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Przemsza

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Die Przemsza (deutsch Przemsa) ist ein linker Nebenfluss der Weichsel in Polen.

Grenzfluss

Sie stellte seit dem Mittelalter die Grenze zwischen Schlesien und Polen dar und ist schiffbar.<ref>Info zur Denkmalsenthüllung in Myslowitz mit dem Hinweis, dass der Fluss schiffbar ist. In: Vossische Zeitung, 18. September 1902.</ref> Sie war die Ostgrenze des Herzogtums Ratibor und später des Fürstentums Pleß, mit Ausnahme der Orte Imielin, Kosztowy und Chełm Śląski westlich der Przemsza, die nach dem Abkauf von den Krakauer Bischöfen bis zum 18. Jahrhundert manchmal als polnische Exklaven betrachtet wurden und schon früher der Pfarrei in Oświęcim (Auschwitz) gehörten. Andere Pfarreien, die den Fluss überschritten, sind z. B. von der schlesischen Stadt Mysłowice, die viele Ortschaften innerhalb des heutigen Sosnowiec umfasste, oder im 13. Jahrhundert Lędziny, der der größte Teil des heutigen Gebiets Jaworznos unterstand. Allgemein lag zum großen Teil das Zuflussgebiet der Przemsa bis zum 18. Jahrhundert innerhalb des Dekanats von Bytom (Beuthen) des Bistums Krakau. Seit dem 18. Jahrhundert trennte der Fluss die preußische Provinz Schlesien vom österreichischen Galizien (Westgalizien, Republik Krakau). Mit dem Übergang Ostoberschlesiens an Polen im Jahre 1922 verlor die Przemsa ihre Funktion als Grenzfluss und verlief ausschließlich auf polnischem Gebiet. Sie wurde dagegen damals zum ersten Mal in der Geschichte zur kirchlichen Grenze zwischen Diözesen.

Verlauf

Die Przemsza entsteht am Dreikaisereck in Sosnowiec durch den Zusammenfluss der (Biała Przemsza (links) mit der Czarna Przemsza (rechts)).Vorlage:Siehe auch Die „vereinigte“ Przemsza fließt in südliche Richtung. Südöstlich von Imielin speist sie den Stausee Dziećkowice. An der Przemsza liegt noch die Stadt Chełmek (Chelmek). Nach ca. 28 Kilometern mündet die Przemsza beim Dorf Gorzów nördlich von Oświęcim (Auschwitz) in die Weichsel.

Biała Przemsza

Die Biała Przemsza (Weiße Przemsa) entspringt beim Dorf Zasępiec in der Woiwodschaft Kleinpolen. Sie fließt nach Südwesten durch die Städte Wolbrom und Sławków. Nach 64 km vereinigt sie sich in Mysłowice mit der Czarna Przemsza.

Nach der Dritten Teilung Polens im Jahr 1795 bis 1807 war die Weiße Przemsza auch die Grenze zwischen dem preußischen Neuschlesien und dem österreichischen Westgalizien.<ref>Die Grenzdemarkation zwischen Österreich und Preußen in Polen nach der 3. Teilung 1795-1797</ref>

Czarna Przemsza

Die Czarna Przemsza (Schwarze Przemsa) ist der rechte Quellfluss der Przemsza. Sie hat ebenfalls eine Länge von 64 km. Ihre Quelle liegt beim Dorf Fugasówka bei Zawiercie, etwa 2 km von der Quelle der Warthe entfernt. Sie fließt nach Westen durch die Städte Poręba und Siewierz. Beim Dorf Przeczyce speist die Czarna Przemsza einen Stausee. Der weitere Verlauf des Flusses geht nach Süden durch die Städte Będzin (Bendzin) und Sosnowiec (Sosnowitz), wo er einst für einige Kilometer die Grenze des Herzogtums Siewierz (ab 1443 im Besitz der Krakauer Bischöfe) darstellte. Unterhalb der Stadt mündet die Brynica, der größte Nebenfluss, ein. Wenige Kilometer südlich bildet sie zusammen mit der Biała Przemsza die Przemsza.

Dreikaisereck

Der Zusammenfluss der Czarna und der Biała Przemsza wurde in der Geschichte als das Dreikaisereck bezeichnet, da sich an dieser Stelle zwischen 1815 und 1917 das Dreiländereck zwischen dem Vorlage:DEU-1871, dem Vorlage:RUS-1883 und Vorlage:AUT-HUN befand.

Weblinks

Vorlage:Commonscat Vorlage:Wikisource

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Normdaten