Reinhold Würth
Reinhold Würth (* 20. April 1935 in Öhringen) ist ein deutsch-österreichischer Unternehmer, Milliardär und Kunstmäzen. Er baute ab 1954 das Schrauben-Handelsunternehmen Würth zum internationalen Marktführer in der Befestigungs- und Montagetechnik mit rund 86.000 Mitarbeitern auf.<ref>Peter Müller und Stefan Stahl: Unternehmer und Milliardär Reinhold Würth: „Die sollen doch mal 75 Jahre malochen“. In: Augsburger Allgemeine. 9. Februar 2026, abgerufen am 11. Februar 2026.</ref><ref>Familienunternehmen: Schwache Bauindustrie drückt den Gewinn von Würth. In: Handelsblatt. 18. Juli 2023, abgerufen am 16. August 2023.</ref> In den Medien wird er daher oft als Schraubenkönig bezeichnet.<ref>Reinhold Würth: Abschied vom „Schraubenkönig“. 1. Oktober 2024, abgerufen am 2. Januar 2025.</ref><ref>„Werde es lässiger nehmen“: Wie „Schraubenkönig“ Würth seinen Ruhestand verbringt. 31. Dezember 2024, abgerufen am 2. Januar 2025.</ref>
Würth war von 1999 bis 2003 Professor am Interfakultativen Institut für Entrepreneurship an der Universität Karlsruhe (TH)<ref>Reinhold Würth wird Ehrensenator am KIT. Karlsruher Institut für Technologie, 17. September 2015, abgerufen am 2. Dezember 2025.</ref> und ist mit mehreren Ehrendoktorwürden ausgezeichnet worden.
Leben
Jugend
Reinhold Würth ist der Sohn von Alma Würth und Adolf Würth, die im Juli 1945 eine Schraubengroßhandlung für das Schreiner- und Metallhandwerk im hohenlohischen Künzelsau gründeten. Er erhielt Unterricht in Violine.<ref>Christoph Platen, Thomas Rietschel: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vernetzung von Kunst und Unternehmen. ( vom 11. Januar 2005 im Internet Archive) In: neue musikzeitung, 1998, Nr. 10.</ref> Als Reinhold Würth 14 Jahre alt war, meldete ihn sein Vater von der Oberrealschule ab und stellte ihn 1949 als Lehrling und zweiten Mitarbeiter in seinem Großhandelsbetrieb für Schrauben in Künzelsau ein.
Berufsleben
Als sein Vater 1954 starb,<ref name="sz">Benjamin Wagener: Reinhold Würth: „Wir haben eine wurzellose Regierung“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 2. Oktober 2024, abgerufen am 2. Mai 2025.</ref> war Reinhold Würth 19 Jahre alt. Nach seiner Volljährigkeit (mit damals 21 Jahren<ref>Volljährigkeit von 21 auf 18 Jahre heruntergesetzt. In: paradisi.de, 2008.</ref>) übernahm er zwei Jahre später, also 1956, die Geschäftsführung. In den folgenden Jahrzehnten gelang es Würth, aus dem regionalen Handelsunternehmen ein weltweit agierendes Unternehmen zu machen. Seine Kunden stammen bis heute aus dem gewerblichen und industriellen Bereich. Allmählich ging Würth dazu über, auch Schraubenproduzenten aufzukaufen. Da der inländische Markt für Befestigungstechnik immer sehr fragmentiert und konjunkturanfällig war, erweiterte Würth seinen Handel auf das Ausland. 1962 erfolgte die Gründung der ersten ausländischen Verkaufsgesellschaft in den Niederlanden.
Im Jahr 2020 ist die Würth-Gruppe mit über 400 Gesellschaften in über 80 Ländern tätig.<ref>Martin Buchenau: Schraubenspezialist Würth wächst sogar im Corona-Jahr 2020 – dank des Onlinegeschäfts. In: Handelsblatt. 19. Januar 2021, abgerufen am 30. Juni 2021.</ref> Sie erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 14,4 Mrd. Euro.<ref>Unternehmens-Porträt. Würth Gruppe; abgerufen am 27. Mai 2015.</ref> 1994 zog sich Reinhold Würth aus der operativen Geschäftsführung der Würth-Gruppe zurück und übernahm bis 2006 den Vorsitz des Unternehmensbeirats. Von 1999 bis 2003 war er Institutsleiter am neu gegründeten Institut für Entrepreneurship an der Universität Karlsruhe. Reinhold Würth gründete 1987 für einen dauerhaften Bestand des Unternehmens vier Familienstiftungen (benannt nach seiner Frau Carmen Würth und den drei Kindern), auf die er seine Anteile am operativen Geschäft übertrug.<ref>Reinhold Würth im Munzinger-Archiv, abgerufen am 30. Juni 2021 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> Reinhold Würth war bis 31. Dezember 2024 Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats als oberstem Gremium der Würth-Gruppe.<ref>Stiftungsaufsichtsrat. Würth-Gruppe, abgerufen am 30. Juni 2021.</ref> Anschließend übernahm sein Enkel Benjamin Würth diese Position.<ref>Würth-Konzern in neuen Händen: Diese Pläne hat Enkel Benjamin. In: stimme.de, 2. Januar 2024.</ref> Gemeinsam mit seiner Ehefrau Carmen Würth gründete er zudem 1987 die gemeinnützige Stiftung Würth.<ref>Die Stiftung: Johannes Schmalzl leitet die Stiftung Würth. Die Stiftung, 2. Januar 2023, abgerufen am 11. Januar 2023.</ref>
Reinhold Würth führt den Titel Prof. Dr. h. c. mult. als nicht-akademischen Ehrentitel.<ref>Essay Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth. Würth-Gruppe, abgerufen am 15. Oktober 2022.</ref>
Steuerhinterziehung
Ende März 2008 wurden Vorwürfe laut, Würth habe sich der Steuerhinterziehung schuldig gemacht. Der Spiegel veröffentlichte aus ihm zugespielten Dokumenten, dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Würth, vier weitere aktuelle und frühere Führungskräfte des Konzerns sowie eine ehemalige Wirtschaftsprüferin bereits seit Herbst 2006 ermittelt hatte.<ref>Schrauben-Milliardär Würth im Visier der Staatsanwaltschaft. In: Der Spiegel , 30. März 2008.</ref> Das Amtsgericht Heilbronn verhängte gegen Würth einen Strafbefehl in Höhe von 700 Tagessätzen. Die konkrete Höhe der Geldstrafe wurde nicht öffentlich, konnte aber laut Spiegel bis zu 3,5 Millionen Euro reichen.<ref name=":2">Steuerhinterziehung: Würth kommt mit Geldstrafe davon. In: Der Spiegel. 28. Mai 2008, abgerufen am 15. Oktober 2022.</ref> Bei der Bemessung der Geldstrafen habe man berücksichtigt, dass der Steuerschaden von Würth ausgeglichen wurde, teilte die Stuttgarter Staatsanwaltschaft mit. 2012 wurde dies fristgemäß aus dem Bundeszentralregister gelöscht.<ref>Reinhold Würth ist nicht mehr vorbestraft. In: Heilbronner Stimme. 18. Juni 2012, abgerufen am 30. Juni 2021.</ref> Gegen zwei andere Verantwortliche der Würth-Gruppe wurden ebenfalls Geldstrafen festgesetzt.<ref>Steuerhinterziehung: Würth kommt mit Geldstrafe davon. In: Der Spiegel . 28. Mai 2008, abgerufen am 4. August 2023.</ref>
Nach Feststellung der Staatsanwaltschaft hätten alle Beschuldigten „keine eigenen Vorteile“ erlangt.<ref>Manfred Stockburger: 3,5 Millionen Euro Strafe für Würth. In: Heilbronner Stimme, 29. Mai 2008.</ref> Strittig seien vielmehr die Kostenverrechnungen zwischen inländischen und ausländischen Konzernteilen gewesen. Die steuerrechtliche Legalität der steuermindernden Verrechnung über die deutsche Muttergesellschaft war der Kern der Auseinandersetzung zwischen Würth und der Steuerbehörde. Da die Klärung der Rechtmäßigkeit mehrere Jahre beansprucht hätte und damit eine Rufschädigung des Lebenswerkes von Würth zwangsläufig zu erwarten gewesen wäre, nahm er das kleinere Übel von Steuernachzahlung und Geldstrafe in Kauf.<ref>Martin Buchenau: Würth einigt sich mit der Staatsanwaltschaft. In: Handelsblatt, 29. Mai 2008.</ref> In einem Interview mit der FAZ äußerte Würth: „Wenn ich noch jünger gewesen wäre, hätte ich mich vor Gericht gewehrt.“<ref>Georg Meck: „Blicke ich in den Spiegel, sehe ich einen Gauner“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. März 2009, Interview.</ref>
Würth nahm nach dem Verfahren zusätzlich die österreichische Staatsbürgerschaft an, trat aus der FDP aus<ref name="Impulse_2010">„Ich war ein Spätzünder, Albert ein junger Wilder“. In: Impulse, 5. November 2010.</ref> und erwog, den Firmensitz der Würth-Gruppe in die Schweiz zu verlegen. Laut Handelsblatt ließ er aber wegen des Aufwands und auf Drängen seiner Frau davon ab.<ref name=":1">„Wir harmonieren gut zusammen“: Wie der Unternehmer Reinhold Würth und seine Tochter die Konzernführung regeln. In: Handelsblatt. 30. Juni 2021, abgerufen am 15. Oktober 2022.</ref>
Vermögen
Reinhold Würth gehört zu den reichsten Menschen der Welt. Einer Forbes-Milliardärs-Liste zufolge liegt Reinhold Würth inklusive seiner Familie auf Platz 47 der weltweit reichsten Menschen.<ref>Reinhold Wuerth & family. In: Forbes. 4. März 2024, abgerufen am 4. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2024 bezifferte Forbes Würths Vermögen auf 27,5 Milliarden US-Dollar und stufte ihn und seine Familie als drittreichste Deutsche ein.<ref>Forbes-Ranking 2024. In: Handelsblatt. 20. Februar 2024, abgerufen am 4. März 2024.</ref> Laut Business Insider beläuft sich sein Vermögen im Jahr 2024 sogar auf rund 33,54 Milliarden Euro.<ref>Hannah Ritzmann: Reinhold Würth: Rechnung zeigt, wie unfassbar reich der Schrauben-Milliardär im Vergleich ist. In: Business Insider. 11. November 2024, abgerufen am 13. November 2024.</ref>
Familie
Würth ist seit 1956 mit seiner Ehefrau Carmen (geb. Linhardt * 1937<ref>Geburtstag: „Ich bin dankbar für das, was ich nicht hatte“. In: SWP. 18. Juli 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Februar 2021; abgerufen am 21. Juni 2019.</ref>) verheiratet, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Carmen und Reinhold Würth sind Mitglied der Neuapostolischen Kirche.<ref>Würths Welt – Vom Schraubenhändler zum Weltkonzern. Dokumentarfilm, Deutschland, 2015; siehe #Filme, siehe dort ab 15:45 Min.</ref> Sie wohnen seit 1974 im Schloss Hermersberg bei Niedernhall; das 1540 errichtete Bauwerk ließ er, wie auch andere historische hohenlohische Gebäude, mit einem hohen Aufwand renovieren.<ref>Dagmar Deckstein: Würths Welt. In: sueddeutsche.de, 5. Januar 2009.</ref> Einen Zweitwohnsitz hat Würth in Salzburg. Reinhold Würth kaufte 2009 die Motoryacht Vibrant Curiosity, deren Wert auf 100 Millionen Dollar geschätzt wird.<ref>Trotz Kurzarbeit: Schraubenkönig Würth weiht millionenschwere Yacht ein. In: Der Spiegel. 28. März 2009, abgerufen am 16. Mai 2024.</ref> Über 40 Jahre lang flog Würth mit seinen Geschäftsflugzeugen; er hatte eine Lizenz als Berufspilot (ATPL), die er 2015 aus gesundheitlichen Gründen abgab.<ref>Burkhard Riering: Reinhold Würth: Der rastlose Ruheständler. In: deutsche-handwerks-zeitung.de, 21. April 2015.</ref>
Im Juni 2015 wurde der damals 50-jährige Sohn von Würth entführt, der geistig behindert ist und daher in einem Wohnheim in Schlitz lebte. Er wurde unverletzt von den Geiselnehmern freigelassen.<ref>Hans Georg Frank: Entführung von Würth-Sohn: Stunden der Angst. In: swp.de, 18. Juni 2015.</ref> Am 14. März 2018 meldeten verschiedene Nachrichtenagenturen, dass der mutmaßliche Entführer gefasst wurde.<ref>Entführer von Milliardärssohn Würth gefasst. In: n-tv.de, 14. März 2018.</ref> Im Oktober 2018 wurde gegen einen Beschuldigten verhandelt.<ref>Wiebke Ramm: Wie Carmen Würth mit dem Entführer ihres Sohnes verhandelte. In: spiegel.de, 15. Oktober 2018.</ref> Am 27. November 2018 sprach das Landgericht Gießen den Angeklagten frei, da das Gericht es als nicht erwiesen ansah, dass es sich bei dem Angeklagten tatsächlich um den Entführer handelt.<ref>Landgericht Gießen: Angeklagter im Entführungsfall Würth freigesprochen. In: hessenschau.de, 28. November 2018.</ref>
Am 3. Oktober 2025 starb seine 66-Jährige Tochter Marion.<ref>https://www.n-tv.de/panorama/Schraubenkoenig-Wuerth-trauert-um-seine-Tochter-article26079463.html</ref>
Einführung von Familienmitgliedern in das Unternehmen
Reinhold und Carmen Würths Tochter Bettina wurde nach einer Ausbildung in der Firma ihres Vaters später Mitglied des Unternehmensbeirats der Würth-Gruppe und hatte von 2006 bis 2024 dessen Vorsitz inne.<ref>Matthias Schiermeyer: Abtritt von Reinhold Würth: Enkel-Generation hat bei Würth künftig das Sagen. Stuttgarter Zeitung, 2. Dezember 2024, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref><ref>Reinhold Würth regelt seine Nachfolge im Konzern. In: Süddeutsche Zeitung. 8. Juli 2022, abgerufen am 22. Mai 2023.</ref>
Seit 1. Januar 2025 ist Enkel Benjamin Würth Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrates der Würth-Gruppe,<ref name=":4">Reinhold Würth übergibt wichtigen Posten an seinen Enkel. In: Der Spiegel. 2. Oktober 2024, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref> die Position übernahm er von seinem Großvater. Benjamin Würths Bruder Sebastian übernahm 2025 den Vorsitz des Beirats der Würth-Gruppe.<ref>Generationswechsel: "Schraubenkönig" Würth zieht sich zurück. In: Süddeutsche Zeitung. 1. Januar 2025, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref> Beide sind Söhne von Reinhold Würths Tochter Marion (1958–2025).<ref>Unternehmen: Bei Würth sind die Enkel auf dem Vormarsch. Abgerufen am 16. Mai 2025.</ref><ref> Tochter von „Schraubenkönig“ Würth ist tot, 7. Oktober 2025 bei T-Online </ref>
Enkelin Maria Würth, Tochter von Bettina Würth, ist Kunsthistorikerin und leitet seit 2025 die Kunstaktivitäten des Unternehmens.<ref>SWR Aktuell: Würth: Neue Generation sieht großes Wachstumspotenzial. 31. Dezember 2024, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref> Ihr Arbeitsschwerpunkt sind die Museen und die Sammlung Würth.<ref name=":4" />
Positionen
Würth war ein langjähriges Mitglied der FDP und Parteispender, trat jedoch 2008 aus. Würth machte immer wieder seine politischen Positionen deutlich. 2019 nutzte Würth die Bühne, die ihm die Bild-Zeitung bot und gab er zu Protokoll, dass er lieber Friedrich Merz als CDU-Vorsitzenden gesehen hätte als Annegret Kramp-Karrenbauer, die er nicht für kompetent hielt. Bei der Europawahl 2019 habe er die Grünen gewählt.<ref name=":0">Würth kritisiert Merkel: Reinhold Würth in der Bild: Abrechnung mit CDU – europäische Staaten müssen eins werden. In: Südwest Presse. 7. Juni 2019, abgerufen am 15. Oktober 2022.</ref>
Deutschland habe in der Umweltpolitik versagt. Er halte den Ausstieg aus der Atomkraft nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima für falsch. „Wir sind ja hier auch nicht in Fukushima, wo es 100 Erdbeben am Tag gibt“, sagte Würth.<ref name=":0" />
Würth warnte 2018 vor einem Rechtsruck, denn „viele kleinkarierte Menschen würden heute sehr gerne unser Grundgesetz ändern, nach dem wir verpflichtet sind, Menschen, die in Sorge um ihr Leben sind, bei uns aufzunehmen“. Er forderte, „dieses Recht bei[zu]behalten“. Die „Nähe großer Teile der AfD zu braunem Gedankengut [… erinnere ihn] fatal an die Weimarer Zeit“.<ref>Unternehmer Reinhold Würth: „Viele kleinkarierte Menschen würden gerne unser Grundgesetz ändern.“ In: welt.de, 19. Juli 2018.</ref><ref>„Jeder ist aufgerufen, der Radikalisierung entgegenzutreten“. In: Der Spiegel. Nr. 37, 2018 (online).</ref> Würth bekräftigte seine Position im März 2024 abermals, als er 25.000 Mitarbeiter der Würth-Gruppe in einem Schreiben davor warnte, bei kommenden Wahlen aus Unmut über die Ampelregierung die AfD zu wählen.<ref>Reinhold Würth warnt vor AfD-Diktatur. In: spiegel.de. 19. März 2024, abgerufen am 19. März 2024.</ref>
Nach der Europawahl in Deutschland am 9. Juni 2024 sagte Würth, sollte dieser Trend anhalten, müsse man vorsichtig sein, wo und wie man investiere. Man werde in Ruhe analysieren, ob man das Geld nicht künftig eher in anderen Ländern einsetze.<ref>Nach Wahlerfolg der AfD: Unternehmer Würth erwägt Stopp von Investitionen. In: tagesschau.de. 13. Juni 2024, abgerufen am 24. September 2024.</ref>
Im September 2024 gab Würth an, dass seine Äußerungen zur AfD zu einem Gesamtumsatzrückgang von rund 1,5 Millionen Euro geführt hätten, der hauptsächlich durch Kunden in Ostdeutschland verursacht wurde. Angesichts eines Gesamtumsatzes von mehr als 20 Milliarden Euro falle der Rückgang kaum ins Gewicht.<ref>So viel Umsatz hat Reinhold Würth durch sein Statement gegen die AfD eingebüßt. In: Münchner Merkur. 24. September 2024, abgerufen am 24. September 2024.</ref>
Förderer von Kultur und Wissenschaft
Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit ist Reinhold Würth als Förderer von Kunst und Kultur in Erscheinung getreten. 1991 gründete er in Künzelsau die weltweit erste Kombination eines Verwaltungsgebäudes mit einer Kunstgalerie.<ref>Kirsten Rachowiak: Museen in Deutschland. Hrsg.: DuMont. ISBN 978-3-8321-9141-2, S. 137.</ref> Würth ist von der Motivation seiner Mitarbeiter durch Kunst überzeugt.<ref>Reinhold Würth: „Schraubenkönig ist ein echt blöder Name“. In: suedkurier.de, 11. November 2019.</ref> Bis 2021 gründete und unterhielt er fünfzehn Museen. Darunter befinden sich das Museum Würth und die Sammlung für Schrauben und Gewinde in Künzelsau sowie die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall mit moderner und zeitgenössischer Kunst.<ref>Katja Michel: Herr Würth, wie ist aus Ihnen ein Kunstsammler geworden? In: Capital. 3. Februar 2026, abgerufen am 16. Februar 2026.</ref>
Neben den jeweiligen Landeszentralen der Würth-Gruppe befinden sich heute Kunstmuseen in Dänemark, Frankreich, Österreich, Holland, Norwegen, Italien, das Forum Würth Arlesheim, das Forum Würth Rorschach und das Forum Würth Chur in der Schweiz und das Museo Würth La Rioja in Spanien.<ref>Lisa Zeitz: Späte Liebe. In: ZEIT (Hrsg.): Weltkunst. Dezember 2013.</ref><ref name="arte">Ursula Böhm: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kunstgenuss nach Feierabend. ( vom 1. April 2015 im Internet Archive) In: arte, 19. Januar 2008.</ref> Die Sammlung Würth, die in den Museen wechselnd gezeigt wird, gehört zu den bedeutendsten europäischen Privatsammlungen. Sie umfasste 2026 über 20.000 Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen von namhaften Künstlern vom 15. Jahrhundert bis heute.<ref>Martin Buchenau: Für welche Projekte Deutschlands Milliardäre auch in Coronazeiten spenden. In: Handelsblatt. 30. November 2020, abgerufen am 30. Juni 2021.</ref><ref>Christa Sigg: Sammeln heißt Teilen. In: ZEIT (Hrsg.): Kunstplaner 2026. Dezember 2025.</ref>
Das Musée Würth France Erstein entstand in Erstein bei Straßburg neben dem französischen Tochterunternehmen Würth France, das zu den wichtigsten ausländischen Verkaufsgesellschaften der Gruppe zählt. Das Museum umfasst etwa 3000 m² und wurde am 27. Januar 2008 mit Werken von Emil Nolde, Max Ernst, René Magritte, Georg Baselitz und Jörg Immendorff aus der Kunstsammlung Würth eröffnet.<ref>lsw: Würth zeigt Nolde im Elsass. In: Heilbronner Stimme, 11. Mai 2006; abgerufen am 3. Mai 2015.</ref>
Als 2003 die Gemäldesammlung der Fürstlich Fürstenbergischen Sammlungen aufgelöst und verkauft werden sollte, verhinderte Würth durch seinen Kauf eine Zerschlagung der Gemäldesammlung altdeutscher Maler wie Lucas Cranach der Ältere und der Meister von Meßkirch (Falkensteiner Altar).<ref>Falkensteiner Altar des Meisters von Messkirch. kunst.wuerth.com; abgerufen am 27. Mai 2015.</ref> Seit 2008 werden diese Gemälde der Sammlung Würth in der Johanniterkirche in Schwäbisch Hall ausgestellt.<ref name="A.B.">Adrienne Braun: Reinhold Würth wird 80. Der Glanz der Kunst hebt das Image. In: Stuttgarter Zeitung, 19. April 2015.</ref>
Aufsehen erregte 2011 sein Ankauf des bedeutenden Frührenaissance-Gemäldes „Darmstädter Madonna“ oder Schutzmantelmadonna von Hans Holbein dem Jüngeren für rund 50 Millionen Euro. Es gilt als der „absolute Glanzpunkt“ der Sammlung Würth <ref name="A.B." /> und wird seit Januar 2012 ebenfalls in der Johanniterkirche in Schwäbisch Hall ausgestellt.<ref>Rüdiger Jungbluth: Erfolgsunternehmer: Eine Klasse für sich. In: Die Zeit, Nr. 45/2011.</ref> Würth zählt nach Angaben des Spiegels auch zu den Förderern der Neuapostolischen Kirche.<ref>Christian von Rickens: Mittelstand. Die Besessenen. In: Der Spiegel. Nr. 39, 2013, S. 83 (online).</ref>
Am 1. Dezember 2022 wurde Max Beckmanns Selbstbildnis gelb-rosa (1943) in Berlin vom Auktionshaus Villa Grisebach für 20 Mio. Euro versteigert (23,2 Mio. Euro inkl. Nebenkosten, ursprünglicher Schätzwert: 20–30 Millionen Euro).<ref>Beckmann-Gemälde für 20 Millionen Euro versteigert. In: spiegel.de, 2. Dezember 2022.</ref> Wenig später gab sich Reinhold Würth als Käufer zu erkennen.<ref>Beckmann-Bild für 20 Millionen: Unternehmer Würth outet sich als Rekordpreiskäufer. In: faz.net. 23. Dezember 2022, abgerufen am 28. Dezember 2022.</ref> Das Selbstbildnis ist das teuerste je in Deutschland versteigerte Kunstwerk und löste Beckmanns 1942 geschaffenes Weiblicher Kopf in Blau und Grau (Die Ägypterin) ab, das am 31. Mai 2018 für 4,7 Mio. Euro versteigert worden war.<ref>Rose-Maria Gropp: Wie aus einem Traum. In: faz.net, 2. Juni 2018.</ref>
Würth war langjähriger finanzieller Unterstützer des Dirigenten Justus Frantz und dessen Orchesters, der Philharmonie der Nationen. Im Jahr 2017 beendete Würth diese Zusammenarbeit und gründete ein eigenes Orchester, die Würth Philharmoniker.<ref>Alexander Kühn, Simone Salden: Reinhold Würth: Justus Frantz verprellt seinen Gönner. In: Der Spiegel. 22. Juli 2017, abgerufen am 5. Dezember 2023.</ref>
Mit seiner 1987 gegründeten Stiftung Würth unterstützt er die Kulturarbeit des Unternehmens, unter anderem durch die Vergabe angesehener Preise. Nach einer großzügigen Spende Würths wurde die Künzelsauer Außenstelle der Hochschule Heilbronn im April 2005 in Reinhold-Würth-Hochschule umbenannt.
Würth wird vorgeworfen, den überstürzten Abriss eines der ältesten Fachwerkgebäude am Marktplatz von Künzelsau im Februar 2009 veranlasst zu haben, um einen modernen Hotelkomplex zu errichten.<ref>Diethart Kerbs, Interessengemeinschaft Bauernhaus e. V.: Kapitalmacht gegen Denkmalschutz – Der Skandal von Künzelsau. (PDF) In: Holznagel, Vereinsorgan der Interessengemeinschaft Bauernhaus e. V. Juni 2009, abgerufen am 3. Mai 2024.</ref>
Ehrungen
Auszeichnungen
- 1985: Bundesverdienstkreuz am Bande
- 1987: Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg
- 1991: Ehrensenatorenwürde der Eberhard Karls Universität Tübingen
- 1994: Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
- 1996: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
- 1998: Montblanc de la Culture (für Engagement in der Förderung von Kunst und Kultur)
- 1999: Professor der Universität Karlsruhe (TH), Leitung des interfakultären Instituts für Entrepreneurship
- 1999: Ehrendoktor der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen
- 1999: Staufermedaille
- 2000: Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres
- 2001: Innovationspreis der SPD
- 2002: Reinhold-Maier-Medaille der Reinhold-Maier-Stiftung
- 2003: Ehrenbürger der Stadt Künzelsau
- 2004: Ritter der Ehrenlegion
- 2004: Aufnahme in die Business Hall of Fame (Initiative von Manager Magazin und dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn)<ref>Roman Herzog: Hall of Fame 2004 – Laudatio für Reinhold Würth. Manager Magazin, 25. Juni 2004.</ref>
- 2004: Deutscher Gründerpreis für sein Lebenswerk
- 2004: Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik
- 2004: Dieselmedaille in Gold des Deutschen Instituts für Erfindungswesen
- 2005: Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
- 2005: Ehrensenator der Universität Stuttgart<ref>Thomas Senger: Reinhold Würth Ehrensenator der Uni Stuttgart. In: Heilbronner Stimme. 19. November 2005, abgerufen am 15. April 2019.</ref>
- 2007: Ehrendoktorwürde in Kunstgeschichte und Museographie der Universität Palermo
- 2007: Ehrendoktorwürde der University of Louisville (Kentucky, USA)
- 2008: Großer Verdienstorden des Landes Südtirol
- 2009: Universitätspreis der Eberhard Karls Universität Tübingen<ref>Michael Seifert: Universitätspreis für Reinhold Würth und Ehrensenatorenwürde für Tilman Todenhöfer. In: Informationsdienst Wissenschaft, 21. Oktober 2009.</ref>
- 2009: Französischer Orden „Officier de l‘Ordre des Arts et des Lettres“ als Anerkennung der außerordentlichen Verdienste um die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich<ref>Ralf Reichert: Reinhold Würth trägt jetzt den Orden für Kunst und Literatur. In: Heilbronner Stimme. 16. Dezember 2009, abgerufen am 15. April 2019.</ref>
- 2009: Unternehmerpreis 2009 des Business Clubs Aachen-Maastricht
- 2011: Emil-Beck-Gedächtnispreis des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim<ref>jsch: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tauberbischofsheim: Reinhold Würth erhält Emil-Beck-Gedächtnispreispreis. ( vom 18. November 2011 im Internet Archive) In: mainpost.de, 7. Oktober 2011.</ref>
- 2012: James-Simon-Preis der James-Simon-Stiftung an Carmen und Reinhold Würth – Preis für vorbildliches, soziales und kulturelles Engagement in Deutschland
- 2012: Carl-Friedrich-Medaille der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)<ref>Monika Landgraf: Carl-Friedrich-Ehrenmedaille für Reinhold Würth. In: Informationsdienst Wissenschaft, Pressemitteilung vom 22. Oktober 2012.</ref>
- 2013: Internationaler Folkwang-Preis für die Förderung und Vermittlung von Kunst an eine breite Öffentlichkeit<ref>Reinhold Würth erhält auch Folkwang-Preis. Lebenslanges leidenschaftliches Engagement für Kunst und kulturelle Bildung gewürdigt. In: SWP, 16. Oktober 2013.</ref>
- 2013: Ehrensenator der Hochschule Heilbronn
- 2013: Französischer Orden „Commandeur de la Légion d’Honneur“ (Kommandeur der Ehrenlegion)
- 2015: Ehrenbürger der Stadt Schwäbisch Hall
- 2015: Ehrenbürger der Stadt Niedernhall
- 2015: Ring der Stadt Salzburg<ref>Salzburg ehrt Reinhold Würth. In: Fränkische Nachrichten. 9. Mai 2015, abgerufen am 15. April 2019.</ref>
- 2015: Ehrensenator KIT Karlsruher Institut für Technologie<ref>Reinhold Würth wird Ehrensenator am KIT. KIT – Karlsruher Institut für Technologies, 15. September 2015, abgerufen am 15. April 2019.</ref>
- 2018: Ehrenbürger der Stadt Palermo<ref>Reinhold Würth mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Palermo ausgezeichnet. In: Südtirol News. 13. September 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. November 2018; abgerufen am 1. März 2019.</ref>
- 2019: Ehrenprofessur der Technischen Universität Shenzhen
- 2019: Ehrenzeichen des Landes Salzburg<ref>Adlerschwingen im Chiemseehof – Neue Skulptur von Anselm Kiefer im Hof des Salzburger Regierungssitzes / Ehrenzeichen des Landes Salzburg für Reinhold Würth. Würth-Gruppe, 10. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 16. Oktober 2019.</ref>
Würth als Namensgeber
- Das Damendegen-Weltcup-Turnier um den „Reinhold-Würth-Cup“ findet seit 1987 regelmäßig beim Fecht-Club Tauberbischofsheim statt.<ref>Vom Heizungskeller zum Olympiasieg – Die Erfolgsgeschichte des FC Tauberbischofsheim. Fecht-Club Tauberbischofsheim e. V., abgerufen am 20. April 2019.</ref>
Mitgliedschaften
- Vorsitzender der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken
- Gesellschaft zur Förderung des Landesmuseums Württemberg (Erster Vorsitzender 1997–2019)<ref>Auf dem Sofa der Fördergesellschaft. Interview mit Reinhold Würth. In: aufgeSCHLOSSen, Das Fördermagazin des Landesmuseums Württemberg Nr. 2/2019, S. 22–25. Abgerufen am 5. Januar 2021.</ref>
- Kurator der studentischen Unternehmensberatung delta e. V.<ref>Kuratoren des delta e. V. Studentische Unternehmensberatung delta e. V., abgerufen am 17. September 2017.</ref>
Schriften (Auswahl)
- 1985: Beiträge zur Unternehmensführung. Swiridoff, Schwäbisch Hall, 447 S., Ill.
- Würth. Eine Sammlung. Hrsg. vom Museum Würth und Adolf Würth GmbH und Co. KG. Thorbecke, Sigmaringen 1991.
- 1995: Erfolgsgeheimnis Führungskultur. Bilanz eines Unternehmers. Reinhold Würth in Zusammenarbeit mit Dirk Bavendamm, Frankfurt a. M.; New York, Campus-Verlag, 364 S., zahlr. Ill., graph. Darst.; Swiridoff, Künzelsau 1999, ISBN 3-934350-08-9.
engl. Ausgabe: Management culture. The secret of success. An entrepreneur takes stock. ISBN 3-593-35421-7. - 1995: zusammen mit Deppert-Lippitz, Barbara: Die Schraube zwischen Macht und Pracht. Das Gewinde in der Antike. Gemeinsame Ausstellung anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Unternehmens Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau-Gaisbach im Jahre 1995. Thorbecke, Sigmaringen 1995, 212 S., ISBN 3-7995-3628-0.
- 1998: Als Mittelständler zur weltweiten Marktführerschaft, in: Peter W. Weber (Hrsg.): Leistungsorientiertes Management. Leistungen steigern statt Kosten senken, Campus-Verlag, Frankfurt a. M., New York, S. 45–54.
- 2001: Entrepreneurship in Deutschland. Wege in die Verantwortung. Swiridoff, Künzelsau, 303 S., Schriften des Interfakultativen Instituts für Entrepreneurship an der Universität Karlsruhe (TH); IEP-Bd. 1, ISBN 3-934350-32-1.
- 2003: Strömung der Zeit. Wirtschaft und Gesellschaft an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. Swiridoff, Künzelsau, 192 S., 10 Fotos, Schriften des Interfakultativen Instituts für Entrepreneurship an der Universität Karlsruhe (TH); Beiträge von Reinhold Würth, Richard von Weizsäcker, Hans Küng, ISBN 3-934350-45-3.
- 2003: zusammen mit Hans-Joachim Klein: Wirtschaftsunterricht an Schulen im Aufwind? Swiridoff, Künzelsau, 383 S., graph. Darst., Schriften des Interfakultativen Instituts für Entrepreneurship an der Universität Karlsruhe (TH); Bd. 7, ISBN 3-89929-013-5.
- 2003: Wer wagt gewinnt! Unternehmensgründungen in Deutschland. Swiridoff, Künzelsau, 180 S., zahlr. s/w. Abb., Schriften des Interfakultativen Instituts für Entrepreneurship an der Universität Karlsruhe, ISBN 3-89929-001-1.
Literatur
- Walter Döring: Würth, Sturm, Berner. Die drei aus einer Klasse. Molino Verlag, Schwäbisch Hall und Sindelfingen, 2. Auflage, 2023, 128 S., ISBN 978-3-948696-44-3.
- Karlheinz Schönherr: Nach oben geschraubt. Reinhold Würth, die Karriere eines Unternehmers. Econ, Düsseldorf 1991, 264 S., Ill.; Swiridoff, Künzelsau 2001, 3., unveränderte Auflage, ISBN 3-934350-33-X.
- Silvia Zulauf: Unternehmen und Mythos. Der unsichtbare Erfolgsfaktor. Wiesbaden 1994, 160 Seiten mit Abbildungen, ISBN 3-409-18754-5.
- Zweite, erweiterte Auflage: Wiesbaden, 2009, 191 Seiten mit Abb., ISBN 978-3-8349-1289-3.
- Hans-Peter Schwarz: Würth: die Architektur weiterbringen. Mit einer Einführung von Reinhold Würth. Aries, München 1995, 320 S., zahlreiche Abbildungen und Tafeln.
- Carmen Sylvia Weber (Hrsg.): Zwischen Leidenschaft, Vision und Kalkül. Wortmeldungen aus Kultur und Wirtschaft zum 70. Geburtstag von Reinhold Würth. Swiridoff, Künzelsau 2005, 179 S., Ill., graph. Darst., ISBN 3-89929-065-8.
- Ute Grau, Barbara Guttmann: Reinhold Würth. Ein Unternehmer und sein Unternehmen. Swiridoff, Künzelsau 2005, 336 S., zahlreiche Abb., ISBN 3-89929-057-7.
- Bernd Venohr: Wachsen Wie Würth. Das Geheimnis des Welterfolges. Campus, Frankfurt/New York 2006, 210 S., zahlreiche Abb., ISBN 3-593-37962-7.
- Silvia Zulauf: Spüren, was stimmt. Ein Portrait zum 65. Arbeitsjubiläum von Reinhold Würth. Swiridoff Verlag, Künzelsau 2014, 167 Seiten, zahlreiche Abb., ISBN 978-3-89929-299-2.
- Helge Timmerberg: Reinhold Würth: Der Herr der Schrauben, Piper, München 2020, ISBN 978-3-492-07003-4.
Filme
- Der Unternehmer Reinhold Würth. Dokumentarfilm, Deutschland, 2005, 30 Min., Buch und Regie: Tilman Achtnich, Produktion: SWR, Erstausstrahlung: 20. April 2005, Inhaltsangabe.
- Kunstgenuss nach Feierabend – Der Unternehmer Reinhold Würth und seine europaweiten Museen. Dokumentarfilm, Deutschland, 2008, 43:30 Min., Buch und Regie: Ursula Böhm, Produktion: SWR, Erstausstrahlung: 19. Januar 2008, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Inhaltsangabe von arte, ( vom 1. April 2015 im Internet Archive).
- Würths Welt – Vom Schraubenhändler zum Weltkonzern. Dokumentarfilm, Deutschland, 2015, 44:30 Min., Buch und Regie: Hanspeter Michel, Produktion: SWR, Erstsendung: 12. April 2015 bei SWR, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters
archive-todaymuss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. und online-Video. - Kunst sammeln mit … Reinhold Würth. Dokumentarfilm, Deutschland, 2015, 26 Min., Buch und Regie: Nicola Graef und Julia Zinke, Produktion: Lona•media, SWR, arte, Erstsendung: 17. Mai 2015 bei arte, Inhaltsangabe mit Film-Ausschnitt von arte, u. a. mit Tomi Ungerer.
Weblinks
- Literatur von und über Reinhold Würth im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kunst bei Würth.
- Reinhold Würth, Unternehmer und Stifter. In: Stiftung & Sponsoring, 2010, Nr. 3. Interview. (PDF; 667 kB, 3 S.); abgerufen am 3. Mai 2015.
- Würth ärgert sich noch immer über sein Land. In: Schwäbische Zeitung, 19. April 2010
- „Ich lasse mir schon mal ein Bier ausgeben.“. In: Der Tagesspiegel, 12. Januar 2014; Interview.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Würth, Reinhold |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Unternehmer und Kunstförderer |
| GEBURTSDATUM | 20. April 1935 |
| GEBURTSORT | Öhringen, Baden-Württemberg |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Reinhold Würth
- Träger der Reinhold-Maier-Medaille
- Sammlung Würth
- Unternehmer (Handel)
- Unternehmer (Baden-Württemberg)
- Unternehmer (20. Jahrhundert)
- Unternehmer (21. Jahrhundert)
- Person (Würth-Gruppe)
- Kunstsammler
- Mäzen
- Hochschullehrer (Karlsruher Institut für Technologie)
- Mitglied der Ehrenlegion (Kommandeur)
- Träger des Ordre des Arts et des Lettres (Offizier)
- Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes
- Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg
- Träger der Staufermedaille
- Träger der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg
- Träger des Großen Verdienstordens des Landes Südtirol
- Träger des Ordens von Oranien-Nassau (Offizier)
- Träger des Ehrenzeichens des Landes Salzburg
- Ehrenringträger der Stadt Salzburg
- Träger des Deutschen Gründerpreises
- Ehrensenator einer Hochschule
- Ehrensenator der Eberhard Karls Universität Tübingen
- Ehrensenator der Universität Stuttgart
- Ehrensenator des Karlsruher Instituts für Technologie
- Ehrendoktor der Eberhard Karls Universität Tübingen
- Ehrendoktor der Universität Palermo
- Ehrenbürger von Palermo
- Ehrenbürger im Hohenlohekreis
- Ehrenbürger von Schwäbisch Hall
- Ehrenbürger von Künzelsau
- Person (Öhringen)
- Person (Hohenlohe)
- Österreicher
- Deutscher
- Geboren 1935
- Mann