Schweiz anzuwenden. Von daher wurde in der DDR seit 1974 der Begriff „nationale Variante“ auch für DDR-Deutsch und BRD-Deutsch postuliert, was nicht unwidersprochen blieb. Im Westen wurde durch Heinz Kloss ab 1952 der Ansatz „plurizentristische Sprache“ angeregt, der wiederum den Begriff vom US-amerikanischen Soziolinguisten William A. Stewart übernommen hat. Dieser Begriff wurde 1984 in noch sehr offener Verbindung mit dem östlichen Begriff Nationalvarietät durch den australischen Germanisten Michael Clyne in die germanistische Linguistik eingeführt und auf einer Deutschlehrertagung 1986 in Bern unpolemisch erörtert und einer breiten Öffentlichkeit vermittelt. Clyne entwickelte in Zusammenhang mit dem geplanten Wachsen der EU den Begriff NV-emanzipatorisch weiter im Hinblick auf die neue Rolle von Deutsch, speziell auch des österreichischen, als internationale Verkehrssprache im sich südostwärts erweiternden neuen Europa.

Die erste umfassende Monographie über Nationalvarietäten des Deutschen wurde von Ulrich Ammon 1995 veröffentlicht, wo er den Begriff „plurizentristisch“ im Sinne von „plurinational“ verwendete.<ref name="Polenz419" />

Schwedisch

Als Amtssprache in Schweden und Finnland und mit zwei Zentren der Standardisierung ist Schwedisch eine plurizentrische Sprache in zwei Ländern.

Chinesisch

Vorlage:Hinweisbaustein Hochchinesisch ist ein weiteres Beispiel für eine asymmetrische plurizentrische Sprache. Dabei sind nicht die manchmal so genannten „Chinesischen Sprachen“ (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) gemeint, die eigentlich verschiedene Einzelsprachen sind, sondern die verschiedenen Varietäten des Mandarin. Deren Standarddefinitionen sind zwar sehr ähnlich oder nahezu identisch, doch es bestehen erhebliche Unterschiede, vor allem im Wortschatz, in geringerem Maße in der Aussprache und Grammatik, teilweise auch in der Schrift.

Am chinesischen Festland wird das Hochchinesische als Pǔtōnghuà{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („allgemeine Umgangssprache“) bezeichnet und basiert nach offizieller Definition in der Aussprache auf dem Dialekt von Peking, in der Grammatik auf den „hervorragenden literarischen Werken in nordchinesischer Umgangssprache“.

Detaillierte, präskriptive Beschreibungen dieses Standards (Wörterbücher) schreiben jedoch auch in der Aussprache gewisse Abweichungen vom Peking-Dialekt vor, insbesondere bei unbetonten Silben; das im Wortschatz des Peking-Dialekt sehr stark vertretene „r-Suffix“ („Érhuà-Phänomen“) wird in der Standardsprache deutlich weniger verwendet. Die grammatische Norm ist überregional und nordchinesisch geprägt.

Die Behörden auf Taiwan bezeichnen das Hochchinesische als Guóyǔ{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Nationalsprache“). Der Standard ist gleich definiert wie auf dem Festland, doch durch die politische Trennung haben sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Unterschiede entwickelt. Die einheimische Bevölkerung spricht vor allem einen südchinesischen Dialekt und verwendet die Standardaussprache im Alltag nicht korrekt. Im Vergleich zum Standard auf dem Festland gibt es auch in der genormten Aussprache im Rundfunk etc. deutlich weniger unbetonte Silben.

In Singapur und Malaysia wird Hochchinesisch Huáyǔ{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („chinesische Sprache“) genannt. Die Unterschiede zum Sprachgebrauch in China bestehen vor allem im Wortschatz. Hochchinesisch ist die Muttersprache eines ganz kleinen Teils der Bevölkerung von Singapur und Malaysia. Chinesischstämmige Bewohner Singapurs und Malaysias sprechen vor allem Kantonesisch, Hakka und Minnanhua als Muttersprachen.

In Hongkong und Macau dominiert Kantonesisch, Yuèyǔ{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Yue-Sprache“), mündlich auch im amtlichen Gebrauch. Die Schriftsprache ist im Wesentlichen Hochchinesisch, wenn auch im Wortschatz zum Teil deutlich vom Kantonesischen beeinflusst.

Die chinesische Schrift wurde in der Volksrepublik China in den 1960er Jahren amtlich reformiert und vereinfacht. Die zweite Stufe der Reform Ende 1977 kam offiziell nicht aus dem Entwurfsstadium hinaus. Nach Diskussionen und deutlicher Kritik aus der Bevölkerung wurde die zweite Stufe im Sommer 1986 von den Behörden gestoppt und ad acta gelegt. In Hongkong und Macau sowie in Taiwan werden weiterhin die traditionellen, nicht-vereinfachten Schriftzeichen verwendet. Singapur hat die vereinfachten Schriftzeichen Festlandchinas übernommen.

Pluriarealität

In der jüngeren Forschung wird argumentiert, dass die traditionelle Verknüpfung mit Nationalstaaten und deren politischen Grenzen zunehmend unzureichend ist, um die komplexen, fragmentierten Sprachlandschaften darzustellen, die durch Globalisierung und transnationale Mobilität geprägt sind. Diese Auffassung wird jedoch von mehreren Seiten als der internationalen Soziolinguistiktheorie im Widerspruch stehend aufgefasst,<ref>https://www.routledge.com/The-Pluricentricity-Debate-On-Austrian-German-and-other-Germanic-Standard-Varieties/Dollinger/p/book/9780367728847</ref><ref>De Cillia, Rudolf and Jutta Ransmayr. 2019. Österreichisches Deutsch macht Schule? Bildung und Deutschunterrricht im Spannungsfeld von sprachlicher Variation und Norm. Vienna: Böhlau. https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/24696S. 44. </ref> wobei manche den Terminus „Pluriarealität“ gar als Anti-Plurizentrik (Monozentrik), der nicht weiter definiert ist und mit räumlicher Variation ident, betrachten.<ref>St. Dollinger: Dialectology as “Language Making” Hegemonic disciplinary discourse and the One Standard German Axiom (OSGA). In: Susanne Wagner (Hrsg.): (Dia)Lects in the 21st Century. Language Science Press, Berlin 2025, S. 294 (langsci-press.org): "which has never been defined and which I have shown elsewhere to be synonymous with geographical variation and theoretically empty"</ref>

Es stellen sich Fragen zu ihrer Relevanz für Minderheitensprachen, regionale Varietäten und asymmetrische Beziehungen zwischen dominanten und nicht-dominanten Varietäten sowie zu ihrer Anwendbarkeit in postkolonialen Kontexten und im Fremdsprachenunterricht. Einige Wissenschaftler lehnen den „methodologischen Nationalismus“ ab, der ihnen zufolge der Plurizentrizität zugrunde liege, wobei der Vorwurf von der Gegenseite zurückgewiesen wird,<ref name=":1" /> und plädieren stattdessen für die „Pluriarealität“, die sprachliche und kulturelle Identitäten betont, die durch regionale statt nationale Zugehörigkeiten geprägt sind. Dieser Ansatz stellt die tatsächliche Sprachverwendung und grenzüberschreitende sprachliche Phänomene in den Mittelpunkt und kontrastiert damit mit dem Fokus der Plurizentrizität auf die Identitätsbildung, die von Nationalstaaten ausgeht.<ref name="Norrby" />

Es wird aber auch darauf hingewiesen, dass der Unterschied zwischen „Plurizentrismus“ und „Plurialrealität“ nicht überbetont werden darf und beide Ansätze von systematischer Variation in Sprachen ausgehen.<ref name="Norrby" />

Sprachwissenschaftlicher Diskurs

Im Zusammenhang der unterschiedlichen Gewichtung – großer Sprachraum (konservativ) oder kleinere Einheiten berücksichtigend (diversifizierend) – ergibt sich inhärent eine sprachwissenschaftliche Debatte, die sich in jedem sprachlichen Kontext neu formiert. Im amerikanischen English fand diese Debatte von ca. 1780 bis 1890 statt, wobei um 1850 die amerikanische Standardvarietät im Land als weitgehend etabliert galt.<ref>Edgar W. Schneider: English in the United States. In: Cecil L. Nelson et al. (Hrsg.): Handbook of World Englishes. 2020, S. 38.</ref> Zeitweilig aber können auch heute noch Vorbehalte gegenüber amerikanischem English und eine Bevorzugung von Englischem (Britischem) Englisch wahrgenommen werden. So zum Beispiel beschrieb der spätere König Charles III noch 1995 amerikanisches Englisch als „sehr korrumpierend“ und empfahl, britisches English als Zielvarietät hochzuhalten.<ref>Jennifer Jenkins: Global Englishes. 3. Auflage. Routledge, Abingdon 2015, S. 5: „[The Prince of Wales] described American English as “very corrupting” and emphasized the need to maintain the quality of the language“</ref> Unangefochten monozentrische Sichtweisen sind heute vor allem bei kleineren, verschriftlichten Sprachen anzutreffen, die nicht mit der sozialen Situation konfrontiert sind, neuere Standards herauszubilden, wie z. B. Luxemburgisch oder Baskisch.

Monozentrische Betrachtungsweisen sind, je nach Sprache, unterschiedlich verbreitet. Nach einer vergleichenden Studie werden in Europa heute vor allem Deutsch, Französisch und zunehmend Spanisch wieder vermehrt monozentrisch konzeptualisiert,<ref name=":1">Stefan Dollinger: Afterword. In: Marcus Callies & Stefanie Hehner (Hrsg.): Pluricentric Languages and Language Teaching. Routledge, Abingdon 2023, S. 220: „How do French or Spanish departments fare? In this area [pluricentricity], Portuguese departments, followed by English departments, would likely lead the way, with German trailing in last position.“</ref> was auf Widerstand von Soziolinguisten stößt.<ref>Rudolf Muhr: Überlegungen zur Errichtung einer eigenständigen „Austriazistik“. In: Zeitschrift für Deutsche Philologie. Band 139, 2021, S. 125–146.</ref> Die Debatte ist für das Deutsche, rund um österreichisches Deutsch, am weitesten entwickelt<ref>Hermann Scheuringer: Das deutsche als pluriareale Sprache: ein Beitrag gegen staatlich begrenzte Horizonte in der Diskussion um die deutsche Sprache in Österreich. In: Unterrichtspraxis. Band 29, Nr. 2, 1996, S. 147–153.</ref><ref>Rudolf Muhr: Zur Sprachsituation in Österreich und zum Begriff „Standardsprache“ in plurizentrischen Sprachen: Sprache und Identität in Österreich. In: Muhr, Schrodt & Wiesinger (Hrsg.): Österreichisches Deutsch: Linguistische, sozialpsychologische und sprachpolitische Aspekte einer nationalen Variante des Deutschen. hot, Wien 1995, S. 75–109.</ref> und beinhaltet historische Diskussionen um germanistische Grundannahmen und Konstruktionen, die bis auf die Gründerzeit des Faches um 1820 zurückgehen.<ref name=":3">Stefan Dollinger: Eberhard Kranzmayer’s Deutschtum: on the Austrian dialectologist's pan-German frame of reference. In: Journal of Austrian Studies. Band 56, Nr. 3, 2023, S. 64; 71 („de-hegemonization“ wird eingeklagt): „a “One Standard German Axiom” … has been so central to conceptions of German that scholars, including those trained by Kranzmayer, have had little reason to look beyond the imago; on the contrary, there have been considerable risks for working with national standard varieties of German“</ref> Dieser Diskurs streift sensible Themen wie wissenschaftliche Hegemonie und Dominanz und wirft monozentrischen Perspektiven „epistemische Ignoranz“<ref>Anneliese Rieger: The struggle for recognition of Austrian German: the exercise of soft power by means of language policies. In: Reglindis de Redder (Hrsg.): "One Size Fits All?" Linguistic Standards in the Media of Pluricentric Language Areas. PCL Press, Graz 2023, S. 241; 246 (pcl-press.org [PDF]).</ref> oder „Hegemonialisierung“<ref name=":3" /> der Sprachmodellierung vor – ein Vorwurf, der allerdings umstritten ist und zurückgewiesen wurde<ref>Alexandra Lenz et al.: Stellungnahme zum Vortrag von Stefan Dollinger. 2021 (dioe.at): „The term and construct of a “One Standard German Axiom” originate from Dollinger (2019). It is to be noted that such an axiom – as Dollinger presents it – does in no way correspond with the linguistic policy stance and scientific conviction of the collaborators and researchers of SFB F60. Indeed, if such an axiom were at its base, the SFB F60’s application for funding would most certainly not have passed the FWF's extensive and multi-stage international review process – including an interim evaluation.“</ref>. Laut Rudolf Muhr erzeugen monozentrische Ansätze „Einheit durch Zentralisierung“, während plurizentrische eine andere, eine wohl kleinförmigere, Form der Einheit – „Einheit durch soziale Teilhabe/Gemeinsamkeit“ herstellen.<ref>Rudolf Muhr: Codifying linguistic standards in non-dominant varieties of pluricentric languages – adopting dominant or native norms? In: Rudolf Muhr et al. (Hrsg.): Exploring Linguistic Standards in Non-dominant Varieties of Pluricentric Languages. Peter Lang, Bern 2013, S. 27: „[monocentric vs. pluricentric] The first approach builds unity through centralisation, the second builds unity through social commonality“</ref>

Literatur

  • Ulrich Ammon, Hans Bickel, Alexandra N. Lenz (Hrsg.): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen. 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2016, ISBN 978-3-11-024543-1.
  • Michael Clyne: Pluricentric languages. Differing norms in different nations. Berlin / New York 1992.
  • Stefan Dollinger: The Pluricentricity Debate: on Austrian German and other Germanic Standard Varieties. Routledge, Abingdon 2019, ISBN 978-0-367-72884-7 (online ch. 1 & ch. 9).
  • Snježana Kordić: Nationale Varietäten der serbokroatischen Sprache. In: Biljana Golubović, Jochen Raecke (Hrsg.): Bosnisch – Kroatisch – Serbisch als Fremdsprachen an den Universitäten der Welt (= Die Welt der Slaven, Sammelbände – Sborniki). Band 31. Sagner, München 2008, ISBN 978-3-86688-032-0, S. 93–102 (bib.irb.hr [PDF; 1,3 MB; abgerufen am 7. Juni 2010]).
  • Snježana Kordić: Plurizentrische Sprachen, Ausbausprachen, Abstandsprachen und die Serbokroatistik. In: Zeitschrift für Balkanologie. Band 45, Nr. 2, 2009, ISSN 0044-2356, S. 210–215 (online [abgerufen am 2. April 2013]).
  • Rudolf Muhr (Hrsg.): Standardvariationen und Sprachauffassungen in verschiedenen Sprachkulturen. In: Trans, Internetzeitschrift für Kulturwissenschaften, Nr. 15, 2004.
  • Rudolf Muhr (Hrsg.): Pluricentric Languages. Peter Lang 2016 (englisch).

Weblinks

Wiktionary: plurizentrische Sprache – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Anmerkungen

<templatestyles src="FN/styles.css" />AHistorisch betrachtet gilt diese Aussage für die Mehrheit der in Europa im Zuge der neuzeitlichen Veränderungen kodifizierten und damit standardisierten Sprachen, wie z. B. Englisch, Deutsch oder auch Niederländisch,<ref>Ana Deumert und Wim Vandenbussche: Standardizations in Germanic Languages. Benjamins, Amsterdam 2003.</ref> oder Französisch, Portugiesisch und Spanisch. Linguisten sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Vorherrschaft“, einem „Supremat“ einer Standardvarietät.<ref>Matthias Hotz: Integrating linguistic diversity into English language teaching. In: Marcus Callies & Stefanie Hehner (Hrsg.): Pluricentric languages and language education. Routledge, Abingdon 2023, S. 26: „In the past, the "supremacy" of Standard Britisch English (StBrE) remained largely unchallenged for a long period [in language teaching in Europe]“</ref> Im Laufe der Aufklärung und der Nationswerdung kleinerer Staaten und ehemaliger Kolonien wird aber zunehmend dem dynamischen Status der Standardvarietäten Rechnung getragen.<ref>Marcus Callie's und Stefanie Hehner (Hrsg.): Pluricentric approaches to Language teaching. Routledge, Abingdon 2023.</ref> Beginnend mit amerikanischem Englisch, das bereits seit 1850 weitgehend in den USA akzeptiert ist,<ref>Edgar W. Schneider: Postcolonial Englishes. Cambridge University Press, Cambridge 2007, S. 282, 291.</ref> werden monozentrische Auffassungen von Sprache zunehmend durch Plurizentrische Sprache

Quellen

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein