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Regio-S-Bahn Donau-Iller

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Staat Deutschland
Stadt Ulm
Verkehrs- /
Tarifverbund
DING, HTV, OAM
Linien 7 (3 weitere in Planung)
Streckenlänge 388 km<ref name="RSBDI">Flächendeckende nachhaltige Mobilität für über 1 Million Menschen bis 2030. Dezember 2021, abgerufen am 14. Dezember 2021.</ref> (geplant)
Stationen 55 (110 im Endausbau, davon 8 neue in Planung)
Fernbahnhöfe 5 (2 weitere in Planung)
kleinste Taktfolge 30 min<ref>DING-Fahrplantabelle R3 Ulm – Ehingen – Sigmaringen – Donaueschingen. Dezember 2022, abgerufen am 13. Dezember 2022.</ref>
Bewohner im Einzugsbereich ca. 1.000.000<ref name="RSBDI" />
Fahrzeuge Baureihe 425, LINT 41/54
Betreiber DB Regio Baden-Württemberg, DB Regio Bayern, SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH
Stromsystem 15 kV, 16,7 Hz ~ (Oberleitung)

Die Regio-S-Bahn Donau-Iller ist ein Schienenpersonennahverkehrs-Netz im Großraum Ulm und Neu-Ulm, das gemeinsam von der DB Regio und der SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH betrieben wird. Sein Mittelpunkt ist der Ulmer Hauptbahnhof, welcher als Eisenbahnknoten zwischen den Regio-S-Bahn-Linien (RS), dem übrigen Schienenpersonennahverkehr und dem Schienenpersonenfernverkehr fungiert.<ref>Schienenverkehr in der Region Donau-Iller ausbauen. Abgerufen am 22. Januar 2020.</ref><ref>zi communications inc / germany: Regio-S-Bahn Donau Iller in Planung. Abgerufen am 22. Januar 2020.</ref><ref>Land und Region wollen die Regio-S-Bahn Donau-Iller gemeinsam voranbringen. Abgerufen am 22. Januar 2020.</ref> Die Züge verkehren nicht als Zuggattung S-Bahn (S), sondern bei der Deutschen Bahn (DB) als Nahverkehrszug (N) und bei der SWEG ganz ohne Zuggattung.

Planung

Der Regionalverband Donau-Iller (RVDI) stellte im November 2012 ein Konzept für den Aufbau einer Regio-S-Bahn vor, das acht Linien vorsah und in mehreren Phasen realisiert werden sollte. Die Kosten für das als „Regio-S-Bahn Donau-Iller 202X“ bezeichnete Projekt sollten sich nach damaligen Planungen auf 74 Millionen Euro für den Ausbau der Infrastruktur belaufen, wobei ein Kosten-Nutzen-Faktor von größer 1,7 berechnet wurde.<ref name="Pressemitteilung Studie 11/2012" /> Am 27. Dezember 2017 unterzeichneten das Land Baden-Württemberg und die Stadt Ulm eine Kooperationsvereinbarung, um die Realisierung der S-Bahn voranzubringen. Die Stadt Ulm, der Alb-Donau-Kreis, der Landkreis Biberach und der Landkreis Heidenheim wollten gemeinsam mit der bayerischen Nachbarregion ein S-Bahn-System mit einheitlichen Bedienungsstandards sowie abgestimmten Anschlüssen etablieren. Dieses sollte barrierefreies Reisen und bequeme Umstiege auch auf andere Verkehrsmittel ermöglichen.<ref>Land und Region wollen die Regio-S-Bahn Donau-Iller gemeinsam voranbringen. Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, 17. Dezember 2017, abgerufen am 27. Dezember 2017.</ref> Es wurde eine einheitliche Bahnsteighöhe von 55 Zentimetern angestrebt.

Am 28. September 2018 unterzeichnete die bayerische Verkehrsministerin Ilse Aigner in Neu-Ulm eine Kooperationsvereinbarung mit dem Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller. Der Ausbau müsse aus Sicht der Ministerin zwischen Ulm und Memmingen beginnen. Diese gehöre zu den meistbefahrenen eingleisigen Bahnstrecken Deutschlands, vor allem im Bereich zwischen Neu-Ulm und Senden – dort werden im Schnitt etwa 7500 Fahrgäste pro Tag befördert. Kapazitätsausbau und Elektrifizierung sollen synchron durchgeführt werden. Die Strecke sei Teil der bayerischen Elektromobilitätsstrategie und wurde beim Bundesverkehrsminister für das Sonderprogramm des Bundes vorgemerkt.<ref>Michael Ruddigkeit: Nimmt Projekt endlich Fahrt auf? Bayern bei Regio-S-Bahn dabei. In: Schwäbische. Abgerufen am 30. September 2018.</ref>

Im Juli 2019 beschlossen die Verkehrsministerien von Baden-Württemberg und Bayern die Beauftragung einen Nutzen-Kosten-Untersuchung. Diese dient der Bewertung des Gesamtprojektes und ist Voraussetzung für die finanzielle Förderung von Ausbaumaßnahmen durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz des Bundes, wobei ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von mindestens 1,0 erzielt werden muss.<ref>Nutzen-Kosten-Analyse für Regio-S-Bahn Donau-Iller startet. In: stmb.bayern.de. 23. Juli 2019, abgerufen am 17. Januar 2023.</ref> Im Februar 2021 beauftragte der Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller nach europaweiter Ausschreibung das Unternehmen PTV Transport Consult GmbH mit der Durchführung der Studie. Das Ergebnis der Untersuchung wird für Ende 2023[veraltet]Bitte nutze in Fällen, in denen die Jahreszahl bereits in der Vergangenheit liegt, {{Veraltet}} anstatt {{Zukunft}} erwartet.<ref>Start der Nutzen-Kosten-Untersuchung für das Projekt Regio-S-Bahn Donau-Iller. In: rsb-di.de. 10. Februar 2021, abgerufen am 17. Januar 2023.</ref> Im Februar 2021 wurden die Kosten für Planung und Ausbau der Schieneninfrastruktur auf etwa 700 Millionen Euro geschätzt.<ref>Länderübergreifendes Bahnprojekt. In: stmb.bayern.de. Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, 12. Februar 2021, abgerufen am 13. Februar 2021.</ref>

Im März 2021 unterzeichneten das baden-württembergische Verkehrsministerium und der Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller eine Absichtserklärung zur weiteren Umsetzung des Projektes, das auch Details zu dem zukünftig geplanten Verkehrsangebot enthielt.<ref name="vm-2021-03-05">Land und Region wollen bei Regio-S-Bahn Donau-Iller zügig voranschreiten. In: vm.baden-wuerttemberg.de. Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, 22. März 2021, abgerufen am 22. März 2021.</ref>

Verein „Regio-S-Bahn Donau-Iller“

Am 22. Dezember 2015 gründeten die im RVDI zusammengeschlossenen Land- und Stadtkreise sowie der Landkreis Heidenheim den Verein „Regio-S-Bahn Donau-Iller“. Sein Ziel ist es, die ersten Infrastrukturmaßnahmen des Projektes, wie den Bau von 30 Haltepunkten, zu koordinieren und umzusetzen.<ref name="UL_201512">Verein 'Regio-S-Bahn Donau-Iller' gegründet. Stadt Ulm, 22. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Dezember 2015; abgerufen am 6. Dezember 2022.</ref> Anfang 2021 trat auch der Ostalbkreis dem Verein bei.<ref>Projekt Regio S-Bahn Donau-Iller. Große Kreisstadt Ehingen (Donau), abgerufen am 1. Januar 2023.</ref> Geschäftsführer des Vereins ist Oliver Dümmler.<ref name=":0">Regio-S-Bahn Donau-Iller. In: S-Bahn-Bündnis Ost. Abgerufen am 4. September 2019.</ref>

Fahrgastzahlen

Durch die Regio-S-Bahn sollen die Fahrgastzahlen im Schnitt um 33 Prozent steigen.<ref name="Pressemitteilung Studie 11/2012">Regio-S-Bahn Donau-Iller. Ergebnisse der Hauptstudie. Regionalverband Donau-Iller, Ulm November 2012 (archive.org [PDF; 121 kB; abgerufen am 20. November 2022]).</ref> Auf allen Strecken würden die Fahrgastzahlen um mindestens fünf Prozent zunehmen, teilweise werden diese um mehr als 50 Prozent – so auf der Donautalbahn – zunehmen. Auf der Süd- und Brenzbahn gäbe es teilweise Fahrgastzuwächse zwischen 25 und 50 Prozent. Damit würden auf der Filstal-, Süd- und Illertalbahn mehr als 6000 Fahrgäste täglich befördert.

Umsetzung

Die Einführung des Netzes begann im Dezember 2020. Seitdem werden die Regionalbahn-Linien von Ulm nach Memmingen und Weißenhorn als „Regio-S-Bahn“ (RS 7 und RS 71) bezeichnet.<ref>Die Regio-S-Bahn verspätet sich – um Jahre. Bayerischer Rundfunk, 29. Dezember 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Dezember 2020; abgerufen am 5. Dezember 2022.</ref> Die auf diesen beiden Linien eingesetzten Züge wurden dabei durch schadstoffärmere Neufahrzeuge ersetzt und der Bahnhof Gerlenhofen wird seither häufiger bedient.<ref>Start der ersten länderübergreifenden Regio-S-Bahn im Dezember 2020 auf der Illertalbahn. Regio-S-Bahn Donau-Iller e. V., 13. Dezember 2020, abgerufen am 24. Dezember 2021.</ref>

Zum nächsten Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021 wurde der Betrieb der Regio-S-Bahn auf die Strecken Ulm–Biberach (RS 2), Ulm–Munderkingen (RS 3) und Ulm–Aalen (RS 5) ausgeweitet. Verbesserungen gab es zwischen Ulm, Laupheim und Biberach auf der Linie RS 21 durch Erhöhung der Zuganzahl morgens und abends sowie durch die Umstellung von Diesel- auf Elektrotriebwagen. Auf den Linien RS 3 und RS 5 blieb das Fahrtenangebot gleich, wobei allerdings die Kapazitäten in der Hauptverkehrszeit erhöht wurden.<ref>Regio S-Bahn Donau-Iller startet zum Fahrplanwechsel im Dezember. Staatsministerium Baden-Württemberg, 29. Oktober 2021, abgerufen am 24. Dezember 2021.</ref>

Am 11. Dezember 2022 wurde der 30-Minuten-Takt tagsüber von Montag bis Freitag von Ulm ausgehend auf den Linien RS 2 und RS 21 bis Biberach (durch Überlagerung der beiden Linien) sowie auf der Linie RS 3 bis Herrlingen (ursprünglich geplant bis Blaubeuren) eingeführt. Zudem wurde auf der Südbahn der Nachtverkehr verbessert.<ref>Regio S-Bahn Donau-Iller: Der Fahrplanwechsel bringt zusätzliche Züge und einen besseren Takt. Regio-S-Bahn Donau-Iller e. V., 2. Dezember 2022, abgerufen am 5. Dezember 2022.</ref>

Da die vom Land verwendete Bezeichnung „RS“ keine offizielle Zuggattung ist, wurden die von DB Regio betriebenen Züge in Fahrplanmedien und Anzeigern als „RB RS“ geführt. Seit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2023 wurden die Linien neu der Zuggattung Nahverkehrszug zugeordnet, werden nun also als „N RS“ angezeigt. Intern werden die Züge als „N“ geführt. Seitdem werden sie auch an den Zügen als „NRS“ bezeichnet. Die von der SWEG betriebenen Züge werden mit der EVU-eigenen Zuggattung als „SWE RS“ bezeichnet, intern fahren sie, wie alle Nahverkehrszüge privater EVU, als „DPN“.

Weitere Linien sollen in den folgenden Jahren hinzukommen. Die Fertigstellung des Netzes wird bis 2030 angestrebt.<ref>PressDisplay.com – Illertisser Zeitung – 6. Mai 2020 – Die Chancen für die Regio-S-Bahn steigen. Abgerufen am 6. Mai 2020.</ref>

Liniennetz

Zur Regio-S-Bahn Donau-Iller gehören sieben Linien:<ref>Liniennetz. Regio-S-Bahn Donau-Iller e. V., August 2022, abgerufen am 4. November 2022.</ref>

Linie Eisenbahnverkehrsunternehmen Laufweg Takt Strecken
RS 2 DB Regio Baden-Württemberg Ulm Hbf – Erbach – Laupheim West – Biberach (Riß) – Biberach (Riß) Süd (– Aulendorf) 60′ <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 Ulm–Friedrichshafen
RS 21 DB Regio Baden-Württemberg Ulm Hbf – Erbach – Laupheim West – Laupheim Stadt – Biberach (Riß) – Biberach (Riß) Süd 60′ Ulm–Friedrichshafen
Laupheim West–Schwendi
Südkurve Laupheim
RS 3 SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH Ulm Hbf – Blaustein – Herrlingen 60′ <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 Ulm–Sigmaringen
Ulm Hbf – Blaustein – Herrlingen – Blaubeuren – Schelklingen – Ehingen (Donau) – Munderkingen 60′
RS 5 SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH Ulm Hbf – Langenau – Niederstotzingen – Sontheim-Brenz – Giengen – Herbrechtingen – Heidenheim an der Brenz – Oberkochen – Aalen Hbf 60′ Aalen–Ulm
RS 51 SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH Ulm Hbf – Thalfingen – Langenau 60′ Aalen–Ulm
RS 7 DB Regio Bayern Ulm Hbf – Neu-Ulm – Senden – Illertissen – Memmingen 30/60′ <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 Augsburg–Ulm
Kempten (Allgäu)–Neu-Ulm
RS 71 DB Regio Bayern Ulm Hbf – Neu-Ulm  – Senden – Weißenhorn 30/60′ <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 Augsburg–Ulm
Kempten (Allgäu)–Neu-Ulm
Senden–Weißenhorn

Anmerkungen

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1 
Nur Mo–Fr
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2 
Die Züge der RS 7 und 71 verkehren im Berufsverkehr alle 30 Minuten vereinigt zwischen Ulm und Senden und werden dort geflügelt/vereinigt. Einige Fahrten der RS 7 beginnen/enden dabei in Illertissen bzw. Vöhringen. Außerhalb des Berufsverkehrs fahren beide Linien jeweils alle 60 Minuten. In den Abendstunden verkehrt die RS 71 nur zwischen Senden und Weißenhorn mit Anschluss von/zur RS 7 in Senden.

Strecken und Ausbaumaßnahmen

Ulm–Friedrichshafen

Seit der Inbetriebnahme der Elektrifizierung der Bahnstrecke Ulm–Friedrichshafen (Südbahn) verkehren auf dem Abschnitt Ulm–Biberach (Riß) Süd zwei Regio-S-Bahn-Linien jeweils im Stundentakt. Die Linie RS21 verkehrt von Ulm über Laupheim Stadt nach Biberach Süd, die Linie RS2 ohne Bedienung der Stichstrecke nach Laupheim Stadt und der Südkurve Laupheim. An dieser Strecke sollen zukünftig die neuen Stationen Biberach Nord, Ummendorf, Hochdorf und Unteressendorf eingerichtet, die RS21 stündlich bis nach Ummendorf und die RS2 stündlich bis nach Aulendorf verlängert werden. Optional ist der Haltepunkt IGI Rißtal zwischen Schemmerberg und Warthausen außerhalb des Regio S-Bahn-Projekts vorgesehen.<ref>Die Südbahn. Projektseite auf der Website der Regio-S-Bahn. Abgerufen am 7. September 2025.</ref> Ebenfalls außerhalb des Regio-S-Bahn-Projekts beauftragte der Landkreis Biberach im Sommer 2024 die Vorplanung einer Reaktivierung der Federseebahn ins Stadtgebiet von Bad Schussenried mit einer optionalen Südkurve, die diesen neuen Stadtbahnhof auch an den Bahnhof Aulendorf anbinden würde.<ref></ref><ref>Kreistag – 24.07.2024 – 14:00-14:55 Uhr. Landkreis Biberach, abgerufen am 7. September 2025.</ref> Diese Reaktivierung könnte den aufwendigen Bau eines Wendegleises für die RS21 in Ummendorf einsparen.<ref>Gregor Westerbarkei: Landkreis ändert Bahnpläne in Bad Schussenried. In: Schwäbische. 11. Juli 2025, abgerufen am 7. September 2025.</ref>

Ulm–Sigmaringen

Auf der Bahnstrecke Ulm–Sigmaringen (Donautalbahn) verkehrt die Linie RS3 montags bis freitags zwischen Ulm und Herrlingen im Halbstundentakt und zu den übrigen Zeiten, sowie weiter bis Munderkingen im Stundentakt. Zukünftig soll diese Linie zwischen Ulm und Blaubeuren halbstündlich sowie stündlich weiter nur noch bis Ehingen und lediglich im Berufsverkehr stündlich weiter bis Munderkingen verkehren. Außerdem soll eine zusätzliche stündliche Linie RS31 zwischen Ehingen und Herbertingen eingerichtet werden. In Planung sind darüber hinaus die neuen Haltepunkte Blaubeuren-Weiler, Schelklingen Nord, Dettingen, Dintenhofen, Untermarchtal, Obermarchtal, Zwiefaltendorf, Neufra und Ertingen. Der Haltepunkt Klingenstein ist optional, außerhalb des Regio S-Bahn-Projekts geplant. Umsteigemöglichkeiten sollen am modernisierten Bahnhof Blaubeuren zwischen den Regio-S-Bahn-, Regional-Express- und Buslinien entstehen. Ein Abschnitt westlich von Herrlingen sollen zweigleisig ausgebaut werden.<ref>Die Donaubahn. Abgerufen am 22. April 2022.</ref>

Stuttgart–Ulm

Spätestens nach der Inbetriebnahme von Stuttgart 21, wenn alle Fernzüge Richtung Stuttgart über die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm verkehren werden, soll die Linie RS2 von Ummendorf nach Ulm Hbf und danach über die Bahnstrecke Stuttgart–Ulm nach Geislingen mit der RS4 durchgebunden werden. Dort soll Anschluss zum Metropolexpress bestehen. Die Einrichtung des Haltepunkts Ulm-Jungingen, wofür bereits eine Machbarkeitsstudie erstellt wurde, ist optional geplant. Zudem wurde, außerhalb des Regio-S-Bahn-Projekts, der Bahnhof Beimerstetten barrierefrei umgebaut bzw. modernisiert.<ref>Die Filstalbahn. Abgerufen am 22. April 2022.</ref>

Aalen–Ulm

Auf der Bahnstrecke Aalen–Ulm (Brenzbahn) verkehren jeweils im Stundentakt die Linien RS5 und RS51 zwischen Ulm und Aalen bzw. Ulm und Langenau. Die Linie RS5 fährt insbesondere zwischen Ulm und Langenau als Expresslinie mit nur einem Zwischenhalt in Thalfingen, lässt aber auch im weiteren Verlauf einige Halte aus oder bedient diese nur zweistündlich bzw. vereinzelt, während die Linie RS51 zwischen Ulm und Langenau alle Zwischenhalte bedient. Zukünftig soll letztere Linie zwischen Ulm und Langenau im Stundentakt verkehren sowie in der Hauptverkehrszeit bis Sontheim an der Brenz verlängert werden. Die Linie RS5 soll weiterhin stündlich zwischen Ulm und Aalen verkehren.

Die Einrichtung des Haltepunkts Ulm-Messe, wofür bereits eine Machbarkeitsstudie erstellt wurde, sowie die Einrichtung der neuen Haltepunkte Oberkochen Süd und Aalen Süd, außerhalb des Regio S-Bahn-Projekts, sind geplant. Des Weiteren soll die Bahnstrecke zwischen Langenau und Thalfingen (9 km) sowie zwischen Bergenweiler und Niederstotzingen (5 km) zweigleisig ausgebaut, der Bahnhof Herbrechtingen als Kreuzungsbahnhof ertüchtigt, ein Wendegleis in Sontheim für Verstärkerfahrten errichtet, sowie außerhalb des Regio S-Bahn-Projekts ein weiterer zweigleisiger Abschnitt zwischen Unterkochen und Königsbronn (10 km) realisiert werden. Außerdem soll die gesamte Strecke elektrifiziert werden.<ref>Die Brenzbahn. Abgerufen am 22. April 2022.</ref>

Kempten (Allgäu)–Neu-Ulm

Datei:Zugkreuzung Illertissen.jpg
Kreuzung RS7 und RE in Illertissen

Die Linie RS7 verkehrt auf der Bahnstrecke Kempten (Allgäu)–Neu-Ulm und darüber hinaus von Memmingen bis Ulm Hauptbahnhof im Stundentakt. Zur Hauptverkehrszeit verkehrt die Linie zwischen Ulm und Illertissen im Halbstundentakt. Sie soll zukünftig von Memmingen nach Buxheim verlängert werden.

Die Illertalbahn soll auf der gesamten Strecke elektrifiziert sowie zwischen den Bahnhöfen Finninger Straße und Senden und zwischen Kellmünz und Pleß zweigleisig ausgebaut werden. Der Haltepunkt Gerlenhofen soll in die Ortsmitte verlegt, der Bahnhof Vöhringen als Kreuzungsbahnhof ertüchtigt, der Abschnitt Vöhringen-Illertissen eine Blockverdichtung bekommen und die Station Senden Nord optional eingerichtet werden. Nach der Beauftragung durch den Freistaat Bayern hat DB InfraGO dazu die Vorplanung 2022 begonnen.<ref name=Vorplanung>Die neue Illertalbahn: Elektrisch und klimafreundlich auf der Schiene. Deutsche Bahn AG, Dezember 2022, abgerufen am 26. Februar 2023.</ref> Außerhalb des Regio S-Bahn-Projekts wurde bereits der Bahnhof Senden umgebaut. In Planung befindet sich außerdem die Einrichtung der Stationen Pleß, Fellheim, Heimertingen, Memmingen-Amendingen, Memmingen-BBZ und Buxheim als „Memminger Halte“. Die SWU Verkehr GmbH führt hierzu im Auftrag des Freistaates seit 2020 die Planungsleistungen durch und begann im Juli 2023 mit der Entwurfsplanung.<ref>Die Illertalbahn. Abgerufen am 22. April 2022.</ref><ref>Projekt „Memminger Halte“ erhält Förderung. SWU Verkehr GmbH, Juli 2023, abgerufen am 12. September 2023.</ref>

Senden–Weißenhorn

Auf der Bahnstrecke Senden–Weißenhorn wurde zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 der Personenverkehr wiederaufgenommen, zunächst als Regionalbahnlinie. Die knapp zehn Kilometer lange Strecke zwischen Senden und Weißenhorn wurde im Sommer 2013 ertüchtigt und Anfang September 2013 wieder für den Güterverkehr freigegeben.<ref>„Bähnle“: Die Gleise sind saniert. (PDF; 171 kB) In: swu.de. 2. September 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Oktober 2013; abgerufen am 5. Dezember 2022.</ref> Die Züge der Linie RS71 verkehren vom Ulmer Hauptbahnhof über Neu-Ulm und Senden nach Weißenhorn. Neu eingerichtet wurden die Haltepunkte Wullenstetten, Witzighausen, Weißenhorn-Eschach und Weißenhorn Bahnhof. Die Fahrzeit zwischen den Endbahnhöfen liegt bei 25 Minuten. Die Züge verkehren stündlich,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Regionalverkehr Ulm – Weißenhorn geht an DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee (Memento vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive) auf 3-loewen-takt.de, abgerufen am 1. Oktober 2013.</ref> seit 11. Dezember 2023 wird in der Hauptverkehrszeit ein 30-Minuten-Takt gefahren. Zu Kosten in Höhe von ca. 10 Millionen Euro erwarben die Stadtwerke Ulm (SWU) die Strecke und ertüchtigten sie für 100 km/h. Sie richteten die neuen Haltepunkte ein, ebenso wurden Brücken erneuert und Bahnübergänge modernisiert.<ref>Modernisierung der Strecke Senden-Weißenhorn für die Wiederaufnahme des Personenverkehrs. In: swu.de. Abgerufen am 1. Dezember 2012.</ref><ref>Modernisierung der Strecke Senden-Weißenhorn. Abgerufen am 22. Januar 2020.</ref> Mit der Vorplanung der Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Senden und Weißenhorn wurde die SWU 2022 vom Freistaat Bayern beauftragt.<ref name=Vorplanung /><ref>RS71: ULM–WEISSENHORN. Abgerufen am 22. April 2022.</ref>

Augsburg–Ulm

Es ist geplant, dass die Linie RS8 halbstündlich alle Stationen zwischen Günzburg und Ulm bedient und eine bessere Einbindung/Durchbindung von Fahrten der Mittelschwabenbahn über die bayerische Donaubahn nach Ulm sicherstellt. Außerhalb des Regio S-Bahn-Projekts ist die Einrichtung der Haltepunkte Neu-Ulm Industrie und Burlafingen geplant.<ref>Die Bayerische Donautalbahn. Abgerufen am 22. April 2022.</ref>

Günzburg–Mindelheim

Die Linie RS81 soll stündlich über die Bahnstrecke Günzburg–Mindelheim (Mittelschwabenbahn) von Günzburg über Krumbach nach Mindelheim verkehren, alle zwei Stunden wird sie über Mindelheim und Memmingen nach Buxheim verlängert. In der Hauptverkehrszeit würden die Züge bereits ab Ulm über Nersingen nach Günzburg verkehren.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Regio-S-Bahn Donau-Iller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Bestehende S-Bahn-Netze: Berlin | Breisgau | Bremen | Donau-Iller | Dresden | Hamburg | Hannover | Köln | Mitteldeutschland | Mittelelbe | München | Nürnberg | Ortenau | Rhein-Main | Rhein-Neckar | Rhein-Ruhr | Rostock | Stuttgart

Geplante S-Bahn-Netze: Münsterland | Ostwestfalen | Konstanz-Kreuzlingen | Saarland | Regensburg | Kiel | Lübeck

Grenzüberschreitende S-Bahn-Netze: Schweiz: Basel | Bodensee | Schaffhausen | St. Gallen | Zürich | Österreich: Bodensee | Salzburg | Tirol | Vorarlberg

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